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Eisenbahnforum Nordostbayern
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Erster Beitrag:
vor 5 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 5 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
Fahrdienstleiter.., 403, 628 245-2, Martin Pfeifer, ChristianMUC, Neuenmarkt, derSchlömener

agilis-Live-Daten nun auch für unser Gebiet!

Startbeitrag von 628 245-2 am 03.07.2012 22:28

Hallo Leute,

was lange währt, wird endlich gut - nun sind bei agilis.de auch für unsere Gegend Live-Daten verfügbar: [www.agilis.de]

Eigene Systeme - schön und gut, aber am besten wäre es, wenn agilis (und auch andere EVU, z. B. die Vogtlandbahn) sich ein Beispiel nehmen an z. B. der Erfurter Bahn - die taucht mit Verspätungswerten im DB-RIS auf. Das ist vorteilhaft, denn so kann man zum einen auf einen Blick sehen, ob alle Züge pünktlich sind und zum anderen ist es möglich, die DB-Funktion "Suche gemäß aktueller Verkehrslage" sinnvoll zu nutzen.

Gruß
Jan

Antworten:

Zitat
628 245-2

Eigene Systeme - schön und gut, aber am besten wäre es, wenn agilis (und auch andere EVU, z. B. die Vogtlandbahn) sich ein Beispiel nehmen an z. B. der Erfurter Bahn - die taucht mit Verspätungswerten im DB-RIS auf.


DB-Netz hat von allen EVU die aktuellen Daten...:-), wenn eine Zugnummernmeldeanlage vorhanden ist.

Grüße

von Fahrdienstleiter.. - am 04.07.2012 07:13

wenn der Dienst für agilis preislich machbar gewesen wäre,

... hätten sie es doch sicherlich "gebucht", oder?
Also dass die Verspätungsdaten Eingang ins normale RIS finden.

Hätte mich auch gefreut.
Viele Grüße,
Hannes

von derSchlömener - am 04.07.2012 07:20
Da stellt sich halt dann die Frage was für agilis "preislich machbar" ist. (ab) 750 Euro für eine "Lizenz zur Datenabnahme" oder ab rund 1000 Euro für LeiDis-NK sind ggf. wohl zu viel.

Wobei das auf den ganzen Nebenstrecken wohl ohnehin wenig nützt weil die Daten nicht automatisch und an ausreichend vielen Stellen gewonnen werden.

von 403 - am 04.07.2012 07:48

Re: wenn der Dienst für agilis preislich machbar gewesen wäre,

Zitat
derSchlömener

... hätten sie es doch sicherlich "gebucht", oder?
Also dass die Verspätungsdaten Eingang ins normale RIS finden.


Sicherlich! Aber das "Problem" mit den Kosten müsste - zum Nutzen aller Reisenden - auf höheren Ebenen mal behandelt werden.

Grüße

von Fahrdienstleiter.. - am 04.07.2012 07:52
Zitat
403
Da stellt sich halt dann die Frage was für agilis "preislich machbar" ist. (ab) 750 Euro für eine "Lizenz zur Datenabnahme" oder ab rund 1000 Euro für LeiDis-NK sind ggf. wohl zu viel.


Damit bekommen sie aber nur die ohnehin vorhandenen Daten von DB Netz für ihre eigenen Verwendung im Internet usw...

Was die Übertragung vom LeiDis-N mehr oder weniger direkt ins RIS kostet wäre mal interresant.

von Fahrdienstleiter.. - am 04.07.2012 08:05

Die absoluten Livedaten in Bewegung gibt es nur hier

das ist kein Videospiel :)

[s-bahn-muenchen.hafas.de]

von Neuenmarkt - am 04.07.2012 08:09

Re: Die absoluten Livedaten in Bewegung gibt es nur hier

Ist aber auch nur insofern "live" als dass man die Durchfahrzeiten (von DB Netz) an bestimmten Punkten nimmt und dann die Bewegung entsprechend simuliert. Wenn ein Zug also auf freier Strecke zwischen den Messpunkten stehen bleibt, wird er sich in der S-Bahn App noch weiter bewegen und erst später stehen bleiben. Aber trotzdem schönes Spielzeug ;)

von 403 - am 04.07.2012 08:14

Re: Die absoluten Livedaten in Bewegung gibt es nur hier

Zitat
Neuenmarkt
das ist kein Videospiel :)


Die Daten dürften aber auch vom LeiDis-N kommen, denn das erfasst die Daten bei jeden Signalhaltfall. Und auf der Stammstrecke gibt es genug virtuelle Hauptsignale... ;-)

Grüße

von Fahrdienstleiter.. - am 04.07.2012 08:18
Zitat
403
Wobei das auf den ganzen Nebenstrecken wohl ohnehin wenig nützt weil die Daten nicht automatisch und an ausreichend vielen Stellen gewonnen werden.


Wieso denn das? Zu DB-Zeiten funktionierte das doch auch wunderbar!

Gruß
Jan

von 628 245-2 - am 04.07.2012 09:50
Zitat
628 245-2
Zitat
403
Wobei das auf den ganzen Nebenstrecken wohl ohnehin wenig nützt weil die Daten nicht automatisch und an ausreichend vielen Stellen gewonnen werden.


Wieso denn das? Zu DB-Zeiten funktionierte das doch auch wunderbar!


Mit "Nebenbahn" hat das nichts zu tun. Entscheidend für den automatischen abgriff ist, ob eine Zugnummernmeldeanlage vorhanden ist oder nicht. Es gibt auch Abschnitte auf Hauptstrecken ohne (z. B. Strullendorf- Egolsheim). Dort müssen die Daten dann auch erst von Hand ins (veraltete) LeiBit eingegeben werden.

Grüße

von Fahrdienstleiter.. - am 04.07.2012 10:13
Zitat
628 245-2
Wieso denn das? Zu DB-Zeiten funktionierte das doch auch wunderbar!


Tat es das?
Regensburg-Schwandorf hat z.B. trotz ESTW in NMXH keine Zugnummernmeldeanlagen. Die einzigen Durchfahrzeiten dürften diejenigen sein welche die Fdl in LeiBit einpflegen. Auf anderen, ähnlichen Strecken dürfte das nicht viel anders sein.

von 403 - am 04.07.2012 10:14
Beim ESTW muss es eine Zugnummernmeldeanlage geben, ansonsten produziert das einen Haufen Fehlernummern. Walhallastr. als südlicher Nachbar hat eine ZNP 801, ich gehe davon aus, dass Schwandorf ebenfalls so einen schicken Monitor besitzt...

von ChristianMUC - am 04.07.2012 11:56
Dann fehlt dir aber immer noch das ESTW Maxhütte-Haidhof welches für die gesamte Strecke zwischen R-Walhallastraße und Schwandorf zuständig ist. Und NMXH hat keine Zugnummernmeldeanlage.

von 403 - am 04.07.2012 12:10
Zitat
628 245-2
Zitat
403
Wobei das auf den ganzen Nebenstrecken wohl ohnehin wenig nützt weil die Daten nicht automatisch und an ausreichend vielen Stellen gewonnen werden.


Wieso denn das? Zu DB-Zeiten funktionierte das doch auch wunderbar!

Gruß
Jan


Servus,

meines Wissens macht gibt es zwei völlig getrennte Systeme im Internet.

LeiBit / LeiDis sind DB Netz-intern und basieren auf Daten von DB Netz, daraus dringt nichts an den Endkunden "Fahrgast" nach außen, solange es das EVU nicht will. Diese Daten sind aber abrechnungsrelevant mit der BEG, wegen Malus bei Verspätung.

Der Endkunde "Fahrgast" sieht auf der Homepage der Bahn AG die Daten aus dem RIS, welches von DB Personenverkehr für den Fernverkehr und Regio betrieben wird. Hier gehen keinerlei betriebliche Informationen ein, sondern Statusmeldungen aus den Zügen. Zum einen händische Meldungen des Zugbegleitpersonals über aktuelle Verspätung, aber auch und vor allem automstisch aus dem über GPS ermittelten Standort der Züge. Dazu noch passende Einträge der Transportleitungen.

Wenn ein EVU also seine Daten im RIS veröffentlichen will, muß es neben den zur eigenen Disposition notwendigen Daten aus dem LeiDis (Zahlung an DB Netz) auch an DB Personenverkehr zahlen. Bei der Bahn AG hat das also funktioniert, weil die Bahn ihr eigenes System nutzen konnte. Bei Agilis ist jetzt ein Dritter im Spiel.

Damit sind wir bei der Ursache der Nicht-Veröffentlichung der aktuellen Daten im RIS: die Ausschreibung! Solange die BEG als Besteller keine Veröffentlichung im RIS fordert und sich mit einem Betreiber-eigenen System zufrieden gibt, kann ein EVU diese Kostenposition weglassen und sich damit einen Vorteil gegenüber dem Wettbewerb sichern. In der heutigen Lage wäre eine einheitliche Information im RIS nur dadurch erreichbar, das dies verbindlich in der Ausschreibung gefordert wird, letztendlich also der Bahn AG Geld in den Rachen geschmissen wird. Oder die BEG / die anderen Betreiber vereinbaren mit der Bahn AG eine "Flatrate" für den Regionalverkehr im RIS, egal von welchem EVU er erbracht wird.

Eine EVU-neutrale Lösung bedeutet letztendlich, das das RIS unabhängig von DB Personenverkehr durch Dritte (z.B. ein Zweckverband der verschiedenen Besteller im SPNV) betrieben wird. Da stellt sich nur die Frage der einmaligen und laufenden Kosten...

So wünschenswert es auch für den Fahrgast wäre, das er ein einheitliches System vorfindet, ich glaube daran nicht wirklich. Letztendlich scheint es an Interesse seitens der Besteller zu fehlen und auch ob die einzelnen EVU diesen Kundenkontakt verlieren wollen, erscheint mir fraglich.

von Martin Pfeifer - am 04.07.2012 20:26
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