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Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 5 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 5 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
Martin Pfeifer, Gradausfahrer, K. R., JimKnopff

Weiterer Bü an der Rottalbahn wird geschlossen - Schlamperei bei Straßenmeisterei

Startbeitrag von JimKnopff am 08.12.2012 18:55

Servus!

Letzte Woche wurde ein Feldweg-Bahnübergang am Ortsrand von Schwaibach in der Nähe des Bad Birnbacher Bahnhofs baulich geschlossen. Offiziell besteht der Bahnübergang aber noch, da der Übergangsbelag, die Andreaskreuze und die insgesamt vier Pfeiftafeln noch vorhanden sind. Die Schwaibacher Einwohner werden sich freuen, wenn der Bü offiziell auch abgebaut wird, zwei Pfeiftafeln stehen in Höhe von Wohnhäusern. Mal schauen, wann das EBA grünes Licht gibt. Hier zwei Bilder von heute:



Bü km 53,786 von Bad Birnbach aus gesehen




Auch das Gefahrenzeichen ist noch vorhanden


Im September 2009 wurde mit Änderung der StVO das Verkehrszeichen Nr. 150 "Beschrankter Bahnübergang" (das mit dem Zaun) abgeschafft. Aufgestellte Zeichen dürfen noch bis 2019 stehen bleiben. Seit diesem Zeitpunkt darf an allen öffentlichen Bahnübergängen nur noch das Zeichen 151 "Bahnübergang" (vorherige Bezeichnung "unbeschrankter Bahnübergang) aufgestellt werden. Hier eine Aufstellung der Änderungen: [www.rsa-95.de] Aber: die zuständige Straßenmeisterei hat am nigelnagelneuen Bahnübergang "Edmühle" (zwischen Bad Birnbach und Bayerbach) wieder die alten, ungültigen Zeichen aufgestellt:



Bis vor ein paar Tagen standen noch die neongelben Sonderzeichen vor diesem gefährlichen Bahnübergang. Hier ein Bild vom 16.02.2010:



Schönen Gruß
Gabriel

Antworten:

Diese Warntafeln in Neon...

Servus,

und da frag ich mich - wie so oft - warum Dinge die sinnvoll und praktisch sind, nicht weiter verwendet werden können / dürfen (also ich meine die neongelben Warntafeln, nicht den aufgelassenen Bü ;-) ).
Wenn auch nur ein Unfall mehr vermieden werden kann damit, ist die Aufstellung doch schon gerechtfertigt!

Typisch Deutschland?! Leider ja.

mfg
gradausfahrer

von Gradausfahrer - am 08.12.2012 19:04

Re: Diese Warntafeln in Neon...

Zitat
Gradausfahrer
Servus,

und da frag ich mich - wie so oft - warum Dinge die sinnvoll und praktisch sind, nicht weiter verwendet werden können / dürfen (also ich meine die neongelben Warntafeln, nicht den aufgelassenen Bü ;-) ).
Wenn auch nur ein Unfall mehr vermieden werden kann damit, ist die Aufstellung doch schon gerechtfertigt!

Typisch Deutschland?! Leider ja.

mfg
gradausfahrer


Servus,

vergleiche bitte einmal die Sicherung des Bahnübergangs im Hintergrund. Damals(R), als noch die neongelben Tafeln standen, war der Bahnübergang technisch nicht gesichert. Mittlerweile hat er Lichtzeichen und Halbschranken.

Die Neongelben Tafeln (als Untergrund hinter den normalen Zeichen gemäß StVO) waren ein Versuch, technisch nicht gesicherte Übergänge mit hohen Unfallzahlen ohne großen Aufwand sicher zu machen. Wir reden immerhin über ca 1/2 Million Euro für die technische Sicherung eines Bahnübergangs. Bewährt hat es sich scheinbar nicht.

von Martin Pfeifer - am 08.12.2012 20:58

Re: Diese Warntafeln in Neon...

Servus,

das hab ich schon gesehen. Ich hab ja auch nicht gesagt dass die Neonteile nur bei technisch nicht gesicherten Bü anzuwenden sind. Ich würde die generell aufstellen.
Ob sichs bewährt (hat), kann ich nicht beurteilen. Aber das Argument mit der 1/2 Mille ist ja wohl nicht Dein Ernst.
Wir geben soviel Geld in dem Land für Dreck aus, da sollte die Visualisierung einer Gefahrstelle für den Autofahrer durchaus drin sein.

mfg
gradausfahrer

von Gradausfahrer - am 08.12.2012 21:08

Re: Diese Warntafeln in Neon...

Servus,

hatten einen ganz großen Nchteil: die charakteristische Form der Verkehrszeichen ging verloren.
Bestimmte Verkehrszeichen wie das Stop-Schild, "Vorfahrt gewähren", und auch das Andreaskreuz sind in ihrer Eindeutig, damit sie auch unter ungünstigen Umständen (z.B. eingeschneit) eindeutig erkannt werden. Deshalb sind auch alle Warnschilder vor den diversen Gefahren einheitlich als Dreieck mit der Spitze nach oben ausgeführt. Und genau dieses Merkaml ging durch die Montage auf einer Tafel mit dem neongelben Hintergrund verloren. Und das ist das Problem dieser Tafeln.

von Martin Pfeifer - am 08.12.2012 21:52
Guten Abend zusammen,

also die Pfeiftafeln beim 53,8 kommen auch noch weg, keine Angst.Nur leider ist die straßenseitige Umsetzung der Auflassung, gerade bei einem Feldweg, immer leichter als die DB interne. Auch ist das Ausbauen nicht so leicht da auf der 5832 ja große "Blöcke" sind und es dementsprechend keine Sperrpausen tagsüber gibt. Weil die Strailplatten etc. musst auch mit nem Bagger raus heben, wenn du dir nicht das Kreuz brechen willst :D

Die neongelben Andreaskreuze und Ankündigungstafeln werden wieder verwendet. Es gibt ja eine Liste mit den "Top 10 der gefährlichesten Bü`s". Wenn einer gesichert wird, dann rückt ein anderer hoch. Nur da wird jetzt wahrscheinlich erst mal geschaut, wo man die hin baut. Gefährliche Bü`s gibts ja genug.
Und mit den neongelben Warnschildern ist es wie mit dem Achtungsschild "Bauzaun" (meine Lieblingsantwort in der Fahrschule für dieses Verkehrszeichen :D ): Wenns keiner Umfährt werden die bis Sie zusammenrosten weiter verwendet. Ausserdem kann man so einfach 2019 eine Sammelbestellung machen und bekommt vll Mengenrabatt :D

Ansonsten freut es mich, das es wieder einen Bü weniger gibt sowie einer technisch gesichert wurde. Ein weiterer Sicherheistgewinn für Bahn und Straße.

Gruß K. R.

von K. R. - am 09.12.2012 20:33
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