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Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
12
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
NMBG, roter riese, JimKnopff, Martin Pfeifer, K. R., Tyrrell, 403, Frankenbauer, VT 612 115

Rangierunfall in Kronach (m6B)

Startbeitrag von VT 612 115 am 27.03.2013 21:23

Hallöchen!

Vergange Nacht entgleiste 294 647-3 beim Rangieren im Anschlussgleis der Müllumladestation in Kronach-Neuses. Die Lok überfuhr nach Abstellung der leeren Wagen die Sh2-Tafel am Ende des Gleises und landete im Gras:











Die beladenen Wagen wurden von der V90 noch zuvor noch im Kronacher Bahnhof abgestellt und sollten eigentlich nach Coburg gebracht werden. Da aber heute noch keine Lok verfügbar war, blockierten Wagen den gesamten Tag Gleis 1. Zum Glück standen die wirklich furchtbar stinkenden Pressmüllcontainer auf Höhe des ehemaligen Güterbahnhofes...



MfG

Antworten:

Servus!

*Autsch* Danke für die Unfallbilder. Wieso stand denn hier am Gleisende kein Prellbock?

Schönen Gruß
Gabriel

von JimKnopff - am 27.03.2013 22:06
Das gelbe Zeug das da auf der Erde liegt, sieht mir eigentlich schon nach Prellbock aus. Wenngleich vielleicht nicht mit ganz so hohem Energieaufnahmevermögen wie einer aus München oder Frankfurt (M) Hbf ;)

von 403 - am 27.03.2013 22:18
Ich kann Euch sagen, das gelbe Trum unter der Lok ist der Prellbock gewesen! Der besteht jetzt aus 3 - 4 Einzelteilen!
Es sieht auf jeden Fall aus der nähe noch intressanter aus als auf den Bilder.

Gruß Kevin

von Frankenbauer - am 27.03.2013 22:26
Servus 403!

Danke, hatte ich ebenso vermutet. Zum Zaun konnte das gelbe Etwas nicht gehören. Manchen Prellböcken sieht man ihr Unvermögen eben auf den ersten Blick an!

Schönen Gruß

von JimKnopff - am 27.03.2013 22:39
Wird wohl an der Rangierkupplung liegen. So ein Prellbock ist ja eigentlich so konstruiert, daß er die Belastung an der Stelle aufnimmt, an der die Puffer anschlagen. Kommt da aber ein Karateschlag durch die Rangierkupplung wird er auf ansehnliche Weise zusammengefaltet.

Schade um den schönen Zaun *duckundweg*

von Tyrrell - am 28.03.2013 08:25

Der geprellte Bock

Guten Abend,

also dieser Prellbock ist für derart große Kräfte nicht ausgelegt gewesen (R.I.P). Man kann vll mal mit Schrittgeschwindigkeit einen Wagen mit der Lok drauf rollen(!!) lassen, aber für das drauf fahren war dieser Bock nicht gemacht (Kraft ist ja Masse * Beschleunigung zum Quadrat - und eine 294 hat mich 80t schon n bischen Maße - über die Beschleunigung könnte ich nur spekulieren, deswegen keine Angaben hierzu.)

Es gibt 2 Arten von Prellböcken (ausser die Sonderbauformen halt wie versenkbare etc): Starre/feste - die sog. Festprellböcke (guggst du hier: 1: mit durchgehendem Kantholz[www.google.de] 2: mit Holz nur an den Puffern: [www.google.de]) und eben noch Bremsprellböcke (guggst du hier: [www.rawie.de] das Bild ganz unten rechts ) (federnd/Dämpfend/verschiebbar).
Bei diesem hier handelte es sich, wie bei den meinsten Gleisanschlüssen, um einen einfachen starren und ohne federnde/dämpfende Wirkungselemente. Wie man schön sieht ist dieser Prellbock auch noch ein "Altbau" gewesen, also ein Bock welcher aus zusammengenieteten + tw. geschweisten Schienen entstanden ist. Hat also auch schon seine besten Zeiten hinter sich :-)
Dabei ist es aber egal, ob die RK900 gehoben oder gesenkt war/ist, als auf den Prellbock aufgefahren wurde. Die alten Prellböcke haben eben meistens ein durchgehendes Kantholz (oft sogar eine alte Schwelle). Bei gesenkter RK900 ist das einfach eine kurze punktuelle Belastung auf das Holz durch die RK und das Holz bricht, wobei dann nach wenigen cm auch schon die beiden Puffer des Schienenfahrzeugs mit den Befestigungen des Kantholzes am Prellbock sich stauchen. Und anschließend wird der Prellbock vom Gleis weggeschoben und platt gemacht - wie man bei dem Unfall sehr schön sieht.
Häufig wurden die Gleise auch so verlegt, das eben genau kurz vor dem Prellbock sich noch auf beiden Schienne eine Laschenverbindung befindet. Da diese auch alt wird und eben die Schienen auch arbeiten, wird auch oft bei einem Aufprall auf einen Prellbock der Bock mit samt dem Gleisstück verschoben und es kommt zur Entgleisung, da die Laschen brechen oder die Laschenschrauben abgeschert werden.
Bei Festprellböcken ist auch die weiterführung des Gleises nach dem Prellbock viel geringer als bei Bremsprellböcken, da man davon ausgeht, dass (in der Regel) kein Weg zum verschieben (also für die Kraftaufnahme) mehr benötigt wird. Und so ein Bock ist gleich mal um 2 m versetzt, ohne das man auch der Lok etwas davon merkt. (eigene Erfahrung :-) )

gruß K. R.

von K. R. - am 28.03.2013 14:54
Zitat
JimKnopff
Servus!

*Autsch* Danke für die Unfallbilder. Wieso stand denn hier am Gleisende kein Prellbock?

Schönen Gruß
Gabriel


Servus,

na dann hoffen wir, das der Lokführer wegen des zerstörten Zaunes nicht auch noch eine Anzeige wegen Hausfriedenbruches bekommt :)

von Martin Pfeifer - am 28.03.2013 22:04

Wann wurde die Lok geborgen? (owT)

nix

von NMBG - am 29.03.2013 17:43

Re: Wann wurde die Lok geborgen? (owT)

Sie liegt noch immer so da :-) vor dienstag tut sich da nix

von roter riese - am 30.03.2013 13:12

Danke! (owT)

nix

von NMBG - am 30.03.2013 13:18

Bergung

Lok soll am Dienstag tagsüber durch Schienenkran Notfalltechnik Fulda geborgen werden.

Gruss RR

von roter riese - am 31.03.2013 10:36
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