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Eisenbahnforum Nordostbayern
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vor 5 Jahren, 11 Monaten
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Eisenbahner1, KBS 867, derSchlömener, Neuenmarkt

ZM: Agilis-Züge: Schüler-Beförderung nach Bayreuth klappt noch nicht reibungslos

Startbeitrag von KBS 867 am 28.12.2011 08:47

Agilis-Züge: Schüler-Beförderung nach Bayreuth klappt noch nicht reibungslos
Von Christian Porsch

SPEICHERSDORF. Die Beschwerden reißen nicht ab: Nach wie vor beklagen sich Eltern und Schüler über die schlechten Zustände bei der Schülerbeförderung auf der Bahnstrecke zwischen Speichersdorf und Bayreuth (wir berichteten). Die von der Privatbahn Agilis zugesagten Verbesserungen greifen nur bedingt. Leidtragende sind einmal mehr die Schüler.


Alles sollte besser werden nach dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember. Die Privatbahn Agilis, die seit Juni dieses Jahres die Strecke zwischen Marktredwitz und Bayreuth betreibt, hatte zugesagt, mit einem zusätzlichen Triebwagen die unbefriedigende Situation bei der Schülerbeförderung zu verbessern. Knapp 100 zusätzliche Plätze würden bereit gestellt, das allmorgendliche Gedränge werde sich so entzerren, war die Aussage von Agilis Anfang Dezember. „Zumindest die Platzsituation hat sich verbessert“, sagt Erika Hoffmann, Mutter zweier Kinder, die auf weiterführende Schulen in Bayreuth gehen. Leidtragende sind die Passagiere des 15 Minuten später abfahrenden Zuges. Von diesem wurde nämlich der zusätzliche Wagen abgezogen. Den später fahrenden Zug nutzen vor allem Pendler sowie Schüler, deren Gymnasien vom Bayreuther Bahnhof aus fußläufig zu erreichen sind.

Die Platzsituation ist aber nicht der einzige Kritikpunkt vieler Eltern und Schüler. Auch die verspäteten Ankunftszeiten am Bayreuther Bahnhof machen denjenigen zu schaffen, die noch mit Bussen zu den weiter entfernten Bildungsstätten fahren müssen. Die durch den Einsatz des vierten Triebwagens versprochene schnellere Personenabfertigung an den Bahnsteigen greift nur bedingt, nach wie vor kommt es zu Verspätungen von mehreren Minuten.

Verlegung des Schulbeginns ausgeschlossen

Vor allem die Schüler der Realschulen und des Graf-Münster-Gymnasiums trifft es besonders hart. Schulleiter Kurt Leibold vom Gymnasium beobachtet die Situation bereits seit einiger Zeit mit großer Sorge. Er hat deshalb Kontakt zu den betroffenen Eltern aufgenommen und sich auch bei Agilis für eine Verbesserung des Schülertransportes eingesetzt. „Die Situation ist völlig unbefriedigend. Schüler müssen vor Schulaufgaben teilweise mit dem Auto zur Schule gefahren werden oder sie kommen sogar mit dem Taxi vom Bahnhof“, beschreibt der Oberstudiendirektor die Lage. „Wir können Schulaufgaben nicht nur in der zweiten Stunde schreiben.“

Seit dem Fahrplanwechsel sei keine wirkliche Verbesserung eingetreten, sagt Leibold. Die Schüler kämen immer noch abgehetzt zur Schule, könnten vor dem Unterricht kaum verschnaufen. „Selbstverständlich wirkt sich das nicht leistungsfördernd aus“, weiß der Pädagoge. Leibold will sich weiterhin für seine Schüler einsetzen, die Lage mit den zuständigen Behörden und dem Elternbeirat besprechen. Eine Verlegung des Schulbeginns kommt für ihn nicht in Frage. „Wie haben vor einigen Jahren die Anfangszeit extra von 7.50 Uhr auf 7.45 Uhr vorverlegt“, erinnert sich der Schulleiter an die Entscheidung seines Vorgängers. Dies sei vor allem aufgrund der Schülerbeförderung erfolgt, eine Rückverlegung müsste mit allen Schulen und Busunternehmen abgestimmt werden.

Agilis teilweise zu Unrecht schlecht dargestellt

Bleibt also nur die Möglichkeit, die Abfahrtszeiten auf der Bahnstrecke Marktredwitz – Bayreuth anzupassen. Dafür ist die Bayerische Eisenbahngesellschaft verantwortlich, die den Fahrplan erst mit der Vergabe an Agilis um rund sechs Minuten nach hinten verschoben hat. Genau die Zeit, die den Schülern auf dem Weg zu den am Bahnhof wartenden Bussen oft fehlt.

Von einem sehr komplexen System spricht Fritz Czeschka, Geschäftsführer der Bayerischen Eisenbahngesellschaft. Alle Züge seien eng in ein Gesamtkonzept eingebunden, Anschlüsse müssten erreicht werden. „Wir teilen Fahrplanänderungen den Landkreisen frühzeitig mit“, erklärt Czeschka. Diese könnten die Busfahrzeiten entsprechend anpassen. Man versuche aber, die Situation für die Schüler zu verbessern. „Wir schauen uns die Problematik auf der Strecke genau an und überprüfen alle Möglichkeiten“, verspricht der Geschäftsführer. Dabei müssten alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Agilis werde teilweise zu Unrecht in schlechtem Licht dargestellt. „Nach der Anlaufphase muss nachgesteuert werden, wenn es nicht passt“, sagt Czeschka. Unter Umständen auch bei der Anfangszeit der Schule, wenn es nicht anders gehe...

Foto: cri

[www.nordbayerischer-kurier.de]

Antworten:

Was kann agilis dafür`?

Der Fahrplan wurde in München gemacht, es wurden 300 Sitzplätze bestellt = 3 RS 1,

jetzt fahren 4 RS 1 und es soll nicht langen? Der Grund ist, das jeder Schüler noch mindenstens einen Platz für einen Rucksack und evtl noch einen weitern für einen Kumpel reserviert der dann evtl. doch bereits in einem anderen Teil sitzt, und dann gibt es noch die Schüler die sich gleich im Eingang auf die Klappsitze setzen obwohl noch viel Plätze frei sind und die anderen dann nicht mehr oder nur zögerlich reinpassen oder zu einem anderen Zugteil gehen.

Der 84516 aus Weiden, welcher nur wenige Minuten nach dem 84514 in NKL in Richtung NBY abfährt reicht ja mit einem Zugteil aus, er führte fast 6 Monate ein zweites Zugteil mit gekühlter bzw. geheitzter Luft mit, und da waren 2 VT für ca. 60 Fahrgäste schon Luxus, es sei denn jeder will einen Einzelplatz, es gibt halt nur 38 Fahrzeuge und die sind im ganzen Dieselnetz zu Schulbeginn im Einsatz.

Die Verspätungen kommen meistens vom Einsteigen und dem Trödeln dabei im engen Fahrplan und wenn der Freund bzw. die Freundin im ersten Zugteil sitzt und dies dem Schüler bekannt ist dann will er auch in diesem Einsteigen obwohl da schon 100 Mann sind und im letzten sind dann viele Plätze frei.

Ebenso im 84516, hier standen die Fahrgäste ab NKL obwohl noch mindestens 1 Vierer komplett und noch einige Plätze am 6er frei waren.


Wenn die Eltern mal ihre Kinder disziplinieren würden, das wäre besser, sie sollten mal im Schülerzug mitfahren, das geht von Füssen auf den Sitzen, totale Vermüllung des Zuges durch Essensreste, Papier, zerfetzte Fahrplanflyer, es werden oft beim Mittagsschülerzug die Fahrpläne aus den Zug genommen und in NKL in der Unterführung verteilt

von Neuenmarkt - am 28.12.2011 09:43

Ist bei Schülerzügen immer so

Servus Alex,

das Schülerproblem kenne ich von der KBS 862 auch, bin ja lange genug mit dem Zug früh gefahren. Leider mit Agilis nur wenige Male.

Als der Zug in Weidenberg ankam, besetzten die ersten Schüler die reinkamen gleich mal zwei gegenüberliegende Viererplätze, d.h. 8 Sitzplätze wurden durch 2-3 Schüler belegt.
Rucksäcke bzw. Taschen etc. auf den Sitz daneben stellen ist ganz normal, das machen aber Erwachsene auch sehr oft wenn der Zug voll ist. Von wem sollen es die Schüler denn dann lernen?

Die Aussteigeproblematik ist ganz normal, denn wie sollen denn sonst ca. 300 Schüler über einen Treppenaufgang runterkommen?
Man kann ja froh sein das sie nicht über die Gleise latschen.

Einige Zeit lang kamen der Weidenberger und Marktredwitzer Schülerzug auf dem gleichen Bahnsteig an und fast zur gleichen Zeit.
Und selbst bei getrennter Ankunft auf Bahnsteig 2 und 3 treffen sich die Massen in der Unterführung, wo natürlich auch wieder etliche nur rumstehen und auf die Kumpels vom anderen Zug warten.
Aber wirklich so eilig können es die meisten Schüler gar nicht haben, denn denen kannst oft beim Laufen die Schuhe besohlen.


von KBS 867 - am 28.12.2011 10:44

Re: Was kann agilis dafür`?

Zitat
Neuenmarkt
Der Fahrplan wurde in München gemacht, es wurden 300 Sitzplätze bestellt = 3 RS 1,

jetzt fahren 4 RS 1 und es soll nicht langen? Der Grund ist, das jeder Schüler noch mindenstens einen Platz für einen Rucksack und evtl noch einen weitern für einen Kumpel reserviert der dann evtl. doch bereits in einem anderen Teil sitzt, und dann gibt es noch die Schüler die sich gleich im Eingang auf die Klappsitze setzen obwohl noch viel Plätze frei sind und die anderen dann nicht mehr oder nur zögerlich reinpassen oder zu einem anderen Zugteil gehen.

Der 84516 aus Weiden, welcher nur wenige Minuten nach dem 84514 in NKL in Richtung NBY abfährt reicht ja mit einem Zugteil aus, er führte fast 6 Monate ein zweites Zugteil mit gekühlter bzw. geheitzter Luft mit, und da waren 2 VT für ca. 60 Fahrgäste schon Luxus, es sei denn jeder will einen Einzelplatz, es gibt halt nur 38 Fahrzeuge und die sind im ganzen Dieselnetz zu Schulbeginn im Einsatz.

Die Verspätungen kommen meistens vom Einsteigen und dem Trödeln dabei im engen Fahrplan und wenn der Freund bzw. die Freundin im ersten Zugteil sitzt und dies dem Schüler bekannt ist dann will er auch in diesem Einsteigen obwohl da schon 100 Mann sind und im letzten sind dann viele Plätze frei.

Ebenso im 84516, hier standen die Fahrgäste ab NKL obwohl noch mindestens 1 Vierer komplett und noch einige Plätze am 6er frei waren.


Wenn die Eltern mal ihre Kinder disziplinieren würden, das wäre besser, sie sollten mal im Schülerzug mitfahren, das geht von Füssen auf den Sitzen, totale Vermüllung des Zuges durch Essensreste, Papier, zerfetzte Fahrplanflyer, es werden oft beim Mittagsschülerzug die Fahrpläne aus den Zug genommen und in NKL in der Unterführung verteilt


He. Bei Dir war wohl der Weihnachtsmann geizig und jetzt hast Du schlchte Laune?
Die Jugend war vor 100, 50 oder 20 Jahren genauso. Sie wirde es in 100 jahren genauso sein. Doch leider vergessen das viele, sobald Ihnen drei Brusthaare wachsen.
Und Sie lernen immer noch von Ihren großen Vorbildern. Rauchverbot im Bahnhof - Kaum ein Erwachsener hält sich dran. Alles wird überall hingeworfen. Da kannst Du als Eltern reden bis Dir die Gusche weh tut.
Der einzige Unterschied zu früher: erwachsene waren mehr Vorbild und sind auch mal eingeschritten.
Und eine Disziplinierung hatten wir in deutschland ja schon mal. Diesen Begriff solltest Du lieber mal sein lassen. Es sei.. Aber das glaube ich ja nun nicht.
Im Endeffekt liegt es auch an uns, das sich so etwas ändert. Aber die Schüler lernen ja schon frühzeitig, das immer die anderen Schuld sind.

von Eisenbahner1 - am 28.12.2011 12:34

neue Haltepunkte in Bayreuth dringend notwendig!

Hallo!

Die ganze Diskussion zeigt für mich, dass es höchste Zeit ist, endlich (mal wieder) über die Eröffnung neuer Haltepunkte in Bayreuth nachzudenken!

Es ist doch ein Irrsinn, dass hunderte Schüler erst an ihren Schulen vorbei zum Hauptbahnhof gefahren werden, dann nicht unerheblich weit zur Bushaltestelle hetzen müssen, um dann in überfüllten Bussen zurück zu ihren Schulen zu fahren!

Was für ein Wahnsinn!

Ich würde einen Haltepunkt am Schulzentrum und einen in Bayreuth Dürschnitz - auch im Hinblick auf einen direkten Zugang zur Innenstadt und für eine einfachere Anreise zur baldigen Landesgartenschau in Bayreuth - begrüßen!


Viele Grüße,
Johannes


von derSchlömener - am 28.12.2011 21:41

Re: neue Haltepunkte in Bayreuth dringend notwendig!

Zitat
derSchlömener
Hallo!

Die ganze Diskussion zeigt für mich, dass es höchste Zeit ist, endlich (mal wieder) über die Eröffnung neuer Haltepunkte in Bayreuth nachzudenken!

Es ist doch ein Irrsinn, dass hunderte Schüler erst an ihren Schulen vorbei zum Hauptbahnhof gefahren werden, dann nicht unerheblich weit zur Bushaltestelle hetzen müssen, um dann in überfüllten Bussen zurück zu ihren Schulen zu fahren!

Was für ein Wahnsinn!

Ich würde einen Haltepunkt am Schulzentrum und einen in Bayreuth Dürschnitz - auch im Hinblick auf einen direkten Zugang zur Innenstadt und für eine einfachere Anreise zur baldigen Landesgartenschau in Bayreuth - begrüßen!


Viele Grüße,
Johannes


Ich sehe eher die Schulpolitik als Problem. Da werden Schüler teilweise stundenlang am Tag mit Bahnen und Busen durch die gegend gefahren, nur weill immer mehr Schulen zumachen. Teilweise fehlen nur ein, zwei Schüler, oder andere teils fadenscheinige gründe. Das sich da Frust aufbaut ist völlig normal. Und die Bildung bleibt auch auf der Strecke. Aber das ist eine andere Baustelle.
Und so ein neuer Haltepunkt ist heutzutage garantiert ein "Jahrhundertprojekt". Da hat doch wieder Hinz und Kunz was auszusetzen und jeder will mitreden.

von Eisenbahner1 - am 28.12.2011 22:45

Zustimmung

Hallo zurück,

ja. Leider verfolgt man die Strategie, dass man die Schüler - oft auch von klein an - immer weiter weg zu immer größeren Schulen fährt.
Die Neuenmarkter Schule hat inzwischen auch Schüler, die aus dem Oberland kommen, ich glaube aus Altenreuth oder Wartenfels.
Hierzu mussten einige Fahrpläne bzw. Unterrichtszeiten verändert werden.
Aber es ist doch eine Zumutung für die kleinen, täglich solche Wege in Kauf zu nehmen!

In Rugendorf kämpfte man bislang erfolgreich um den Fortbestand der Schule im Ort.
Ich persönlich würde nie und nimmer wohin ziehen, wo es keine Schule für meine Kinder in zumutbarer Entfernung gibt und wo es keinen brauchbaren ÖPNV-Anschluss gibt.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es SEHR WICHTIG is, dass man auch ohne Auto bzw. ohne ständig von den Eltern gefahren werden zu müssen dahin kommt, wo man hin will oder muss!

Von Schlömen war schon immer (auch mit den Bundesbahn-Fahrplänen) Bayreuth und Kulmbach problemlos möglich.
Ich könnte mir nicht vorstellen, wie es wohl gewesen wäre, wenn ich der Einzige in meinem Alter in irgendeinem Frankenwald-Ort gewesen wäre!

Hier sollten manche Eltern auch mal überlegen, was sie ihren Kindern antun, wenn sie irgendwo "auf die grüne Wiese" ziehen...

Aber nochmal kurz zu den Haltepunkten:
Die Diskussion um diese Haltepunkte ist ja wahrlich nicht neu.
Ich würde mich zumindest schon einmal freuen, wenn man seitens der Stadt die Notwendigkeit dieser Haltepunkte anerkennen würde und die erforderlichen Schritte zur Einrichtung in die Wege leiten würde.
Wenn es dann - aus welchem Grund auch immer - mit dem Hp doch nicht klappen sollte, ist es auch kein Weltuntergang. Aber wenn man von vornherein gar nix versucht, um neue Zugangsstellen zu schaffen, dann ist es schlimm.

In diesem Zusammenhang würden sich meiner Meinung nach auch ein Hp im Industriegebiet Bindlach-Bayreuth anbieten, dann zwei weitere in Kauernburg und Kauerndorf (bei Kulmbach).
Dank der agilis sollten jetzt auch hier kurze Hp-Abstände möglich werden.
Wünschenswert wäre es allemal!

Von meinem Opa weiß ich übrigens, dass es nach dem Krieg eine Diskussion um einen Hp in Schlömen gab.
Er sollte - soweit ich weiß - jedoch an der Bischofsgrüner Linie bzw. direkt an der Blockstelle, jedoch auf dem Bischofsgrüner Gleis eingerichtet werden.
Seitens der Bahn forderte man aber Geld von der Gemeinde bzw. vom Ort. An wenigen Mark ist das Vorhaben dann (leider) gescheitert. (Erzählte mein Opa)

Weiß hierzu jemand evtl. Genaueres?

Viele Grüße nochmal,
Hannes


Viele Grüße,
Hannes


von derSchlömener - am 28.12.2011 23:03
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