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Eisenbahnforum Nordostbayern
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vor 6 Jahren, 3 Monaten
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vor 6 Jahren, 3 Monaten
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K. R., Martin Pfeifer, Bahnwärter1848, Gerald H, winni259, nix mehr, Neuenmarkt, Schwandorfer

Neues in (Ober-)Franken - letzte V60 Hochburg fällt

Startbeitrag von K. R. am 04.09.2011 08:45

Hallo zusammen,

bei meiner zweitägigen Tour durch Oberfranken (Hof, Kulmbach, Rehau, Münchberg, usw). konnte ich folgendes feststellen/in Erfahrung bringen.

Am gestriegen Samstag gabe es zur Mittagsstunde eine Bedarfsbedienung in Hof durch eine V60. Kam Lz(Tfzf) von NMR und nahm nur 5 Holzwagen mit. Dies wird vll sogar die letzte planzugleistung für die V60 gewesen sein. In NMR steht schon eine294, mit welcher ab kommenden Mo den 05.09.2011 die Hofer Übergaben gefahren werden sollen. Da die V60 auf Grund der Steigung nach Oberkotzau nur eine geringe Anhängelast hat, musste des öfteren Wagen stehen gelassen werden. Damit dies nicht mehr passiert, wird ab Mo eine 294 hierfür eingesetzt werden. Nach Planungen von DB Schenker soll diese dann auch bald nach Wiesau fahren, wenn sich die Methode und Zeiteinsparungen bewähren. Auf wieder sehen V60.

Und in NKU wurde der letzte Gleisanschluss, welcher vom ehem. Ladehof zur Kumlbacher Brauerei abzweigte, ebenfalls zurück gebaut. Als ich vor Monaten sah, das der Ladehof zurück gebaut wird, hatte ihc das schon befürchtet. Der Gleisanschluss gehörte zwar nicht zu den Rückbauplänen, jedoch gehört die Anschlussweiche (welche ja im Ladehof lag) der DB Netze und wurde auch entfernt. Somit hat NKU jetzt nur ncoh 4 Gleise und halt den Anschluss Müll (ehem. Strecke Ri BT-Altstadt)

Gruß K. R.

Antworten:

Frage

der Streckenstumpf Kulmbach - Anst. Müll - Melkendorf (die Gleise enden nach dem Umspannwerk direkt am BÜ (der noch steht, evlt. hat dieser Stumpf zwischen Melkendorf und Müll etwas mit dem Umspannwerk/Trafo zu tun) führt ja an einem großen Tanklager vorbei.

Dieses wurde ja noch bis in die 80/90ger Jahre auf der Schiene bedient.

Weis jemand warum dies nicht mehr der Fall ist bzw. ob noch andere Anschließer hier bedient werden? Mir sind nur bedarfsweise Züge zur IREKS bekannt.

Evtl. gibt es ja kein Interesse an einer Bedienung sowie es in Bindlach mit dem Schrotthändler Bilsheim ist, dieser wollte ja seien Schrott zu Voest nach Österreich auf der Schiene transportieren (der Österreich läßt solche Ladungen auf der Straße nicht zu) aber es hätte scheinbar zu großen Aufwand bedeutet (evlt. Lastgründe beim Müllzug usw.) und für eine sep. Bedienung haben sich die paar Wagen scheinbar nicht rentiert. Jetzt fährt er mit Sondergenehmigung auf der Straße.

von Neuenmarkt - am 04.09.2011 09:19

ANWORT

Mahlzeit,

das ist die "DB SCHENKER"-Philosophie (der Name ist frei gewält, genau so "frei" wie "Murphys Gesetz" :-)).
Beispiel:
Du hast einen guten Kunden mit viel Verkehr (=Tanklager) und viele kleine Kunden mit nur n bischen oder wenigen Verkehren. Nach und nach erhöhst du jetzt den kleinen Kunden so lange den Preis, bis ein Kunde allein schon mit seinem Einzelwagen eigentlich den ganzen Einzelwagenzug bezahlen könnte (dies ist aber nicht Sinn und Zweck des EWV!!). Zugleich reduziert man die Bedinungen von 5 mal in der Woche auf nur noch Mo+Mi+Fr, man will ja wirtschaftlicher werden. Also man bekommt weniger Leistung für mehr Geld - erster Fehler!

Iwann sind halt alle EWV-Kunden abgesprungen weil Sie jetzt für das Geld gleich auf der Straße fahren können, wenn nicht gar günstiger. Nun bleibt noch alleine der "große" Kunde. Aber nur für einen großen Kunden eine eigene Lok/Rabt vorzuhalten, lohnt nicht. Somit lösst man die Rabt im Bf xyz auf und die Bedienung erfolgt von ausserhalb mit weiten Übergabefahrten. Jetzt braucht man aber statt der kleinen und günstigeren Lok, eine größere Lok. Man will ja schneller fahren und mehr mitnehmen. Somit gurkt man jetzt viele Wagen kreuz und quer durch die Landschaft, zum Teil am Ziel vorbei usw, muss viel rangieren, kostet viel Zeit und Mannstunden. Jetzt schraubt man auch den großen Kunden die Preise nach oben, den man hat ja jetzt mehr Aufwand, eine größere Lok - sprich die gleiche Leistung zu einem höheren Preis wegen falsche Controling-Denkansätze - zweiter Fehler. Iwann sagt auch der große Kunde - Arschlecken!

Damit man jetzt nicht noch mehr Kunden auf die gleiche Weise verliert, startet man ein Projekt und alles zu verbessern, zu bündeln und zu überprüfen. Nennen wir es mal "marktorientiertes Arbeiten Cargo" oder kurz "MorA C" (Der Name ist rein fiktiv gewählt und hat nichts mit irgendeinem großem Unternehmen zu tun!). Alles wird überprüft und optimiert und durchgerechnet (von den gleichen Tränen, welche schon den zweiten Fehler gemacht haben). Was sich nicht lohnt, wird dicht gemacht. So macht man einfach viel kleine EWV-Ladestellen zu und nur noch die großen (das Gewinnmaximum) ist vorhanden. Nun merkt man aber auch, das z. t. viele EWV von vielen kleinen Kunden auch oft den gleichen (großen) Kunden als Empfänger hatten. Jetzt hat man den großen Kunden seinen Wagenzufuhr von den Zulieferern abgeschnitten und der große hat plötzlich auch nur noch ein paar Wagen. Jetzt sagt dieser auch, für die paar Wagen braucht er nicht mehr mit der Bahn fahren. (Und wenn das nicht der Kunde sagt, dann sagt dem Kunden die Bahn das!!). Handeln ohne die weiträumigen Folgen zu bedenken - dritter Fehler.

Dies sind nur mal ein paar Beispiele aus der Welt des Bahntransportes. Frag doch mal die Kunden, die können sehr abenteuerliche Geschichten erzählen. Vll sollte man mal ein Buch darüber schreiben, wäre bestimmt ein Renner.

Gruß K. R.

von K. R. - am 04.09.2011 09:57
Zitat

Nach Planungen von DB Schenker soll diese dann auch bald nach Wiesau fahren, wenn sich die Methode und Zeiteinsparungen bewähren. Auf wieder sehen V60.


Verstehe ich es richtig, daß die V60 nach Wiesau zumindest vorerst mal noch bleibt?

Viele Grüße

Tobias

von Schwandorfer - am 04.09.2011 10:00

Wiesau

Mahlzeit,

fürn Anfang ja, weil sich die Bedienung bisher von den Zeiten her gegenseitig ausschließen. Langfristig aber ehr nicht, weil dann halt die Pläne angepasst werden.

Gruß

von K. R. - am 04.09.2011 10:02
Servus,

Frage zum Anschluß der Kulmbacher Brauerei: bist Du Dir ganz sicher, das der wirklich wegkommt? Ich meine anhand der Angaben seitens des DDM, das die Schienenbus-Fahrten "vom Eisenbahner-Himmel ins Bier-Paradies" von Marktschorgast über die Schiefe Ebene nach Kulmbach direkt ins gelände der Brauerei fahren, also diesen Anschluß nutzen - wenn auch nicht für Güterverkehr.

von Martin Pfeifer - am 04.09.2011 11:13
Mahlzeit,

der Anschluss ist schon weg. Und gemeint ist nicht die Awanst zwischen Kulmbach und Untersteinach sondern der Gleisanschluss im Bahnhof Kulmbach, welcher vom Gleis 1 im Ladehof weg ging.

Gruß K. R.

von K. R. - am 04.09.2011 12:56
Zitat
K. R.
Mahlzeit,

der Anschluss ist schon weg. Und gemeint ist nicht die Awanst zwischen Kulmbach und Untersteinach sondern der Gleisanschluss im Bahnhof Kulmbach, welcher vom Gleis 1 im Ladehof weg ging.

Gruß K. R.


Servus,

ich glaube wir reden jetzt irgendwie aneinander vorbei. Gemäß dem TEN-Spurplan von Kulmbach ist Gleis 1 das Überholungsgleis am Empfangsgebäude und Gleis 4 jenes an der Seite zur Kulmbacher Brauerei. Das der Ladehof (südlich der Streckengleise und westlich {Lichtenfels-seitig} der Bahnsteige) weg ist, war mir bereits im Frühjahr aufgefallen. Der fragliche Anschluß zur Kulmbacher Brauerei liegt aber nördlich der Hauptgleise und beginnt im Gleis 4. Dieser müsste nach meiner Erinnerung noch liegen.

von Martin Pfeifer - am 04.09.2011 14:47

Die kommt morgen zurück

Hallo,

soll heute Nacht irgendwie eine V60 privat, aus Freilassing daher rollen.
Die nächste Zeit werden damit Maste in Hof Hbf gerammt.

malo

von nix mehr - am 04.09.2011 20:00

362 874-0 mit Erdbohrer

Hallo,
die 362 874-0 railsystems kam mit einem Erdbohrer im Anhang, um 06:27 Uhr in Richtung Norden weiterfahrend, durch Weiden.

von winni259 - am 04.09.2011 20:10

Re: Neues in (Ober-)Franken - letztes Brauereigleis

Ist also schon schlimm, dass aus den vielen Kulmbacher Brauereien ein einziges Unternehmen geworden ist - kein Wunder, dass es so ein Durcheinander an Meinungen gibt.

Also: der Anschluß, der sicher bleibt und nur noch vom DDM im Sonderreiseverkehr bedient wird, ist der der früheren "Mönchshof". Der auf der Seite des Ladehofes führte zur Reichelbräu, ist wie alles in diesem Bereich mittlerweile weg, teilweise sogar der Schotter. Und das Gleis zur EKU, abzweigende von Gleis 4, liegt noch - aber ohne Anschlußweiche.

von Bahnwärter1848 - am 04.09.2011 21:52

Re: Neues in (Ober-)Franken - letztes Brauereigleis

Zitat
Bahnwärter1848
Ist also schon schlimm, dass aus den vielen Kulmbacher Brauereien ein einziges Unternehmen geworden ist - kein Wunder, dass es so ein Durcheinander an Meinungen gibt.

Also: der Anschluß, der sicher bleibt und nur noch vom DDM im Sonderreiseverkehr bedient wird, ist der der früheren "Mönchshof". Der auf der Seite des Ladehofes führte zur Reichelbräu, ist wie alles in diesem Bereich mittlerweile weg, teilweise sogar der Schotter. Und das Gleis zur EKU, abzweigende von Gleis 4, liegt noch - aber ohne Anschlußweiche.


Servus,

Danke für die Aufklärung, den mit den verschiedenen Brauereien kenne ich mich als bekennender Apfelschorle-Trinker nicht aus.

von Martin Pfeifer - am 05.09.2011 07:21

Re: Die kommt morgen zurück

Guten Morgen,

ja das ist zwar eine V60, aber keine von der DB und auch keine Planleistung. Die macht das Baugerümpel in und um Hof herum.

Gruß K. R.

von K. R. - am 05.09.2011 08:45

Re: Auch 294 nach Wiesau

Gerade auf dem Weg zur Arbeit sah ich die 294 mit einigen Holzwagen aus Wiesau in Marktredwitz einfahren. Die 294 ist hier auch angebracht, da wegen der geringen Anhängelast der V 60 im Steigungsabschnitt nach Pechbrunn bzw. zum Scheitelpunkt nahe Lengenfeld oft in zwei Teilen gefahren werden musste.

von Gerald H - am 06.09.2011 05:36
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