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Informationen zum Thema:
Forum:
Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
9
Erster Beitrag:
vor 5 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 5 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
Frankenland, excargo, Martin Pfeifer, Stilllegungskandidat, Gradausfahrer, K. R.

Selb Stadt 1976

Startbeitrag von excargo am 03.04.2013 08:06

Antworten:

WOW

Tolles Bild

DANKE dafür!

Gruß K. R.

von K. R. - am 03.04.2013 10:59
Servus,

das Bild ist wirklich klasse. Was damals noch in Selb Stadt los war. Sehr interessant finde ich auch, das das eine Ausfahrsignal des Bf in Richtung Selb-Plößberg noch nicht einmal Lichtsperrsignale vor dem Zusammenlauf der Gleise, sondern nur einfache Wartezeichen ohne Sh 1 hatte. Ich kenne aus den 90'er Jahren einen solchen Fall von Gruppen-Ausfahrsignal ohne Sperrsignal, dort musste der Fdl vor jeder Ausfahrt auf das Gruppen-Ausfahrsignal dem betroffenen Zug zusätzlich eine mündliche Zustimmung erteilen, auch wenn es der einzige Zug im ganzen Bahnhof war. War das in Selb Stadt genauso?

Ein Tipp noch für excargo: Wenn Du die Internet-Adresse des Bildes zwischen die HTML-Codes "eckige Klammer auf" "img" "Eckige Klammer zu" und "eckige Klammer auf" "/img" "Eckige Klammer zu" setzst, wird das Bild direkt im Forum angezeigt.



von Martin Pfeifer - am 03.04.2013 16:58
Hallo

Danke für den Hinweis Martin

Grußaus Selb Excargo

von excargo - am 04.04.2013 14:15
Zitat
Martin Pfeifer
Servus,

Ich kenne aus den 90'er Jahren einen solchen Fall von Gruppen-Ausfahrsignal ohne Sperrsignal, dort musste der Fdl vor jeder Ausfahrt auf das Gruppen-Ausfahrsignal dem betroffenen Zug zusätzlich eine mündliche Zustimmung erteilen, auch wenn es der einzige Zug im ganzen Bahnhof war. War das in Selb Stadt genauso?




Servus,

damals wurden in Selb Stadt die Züge durch die Aufsicht abgefertigt. Dieser oblag auch die Bedienung des Wärterstellwerkes an der Ausfahrt Ri Selb-Plößberg und somit auch die Erteilung der Erlaubnis zum Rangieren am Sperrsignal vorbei. Der Fdl für den Bahnhof saß auf dem "Turm" an der Ausfahrt Ri Holenbrunn.

Das Bild müßte in den späteren 70er Jahren aufgenommen worden sein. Für den Fahrplan Sommer 1975 passen die Fahrzeuge und die Umläufe nicht . Aber gut möglich, dass die Änderung ab 1976 in Kraft trat. Mir liegt nur der 1975er Fahrplan vor.

Ganz rechts auf Gl.3 der Wendezug müßte N 8909 Hof-Selb-Schnabelwaid gewesen sein. Das war der einzige Wendezug auf der Strecke. Der Umlauf diente zur Zuführung der Garnitur auf die Strecke Schnabelwaid-Schirnding.

Der 614 war demnach N 8906, kam von Marktredwitz und fuhr weiter nach Hof. Später wurde dies aber ebenfalls eine 211 mit Wendezug-Leistung, der Gegenlauf für 8909, also die Zuführung der Garnitur nach Hof.

Der 798 auf Gl.1 dürfte für 8910 nach Hof bereit stehen.

Grüße
Karlheinz

Tante Edith hat noch einige Angaben ergänzt

von Frankenland - am 05.04.2013 07:01
Zitat
Frankenland
...
Servus,

damals wurden in Selb Stadt die Züge durch die Aufsicht abgefertigt. Dieser oblag auch die Bedienung des Wärterstellwerkes an der Ausfahrt Ri Selb-Plößberg und somit auch die Erteilung der Erlaubnis zum Rangieren am Sperrsignal vorbei. Der Fdl für den Bahnhof saß auf dem "Turm" an der Ausfahrt Ri Holenbrunn.
...


Vielen Dank für die ganzen Ergänzungen. Eine wirkliche interessante Anlage, denn Wartezeichen in Dr-Stellwerken sind im Bereich der früheren Bundesbahn selten.

von Martin Pfeifer - am 05.04.2013 20:43

Noch eine Info

Servus Martin,

der Fdl muss bei Gruppenasig, wenn an den einzelnen Gleisen kein Lichtsperrsignal oder hohes Formsperrsignal steht, zusätzlich zu seiner Zustimmung zur Abfahrt (egal wie er die gibt) immer noch besonders mündlich zustimmen.
Ob das in den 7oern schon so war (wovon ich ausgehe), weiß ich nicht. Aber seit den 90ern ist das so.
In den örtlichen Richtlinien für das Zugpersonal (und auch in denen für Mitarbeiter auf Betriebsstellen) können jedoch ergänzende Bestimmungen stehen.

Wenn ein anderer Mitarbeiter als der Fdl die Zustimmung des Fdl übermittelt, gilt diese nur wenn dieses Verfahren in den örtlichen Richtlinien zugelassen ist.

mfg
gradausfahrer

von Gradausfahrer - am 06.04.2013 05:05

Traurig

Wie schön wäre das doch wenn die Strecke noch komplett existieren würde und nicht der unfähigen Kurzsichtigkeit des Kreises Wunsiedel zum Opfer gefallen wäre.

Dann hätte man heute auch ganz anders ausschreiben können. Man hätte die Züge der Vogtlandbahn nicht in Marktredwitz auseinanderreißen müssen und damit eine Verbindung seit Bau der Strecke gekappt und die Bayreuther Züge hätten über Selb nach Hof fahren können, wo der Potential nach Bayreuth sicher noch höher wäre.

von Stilllegungskandidat - am 06.04.2013 09:18

Re: Traurig

Das Hauptproblem der Strecke Selb Stadt-Holenbrunn war, dass nach dem Niedergang der Porzellanindustrie im Raum Selb in den späten 70er Jahren kaum mehr Potenzial erschlossen werden konnte. Der Berufsverkehr brach nahezu vollständig weg.

Bereits zu Zeiten des noch gut laufenden Berufsverkehrs in Selb Anfang/Mitte der 70er Jahre war das Aufkommen sehr übersichtlich. Ich habe auf dieser Strecke zu dieser Zeit viele Dienste als Zub gefahren, kenne daher die Verhältnisse noch recht gut.

Schau dir mal die ehem. Bahnhöfe/Haltepunkte auf der Strecke an:

Unterweißenbach: ca. 30 Häuser, daraus kaum Potenzial schöpfbar. Schon vor 40 Jahren vielleicht nur eine Handvoll Reisende /Tag.

Schwarzenhammer: auch nicht viel besser. Früher war da wenigstens noch eine Porzellanfabrik welche für etwas Aufkommen sorgte.Ist aber auch schon lange Geschichte.

Höchstädt-Thierstein: Gewisses Potenzial in erster Linie Ri MAK/WUN. Seit Niedergang der Industrie in Selb in diese Richtung kaum Aufkommen.

Thiersheim: dito

Johannneszeche: 0 Potenzial
Göpfersgrün: ca. 20 Häuser, daraus resultierend ebenfalls gegen 0 tendierendes Potenzial.

Selb hat damit seine Rolle als Streckenmittelpunkt zwischen Hof und Marktredwitz längst eingebüßt. Früher gab es durch die wie an einer Perlenschnur aufgereihten Fabriken zwischen Selb und Rehau durchaus "Durchgangsverkehr". Aber diese Fabriken gibts leider nicht mehr.

Hinzu kommt noch der fast schon als dramatisch zu bezeichnende Bevölkerungsrückgang in der Gegend.

Grüße
Karlheinz

von Frankenland - am 09.04.2013 09:14
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