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Eisenbahnforum Nordostbayern
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Erster Beitrag:
vor 5 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 5 Jahren, 2 Monaten
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Vierkant, 650 414-6, 223 061, Neuenmarkt, Guliver, Martin Pfeifer, Gerald H, Gast o. NAME

RSO3 an DB Regio

Startbeitrag von Gast o. NAME am 25.03.2013 18:48

Hallo,
wie ich soeben, von einem DB Mitarbeiter erfahren habe. Ging die RSO Ausschreibung an DB Regio.
Ist hier schon mehr bekannt?
Welche Fahrzeuge?
Welche konkurenten gab es?

MfG Horst

Antworten:

wenn dann nur das Übergangskonzept

denn die RSO Leistungen werden erst später ausgeschrieben, es ging um das Übergangskonzept ab Dezember 2013 bis 2017 optional bis 2023.

Gefordert waren entweder Neigetechnikfahrzeuge oder spurtstarke Niederflurfahrzeuge,

Du kannst es Dir ja nun selber zusammenreimen welche Fahrzeuge (weiter)fahren werden.

Ach, ja gemeint war das Übergangskonzept Hof/Bayreuth bis Lichtenfels mit Diesel (optional oder 2stündlich bis Bamberg) Nach Würzburg muss dann in Bamberg oder Lichtenfels umgestiegen werden.

von Neuenmarkt - am 25.03.2013 20:09

Re: es soll fischig werden

Ich habe noch dazu erfahren, dass die Ausschreibung mit Zügen OHNE Neigetechnik gewonnen worden sein soll. Es riecht nach Walfischen.

Ob sich die Region gefallen lässt, dass man dann mit 120 km/h durchs Maintal bummelt und durch den NT-Ausbau gewonnene Fahrzeit wieder verschenkt ?

von Gerald H - am 26.03.2013 08:49

Walfische?

Zitat
Gerald H
Es riecht nach Walfischen.


Sind da diese Walfische hier gemeint?

[de.wikipedia.org]


Davon gibt es ja nur noch 36 Stück und die Sitzplatzanzahl ist ziemlich gering. Erscheinen mir relativ ungeeignet für die Strecke. Andererseits wurden in Thüringen frühere Einsatzstrecken dieser Fahrzeuge verloren (Saalfeld-Blankenstein, Weimar-Kranichfeld, ...?). Was machen die freigesetzten Fahrzeuge derzeit?

Jedenfalls wäre das wieder mal ein neuer Triebwagentyp in Hof. ;-)


Gruß 223 061

von 223 061 - am 26.03.2013 18:20

warum denn nicht?

es hätten ja auch RS 1 der Erfurter Bahn sein können, die ja angeblich sehr gut im Rennen gelegen haben soll.

Fakt ist ja , das man sich allmählich von der teueren NT (und damit ist nicht nur der höhere Trassenpreis gemeint) verabschieden will und der 612 ist ja nicht gerade als wirtschaftliches Fahrzeug bekannt.

Und beim Halbstundentakt auf dieser Strecke verteilt sich der Verkehr ja auch.

von Neuenmarkt - am 26.03.2013 18:27

Re: warum denn nicht?

Wegen der Sitzplatzanzahl. Reicht da wirklich ein Triebwagen oder müssen die dann in Doppeltraktion fahren? Ansonsten haben die 641 aber einen recht guten Ruf.

Gruß 223 061

von 223 061 - am 26.03.2013 18:36

NeiTech

Irgendwie schon bitter zu sehen, dass echte Nahverkehrsfahrzeuge (Niederflur, breite Türen, vernünftige Motorisierung) wie der 650 oder 641 offenbar ohne größere Probleme die Fahrpläne der 612er einhalten können.
Letztlich ist die Erkenntnis wohl die, dass NeiTech ala 611/612 ein 17jähriger Irrweg war... :-/

von 650 414-6 - am 26.03.2013 21:34

Re: NeiTech

Zitat
650 414-6
Irgendwie schon bitter zu sehen, dass echte Nahverkehrsfahrzeuge (Niederflur, breite Türen, vernünftige Motorisierung) wie der 650 oder 641 offenbar ohne größere Probleme die Fahrpläne der 612er einhalten können.
Letztlich ist die Erkenntnis wohl die, dass NeiTech ala 611/612 ein 17jähriger Irrweg war... :-/


Servus,

Neigetechnik kann dort ihre Vorteile ausspielen, wo lange Strecken auf kurvenreicher Strecke ohne Zwischenhalt befahren werden. Vergleiche einmal ältere Fahrzeiten NHR - NNS vor den zusätzlichen Halten in Hartmannshof und Etzelwang mit den heutigen Fahrzeiten sowie einem Ersatzfahrplan (100-t-Fahrplan). Ich habe das jetzt nicht griffbereit, aber signifikant ist es schon. Diesen Vorteil dürfte der 612'er zwischen NLF und NNE kaum haben.

von Martin Pfeifer - am 27.03.2013 09:37

Re: NeiTech

Die Fahrzeiteinsparung durch die Neigetechnik schmeißt man ja eh durch Kreuzungsaufenthalte und Wartezeiten beim Kuppeln/Flügeln wieder weg. Zwischen Bayreuth und Lichtenfels haben ja RE und agilis nahezu identische "Fahr-"zeiten, obwohl die agilis alle Unterwegshalte bedient.

Ohne Halt in Mainleus ist aber die NT-Fahrzeit NNE-NLF ansich schon knackig!

von Vierkant - am 27.03.2013 10:51

Re: NeiTech

Zitat
Vierkant
Die Fahrzeiteinsparung durch die Neigetechnik schmeißt man ja eh durch Kreuzungsaufenthalte und Wartezeiten beim Kuppeln/Flügeln wieder weg.


Wieso "wegschmeißen"? Würde man den ohne Neigetechnik das Kuppeln und Flügeln hinbekommen? Auch Wartezeiten für Anschlußmitnahmen sind jetzt ja nicht weggeschmissen, sondern sparen Umsteigern viel Zeit.

von Guliver - am 27.03.2013 21:04

Re: NeiTech

Zitat
Guliver
Wieso "wegschmeißen"? Würde man den ohne Neigetechnik das Kuppeln und Flügeln hinbekommen? Auch Wartezeiten für Anschlußmitnahmen sind jetzt ja nicht weggeschmissen, sondern sparen Umsteigern viel Zeit.


Beim System der integralen Taktfahrpläne gehts ja in der Regel darum, zwischen zwei Knotenpunkten möglichst eine Fahrzeit von (circa) Vielfachen der Hälfte der Taktzeit zu erreichen. Bayreuth wie auch Lichtenfels haben einen Taktknoten zur vollen Stunde, weswegen eine Fahrzeit von z.B. 40 Minuten auch Unsinn wäre - man wäre ja schon (rund) 20 Minuten vor dem Taktknoten am jeweiligen Ziel.

Andernorts mag hier die Neigetechnik sicherlich den Vorteil ausspielen, dass man mit Neigetechnik beispielsweise unter einer Stunde Fahrzeit bleibt und somit die Anschlüsse erreichen kann, ohne infrastrukturseitig aufwändige Maßnahmen wie Linienverbesserungen durchzuführen.

Der Vergleich RE / agilis zeigt, dass bei diesem Beispiel die Neigetechnik diesen Zweck ohnehin nicht erfüllt, da die Züge eh zu schnell wären. Insofern kann man sich diesen technisch aufwändigen und teuren Betrieb an dieser Stelle sparen und auch mit konventionellen Nahverkehrstriebwagen fahren. Das "wegschmeißen" ist vielleicht vom Begriff ein bisschen unglücklich gewählt, die Aussage beinhaltet aber, dass man unterwegs schön die Zeit vertrödelt um halt erst zur vollen Stunde in Lichtenfels / Bayreuth zu sein. Wegen der Eingleisigkeit NBY-NNE und dem aktuellen Betriebsprogramm hauts ja ohnehin nicht anders hin.

Würde man ohne Neigetechnik das Kuppeln und Flügeln hinbekommen? Soweit ich mich erinnere, fuhren die 612er auch schon über längere Zeiträume ohne Neigetechnik - z.T. auch in Fahrzeiten ohne NT. Mir ist nicht bekannt, dass deswegen in Lichtenfels die Anschlüsse nicht hingehauen haben.

von Vierkant - am 28.03.2013 00:22

Fazit?

Versuch für ein Fazit:
Vielleicht war/ist NeiTech tatsächlich kein Irrweg, da sich auf bestimmten Strecken unter bestimmten Fahrplanbedingungen tatsächlich signifikante Fahrzeitgewinne erzielen lassen.
Dass diese Umfeldbedingungen auf allen Strecken vorliegen, auf denen über 250 (610,) 611 und 612 unterwegs sind, darf aber bezweifelt werden.

von 650 414-6 - am 28.03.2013 19:01
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