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Eisenbahnforum Nordostbayern
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15
Erster Beitrag:
vor 5 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 5 Jahren, 9 Monaten
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derSchlömener, Bundesland Franken, 218 498-4, icEgrensis, KROMHOUT, Neuenmarkt, Gradausfahrer

In Trebgast sollen DB-Reisende ab jetzt gefälligst den Automaten (in der Baustelle) suchen!

Startbeitrag von derSchlömener am 18.10.2012 20:33

Hallo!


Zufällig habe ich heute mal wieder auf die Infotafel am Holzbahnsteig in Trebgast geschaut:

Jetzt hängt dort doch tatsächlich wieder aus, dass man beim Zustieg in DB-Züge wieder eine Fahrkarte haben muss!!
Bis vor kurzem galt lt Aushang, dass man auch ohne Fahrkarte in DB-Züge einsteigen konnte, weil es keinen Automaten am Bahnhof gibt.

Leider gab es in der Praxis bei dieser Regelung Probleme. Man wurde als Reisender angeschnautzt, siehe hierzu auch hier meinen Beitrag von letzter Woche:

[20370.foren.mysnip.de]

Scheinbar war beim DB-Zugpersonal nicht bekannt, was seitens DB Station&Service entschieden wurde :-)


Prima, dass man jetzt seitens der DB glaubt das "Problem" wieder einmal auf den Rücken der Kunden lösen zu können!

Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass DB Regio ihr ohnehin kundenfeindliches "Fahrkarte-nicht-im-Zug-kaufen-können-Konzept" in Trebgast konsequent umsetzen können, da eben der Bahnhof Trebgast (provisorische Bahnsteige usw.) derzeit wirklich eine "Station ohne Fahrkartenautomat" ist,
denn der Automat fristet sein Dasein an einem Ort mitten in der Baustelle, sehr weit von v.a. Gleis 2 entfernt (Zugang über den Straßen-Bahnübergang!) und außerdem für ortsunkundige Personen nahezu unauffindbar.

Leider wieder ein klarer Unsympathiepunkt für DB Regio.

Viele Grüße,
Hannes

Antworten:

Ist dieser Aushang nicht irreführend?

Was soll denn so ein Aushang, nach dem man nicht ohne Fahrschein einsteigen darf?
Mal abgesehen davon, dass der Automat nur schlecht erreichbar ist, kann man doch bei Agilis jederzeit ohne Ticket zusteigen. Und Agilis zahlt doch auch Stationsgebühr und finanziert diesen Aushang mit?!

Wenn dann sollte man seitens Station& "Service" schon klar Schiff machen und aushängen:

Bei Einstieg in RE -> vorher marschieren und Ticket holen
Bei Einstieg in ag -> bitte einsteigen

Zum "früheren" Aushang "bitte steigen Sie ein und melden Sie sich unaufgefordert beim Schaffner": Das stimmte doch auch nicht - nach Bahn-Bedingungen wird man wenn keine Kaufmöglichkeit bestand, "bei der Fahrscheinkontrolle am Platz" bedient.
Wie soll man sich auch melden, wenn z.B. Zugverbände ohne Wagenübergang unterwegs sind?

Zwar was anderes, aber nicht gerade freundlich ist, wenn man z.B. mit Fahrrad und bezahlter Fahrradkarte in der RB von Bamberg nach Staffelstein unterwegs ist: Kein DB-Schaffner weist einen darauf hin, dass die Fahrradmitnahme kostenlos ist, da durch den Landkreis finanziert. Gut, wenn man das dann mal nach Wochen erfährt.
Bei Agilis hörte ich schon "Sind Sie öfter unterwegs? Nehmen Sie doch das und das Angebot".

Z.B. dann wenn man einen DB-Fahrschein hat, der auch "Hopper-tauglich" wäre - die DB verweist am Automaten hierauf nicht.

von icEgrensis - am 18.10.2012 20:46

agilis hat eigene Aushänge im Kasten

... auf denen steht dann z.B. dass man ohne Fahrkarte einsteigen kann und im Zug aufpreisfrei alle Nahverkehrsfahrkarten erhält.

von derSchlömener - am 18.10.2012 20:55

... wobei ich mir jetzt gar nicht sicher bin, ob in Trebgast überhaupt ein agilis-Aushang vorhanden ist

... ich gehe so oft dort vorbei - doch die "Standardaushänge" schaut man sich nie an.
Warum auch?

In Neuenmarkt, Untersteinach und Burgkunstadt z.B. hängen definitiv DB und agilis-Aushänge.

Viele Grüße nochmal,
Hannes

von derSchlömener - am 18.10.2012 20:58
Hallo Johannes!

Ich frage mich, was du mit diesen wertenden Kommentaren gegenüber DB-Regio hier im Forum bezwecken möchtest. Ich finde es nicht angebracht, hier "Unsympathiepunkte" zu vergeben, nur weil man mit dem -angeblich weit entfernten- Fahrkartenautomaten, oder allgemein dem DB-Tarifsystem auf Kriegsfuß steht. Seitens eines Forenadmins hätte ich mir etwas mehr Objektivität gewünscht. Es lesen ja nicht nur Forenmitglieder mit. Das Tarifsystem ist eben so, wie es ist. Wenn andere EVUs Fahrkarten im Zug verkaufen wollen, ist das in Ordnung, die DB verfährt eben etwas anders. Man muss es akzeptieren, oder man fährt nicht mit. Zum Glück weiß man das aber vor Fahrtantritt, es wäre auch zur Not noch mal außen angeschrieben, falls es entfallen ist.
Was die Situation in Trebgast angeht, so besteht wohl bei den meisten Leuten dort einfach noch Umgewöhnungsbedarf, was wohl durch die Baustelle noch verschlimmert wird. Das bessert sich aber bestimmt wieder nach Abschluss der Bauarbeiten, wenn wieder "Normalität" einkehrt.

Dieser Kommentar ist nicht böse gemeint, aber ich finde, es ist nicht Zweck dieses Forums, über die angeblichen Versäumnisse diverser EVUs zu lamentieren. Dafür gibt es einen Kundensupport bei den betreffenden Unternehmen.

Viele Grüße
Michael

von 218 498-4 - am 18.10.2012 22:16

legt Besteller fest

dieser legt in der Ausschreibung fest ob ein Bordverkauf verlangt wird. So gibt es im Ag Netz Mitte keinen B
ordverkauf

von Neuenmarkt - am 19.10.2012 04:53
Servus,

vielen herzlichen Dank für Deine klare und vollkommen richtige Aussage! Endlich mal wieder einer der nicht die Dauerlamentier-Platte mitmacht!
Das gilt m. E. auch für alle Privat - EVU´s. Wenns klemmt oder nicht läuft, gibts Ansprechstellen.

mfg
gradausfahrer

von Gradausfahrer - am 19.10.2012 05:26

Ich möchte einen attraktiven öffentlichen Verkehr!

Hallo,

ich weiß nicht recht, wie ich Deine Aussage

"Man muss es akzeptieren, oder man fährt nicht mit."

verstehen soll:


Im Prinzip meinst Du doch, dass die Rahmenbedingugen eben so sind, wie sie sind und man sich als Kunde bzw. Mensch damit abfinden muss.

Warum wird eigentich überhaupt noch gestreikt?
Warum werden bestehende und neu einzuführende Gesetze überhaupt debattiert?
Warum macht man sich überhaupt so viel Gedanken über den Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen? Sollen die Väter und Mütter doch einfach akzeptieren, dass es für ihr Kind keinen Platz gibt. Sie sind ja selber Schuld, wenn sie überhaupt Kinder haben... :-)

... bzw. wenn sie arm sind oder einen schlecht bezahten Job haben.

Man könnte noch unzählige weitere Beispiele finden hierzu!


Mein - und hoffentlich auch das aller ÖPNV-Nutzer - Anliegen ist, dass es in Stadt und Land einen hochatrraktiven ÖPNV gibt und somit viele Menschen diesen auch nutzen.

Es wurde hier schon viel erreicht, es liegt aber auch noch Einiges im Argen, wie z.B. das von Dir angesproche Tarifsystem bzw. eben auch die leider immer noch teilweise vorherrschende "Kundenverachtung", wobei ich deutlich sagen muss, dass man als Fahrgast merkt, dass sich DB Regio eine dicke Scheibe bei agilis abgeschnitten hat:

alle Züge sind top sauber und viele DB-Kundenbetreuer tun das Beste aus den meiner Meinung nach widrigen Rahmenbedingungen für ihre Arbeit das Beste für den Kunden zu machen. Sie kämpfen regelrecht für Anschlüsse bzw. suchen ein plausiblen Grund zur Eingabe in ihr Fahrkartenterminal, wenn sie doch mal wieder ein Ticket im Zug verkaufen müssen.

Aber eben diese für Mitarbeiter und v.a. Fahrgäste oft noch desaströsen Rahmenbedingungen gilt es abzuschaffen.
Es freut mich, dass man seitens der BEG erkannt hat, dass auf vielen Strecken es durchaus sinnvoll ist einen Verkauf im Zug zu fordern.
Es freut mich, dass agilis höchste Priorität auf Tarifkenntnis und Freundlichkeit beim Personal legt. Nicht nur bei der Ticketberatung und beim Verkauf, sondern auch beim Ein- und Aussteigen usw.
Es freut mich einfach immer wieder, wenn ich einen agilis-Zug erwische.
Sauberkeit in den Zügen ist ebenfalls selbstverständlich.

Ich möchte nur noch einmal daran erinnern, wie von einigen User hier im VORAUS über die Bahngesellschaft agilis regelrecht gelästert worden ist und wie diese sehr negativen Lästereien weitergegangen sind, als agilis einige Züge zu Fahrplanwechsel aufgrund Personalmangel nicht fahren konnte:

Ein gefundenes Fressen!


Ich will nicht den Finger in offene Wunde legen, aber ich möchte immer die Dinge ansprechen, die meiner Meinung nach geändert werden müssen.
agilis hat eben in allen Bereichen seine Hausaufgaben gemacht, aber der Ticketverkauf bei DB Regio und v.a. diese - ich kann mich nur wiederholen - kundenverachtende Haltung, die sich in diesem Aushang in Trebgast zeigt, müssen dringend geändert werden.

Dafür kämpfe ich u.a. auch im Verkehrsclubs Deutschland, der ja bewusst als Gegenpol zur absolut übermächtigen Autolobby im ADAC gegründet worden ist.

[www.vcd-bayern.de]


Bei der Umgestaltung des Bahnhof Ebersdorf bei Coburg etwa, hat der Verkehrsclub seine Vorstellungen dazu auch mehrfach vorgetragen. Zeitungsberichte dazu habe ich vor einiger Zeit hier veröffentlicht.

Auch im Hinblick auf die VGN-Erweiterung in den Landkreisen Lichtenfels, Coburg, Kulmbach und Kronach sprechen wir z.B. die Dinge an, die in unseren Augen schlecht sind und hoffen auf Dialogbereitschaft.


Noch habe ich die Lust, Dinge zum Guten zu ändern nicht verloren.
Natürlich auch von berufswegen als Lehrer. Sonst könnte ich in "meiner Branche" ja auch gleich einpacken.



Viele Grüße nochmal,
Hannes

von derSchlömener - am 19.10.2012 07:57

BEG informieren

Bitte auch den Besteller (BEG in Muenchen) ueber diese Missstaende informieren. In dieser Form wurde das sicherlich nicht bestellt.

von Bundesland Franken - am 19.10.2012 08:58
Zitat
218 498-4
Hallo Johannes!

Ich frage mich, was du mit diesen wertenden Kommentaren gegenüber DB-Regio hier im Forum bezwecken möchtest. Ich finde es nicht angebracht, hier "Unsympathiepunkte" zu vergeben, nur weil man mit dem -angeblich weit entfernten- Fahrkartenautomaten, oder allgemein dem DB-Tarifsystem auf Kriegsfuß steht. Seitens eines Forenadmins hätte ich mir etwas mehr Objektivität gewünscht. Es lesen ja nicht nur Forenmitglieder mit. Das Tarifsystem ist eben so, wie es ist. Wenn andere EVUs Fahrkarten im Zug verkaufen wollen, ist das in Ordnung, die DB verfährt eben etwas anders. Man muss es akzeptieren, oder man fährt nicht mit. Zum Glück weiß man das aber vor Fahrtantritt, es wäre auch zur Not noch mal außen angeschrieben, falls es entfallen ist.
Was die Situation in Trebgast angeht, so besteht wohl bei den meisten Leuten dort einfach noch Umgewöhnungsbedarf, was wohl durch die Baustelle noch verschlimmert wird. Das bessert sich aber bestimmt wieder nach Abschluss der Bauarbeiten, wenn wieder "Normalität" einkehrt.

Dieser Kommentar ist nicht böse gemeint, aber ich finde, es ist nicht Zweck dieses Forums, über die angeblichen Versäumnisse diverser EVUs zu lamentieren. Dafür gibt es einen Kundensupport bei den betreffenden Unternehmen.

Viele Grüße
Michael



Der Nutzer "derSchlömener" hat vollkommen recht, wenn er hier solche Missstaende anprangert. Jedem Doener-Laden wuerden die Kunden davon laufen, wenn er anfangen wuerde, die Kunden "umgewoehnen" zu wollen. Die DB kann sich ein solches Auftreten wie in Trebgast nur erlauben, weil sie ihr Geld sowieso bekommt. Steuermittel sind das wohlgemerkt. Und das Tarifsystem der DB ist kein Naturgesetz, sondern sollte immer wieder kritisch hinterfragt werden, insbesondere bei Verkehren, die mit Steuermitteln finanziert werden. Von daher sind Aussagen wie "Das Tarifsystem ist eben so, wie es ist." auf jeden Fall zurueckzuweisen. Die Zuege und die Tarife gibt es schliesslich nicht zum Selbstzweck. Der Nutzer "derSchlömener" sollte auf jeden Fall auch die BEG in Muenchen ueber die Zustaende in Trebgast informieren.

von Bundesland Franken - am 19.10.2012 09:07

Re: Ist dieser Aushang nicht irreführend?

Zitat
icEgrensis
Zum "früheren" Aushang "bitte steigen Sie ein und melden Sie sich unaufgefordert beim Schaffner": Das stimmte doch auch nicht - nach Bahn-Bedingungen wird man wenn keine Kaufmöglichkeit bestand, "bei der Fahrscheinkontrolle am Platz" bedient.



Nein, das stimmt nicht. Der Fahrgast hat bei nicht vorhandenem oder nicht funktionierenden Automaten unaufgefordert den Schaffner aufzusuchen (sofern vorhanden).

von Bundesland Franken - am 19.10.2012 09:10

Re: Ist dieser Aushang nicht irreführend?

Zitat
Bundesland Franken

Der Fahrgast hat bei nicht vorhandenem oder nicht funktionierenden Automaten unaufgefordert den Schaffner aufzusuchen (sofern vorhanden).


Das steht so auf Plakaten an "unbesetzten Stationen", deckt sich aber nicht mit den offiziellen Bestimmungen. Da heißt es unter 3.9.2:

"Statt des erhöhten Fahrpreises kann der Reisende in Zügen, in denen ein Verkauf von
Fahrkarten (einschließlich Übergang/Umweg) stattfindet, den festgesetzten Bordpreis zahlen,
wenn er dem Zugbegleitpersonal bei der Prüfung der Fahrkarten unaufgefordert meldet, dass er
keine gültige Fahrkarte besitzt und sofort eine Fahrkarte erwirbt. [...].
War bei Fahrtantritt
weder ein Fahrkartenschalter geöffnet noch ein zur Annahme von Bargeld geeigneter betriebsbereiter
Automat vorhanden, hat der Reisende statt des Bordpreises nur den Normalpreis unter
Berücksichtigung etwaiger im Zug erhältlicher Ermäßigungen zu zahlen."

Man muss sich also "bei der Prüfung der Fahrkarten" melden. Und das ist dann, wenn der Schaffner eben vorbeikommt. Wie auch sonst soll ich den Schaffner in z.B. getrennten Zügen auf eigene Faust finden?

Nun könnte man noch streiten, was ein Zug, in dem der Verkauf von Fahrscheinen möglich ist, ist?
Die Aufkleber "kein Einstieg ohne Fahrschein" wurden ja schon lange entfernt. Jeder Schaffner im Nv kann auch Fahrscheine aus seiner Maschine verkaufen. Genaueres sagen hierzu die Bedingungen nicht. Deswegen gilt für mich "melden wenn er vorbeikommt".
Oder gibt es noch einen anderen Passus?


Das ganze steht jedenfalls hier auf S. 12

[www.bahn.de]

von icEgrensis - am 19.10.2012 12:59

Re: Ich möchte einen attraktiven öffentlichen Verkehr!

Servus,

der Häuptling hat weise gesprochen!

von KROMHOUT - am 19.10.2012 15:57
Servus gradausfahrer!

Wenigstens einer, der mich verstanden hat! Der Rest kann's ja nochmal lesen und überdenken und nicht an der Sache vorbeireden.

Gruß
Michael

von 218 498-4 - am 19.10.2012 17:58

doch, auch ein agilis-Aushang ist in Trebgast vorhanden. (owT)

.

von derSchlömener - am 20.10.2012 21:35
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