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Eisenbahnforum Nordostbayern
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15
Erster Beitrag:
vor 6 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 6 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
nvf, Martin Pfeifer, V90-Fahrer, 403, Kalle mit der Kelle, Cargonaut, Rainer_NFT, Siemensianer, 628 245-2

11200 kW für 4 DoStos (m1B)

Startbeitrag von nvf am 15.07.2011 18:22

Dem Ausfall eines Steuerwagens ist es zu verdanken, dass heute eine 4-teilige DoSto-Garnitur mit 2x146 als Sandwich gefahren wurde.
Die Komposition kam als 4140, 4780, 4783, 4106 und 4109 zwischen Nürnberg, Würzburg und Sonneberg zum Einsatz.

Das Foto zeigt RE 4109 mit 146 247 als Zuglok kurz nach dem Verlassen von Forchheim auf dem Weg nach Nürnberg. Am Zugschluss leistet 146 246 Unterstützung.

Antworten:

War wohl kein Zwergen-Steuerwagen auf die Schnelle zum Anhängen da.
Früher hatte man wohl mehr Wendezeiten und musste keine 2te Lok mitschleppen.
Aber Zeit ist ja Geld, und dann gibt man das eingesparte Geld lieber für die Energie aus...
Schon wirtschaftlich, unsere Die Bahn!


von Rainer_NFT - am 15.07.2011 18:28
Servus,

für welchen Oberstrom ist dort eigentlich die Fahrleitung zugelassen? Die meisten ICE-Strecken sind ja mittlerweile für mehr als die früher üblichen 500A zugelassen, aber hier bei der alten Fahrleitungsbauart (was zumindest die Ausleger betrifft) habe ich meine Zweifel, ob die beiden Lok mit ihren dann zusammen 750A Oberstrom wirklich auch die 11,2 MW gebracht haben.

von Martin Pfeifer - am 15.07.2011 20:58
Zitat
Martin Pfeifer
Servus,

für welchen Oberstrom ist dort eigentlich die Fahrleitung zugelassen? Die meisten ICE-Strecken sind ja mittlerweile für mehr als die früher üblichen 500A zugelassen, aber hier bei der alten Fahrleitungsbauart (was zumindest die Ausleger betrifft) habe ich meine Zweifel, ob die beiden Lok mit ihren dann zusammen 750A Oberstrom wirklich auch die 11,2 MW gebracht haben.


Deine Frage kann ich Dir direkt nicht beantworten.
Aber:
Der zulässige Strom der Fahrleitung hat nichts mit den Auslegern zu tun.
Auch der Fahrdraht an sich hat den üblichen Querschnitt.
Der zulässige Oberstrom dürfte demnach ausschließlich von der Speiseleistung der Unterwerke abhängen.

Außerdem:
Ich glaube kaum, dass man mit den gut 400 Tonnen Last überhaupt so viel aus der Leistung saugen kann ...

Da auf dieser Strecke allerdings Erzzüge mit über 3500 Tonnen fahren, gehe ich davon aus, dass die Fahleitung schon einiges her gibt.

von nvf - am 15.07.2011 21:10
Die Beschleunigung haett ich gern mal miterlebt ;-)

von Siemensianer - am 15.07.2011 22:31
Zitat
nvf

Da auf dieser Strecke allerdings Erzzüge mit über 3500 Tonnen fahren, gehe ich davon aus, dass die Fahleitung schon einiges her gibt.


Für Güterzüge allgemein gilt auf dieser Strecke maximal 600A Oberstrom. Das sagt allerdings nicht, daß ICE's eventuell mehr Strom saugen dürften. Wenn ich es nicht vergesse, schau ich heute mal nach.

MfG

von Cargonaut - am 15.07.2011 22:35
Hallo Siemensianer,

ja, bei voller Aufschaltung beider Loks wäre das durchaus ein Erlebnis.
Ich denke aber nicht, dass man das gemacht hat...

Mit zwei 146 und vier Dostos kann man schön wohldosiert fahren.

Gruß
Jan

von 628 245-2 - am 16.07.2011 12:57
Zitat
nvf
Außerdem:
Ich glaube kaum, dass man mit den gut 400 Tonnen Last überhaupt so viel aus der Leistung saugen kann ...


Hallo Wolfgang!

Das glaub mal nicht,habe letzte Woche ne Probefahrt Lz mit BR 152+ BR 189 gemacht.Hebel vor und dann biste gleich mal mit über 900A dabei.

Gruß V90-Fahrer

von V90-Fahrer - am 16.07.2011 18:28
Sollte nicht auch die AFB die Zugkraft sehr zeitig abriegeln?

von Kalle mit der Kelle - am 16.07.2011 18:41
Zitat
Kalle mit der Kelle
Sollte nicht auch die AFB die Zugkraft sehr zeitig abriegeln?


Mit AFB werden die Beschleunigungswerte aus den Zugdaten errechnet.
Und da sind wohl Beschleunigungswerte vorgegeben.
Aber man kann ja auch ohne AFB fahren...

von nvf - am 16.07.2011 21:07
Zitat
V90-Fahrer
Zitat
nvf
Außerdem:
Ich glaube kaum, dass man mit den gut 400 Tonnen Last überhaupt so viel aus der Leistung saugen kann ...


Hallo Wolfgang!

Das glaub mal nicht,habe letzte Woche ne Probefahrt Lz mit BR 152+ BR 189 gemacht.Hebel vor und dann biste gleich mal mit über 900A dabei.

Gruß V90-Fahrer


Bin mal bei einer 146 Lz mitgefahren.
Ich habe da zwar nicht auf den Strom geachtet, aber alles was irgendwie auf dem Führertisch herumliegt, liegt dann am Boden, wenn mann den Hebel ganz vor tut ...

von nvf - am 16.07.2011 21:10
Zitat
Cargonaut
Zitat
nvf

Da auf dieser Strecke allerdings Erzzüge mit über 3500 Tonnen fahren, gehe ich davon aus, dass die Fahleitung schon einiges her gibt.


Für Güterzüge allgemein gilt auf dieser Strecke maximal 600A Oberstrom. Das sagt allerdings nicht, daß ICE's eventuell mehr Strom saugen dürften. Wenn ich es nicht vergesse, schau ich heute mal nach.

MfG


Hab heut mal geschaut.Zwischen Fürth und Lichtenfels gilt für Gz 600A,für alle anderen 780A.

Gruß V90-Fahrer

von V90-Fahrer - am 17.07.2011 15:28
Zitat
V90-Fahrer
Zitat
Cargonaut
Zitat
nvf

Da auf dieser Strecke allerdings Erzzüge mit über 3500 Tonnen fahren, gehe ich davon aus, dass die Fahleitung schon einiges her gibt.


Für Güterzüge allgemein gilt auf dieser Strecke maximal 600A Oberstrom. Das sagt allerdings nicht, daß ICE's eventuell mehr Strom saugen dürften. Wenn ich es nicht vergesse, schau ich heute mal nach.

MfG


Hab heut mal geschaut.Zwischen Fürth und Lichtenfels gilt für Gz 600A,für alle anderen 780A.

Gruß V90-Fahrer


Servus,

Danke! Ich dachte bis jetzt, das bei einem zulässigen Oberstrom von mehr als 600A eine Verstärkungsleitung parallel zum Kettwenwerk notwendig ist, um den zulässigen Spannungsfall einzuhalten. Hier reicht scheinbar der Unterwerks-Abstand aus, um damit klarzukommen.

von Martin Pfeifer - am 17.07.2011 16:11
Es gibt ja ne Hand voll gebräuchlicher Oberleitungsbauarten die sich auch durch unterschiedliche Querschnitte und Materialen von Fahrdraht und Tragseil unterscheiden.
Eine schnöde Oberleitung der Bauart Re 160 oder Re 200 hat z.B. nur einen Fahrdraht Ri 100 und ein Tragseil Bz II 50 mm². Das geht dann hoch bis zur Re 330 deren Fahrdraht aus RiM 120 und Tragseil aus Bz II 120 mm² besteht.

Außerdem spielt es eine Rolle ob die Oberleitungsanlage für einen Temperaturbereich von -30°C bis + 40°C oder bis zu +70°C ausgelegt wurde. Unter Auslegungsbedingungen (20% Abnutzung des Fahrdrahtes, 1 m/s Windgeschwindigkeit, Umgebungstemperatur 35°C zzgl. 5°C für Erwärmung durch Sonneneinstrahlung) ist so eine Re 160/Re 200 mit dem "großen" Temperaturbereich mit 560 A dauerhaft belastbar.

Da aber gerade schnelle Reisezüge nicht dauerhaft so hohe Ströme aufnehmen, setzt man die zulässigen Oberstromwerte höher. In einer alten Ausgabe von BahnPraxis E war mal ein Artikel dazu:

[www.euk-info.de]

von 403 - am 17.07.2011 17:02
Zitat
403
Es gibt ja ne Hand voll gebräuchlicher Oberleitungsbauarten die sich auch durch unterschiedliche Querschnitte und Materialen von Fahrdraht und Tragseil unterscheiden.
Eine schnöde Oberleitung der Bauart Re 160 oder Re 200 hat z.B. nur einen Fahrdraht Ri 100 und ein Tragseil Bz II 50 mm². Das geht dann hoch bis zur Re 330 deren Fahrdraht aus RiM 120 und Tragseil aus Bz II 120 mm² besteht.

Außerdem spielt es eine Rolle ob die Oberleitungsanlage für einen Temperaturbereich von -30°C bis + 40°C oder bis zu +70°C ausgelegt wurde. Unter Auslegungsbedingungen (20% Abnutzung des Fahrdrahtes, 1 m/s Windgeschwindigkeit, Umgebungstemperatur 35°C zzgl. 5°C für Erwärmung durch Sonneneinstrahlung) ist so eine Re 160/Re 200 mit dem "großen" Temperaturbereich mit 560 A dauerhaft belastbar.

Da aber gerade schnelle Reisezüge nicht dauerhaft so hohe Ströme aufnehmen, setzt man die zulässigen Oberstromwerte höher. In einer alten Ausgabe von BahnPraxis E war mal ein Artikel dazu:

[www.euk-info.de]


Servus,

ein sehr interessanter Artikel, Danke für den Link!

von Martin Pfeifer - am 17.07.2011 17:26
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