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Eisenbahnforum Nordostbayern
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Erster Beitrag:
vor 6 Jahren, 10 Monaten
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derSchlömener

gestern abend: Bahnübergang-Postensicherung und Bauarbeiten in und um Schlömen

Startbeitrag von derSchlömener am 11.10.2011 06:54

Hallo,

gestern abend war der Bahnübergang an der Staatsstraße in Schlömen durch Posten und Flatterbänder "gesichert".
Ich muss sagen: ich erkannte es wirklich schlecht, dass der BÜ geschlossen war
(sogar auf dem Fahrrad)!
Als ich mich dem BÜ aus Richtung Schlömen näherte, bemerkte ich ein rotes Licht, welches am rechten Fahrbahnrand aufgestellt war.
Von weitem sah das Ganze so aus, als würde ein Moped bzw. ein Auto mit Parklicht vor dem BÜ parken.
Als ich dann kurz vor dem BÜ war, sah ich die Flatterbänder, die selbst nicht bzw. kaum reflektieren. Da gibt es heute ganz andere Materialien eigentlich für soiwas.

Absolut archaisch finde ich auch das Verstecken der Schranken ud des Blinklichtes, wenn der BÜ außer Betrieb ist!
Das kommt doch sicherlich noch aus einer Zeit, in der es sowohl beschrankte als auch unbeschrankte Bahnübergänge gab, so dass man dem Verkehrsteilnehmer signalisieren wollte: "Achtung, keine Schranken, kein Blinklicht: nur Andreaskreuze!" Nur: heute gibt es an größeren Straßen hierzulande (zum Glück) keine ungesicherten Bahnübergänge mehr, außerdem dürften wohl >99% der Fahrer durch Schlömen Ortskundige sein, d.h. wenn nix blinkt, erwarte man, dass nix kommt!
Glücklicherweise funktionieren die BÜs so zuverlässig, dass man sich wirklich blind aufs Blinklicht verlassen kann.

Jedenfalls finde ich persönlich es grob fahrlässig, wenn auch in Zukunft die BÜs bei Bauarbeiten so lax gesichert werden!
Zumal die Änderungen in der Ausrüstung des Sicherungspersonals finanziell kaum ins Gewicht fallen:

z.B. ein breites, gut reflektierendes Band, welches gespannt wird, evtl. auch mit roten LEDs oder sowas, ein gut sichtbares Lichtzeiten, z.B. eine Ampel oder ein Blitzlicht, oder was auch immer in einiger Entfernung vor dem BÜ.

Geschwindigkeitstrichter, d.h. auf der Straße die Höchstgeschwindigkeit bis z.B. 30 reduzieren und Baustellenschild aufstellen.
Bei jeder einfachsten Baustelle ist sowas selbstverständlich!

Gestern gabs weder Geschwindigkeitsbegrenzungen noch irgendwelche Warnschilder vor dem BÜ.
Wenn das neulich in Ramsenthal auch so lax praktiziert worden ist, wundert es mich leider gar nicht, wenn es zu tragischen Unfällen kommt.

Ach ja: einen unbeschrankten BÜ an einer Bundesstraße kenne ich: aus Richtung Untersteinach kommend, kurz vor Stadtsteinach.
NIEMAND, wirdlich NIEMAND fährt hier in Schrittgeschwindigkeit drüber. Niemand kuckt!
Ich denke, die Leute gehen davon aus, dass wenn es keine Schranken oder Lichtzeichen gibt, die Bahn schon selbst irgendwie absichern wird, wenn denn man - wie im Fall Stadtsteinach - ein Zug kommt.
Das ist halt Realität.
Als ich neulich mit meinem Vater mitm Auto im Marienbader Oberland unterwegs war, musste ich ihm auf immer auf die unbeschrankten Bahnübergänge hinweisen!
(Die Andreaskreuze in Tschechien sind ja extrem klein und auch oft eingewachsen :-)

Viele Grüße,
Hannes

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