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Eisenbahnforum Nordostbayern
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"alex" Verbindung Nürnberg-Prag wird eingestellt.

Startbeitrag von Lauf West am 24.05.2012 12:33

Hallo,
BR-Online berichtet heute das die alex Verbindung Nürnberg-Prag ab Dezember eingestellt wird. Grund sind die zu geringen Fahrgastzahlen und der schleppende Gleisausbau Richtung Tschechien. Verstärkt wird hingegen die Verbindung München-Prag von derzeit 2 Zugpaaren auf 4 Zugpaaren.
Hier der Link:
[www.br.de]
Link zur PM der BEG:
[www.bahnland-bayern.de]
viele Grüsse Lauf West

Edit: Link der BEG eingefügt.

Antworten:

Zitat
Lauf West
Hallo,
BR-Online berichtet heute das die alex Verbindung Nürnberg-Prag ab Dezember eingestellt wird. Grund sind die zu geringen Fahrgastzahlen und der schleppende Gleisausbau Richtung Tschechien. Verstärkt wird hingegen die Verbindung München-Prag von derzeit 2 Zugpaaren auf 4 Zugpaaren.




Mit anderen Worten: Die Direktverbindung von Franken nach Prag wird zugunsten einer Verbesserung der Direktverbindung Altbayern-Prag geopfert. Und zwar mit fragwuerdigen Argumenten, denn auch zwischen Muenchen und Prag ist die Fahrtzeit katastrophal, und auch zwischen Muenchen und Prag gibt es Konkurrenz durch den Fernbus. Die Franken sind mal wieder die Deppen im Freistaat.

von Bundesland Franken - am 24.05.2012 13:25
Der Unterschied ist, dass der Zug aus München deutlich voller ist als der Nürnberger. Selbst schon mehrfach erlebt, dass in zwei der vier Nürnberger Wagen kein Fahrgast drin war.

Mfg tegernseebahn

von tegernseebahn - am 24.05.2012 14:21
was soll das denn immer mit den Franken - Altbayern getue....

von Mannerl - am 24.05.2012 14:44
Widerstand!!!!!!!!!!!

von Sebastian D - am 24.05.2012 17:23

Schrottzug "alex" Nürnberg - Praha wird eingestellt. Eine Schande ......

Mit den der "Schrottwagengeneration" zuzuordnenden, überalterten und nicht klimatisierten Wagen des "alex" eine grenzüberschreitende Fernverkehrsverbindung den Fahrgästen anzubieten, war lächerlich und eine Schande für den Bahnverkehr in Deutschland. Primitiveres Rollmaterial für einen Fernzug einzusetzen und als "Express" zu klassifizieren, hätten sich die Initiatoren nicht ausdenken können - vorausgesetzt denen darf überhaupt Denken unterstellt werden.

Eine politische Schande für München und Berlin, dass die beiden Partnerstädte aus der Phase des kalten Krieges, Praha und Nürnberg, eisenbahnverkehrlich wieder getrennt werden.
(Praha und Nürnberg aren die ersten Großstädte aus Ost und West, die noch zu den Zeiten des kalten Krieges, entgegen allen politischen Widerwärtigkeiten, eine offizielle Partnerschaft eingegangen sind).

Mit einem derartigen minderwertigen Angebot (verschlissenes, überaltertes Rollmaterial, lärm- und abgasintensive, stinkende Diesel-Tfz und rückständiger Streckenausbau, Durchnittsgeschwindigkeit nahe einem Güterzug) war kein Markt / keine Nachfrage generierbar. - Eine bajuwarische Lachnummer. Im Betrieb nur interessant für Pufferküsser und Fotofreaks.

von Noricus - am 24.05.2012 17:53

Re: Schrottzug "alex" Nürnberg - Praha wird eingestellt. Eine Schande ......

Zitat
Noricus
Mit den der "Schrottwagengeneration" zuzuordnenden, überalterten und nicht klimatisierten Wagen des "alex" eine grenzüberschreitende Fernverkehrsverbindung den Fahrgästen anzubieten, war lächerlich


Die Waggons entsprechen offenbar den Ausschreibungsbedingungen der BEG.


Zitat
Noricus
lärmin- und abgasintensive, stinkende Diesel-Tfz


Der ER20 darf bis zur Betriebsreife der Diesel-Vectron als letzter Stand der Technik bei SIEMENS gelten. Lärmmäßig auf jeden Fall voll auf der Höhe der Zeit. Abgasmäßig zum Beschaffungszeitpunkt ebenfalls.

Zitat
Noricus
und rückständiger Streckenausbau, Durchnittsgeschwindigkeit nahe einem Güterzug


Bei diesem Punkt volle Zustimmung. Das ist das eigentliche Grund-Problem.


Gruß 223 061

von 223 061 - am 24.05.2012 18:18

Das ändert an den Fakten nichts

Die BEG ist nur eine Marionette der jeweils aktuellen Ministerbesetzung des Wirtschaftsministeriums; sei nur der "ruhmvolle" SPNV-Verhöckerer Wiesheu in Erinnerung gebracht.

Auch die Einhaltung von Grenzlinien und aktuelle technische Standards generieren keine Fahrgastnachfrage.

von Noricus - am 24.05.2012 18:31

Re: Das ändert an den Fakten nichts

Zitat
Noricus
Die BEG ist nur eine Marionette der jeweils aktuellen Ministerbesetzung des Wirtschaftsministeriums; sei nur der "ruhmvolle" SPNV-Verhöckerer Wiesheu in Erinnerung gebracht.



Das mag schon sein. Ich wollte aber auf jeden Fall entschieden der Behauptung entgegentreten, ich würde lärmen und stinken. ;-) ;-) ;-)


Gruß 223 061

von 223 061 - am 24.05.2012 18:38

Re: Das ändert an den Fakten nichts

Zitat
Noricus
Die BEG ist nur eine Marionette der jeweils aktuellen Ministerbesetzung des Wirtschaftsministeriums; sei nur der "ruhmvolle" SPNV-Verhöckerer Wiesheu in Erinnerung gebracht.

Auch die Einhaltung von Grenzlinien und aktuelle technische Standards generieren keine Fahrgastnachfrage.


Servus,

ich glaube eher, das die BEG hier zum unfreiwilligen Zwangs-Vollstrecker der Interessen der Bahn AG wird.

Warum hat man denn den Express-BUS Nürnberg - Prag so auffällig kurz vor der Übergabe der Nürnberger Prager an die Vogtlandbahn gestartet? Warum hat die Bahn eine Direktverbindung Nürnberg - Prag geschaffen?

Richtig, weil sie nur mit einer Direktverbindung schneller ist und somit in den Auskunftssystemen bevorzugt wird. Aus ihren eigenen Verkaufsdaten weiß die Bahn ja sicherlich, welche Verbindungen wieoft nachgefragt werden, da kann man sich dann den lukrativen Teil des Kuchen raussuchen. Wie immer mal wieder zu lesen, ist es wohl gar nicht so einfach, den Zug NN - Prag zu finden, weil er in Deutschland als Nahverkehr geführt wird und bei der CD als Schnellzug gilt. Hausgemachte Zugangshindernisse, die eigentlich nicht sein müssten, wo die BEG mal intervenieren könnte.

Wer profitiert davon? Richtig, die Bahn AG. Zum einen werden die bisherigen "Leerleistungen" ALX 84180 / ALX 84181 wohl (mindestens) an Mo - Fr beim ALX 84180 sowie täglich beim ALX 84181 wieder durch DB Regio gefahren werden - so wie bis 2009 und zu den sicherlich sehr auskömmlichen Konditionen des "großen" Verkehrsvertrages für die noch nicht ausgeschriebenen Strecken.

Zum anderen können durch den Entfall des ALX 84180 an Sa + So sechs Stellwerke zwischen Schwandorf und Hersbruck (rechts) zwischen ein und zwei Stunden später besetzt werden, das freut DB Netz sicherlich.

Und dann stellt sich noch die Frage, ob unter der Lenkung aller vier Prager nach München der Hofer Ast leiden wird.

ALX 357 hat heute Anschluß vom RE 3692 NRH - NHO. Fährt da zukünftig mitten in der früh wirklich ein RE und ein ALX parallel? Der RE3692 hält ja heute schon an den Unterwegsstationen, übernimmt also die Aufgaben einer VBG, was als sicheres Zeichen für ein nicht wirkliches hohes Verkahrsaufkommen zu werten ist.

ALX 350 (NSCH an 8:53 Uhr) hat ja heute Anschluß an den ALX 84109 NHO - MH (NSCH ab 9:08 Uhr), was gut in das Fahrplangefüge der KBS 855 und 875 reinpasst. Ob es den 84109 ab NHO dann wirklich noch gibt? Will man wirklich in Schwandorf mit besetzten Kurswagen rangieren? Meines Wissens hatte DB Regio das anfangs abends praktizierte Zusammenstellen der Prager aus NN und MH in NSCH aufgegeben, weil es einfach zu kompliziert und (angeblich) reisezeitverlängernd war.

ALX 353 (heute eine Leistung mit CD-Wagen) könnte relativ einfach durch Verlängerung des zur Zeit in NSCH endenden ALX 84108 gewonnen werden, dafür passen aber die Wagengarnituren nicht. Doppelführung? Oder auch wieder Teilen der Schlange aus dem vereinigten vormittäglichen ALX350 & ALX 84109?

ALX 354 wiederrum könnte in der Trasse des heutigen ALX 84117 weiterfahren, allerdings: wie bringt man dann die Wagen der ALX-Züge NHO - MH ins Werk Schwandorf? Dazu dienen ALX 84108 und 84117 nämlich.

von Martin Pfeifer - am 24.05.2012 20:13
Zitat
Mannerl
was soll das denn immer mit den Franken - Altbayern getue....


Tja manche sehen halt nur das Schlechte.

Statt darüber zu jammern, dass man eine Direktverbindung über Schwandorf verliert, sollte man sich eher freuen, dass man in Cheb einen neuen Anschluss bekommt. Damit ist Nürnberg mit Prag im Zweistundentakt (mit umsteigen) statt bisher im Vierstundentakt (2 mal direkt, 2 mal mit umsteigen) verbunden. Das ist doch auch etwas. Sowas hat Altbayern nicht! Da gibts nur alle vier Stunden eine Verbindung nach Prag. Eine Alternative, etwa über Bay. Eisenstein ist hier deutlich unattraktiver.

Was nicht heißen soll das die Verbindung großartig ist, oder das umsteigen toll ist. Nur sehe ich darin keine Benachteiligung wenn hier eine schwach nachgefragte Verbindung in eine Umsteigeverbindung und eine stärker nachgefragte Verbindung in eine Direktverbindung umgewandelt wird.

von Guliver - am 24.05.2012 21:59

Re: Geheimgehaltene Angebote/Tarife als Grund für Einstellung?

Der ALEX war/ist ein schöner Zug, v.a um mit ihm von Amberg nach Nürnberg zu fahren. Wer in Zukunft mit dem Zug nach Prag will, muss in NSCH um steigen.

Ich finde es trotzdem sehr SCHADE und hatte an diesem Zug eigentlich nie etwas zu kritisieren!

Grüße
Sebastian

von Sebastian D - am 25.05.2012 05:18

Re: Schrott

Lieber Noricus

als ausgewiesener Kenner von Politik, Verkehr und Betriebswirtschaft kennst Du ja auch das Debakel der DB mit den 605 auf der Franken-Sachsen-Magistrale: Der Zug war zu teuer, da hohe Kosten für kurze Garnitur und diese wiederum nicht länger wegen des erwarteten Reisendenaufkommens. Als Ersatz haben wir nun dröhnende, aufheulende und ruckelnde Schaukelzüge mit spartanischer Ausstattung und grellem Licht - noch dazu technisch unzuverlässig. Auch nach Prag lohnt sich aus o.g. Ursache kein superluxuriöser Zug, der zudem elektrisch für drei Stromsysteme ausgestattet sein muss.

Ich war die letzten Wochen öfter in München und froh, mit den ALEX-"Schrottwagen" und nicht mit dem 612 fahren zu dürfen. Frag mal die anderen Bahnfahrer, die den direkten Vergleich haben, wie die das sehen. Warum ist ein modernisierter Schnellzugwagen Schrott, nur weil keine Klimaanlage permanent kalte Luftschwaden auf die Reisenden bläst oder weil man gepolsterte Sitze statt stoffüberzogener Plastikschalen hat, gemütliche Sechserabteile statt 90-Mann-Großraum mit Handyklingeln und Lärm. Und die 223 ist eine technisch moderne und leise Lok - was viel Besseres als diesen Schrott wirst Du kaum kaufen können.

von Gerald H - am 25.05.2012 05:31

Museumszüge

Moin,

auch mein Senf dazu:
Schrott? Wo?
Ehrlich gesagt bei DieBahn. DB! 612 allen voran. Und viel anderes hinterher.

Abteile sind ja bei manchen altmodisch. Aber das Großraumabteil das allerletzte!
Egal, ob ich hier eine Dose fürs Laptop habe, Klima oder sonstige Bespaßung durch zahlreiche Mitreisende.

Tarif: wer sich auskennt, fährt billig.

Leider scheitert viele am inzwischen bequemen und faulen Bürger!
Verwöhnt, verkehrt erzogen, teils unfähig und gar nicht mehr für sich selbst urteilsfähig.
Ein Medium plärrt vor, der Großteil rennt wie Lemminge hinterher.

Tatsache ist, das KEIN Interesse an funktionierenden Bahnverkehr besteht.
Sonst sähe es auf der Strecke anders aus. Im Zugangebot, in den Tarifen, etc...

Heute ist da eine feine Autobahn Nürnberg - Amberg - Pilzen. Fehlt nur noch eine Verbindung aus Richtung München.

Wer will, kann auch weiterhin von Nürnberg nach Prag mit Umstieg in Schwandorf fahren, oder?
Aber selbst für einen Umstieg scheint ein Großteil der Reisenden nun faul zu werden.

Mir wäre schon ein 10min Übergang in Cheb zu jedem Schnellzugtakt recht. Vom RE klappt das. aber die Vogtlandbahn haut da oft genau dazwischen rein.

Wir krächzen am Fernverkehr D - CZ umher. Doch es klappt ja hierzulande nicht mal mehr eine Verbindung über Hof mit Dresden/Leipzig und Nürnberg/Regensburg...
Also weiß man, wo hin der Zug fährt.

Ein Bus wird kommen....



malo

von nix mehr - am 25.05.2012 07:36
Hallo in die Runde!
Die bahnverbindung mit dem ALX Nürnberg- Prag wird eingestellt? Jetzt erst?

Ich bin nicht wirklich überrascht über diese Nachrichten. Schon damals, als sich die DB zurückzog, war dies ein klares Zeichen, das mit der Verbindung "irgendwas nicht stimmte". Das Angebot des Busses, welches kurze Zeit später parallel auferlegt wurde, bestätigte meine Annahme.
Was bringt großes Aufregen? Die DB hat das vorhandene Schienenangebot erfolgreich torpediert, welches vor allem an Infrastrukturproblemen krankt.

Die Meinung, daß dort nur "Schrottwagen" und "stinkende Dieselloks" unterwegs gewesen wären, spricht von erheblicher Unkenntnis.
Die DB wäre sicher glücklich, wenn sie statt ihrer 218 einige ER 20 im Stall hätte.
Die Wagen wurden modernisiert und fahren nicht mehr so herum wie im Originalzustand.
Man hätte natürlich dieser Ansicht entgegen den Zug aus einem Dosto bilden können, was vom Platzangebot sicherlich ausreichend, den Vorworf erspart hätte, man hat dort nur Schrottwagen fahren.

An heißen Tagen ist eine funktionierende Klimaanlage eine tolle Sache. Nur hat man dann das Problem der regelmäßigen Wartung, und es gibt eine große Streuung zwischen "Tiefkühlhähnchen" und "Brathähnchen".
Da sind Fenster, die man nach eigenem Wunsch öffnen kann (zumal keine Hochgeschwindigkeitsverbindung) schon eine Überlegung wert.

LG aus Stuttgart, Torsten

von Torsten Braun - am 25.05.2012 10:28

Re: Schrottzug "alex" Nürnberg - Praha wird eingestellt. Eine Schande ......

Zitat
Noricus
Mit den der "Schrottwagengeneration" zuzuordnenden, überalterten
*** die mögen ja alt sein. Allerdings genügen sie heute noch den damaligen TEE-Erstklassansprüchen, das schaffen heutige neue Plastikzüge bei weitem nicht. Was das mit Schrott zu tun haben soll erschliesst sich mir nicht!***

und nicht klimatisierten Wagen
*** also ich konnte bisher im Alex durchaus auch manche klimatisierten Wagen vorfinden. Und bei den anderen wenigstens durch die zu öffnenden Fenster das Klima im Wagen selbst beeinflussen!***
des "alex" eine grenzüberschreitende Fernverkehrsverbindung
*** laut Gerichtsurteil ist der Alex in Deutschland kein Fernverkehrsangebot. (In Tschechien schon) ***
den Fahrgästen anzubieten, war lächerlich und eine Schande für den Bahnverkehr in Deutschland. Primitiveres Rollmaterial für einen Fernzug einzusetzen und als "Express" zu klassifizieren, hätten sich die Initiatoren nicht ausdenken können - vorausgesetzt denen darf überhaupt Denken unterstellt werden.

Eine politische Schande für München und Berlin, dass die beiden Partnerstädte aus der Phase des kalten Krieges, Praha und Nürnberg, eisenbahnverkehrlich wieder getrennt werden.
(Praha und Nürnberg aren die ersten Großstädte aus Ost und West, die noch zu den Zeiten des kalten Krieges, entgegen allen politischen Widerwärtigkeiten, eine offizielle Partnerschaft eingegangen sind).

Mit einem derartigen minderwertigen Angebot (verschlissenes, überaltertes Rollmaterial, lärm- und abgasintensive, stinkende Diesel-Tfz und rückständiger Streckenausbau, Durchnittsgeschwindigkeit nahe einem Güterzug) war kein Markt / keine Nachfrage generierbar.
*** und welcher Punkt davon wird denn nun besser? Umsteigezwang, verschlissene, überalterte, lärm- und stinkende und klappernde und ratternde Wackelzüge mit noch längeren Fahrzeiten generieren allenfalls weiteren Nachfragerückgang. Und ohne Angebot kann es dann bald gar keine Nachfrage mehr geben. ***
- Eine bajuwarische Lachnummer.
*** Ja schon. Aber die ist durchaus noch steigerungsfähig gewesen, wie jetzt zu sehen. ***
Im Betrieb nur interessant für Pufferküsser und Fotofreaks.

*** und nun nichtmal mehr für die. Wann folgt die Stillegung und Demontage? ***

von apfelpfeil - am 25.05.2012 11:22

Noch günstigere Angebote...

Wirklich "geheimgehalten" wird das Bayern-Böhmen-Ticket nicht. Wenn man sich über die Tarife informiert stößt man relativ schnell drauf.

Was dagegen wirklich von deutscher Seite verschwiegen wird sind die Tschechisch-Deutschen-Angebote der CD. Das Sone+ für 550 CZK (ca. 22 Euro für 2 Personen) gilt bereits ab Furth im Wald. Damit kann man Nah- und Fernverkehr in ganz Tschechien fahren. Von der Region Pilsen kommt man mit dem CDNet+DB Ticket in Deutschland von Passau bis nach Görlitz. Man kommt damit auch von Pilsen bis nach Amberg oder Pegnitz und das als Tagesticket 13 Euro (275 CZK). Dieses +DB gibt es auch für das Wochenendticket Sone+ und für das CDNet (Netzkarte Wochentags).

Diese Angebote würden natürlich nicht nur Nürnberg-Prag-Fahrern nützen sondern auch anderen Bahnfahrern. Das Sone+ gilt auch ab Zelezna Ruda/Bay. Eisenstein und Schirnding. Ein internationaler teuerer Fahrschein ist damit am Wochenende nicht nötig. Leider gibt es diese Regelung Wochentags mit dem CDNet/CDNet Regional nicht. Bei denen muss jeweils ein Aufpreis für die +DB-Angebote gezahlt werden.

von Guliver - am 25.05.2012 12:26

Frage?

Zitat
apfelpfeil
nichtmal mehr für die. Wann folgt die Stillegung und Demontage? ***


Fährt ab Dezember 2013 ein einziger Zug weniger über diese Strecke? Es fahren statt zwei Zug Nürnberg-Schwandorf-Prag zwei Züge Nürnberg-Schwandorf und zwei Züge München-Schwandorf-Prag. Also wieso noch mal soll hier irgend eine Strecke durch diese Umstellung weniger befahren sein, die solche Befürchtungen andeuten würden? Lasst mal die Kirche im Dorf!

von Guliver - am 25.05.2012 12:35

Re: Schrott

Zitat
Gerald H
Warum ist ein modernisierter Schnellzugwagen Schrott, nur weil keine Klimaanlage permanent kalte Luftschwaden auf die Reisenden bläst oder weil man gepolsterte Sitze statt stoffüberzogener Plastikschalen hat, gemütliche Sechserabteile statt 90-Mann-Großraum mit die 223 ist eine technisch moderne und leise Lok.

Dem stimme ich voll und ganz zu. Ich wohne in Amberg und bevorzuge ganz klar den ALEX ,anstatt diese Rumpelkisten 610/612. Zudem trifft man dort freundliches
Personal, wie einige Zugansagen und der Umgang mit denPassagieren beweist.

Gruß
Sebastian


von Sebastian D - am 25.05.2012 13:02

Re: Schrott

Bin noch neu hier, hab gerade ein Fehler gemacht: Dem stimme... hab ich geschreiben

von Sebastian D - am 25.05.2012 13:04
Servus,

Zitat
Torsten Braun
Hallo in die Runde!
Die bahnverbindung mit dem ALX Nürnberg- Prag wird eingestellt? Jetzt erst?

Ich bin nicht wirklich überrascht über diese Nachrichten. Schon damals, als sich die DB zurückzog, war dies ein klares Zeichen, das mit der Verbindung "irgendwas nicht stimmte". Das Angebot des Busses, welches kurze Zeit später parallel auferlegt wurde, bestätigte meine Annahme.


Die Umstellung auf die Vogtlandbahn / Länderbahn war keinem Rückzug der Bahn AG geschuldet, sondern von vornerein so seitens der BEG zusammen mit den ALEX-Zügen MH - NHO bestellt. Die Prager der Bahn AG ab 2004 waren auch schon bestellter Nahverkehr = Ersatz eigenwirtschaftlicher Fernverkehr.

Zitat
Torsten Braun

Was bringt großes Aufregen? Die DB hat das vorhandene Schienenangebot erfolgreich torpediert, welches vor allem an Infrastrukturproblemen krankt.
...


Hier kann ich Dir voll zustimmen!

von Martin Pfeifer - am 25.05.2012 13:51

Re: Schrott

Servus!

Wenn bei den Zügen was Schrott ist, dann sind es die Tschechenwagen. Wie oft da ausrangierte Fahrzeuge in Nürnberg rumstehen... Da wird doch mit Absicht der letzte Schrott in den Zug eingestellt, nach Deutschland kann man den ja schicken. Und wenn ein Wagen als schadhaft bezettelt wird, ist er das nächste Mal wieder da, ohne daß es die Tschechen überhaupt interessiert. Ist bei den Güterzügen übrigens genauso...

Grüße, Russenfahrer

von Russenfahrer - am 25.05.2012 18:20

Re: Schrottzug "alex" Nürnberg - Praha wird eingestellt. Eine Schande ......

Guten Abend,

also ich habe diesen Beitrag hier verfolgt und muss nun leider mal etwas anzumerken. Sowohl zum positiven als auch zum negativen.

ALX-Wagenmaterial: Also ja das Wagenmaterial des ALX ist alt! ABER: Rustikal, zuverlässig und sehr bequem. Derzeit wird auch an der ein oder anderen Verbesserung gearbeitet. Auch sind die tschechischen Wagen, allen voran der BDm... viel reudiger als das ALX-Wagenmaterial. Und ich muss ganz ehrlich sagen, als ehem. DB-MA bin ich, wenn ich mal ein "normales" Ticket wie das Bayernticket hatte, lieber mitm ALX nach Hof gefahren als mitm 612. 6erabteile (ideal für kleinere Gruppen), verstellbare Sitze und Kopfstützen, Fenster (aus den man sogar raus schauen kann) UNNNND einen Speisewagen. Es gibt nix schöneres als mit einem Bier in der Pranke durchs Naabtal zu fahren. Ist einfach so. Auch wenn das Angebot an Speisen etwas schmal gehalten ist.

Infrastruktur: Die Verbindung nach Tschechien ist nicht sooo schlecht wie man hier darstellt. Ja es dauert lange. Aber das liegt an der CZ. Die Strecke ist ab NSCH konventionell mit 140 km/h (wobei es max. 130 km/h-Abschnitte gibt) fahrbar und mit Neigetechnik bis zu 160 km/h (wobei hier 150 km/h schon das Maß der Dinge ist). Bis Furth im Wald (Strecke 5800) sauberers voran kommen. Furth im Wald bis zur Grenze noch recht Flott mit max. 100 km/h (Strecke 5801) und auf der Seite der CZ ein Desaster. Stellenweise 80 km/h und noch langsamer. Auf deutscher Seite ist die Infrastruktur ein bischen von Datenfehlern durchwachsen. Hier könnte man noch bis zu 5 min raus holen. Eine Erhöhung der Geschwindigkeit im konventionellen Betrieb von derzeit 140 km/h (jedoch nur ein Abschnitt mit 130 km/h vorh.) auf 160 km/h ist möglich. Die Grundvoraussetzungen sind bereits alle vorhanden. Es scheitert an dem Geld für:
- Gutachten für Geschwindigkeitserhöhung (Bodengutachten)
- Qualitätsstopfgang zur Anpassung der Überhöhung (die Überhöhung ist der einzige Grund warum im konventionellen Betrieb stellenweise keine 160 km/h möglich sind!) verbunden
- mit einer neubeplanung der bestehenden Trassierung.

Angebote + Tarife: Die Tarifhoheit hat (leider) immer noch die DB beim Vertrieb. Auch darf von der BEG aus nur bestimmte Werbung gemacht werden. Dies ist auch vertraglich so geregelt. Und die DB verweist immer nur auf Ihren "tollen" Expressbus statt auf die ALX-Züge, obwohl die Länderbahn an DB Vertrieb auch Summen für den Vertrieb IHRER Fahrkarten bezahlt. Das ist alles nicht so einfach, wie man sich vorstellt.

Gruß

K. R.

von K. R. - am 25.05.2012 18:54

Re: Schrottzug "alex" Nürnberg - Praha wird eingestellt. Eine Schande ......

Zitat

Die Strecke ist ab NSCH konventionell mit 140 km/h (wobei es max. 130 km/h-Abschnitte gibt)


Warum sind denn momentan maximal 130km/h zulässig? Liegt es allein an den weiter unten genannten Datenfehlern? Das sollte doch zu beheben sein?!
Ich finde es immer schade, wenn mit einfachen Mitteln mögliche Verbesserungen nicht genutzt werden...

Viele Grüße

Tobias

von Schwandorfer - am 25.05.2012 19:36

Geschwindigkeitserhöhungen

Moin,

jaein. Also ja es liegt an den Datenfehlern, es ist jedoch nicht so einfach wie man es sich vorstellt. Der 130km/h-Abschnitt lässt eigentlich 135 km/h zu. Da die DB aber seit ~4 Jahren auch die Höhersignalisierung der Geschwindigkeiten mit Lf 6+7 praktizieren muss, treten hier folgende Probleme auf:
- das Trassenprogramm RUT kann nur in 10er Schritten (also 10 km/h-Stufen) arbeiten. Bestes Beispiel ist es immer, wenn man ne Köf (BR333/335) geschleppt hat. Im Schlepp darf die Lok 65 km/h laufen, Netz vergibt aber immer nur nen 60 km/h-Fahrplan.
- DB Netz signalisiert keine ,5 zahlen. Bei den Privaten geht dies sehr wohl. Die DB hingegen verwendet eben auf den Lf-Signalen immer nur ganze Zahlen als Kz.
Da man nun die 135 km/h nicht signalisieren konnte, wurde halt abgerundet. Dies ist ein Problem in ganz Deutschland, den insbesondere Nebenbahnen haben oft solche Schnappszahlen als Trassierungsgeschwindigkeit gehabt, sind nun aber nicht mehr möglich.

Und so einfach ist das ganze leider nicht zu verändern:
- Grundsätzlich hat DB Netz eine Vorlaufzeit für die Fahrplanbearbeitung von 2 Jahren. Dies bedeutet, heuer wird schon an dem Fpl für 2014 gearbeitet. Eine Geschwindigkeitserhöhung kann leichter umgesetzt werden, als eine Reduzierung. Für eine Erhöhung ist weiterhin eine Berichtigung der Fpl erforderlich (bei einer Reduzierung muss der gesamte Bfpl neu gedruckt werden, den man könnte ja vergessen seinen Bfpl zu berichtigen...). Jedoch ist die Geschwindigkeitserhöhung dann zwar umsignalisiert aber nicht mehr Fahrplanwirksam. Wie gesagt heuer wird der Fpl für 2014 gemacht. Die Trassen sind schon teilweise verkauft und dementsprechend beginnt auch bald der Druck der Aushangfahrpläne. Erhöhe ich nun die Geschwindigkeit, kann man zwar schneller fahren (Fahrzeitverkürzung), jedoch ist dies Fahrdynamisch noch nicht berücksichtigt, den die Trassen wurden ja schon erstellt und verkauft, jedoch auf der "langsameren" Datengrundlage noch. Und Reisezüge dürfen ja ohnehin nicht "vor Plan" fahren. Somit verpufft die Fahrzeitverkürzung als Pufferzeit beim nächsten Halt. Erst wenn die Fahrzeitverkürzung dann auch bei der neuen Fahrplanbearbeitung (z. B. jetzt bei der Bearbeitung für 2015) eingeflossen ist, ergibt sich eine tatsächliche Fahrzeitverkürzung.
Der Schlaue mensch sagt jetzt: dann melden wir halt einfach 2 Jahre vorher an und es wird dann rechtzeitig wirksam. BÖSES FAUL! Da die DB Netz von EBA mit Qualitätskennzahlen belegt wurde (Anzahl der La`s, Dauer, Grund, etc), würde eine terminliche Verschiebung bei der Projektumsetzung zu einer vorübergehenden La-Stelle führen, welche nicht gewollt ist von der Obrigkeit (vorübergehden La-Stellen sind fast so was wie "die Achse des Bösen" bei DB Netz geworden!)
- Auch wenn es sich jetzt "nur" um die Versetzung der Lf-Signale um ein paar Hundert meter handeln würde oder das Umschildern auf eine höhere Kennzahl (das ist noch seeehr günstig), so muss dann ja auch der sicherungstechnische Lageplan wieder neu gezeichnet bzw berichtigt werden und dem EBA zur Plangenehmigung vorgelegt werden (Kosten ab 5.000 € aufwärts als EINZELMAßNAHME).
- da man ja nicht einfach so arbeiten kann, muss man für jeden "Käse" ein Projekt oder Teilprojekt eröffnen, dafür Budget zur Verfügung stellen und eben eine Projektnummer aufmachen, auf die dann die ganzen Kosten gebucht werden. Es ist jedoch nicht mal genug Geld da, um Altanlagen zu modernisieren oder größere Mängel kurzfristig zu beseitigen, geschweige den für solche Spielereien mal 7.000 € auszugeben. Auch sind die meisten IH, Fahrbahner, Bezl, Infrastrukturplaner, etc schon mit dem Tagesgeschäft voll und ganz ausgereizt. Also wer soll es den machen?

Ist traurig in Deutschland - ist aber so. Und fern ab der Prestige-Magistralen wie M-IN-N-EF-B-HH oder F-K etc interessiert es einfach nicht so sehr, was da passiert. Wobei man schon sagen muss, seit der Bildung der sog. RegioNetze (WFB, OBS, SOB, EBG) und den Regionalnetzen als eigenständige Produktionseinheiten oder gar Eigenständige GmbH`s bei der DB (in unserem konktreten Fall eben das regionalnetz Oberpfalz) hat sich schon sehr viel verbessert und das Geld konnte besser und wirtschaftlicher eingesetzt werden, wegen der schlankeren Strukturen und Inovationen. Jedoch muss man, um Geld einsetzen zu können, auch mal welches haben. Wenn ich mir anschaue, das S21 die Finanzierungsmittel der Schiene für Aus-/Neubau der nächsten ~8 Jahre zu fast 70% in Anspruch nimmt (und die anderen 30% sich ganz Deutschland teilen muss), dann ist das schon ein kleines Armutszeugnis.

Gruß K. R.

von K. R. - am 26.05.2012 07:50

Vorschläge zur Infrastruktur

Zitat
K. R.
Infrastruktur: Die Verbindung nach Tschechien ist nicht sooo schlecht wie man hier darstellt. Ja es dauert lange. Aber das liegt an der CZ.


Es liegt zum größeren Teil an der CD, aber nicht nur. Ich möchte mal folgende zwei Punkte nennen und beschränke mich auf die Verbindung München-Prag:

(1) Durchgängige Elektrifizierung
Nach einer durchgängigen Elektrifizierung der Strecke könnte man z.B. durchgehend mit BR 185 oder 189 o.ä. und Wendezug fahren. Dies würde die drei Lokwechsel in Regensburg, Schwandorf und Pilsen einsparen. Zusammen mit der größeren Beschleunigung könnte das m.E. eine bis ca. 30min kürzere Fahrzeit bringen.

(2) Entschärfung des Nadelöhr Regensburg
Am Anfang habe ich es nicht geglaubt, aber mittlerweile sehe ich es auch so: Die erfolgten bzw. angekündigten Umbauten im Knoten Regensburg sind Stückwerk und entsprechen bei weitem nicht den Erfordernissen für die Zukunft. Notwendig wäre m.E. ein zusätzliches Gleis Obertraubling - Regensburg-Ost - Regensburg Hbf, die Einführung von GWB und moderner Stellwerkstechnik auf diesem Abschnitt sowie ein konsequenter Umbau des Ostkopfes von NRH mit deutlich höheren Ein- und Ausfahrgeschwindigkeiten.

Aber wie schon erwähnt, wird das Geld lieber zentral in einzelnen Größenwahn-Projekten wie S21 verballert statt es sinnvoll in den verschiedenen Regionen zur Verbesserung des Gesamtnetzes einzusetzen. Laut einer Studie vom letzten Jahr ist der Raum Regensburg einer der am dynamischsten wachsenden Wirtschaftsräume in Deutschland. Was tun Freistaat und DB Netz, um dem gerecht zu werden?

Gruß 223 061

von 223 061 - am 26.05.2012 13:50

Re: Vorschläge zur Infrastruktur

Zitat
223 061

Es liegt zum größeren Teil an der CD, aber nicht nur. Ich möchte mal folgende zwei Punkte nennen und beschränke mich auf die Verbindung München-Prag:

(1) Durchgängige Elektrifizierung
Nach einer durchgängigen Elektrifizierung der Strecke könnte man z.B. durchgehend mit BR 185 oder 189 o.ä. und Wendezug fahren. Dies würde die drei Lokwechsel in Regensburg, Schwandorf und Pilsen einsparen. Zusammen mit der größeren Beschleunigung könnte das m.E. eine bis ca. 30min kürzere Fahrzeit bringen.

Und doch, es liegt größten Teils auf dem Abschnitten der CZ zwischen Furth im Wald und Pislen. Eine Elektrifizierung würde schon bessere Fahrzeiten bringen, jedoch nicht im 30 min-Bereich. Du musst bedenken, das bisher die Prager-Züge NahverkehrsExpresszüge sind, somit sind diese folglich auch am besten in die Taktknoten einzubinden. Ausserdem ist ein Wendezug viel zu teuer. Erstens mal brauchst du dann auch einen Steuerwagen der eine Zulassung für die CZ hat, den sonst musst du das gute Ding wieder in Furth im Wald runter machn bzw in Pilsen wieder die Traktion auf Elektro wechseln(bei weiterhin bestehender V-Traktion NSCH-NFW). Ausserdem ist das ganze seehr teuer, du musst bedenken ein Steuerwagen braucht auch eine weiteres GSM-R Funkgerät, Indusi, Sifa ........................... (uvm), was viel Wartung+IH kostet. Auch ist dann das jetzige einfache stärken und schwächen in Regensburg oder Schwandorf gar nicht mehr möglich. Da die Fahrtrichtungswechsel (bis auf NSCH) immer auch mit einem Traktionswechsel verbunden sind und relativ nahe beeinander liegen, hast du hier nur geringe Erfolge, vor allem, da du ja weiterhin zu den Taktzeiten in den Knoten sein solltest.
Von der Infrastruktur her würde ich mal sagen, kann man zwischen NRH und NSCH locker noch 8 min heraus holen. Bestes Beispiel ist kurz vor NSCH von NRH kommend: Hier hast du dann deinen beginnenden 130 km/h Abschnitt, welcher aber nur von kurzer dauer ist wegen der Einschaltstrecken der nun folgenden zwei Lo1/57-BliLi-Anlagen. Der Schwachsinn daran ist, das eine Anlage (kurz vorm Schwandorfer Weichenwerk und der Brücke der Umgehungsstraße) bereits schon teilweise abgebaut ist (noch nicht ganz weil das zu viel geld kostet und diese ja in Verbindung mit der davor liegenden steht). Hier gehört einfach diese Anlage aus der Bü-Bü-kette aufgetrennt und rückgebaut und für die noch verbleibende im Wald einfach die Einschaltstrecke auf 140 km/h verlängert. Halbschranken sind vorhanden, also ist eine Geschwindigkeit größer 120 km/h ohne umbauten erlaubt. Somit auch kein Eingriff in den Bestandsschutz der Anlage. Das Ende vom Lied: nun hast du einen fast 2 km längeren 130 km/h-Abschnitt bzw später sogar mal 140 km/h, da es hier wirklich Pfurzgerade voran geht.

Zitat
223 061
(2) Entschärfung des Nadelöhr Regensburg
Am Anfang habe ich es nicht geglaubt, aber mittlerweile sehe ich es auch so: Die erfolgten bzw. angekündigten Umbauten im Knoten Regensburg sind Stückwerk und entsprechen bei weitem nicht den Erfordernissen für die Zukunft. Notwendig wäre m.E. ein zusätzliches Gleis Obertraubling - Regensburg-Ost - Regensburg Hbf, die Einführung von GWB und moderner Stellwerkstechnik auf diesem Abschnitt sowie ein konsequenter Umbau des Ostkopfes von NRH mit deutlich höheren Ein- und Ausfahrgeschwindigkeiten
Gruß 223 061

Also diese Forderungen sind schon etwas Überzogen. Also Güterzüge von Ri NSCH fahren ohnehin direkt nach Regensburg Ost und belasten somit den Hbf nicht. Ein zusätzliches Gleis Obertraubling - Regensburg Ost - Regensburg Hbf bringt dir bei den bestehende verhältnissen nix. Wichtig ist für Regensburg Ost und Schwandorf der Umbau auf ein ESTW, den dadurch gibt es höhere Flexibilitäten und kürzere Bildungszeiten. Des weiteren ist, wie du richtig bemerkt hast, zwingend GWB erforderlich, dann kann man auch mit Güterzügen von NRH nach Regensburg Ost mal auf dem Gegenleis in den Güterbahnhof Regensburg Ost einfahren. Am wichtigsten ist die Erhöhung der Ein- und Ausfahrgeschwindigkeiten im Ostkopf, insbesondere in Ri NSCH. Hier gehört ganz einfach der 30er am ESig weg und dann erst Zeitnah (durch ein Zs3) kurz vor der enstprechenden Weiche im Fahrweg signalisiert. Das ESig stehtz ewig weit draussen und man schleicht dann mit 30 km/h quer übern Bahnhof - das kostet Zeit. Und ein 3tes Gleis Regensburg Hbf - Regensburg Ost gibt es schon. Das ist das Rangiergleis wo auch der ehem. Anschluss der Wehrverwaltung Regensburg war/ist. Derzeit stehn auf ein paar Gleisen dort Güterwagen abgestellt. Dieses Gleis gehört einfach erneuert und elektrifiziert, dann bringe ich Güterzüge schon mal vom Hbf bis nach Ost durch und im besten Fall sogar noch in den Güterbahnhof rein. Ich bin da selbst immer gerne als Rangierfahrt rumgegurkt, wenn ich von Ost zum Tanken/Loktausch in den Hbf musste und hinter mir wieder Gott und die Welt auf den Schienen gekommen ist.

von K. R. - am 27.05.2012 06:22

Re: Vorschläge zur Infrastruktur

Zitat
K. R.
Ausserdem ist ein Wendezug viel zu teuer. Erstens mal brauchst du dann auch einen Steuerwagen der eine Zulassung für die CZ hat, den sonst musst du das gute Ding wieder in Furth im Wald runter machn bzw in Pilsen wieder die Traktion auf Elektro wechseln.


Ja, die CD-Zulassung ist ein Problem. Ein Wendezug bringt wie gesagt nur etwas, wenn die Strecke durchgängig elektrifiziert ist. Ich hätte dann pro Richtungswechsel mit nur noch ca. 4 Minuten Dauer gerechnet, während der Traktionswechsel mit Bremsprobe bisher mindestens 10 Minuten dauert. Das wären 3x6=18 Minuten Ersparnis. Zuzüglich der Ersparnis durch die bessere Beschleunigung der elektrischen Traktion hätte ich mit insgesamt ca. 30 Minuten Ersparnis auf der Gesamtstrecke gerechnet. Ist aber wahrscheinlich viel zu optimistisch?

Zitat
K. R.
Also diese Forderungen sind schon etwas Überzogen.


Naja, in Obertraubling treffen zwei zweigleisige Strecken aufeinander, wovon die eine (Nürnberg-Regensburg-Passau) stark mit Güterverkehr ausgelastet ist. Hinzu kommt der neuerdings durch die BEG verdichtete Nahverkehr (pro Strecke halbstündlich in der Hvz, also in Spitzenzeiten allein 4 agilis-Züge pro Stunde und Richtung) und dann natürlich ICE, ALX und RE. Weiterhin beginnen/enden etliche Gz in Regensburg Ost, wodurch es zu Sperrzeitverlängerungen bzw. Staueffekten kommt. GWB allein bewirkt denke ich hier noch keine Wunder, weil das Gegengleis meistens belegt sein wird. Alles in allem also durchaus ein Nadelöhr.

Da wäre ein drittes Gleis meiner Meinung nach schon sehr hilfreich und wurde auch immer mal wieder von verschiedenen Seiten gefordert.

Gruß 223 061

von 223 061 - am 27.05.2012 11:29

Re: Vorschläge zur Infrastruktur

Hallo zusammen,

wie wär's denn mit einer Verbindungskurve südlich Schwandorf, mit der man direkt von Regensburg Richtung Pilsen durchfahren kann. Spart einen von immerhin noch drei Lokwechseln zwischen München und Prag. Und birngt bei vertretbarem Aufwand mindestens zehn Minuten Fahrzeiteinsparung. Auch für den Raum Cham wäre dann die Bahn nach Regensburg deutlich interessanter.

Entlang der südlichen Umgehungsstraße sollte doch noch ein Gleis dazupassen - kennt sich dort wer genauer aus?

von joschbeg - am 27.05.2012 17:32

Re: Vorschläge zur Infrastruktur

Guten Abend,

SPNV hat jedoch die Aufgabe, die Fläche zu erschließen sowie mit Städten und Ballungszrentren zu verbinden und somit auch Zubringerfunktion zu den Fernreisezügen. Nicht jedoch Städte zu Umfahren.
Die Kurve an sich würde schon etwas bringen, jedoch würde man dann Schwandorf in Ri Furth komplett Abschneiden bzw wer nach Schwandorf will muss dann iwo (Neubäu) oder Cham umsteigen.

Gruß K. R.

von K. R. - am 27.05.2012 18:15
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