Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
17
Erster Beitrag:
vor 5 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 5 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
223 061, Stilllegungskandidat, Joachim Piephans, TRAUMFRAU, K. R., Oberfranke, 2rangerfan0, 628 245-2, Martin Pfeifer

Frage zu Hof Hbf (elektrifizierte Gleise/Umspannen von Gz)?

Startbeitrag von 223 061 am 02.04.2013 16:42

Kann mir jemand von Euch sagen, welche durchgehenden Gleise in Hof Hbf nun tatsächlich elektrifiziert wurden? Laut einem früheren FP-Artikel war geplant, die Gleise 1b, 2, 4, 6, 8, 10 (und wohl auch die Gleise 12, 13, 14) zu elektrifizieren, nicht jedoch die Gleise 3, 7 und 11. Ist das tatsächlich so ausgeführt worden?

Wenn ja, dann stünden für Güterzüge in NHO "nur" 3 durchgehende elektrifizierte Gleise zur Verfügung. Im Vergleich zum bisherigen Umspannbahnhof DRC klingt das zunächst recht viel, denn DRC hat ja nur 2 Gleise für Gz.

Aber: Es gibt m.E. wesentliche Unterschiede zu DRC:
- NHO hat im Gegensatz zu DRC gleichzeitig auch ein nennenswertes Aufkommen an vor Ort beginnenden/endenden Gz (Containerterminal, Tanklager, ...), die sicherlich auch elektrisch bespannt werden sollen.
- In NHO sind zu den Taktknoten meist alle Bahnsteiggleise belegt. Es besteht also im Gegensatz zu DRC kaum eine Möglichkeit, mit elektrischen Tfz flexibel über die Bahnsteiggleise die Züge zu umfahren.

Entscheidend für die künftigen (Umspann-)Kapazitäten in NHO wird also auch sein, wieviele elektrifizierte Abstellgleise es jeweils an den Bahnhofsköpfen gibt, um dort elektrische Tfz abstellen/bereitstellen zu können. Weiß hierzu jemand Näheres?

Vielen Dank für sachdienliche Hinweise.


Gruß 223 061

Antworten:

aktueller stand mit BILDlink

[schienenschrate.foren.mysnip.de]

gruß

von TRAUMFRAU - am 02.04.2013 17:31

Re:

Für eine Antwort auf eine hier gestellte Frage mußt Du doch nicht extra in dein anderes Forum verweisen - was soll das? Inzwischen dürften all hier Lesenden auf dieses schienenschrate.de aufmerksam geworden sein.
223 061 hat eine Frage in diesem Forum gestellt, also gehört sie auch hier beantwortet. Deine Nachtaufnahme, auf die Du verweist, ist für die Aufklärung denkbar ungeeignet - darauf kann man nämlich grade nicht erkennen, welches Gleis überspannt worden ist. Es bräuchte schon mehrere bei Tag aufgenommene Bilder, um zweifelsfrei Gleise identifizieren zu können.

Gruß,
Joachim

von Joachim Piephans - am 02.04.2013 17:46

Also naja ...

... jetzt muß ich die TRAUMFRAU (die wohl leider in Wirklichkeit ein Mann ist) mal etwas in Schutz nehmen. Zum einen sind die Links jetzt so wie sie sein sollen, nämlich führen sie genau zum passenden Beitrag (Danke dafür). In diesem Fall sehe ich kein Problem damit, daß auf ein anderes Forum verwiesen wird.

Und zweitens ist das gezeigte Bild durchaus hilfreich für mich, man sieht nämlich zumindest, daß das "ALEX-Gleis" 211 tatsächlich nicht elektrifiziert ist, was ich persönlich sehr schade finde.

Gruß 223 061

von 223 061 - am 02.04.2013 17:53

Re: Also naja ...

In der Tat. Für den ALEX hätte sich womöglich ein anderes Gleis gefunden - dann hätte man 211 wieder mit für den Güterverkehr nutzen können...

Gruß
Jan

von 628 245-2 - am 02.04.2013 20:59
Was ist denn der Sinn dahinter, dass man Hof Hbf nicht komplett elektrifiziert?

Was sollen diese "Halben" Sachen?

von 2rangerfan0 - am 02.04.2013 21:58
Zitat
2rangerfan0
Was ist denn der Sinn dahinter, dass man Hof Hbf nicht komplett elektrifiziert?

Was sollen diese "Halben" Sachen?


Servus,

ganz einfach: Kosten sparen! Es ist bis heute nicht bekannt, wann es mit der Elektrifizierung weiter in Ri Süden (Regensburg, Nürnberg und oder Lichtenfels) geht. Also werden nur die Gleise elektrifiziert, die für den Betrieb Richtung Reichenbach benötigt werden. Den restlichen Draht finanziert dann nicht der Freistaat Sachsen, sondern der Bezuschusser der Elektrifizierung Ri Süden. Da auf längere Sicht etliche Personenzüge Ri Süden mit Diesel fahren werden, wird keinesfalls Fahrdraht über jedem Gleis benötigt.

Ich hoffe nur, das bei einer Fortführung der Elektrifizierung die vorhandenen Quertragwerke angepasst werden können. In Bahnhöfen mit Quertragwerk sieht man nach dem Rückbau von Gleisen in den Quertragwerken oftmals Betongewichte, die dafür sorgen, das die Höhenlage des Fahrdrahtes noch stimmt (sie entsprechen dem Gewicht der abgebauten Oberleitung). Solche Gewichte sehe ich auf dem Bild nicht...

von Martin Pfeifer - am 03.04.2013 07:27

Re: elektrifizierte Gleise Hof Hbf......

Aktuell sieht es aus, als ob das Mastlager etc. im Ladehof aufgeräumt wird, also die Elektrifizierung von Hof abgeschlossen ist.

Aufgefallen ist mir, wenn ich richtig gekuckt habe, dass diese Lokverkehrsgleise aus alter Zeit (zwischen den Bahnsteigen immer ein solches Gleis) auch keinen Fahrdraht haben. Das scheint mir am meisten negativ zu sein. So muss zum Umfahren immer eines der Bahnsteiggleise oder eines der Gbf-Gleise genutzt werden. Dafür ist auch das südliche Ausziehgleis rechts von der Ausfahrt Ri Oberkotzau/Marktredwitz auch mit überspannt worden. Dieser Sinn erschliesst sich mir nicht.

Mit dem Container-Terminal muss das nicht zusammenhängen, denn das Verladegleis kann man ja schlecht überspannen... Dafür muss also in jedem Fall etwas dieseliges in Hof vorgehalten werden bzw. da sein, wenn da rangiert werden muss.....

Gruez

von Oberfranke - am 03.04.2013 09:05

Re: elektrifizierte Gleise Hof Hbf......

Zitat
Oberfranke
Mit dem Container-Terminal muss das nicht zusammenhängen, denn das Verladegleis kann man ja schlecht überspannen... Dafür muss also in jedem Fall etwas dieseliges in Hof vorgehalten werden bzw. da sein, wenn da rangiert werden muss.....


Das muß nicht so sein. Wenn Du das Verladegleis nur auf den ersten 50 Metern aus Richtung Süden (Ausziehgleis Mak) überspannst, kann die Ellok den bis Hof traktionierten Zug als Rangierfahrt ins überspannte Ausziehgleis vorziehen und dann in die Verladeanlage zurückdrücken, sodaß die ganze Fuhre grenzzeichenfrei steht, die Lok dranbleiben kann, das Verladegeschäft unbehindert vonstatten geht und schließlich über das Ausziehgleis wieder in ein Hauptgleis umgesetzt werden kann. Braucht nur noch umfahren zu werden, und ab gehts wieder Ri. Sachsen.

Ob das mit dem Drahtstummel in Hof so ist, weiß ich natürlich nicht, aber inzwischen ist das doch in etliche Terminals so, daß Elloks in Verladegleisen bespannen bzw. an der Garnitur bleiben können. Dann würde ja auch das Überspannen des Ausziehgleises Sinn machen. Das ist sicher nicht einfach so mit elektrifiziert worden, wenn anderwärts im Bahnhof so mit dem Draht gespart worden ist.

Gruß,
Joachim

von Joachim Piephans - am 03.04.2013 09:20

Hof = Beispiel für "elektrische" Kurzfristplanung

Mahlzeit,

die Elektrifizierung von Hof ist wieder eine besondere "Konstruktion" geworden, wie so ziemlich alles, wenn es um Geld geht.
Wie schon hier richtig vermutet wurde, wurden nur Gleise im Bahnhof elektrifiziert, welche für die elektrische Traktion gen Norden benötigt werden. Auf die sog. Lokumfahrgleise (was eig bisher immer spitze in Hof war, da ich umsetzen konnte im Pbf ohne große Umwege und auch bei vollen Bahnsteiggleisen!!!) wurde verzichtet, da die Züge in Ri Norden (Leipzig/Zwickau/Berlin usw) als Wendezüge verkehren und dementsprchend nicht umfahren müssen (im Regelbetrieb! Aus Kostengründen plant man ja nur noch den Regelbetrieb).
Das Ausziehgleis würde eben für die Containerzüge und weiteren Güterverkehr überspannt. Da Hof somit neben den "Bahnsteiggleisen" nur drei wenige elektrifizierte Gütergleise hat, wurde das Ausziehgleis überspannt, damit man hier ein bischen betriebliche flexibilität rein bringen kann. Den ein eingefahrener (elektrischer) Güterzug kann sofort weiter in Ri Ausziehgleis als Rangierfahrt umsetzen. Somit ist dann zumindest ein elektrifiziertes Gütergleis zeitnah wieder frei.
Wie alles ging es hier eben wieder um das liebe Geld. Da es eben ein Projekt ist, welches mit der Elektrifizierung bis Hof nur zu tun hat und eben speziell auf o. g. Züge zugeschnitten ist, wurde auch nur das notwendige gebaut. Dies liegt wieder an den Finanzierungsvereinbarungen der Länder mit der DB Netz. Den man kann auf ein Projekt (ähnlich das Spiel mit dem Seehafen-Hinterlandverkehrs-Ausbau in Regensburg) nur auch unmittelbr zum Projekt gehörende Kosten aufschreiben und abrechnen. Dies wird dann geprüft und im zweifelsfalle gibt es dann Regressforderungen. Traurig, aber ist heute so. Es wird nicht mehr mit Synergieeffekten gearbeitet, das man z. B. sagt das Projekt wird finanziert und die eigenen Wünsche (z. B. der DB Netz, SC Henker) werden selbst finanziert (so wäre es günstiger, da ja dann die Ausrüstung bereits vorh. wäre), da ja die Kassen sehr klamm sind.
Und ja, Quertragwerke können relativ "einfach" (also im Vergleich zum kompletten Neubau einer Einzelaufhängung) angepasst werden. Ist zwar auch wieder komplex und ein großer Aufwand wegen der Statik (Wind, Schneelastenberechnung, Eigengewichte der OL, Zug- und Druckkräfte,..), jedoch sehen die in Hof aufgestellten Masten sowie gegossenen Fundamente und Abstützungen bezogen für die Anzahl der tatsächlich bespannten Gleise schon sehr Überdiemensioniert aus. Ich hoffe zumindest hier hat die Vernunft gesiegt. Weil den Stützmasten eines Quertragwerks zu tauschen/ersetzen ist ein ganzer Arsch voll Arbeit. Da kommts sogar günstiger einen neuen gleich daneben zu bauen.

Aber ich will nicht jammern, den es ist schon ein großer Schritt in die richtige Richtung, das Hof zuimdest schon mal teilweise elektrifiziert ist. Insbesondere für Güterzüge, da diese ja dann schon die "Achterbahn" durchs Vogtland elektrisch befahren können. Somit kann ich aus Ri Norden bis Hof jetzt höhere Grenzslasten traktionieren durch die E-Traktion und ab Hof kann wieder mehr und besser gegen Süden gefahren werden, da hier die Neigungen im Vergleich zum Vogtland moderat sind. Insofern habe ich auch eine erhöhte Leistungsfähigkeit (Auslastung der einzelnen Züge) bei einer gleichbleibenden Zuganzahl. Bleibt bloß auch mal noch zu hoffen, das dies SC Henker auch begreift und in Hof nun auch mal umspannt. Auch für den EWV bringt dies nun Vorteile, da ich nun im besten Fall in Hof eine KöfIII mit FFst (BR 335) hinstelle, welche dann den Ladehof macht. Für Rangierfahrten reicht der Hobel dicke aus und zur Not fährt man halt 2 mal. Auch gibts ja noch genug Köfs welche nur noch beschränkt eingesetzt werden, da diese ja die SNB nicht erfüllen und somit als führendes Fahrzeug nicht mehr auf die Strecke dürfen.
Auch bietet die KöfIII den Vorteil, das sie zwar nur 30+3 Betriebstage hat (die Remot V60 haben 60+3 Betriebstage), jedoch bis zu 2 Nachschauen bei der Köf durch den Bediener selbst (=Lrf) gemacht werden dürfen (somit habe ich 90+3 Betriebstage). Bei einem bedarfsgerechten Einsatz (nur nach Aufkommen zum Beispiel jeden 2ten Tag) sowie eben die Vorgabe der Nachschau nach BETRIEBSTagen, kann ich die Standzeit einer Köf (vorausgesetzt es gibt keine Schäden) auf knappe 5 Monate hinauszögern! Und da die Köf ja kein GSM-R, keine Indusi etc hat, gibt es keine Prüffristen für evtl. einzelne Geräte/Überwachungseinrichtungen, welche kürzer sind und eben einem solchen Einsatz entgegen sprechen würden.


Gruß K. R.

von K. R. - am 03.04.2013 10:58

Bilderbogen der aktuellen Elektrifizierung von Hof Hbf (Link)

[schienenschrate.foren.mysnip.de]

gruß - hoffe geholfen zu haben.....

von TRAUMFRAU - am 03.04.2013 12:23

Re: Hof = Beispiel für "elektrische" Kurzfristplanung

Danke für die vielen Infos.



Zitat
K. R.
Aus Kostengründen plant man ja nur noch den Regelbetrieb

... da die Züge in Ri Norden (Leipzig/Zwickau/Berlin usw) als Wendezüge verkehren und dementsprechend nicht umfahren müssen ...



Ab Ende 2013 wird das ja ohnehin erstmal nur der zweistündliche RE Hof-Dresden sein. Ab 2015 dann vielleicht noch ein paar Tal-Enten nach Leipzig. Daß die VBG künftig die Linie Hof-Zwickau auch elektrisch fahren wird, kann ich mir derzeit noch nicht vorstellen. Selbst ein RS1 ist hier nämlich meistens ziemlich leer. Welche kleinen elektrischen Triebwagen sollten als Ersatz dafür geeignet und verfügbar sein? 426er hat leider nur die DBAG. ;-)



Zitat
K. R.
Bleibt bloß auch mal noch zu hoffen, das dies SC Henker auch begreift und in Hof nun auch mal umspannt.



Dein Wort in Gottes (bzw. Henkers) Ohr.


Gruß 223 061

von 223 061 - am 03.04.2013 17:17

Re: Bilderbogen der aktuellen Elektrifizierung von Hof Hbf (Link)

Zitat
TRAUMFRAU
hoffe geholfen zu haben.....


Ja, vielen Dank. Gleis 1a also doch nicht elektrifiziert, das hätte mich auch gewundert. Gleis 1b müßte aber überspannt sein, falls die VBG doch elektrisch fahren will (oder muß).

Wieviele Gleise sind denn in der Gleisharfe überspannt? Doch sicher auch nicht alle? Und gibt es außer den beiden genannten Ausziehgleisen weitere Gleise/umfahrbare Gleisabschnitte, wo man E-Loks zum Umspannen bereitstellen kann? Zur besseren Übersicht der Gleisanlagen sei nochmal dieses Bild hier verlinkt:

[img3.fotos-hochladen.net]

sowie der vollständige Gleisplan auf Seite 7 des folgenden Dokuments:

[stredax.dbnetze.com]


Gruß 223 061

von 223 061 - am 03.04.2013 17:30

Re: elektrifizierte Gleise Hof Hbf......

Zitat
Oberfranke
Dafür ist auch das südliche Ausziehgleis rechts von der Ausfahrt Ri Oberkotzau/Marktredwitz auch mit überspannt worden. Dieser Sinn erschliesst sich mir nicht.


Als die RE Dresden-Hof noch nicht bis Nürnberg durchgebunden waren, wurden diese teilweise bis zur Rückfahrt auf diesem Gleis abgestellt, damit sie keinen Bahnsteig blockieren. Ebenso wurde später bei den RE Leipzig-Hof verfahren. Ich vermute mal, man will das künftig bei den elektrischen Garnituren auch wieder so handhaben.

Gruß 223 061

von 223 061 - am 03.04.2013 17:44

Elektrisch Hof -Zwickau

Zitat
223 061
Daß die VBG künftig die Linie Hof-Zwickau auch elektrisch fahren wird, kann ich mir derzeit noch nicht vorstellen. Selbst ein RS1 ist hier nämlich meistens ziemlich leer.


Ursprünglich war das Ausschreibungsbedingung und wurde auch groß angekündigt dass Hof - Zwickau nach Elektrifizierung mit ET gefahren wird.
Nur weiß der ZVV nicht so recht was er will. Jetzt wird ja auch munter weiter mit Regiosprinter gefahren, obwohl diese ja aussortiert werden sollten.

Dazu hat der wohl fähigste Aufgabenträger es verpasst sich der Mitteldeutschen S-Bahn-Ausschreibung anzuschließen.
Da scheinen echt wahre Profis beim ZVV zu sitzen.

von Stilllegungskandidat - am 04.04.2013 13:56

Vogtlandbahn elektrisch?

Zitat
Stilllegungskandidat
Ursprünglich war das Ausschreibungsbedingung und wurde auch groß angekündigt dass Hof - Zwickau nach Elektrifizierung mit ET gefahren wird. Nur weiß der ZVV nicht so recht was er will.


Ich bin mir nicht sicher, ob das nur am Wollen liegt. Welche in Deutschland bereits zugelassenen elektrischen Triebwagen könnten denn einen ohnehin meist nur schlecht besetzten 650er oder 654er auf der Linie VL2 ersetzen? Mir fällt da nichts ein, die sind alle deutlich größer. Und wegen ca. 3 benötigten Fahrzeugen ein neues Zulassungsverfahren durchführen? Auch unrealistisch.


Zitat
Stilllegungskandidat
Jetzt wird ja auch munter weiter mit Regiosprinter gefahren, obwohl diese ja aussortiert werden sollten.


Nein. Das war meiner Meinung nach anders. Nur ein Teil der alten 654er sollte durch die 8 fabrikneuen 650er ersetzt und der andere verbleibende Teil der alten Fahrzeuge sollte modernisiert werden. Und genauso wurde es doch auch gemacht?

Gruß 223 061

von 223 061 - am 04.04.2013 17:03

War vorgeschrieben! - Zukunftsausblick

Zitat
223 061
Ich bin mir nicht sicher, ob das nur am Wollen liegt. Welche in Deutschland bereits zugelassenen elektrischen Triebwagen könnten denn einen ohnehin meist nur schlecht besetzten 650er oder 654er auf der Linie VL2 ersetzen? Mir fällt da nichts ein, die sind alle deutlich größer. Und wegen ca. 3 benötigten Fahrzeugen ein neues Zulassungsverfahren durchführen? Auch unrealistisch.


Kennt denn keiner mehr die Ausschreibungsbedingungen? Dass man diese Sachen klammheimlich verschwinden hat lassen ist klar.
Genau darum hat man ja die Linie Hof - Zwickau gebildet, weil ET gefordert waren ab 2014 und genau darum hat man nur so wenige RS1 bestellt, denn die sollten auf dem verbleibenden Dieselstrecken ausreichen.
Es waren auf jeden Fall Fahrzeuge mit einem Baujahr (genau weiß ich das nicht mehr) gefordert, die sowohl die Desiro als auch die Regiosprinter der Vogtlandbahn ausgeschlossen hätten.

Glaubst du nicht die Erzgebirgsbahn/Integro kommen sich veralbert vor wenn man nach der Ausschreibung einfach munter die Bedingungen ändert?

Was die Fahrgastzahlen angeht, wird auch nicht gerade ein attraktives Angebot serviert. Ein 2-Stundentakt, nicht ITF-konform und dann fehlt z. B. in Hof ein innenstadtnaher Halt.


Zitat
223 061
Nein. Das war meiner Meinung nach anders. Nur ein Teil der alten 654er sollte durch die 8 fabrikneuen 650er ersetzt und der andere verbleibende Teil der alten Fahrzeuge sollte modernisiert werden. Und genauso wurde es doch auch gemacht?


Nein, wie oben geschrieben war das nicht der Fall. Interessant wie leicht sowas in Vergessenheit geraten kann. Ich wette wenn das bei der DB gemacht worden wäre, würde es bei DSO wochenlang hoch her gehen.
Meinst du nicht man hätte gleich mehr 650er angeschafft, wenn von Anfang an nur mit Dieselfahrzeugen ausgeschrieben wurde? Die 654 waren jedenfalls nicht Ausschreibungskonform, jetzt sind sie es. ;-)


So, jetzt der Blick in die Zukunft. Der ZVV ist eh eines der schlechtesten Aufgabenträger Deutschlands und dass man verpasst hat sich der Mitteldeutschen S-Bahn von Anfang an anzuschließen zeigt nur welche Experten dort sitzen.

Natürlich werden die 654 nach und nach wegfallen, weil dank der unfähigen, bahnfeindlichen sächsichen Landesregierung wird es im Vogtland eh bald nur noch wenig zu fahren geben. Landtagswahlen sind ja leider fern.
Als nächstes dürfte Herlasgrün - Falkenstein wegfallen, so meine Vermutung.

Die Strecke Plauen - Brambach leidet unter dem Parallelverkehr und zusätzlich wurde sie mit dem Bruch in Plauen noch weiter geschwächt.
Die Linie hätte eine Chance, aber mit der Kleinstaaterei geht das nicht. Eine durchgehende Verbindung Cheb - Plauen - Gera - Leipzig wäre attraktiv und würde für Sachsen einen bequemen Anschluss nach Tschechien herstellen und für das Vogtland eine Direktverbindung nach Leipzig.
Das hätte man alles durchaus so ausschreiben können, aber bei gefühlten 750 Aufgabenträgern in Sachsen und dazu auch noch ein Abschnitt in Thüringen, da müsste man sich ja absprechen, nein das geht nun wirklich nicht!

Sogesehen frage ich mich was in 10 Jahren überhaupt noch übrig ist?
Meine Prognose ist auch dass Zwickau - Hof im Regionalverkehr auf Zwickau - Plauen eingekürzt wird und Hof - Plauen nur noch von Expresszügen bedient wird, mit 1-2 Zwischenhalten.

von Stilllegungskandidat - am 06.04.2013 09:16
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.