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Eisenbahnforum Nordostbayern
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Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Stilllegungskandidat, Guliver, K. R., Mannerl, BR628, derSchlömener, Neuenmarkt, 218 002-4

BEG gibt Bestellgarantie für Dombühl-Dinkelsbühl bis 2030

Startbeitrag von Guliver am 09.04.2013 19:26

Nach Hörpolding-Traunreut (2,9 km), Senden-Weißenhorn (9,6 km) und Selb-Asch (7,6 km) soll eine weitere Bahnstrecke reaktiviert werden: Dombühl-Feuchtwangen-Dinkelsbühl (23,8 km):

[www.bayern.de]

Hoffentlich ein gutes Zeichen für weitere Bahnreaktivierungen in Bayern.

Antworten:

Wobei erwähnt werden muss, dass Hörpolding - Traunreut nicht sonderlich gut angenommen wird und deswegen wieder auf der Kippe steht. Für Passau - Freyung und Gotteszell - Viechtach dürfte das Fahrgastpotenzial meines Erachtens deutlich höher sein, aber hier tut sich seitens des Freistaats/der BEG gar nichts... :-(

von 218 002-4 - am 09.04.2013 19:37

Traunreuth bitte einstellen

Und dafür Warmensteinach bestellen da auf der Traunstrecke kaum jemand fährt und die Landkreise ohnehin den Bus bevorzugen der ja nebenher fährt

von Neuenmarkt - am 09.04.2013 19:45

St. Floriansprinzip

Tut mir leid, dieser Logik schließe ich mich auf keinen Fall an. Eine Strecke stillegen, damit eine andere reaktivert wird. Also bitte, sollte das Ziel einer bayerischen Verkehrspolitik sein?
Ziel muss es doch sein, möglichst viel Öffentlichen Verkehr, insbesondere auf den noch vorhandenen Schienen Zugverkehr, anbieten zu können. Das sich hier ein Busunternehmen an eine lukrative Strecke klammert, ist natürlich volkswirtschaftlich ärgerlich. Aber es ist kein Grund für mich, dass man hier eine Bahnstrecke einzustellen, die bei vernünftigen Buszubringerdienst und Abbestellung des Parallelverkehrs sehr gut ausgelastet wäre.
Egal ob Traunreut, Warmensteinach, Viechtach oder Freyung. Die Bahnstrecken haben alle zusammen bestellten Verkehr verdient.

PS:
Die RVO hat inzwischen auf Druck der BEG Mitte März 2013 angekündigt, den Parallelverkehr deutlich zu kürzen.

von Guliver - am 09.04.2013 20:01

Einstellung bitte einstellen

Zitat
Neuenmarkt
Und dafür Warmensteinach bestellen da auf der Traunstrecke kaum jemand fährt und die Landkreise ohnehin den Bus bevorzugen der ja nebenher fährt


Diesen Beitrag finde ich einfach unglaublich, sowas unsolidarisches. Warum muss man anderen was nehmen, nur um selbst was zu bekommen?
Nebenbei hat die Strecke nach Traunreut genug Potential, nur muss dazu die Strecke ausgebaut werden und im Stadtgebiet Traunreut mehr als eine Station bedienen.
Abgesehen davon, wenn Weidenberg - Warmensteinach reaktiviert wird, dann bitte auch Saal - Kelheim, Burglengenfeld - Maxhütte und Langquaid - Eggmühl, die alle drei deutlich und mit Abstand mehr Potential haben dürften als der Warmensteinacher Ast. Dennoch darf man die nicht gegeneinander ausspielen.

Die BEG in der derzeitigen Form wird den Verkehr nach Warmensteinach nicht bestellen und auch für Viechtach oder Freyung sehe ich schwarz!
Freunde, es sind heuer Landtagswahlen, vielleicht erinnert sich mal jemand dass man das Kreuz nicht nur bei der CSU machen kann (wer FDP wählt ist eh nicht mehr zu retten).
Wunder darf man natürlich nicht erwarten, eine Verbesserung durchaus, auch wenn man zwischen Pest und Cholera entscheidet (solange Seeheimer Marionetten was zu sagen haben).

von Stilllegungskandidat - am 09.04.2013 20:22

was spricht dagegen wenn

... der Landkreis Bayreuth das Geld, was er jetzt in den heserbus steckt in Zukunft in die Bahnbestellung steckt und vom Land einen Aufstockerbeitrag erhält?
Im jetzigen System ist Bahnverkehr aus vielen Gründen teurer als Busverkehr.
Außer die Busfirma dürfte da doch wohl niemand was dagegen haben?

Viele Grüße,
Johannes

von derSchlömener - am 09.04.2013 21:33

Wahlen/Partei/Bahn

ehrlich gesagt finde ich nicht dass RotGrün eine bessere Verkehrspolitik in Sachen Bahn gemacht hat!

von Mannerl - am 10.04.2013 08:29

Zustimmung

Zitat
Mannerl
ehrlich gesagt finde ich nicht dass RotGrün eine bessere Verkehrspolitik in Sachen Bahn gemacht hat!


Insbesondere für Bayern als tiefschwarzes Land ist es ohnehin sehr bemerkenswert, dass (meines Erachtens) ausgerechnet die BEG mit dem Bayerntakt deutschlandweit mit den besten SPNV anbietet. Auch wenn ich sonst kein schwarz-gelb-Wähler bin, finde ich dass die BEG (die ja letztlich unter Leitung des Verkehrsministeriums steht) unter Martin Zeil hervorragende Arbeit leistet.

von BR628 - am 10.04.2013 08:58

Wahrnehmung und Realität

Zitat
Mannerl
ehrlich gesagt finde ich nicht dass RotGrün eine bessere Verkehrspolitik in Sachen Bahn gemacht hat!


Woran machst du das fest? Subjektive Wahrnehmung?
In Baden-Württemberg wurde in den wenigen Monaten schon viel für die Eisenbahn gemacht, u. a. wurde das Mittelverhältnis Förderung/Landesmittel Straße-Schiene von 60:40 auf 40:60 gedreht!
Im württembergischen Allgäu wurden Verfehlungen der Vorgängerregierung etwas zurückgedreht.
Das größte Problem sind aber die fehlenden Finanzmittel, von der Vorgängerregierung verursacht. Von der Union wird das natürlich jetzt dargestellt als wäre die neue Regierung schuld!
Die Regionalstadtbahn Neckar-Alb kommt so auf jeden Fall schneller und leichter als unter der Vorgängerregierung. Es hängt nur an den Finanzen und dafür kann die Landesregierung nichts.
Baden-Württemberg ist hier doch ein Positivbeispiel.

Man darf nicht immer die Schröderzeit als Vorbild nehmen. Da waren Neoliberale am Werk, verkappte Unionisten aus dem Kasperlverein Seeheimer Kreis. Mit Steinbrück hat man jetzt aber genau wieder so einen als Kanzlerkandidat.
Entscheidend ist immer wer ins Verkehrsministerium kommt und auf Bundesebene waren das, egal bei welcher Partei, immer Straßenlobbyisten.
In der SPD gibt es genauso viele oder sogar mehr einseitig Autofixierte als in der CDU/CSU (Hamburg ist da ein Negativbeispiel, wo sofort die Stadtbahn gekippt wurde).


Wer lobt hier ernsthaft die BEG? Mag sein dass sie beim Bestandsverkehr noch für einigermaßen gute Takte sorgen, aber die BEG ist z. B. reaktivierungsfeindlich und nur mit großem Druck lässt sie sich überreden.
Im Bayerischen Wald hatte man den Eindruck dass die BEG mit aller Macht eine Reaktivierung verhindern will und daher auch entsprechende Studien raus kamen.
Ebenso ist die Qualität der BEG-Ausschreibung mehr als mies, gerade was den Fahrgastkomfort angeht. Da werden Strecken mit hoher Fahrgastfrequenz und vollen Zügen von Dosto-Zügen auf Triebwagen mit weniger Kapazität umgestellt, der Komfort ist auf unterstem Niveau und die Sitzabstände sind für Zwerge gedacht.
Fugger-Express, Franken-Thüringen-Express, bald vielleicht auch der Meridian, sind tolle Beispiele für Geiz-ist-Geil-Ausschreibungen der BEG.

von Stilllegungskandidat - am 10.04.2013 12:08

Wahlen

ja dann schauen wir mal was sich ändert wenn wir eine SPD Regierung haben bzw. hätten.
Wie Du schon selber geschrieben hast soll man nicht als Beispiel die Schröder Regierung als Maßstab nehmen sondern mehr die BW Regierung. Naja auch eine Wahrnehmungssache... Gut da kenn ICH mich jetzt nicht so aus bei unseren Nachbarn.
Ich behaupte einfach mal (meine Wahrnehmung!) daß es keine nennenswerte Änderungen gäbe wenn wir Steinbrück statt Merkel als Kanlzer hätten.
Das selbe gilt für einen Wechsel auf Landesebene.

Tatsache ist und bleibt es sind noch nie so viele Züge auf unseren Strecken gefahren sind wie heute, egal ob die BEG die Strecke zwischen Gotteszell und Viechtach bestellt oder nicht bestellt.(-schade darum)

von Mannerl - am 10.04.2013 13:36

paralleler Busverkehr Traunreut

Hallo,

na warum läuft den Hörpolding - Traunreut so schlecht?? Weil die Busse auch verkehren, sogar dann bis nach Traunstein, die Busse immer kurz vor der Ankunft des Zuges Abfahren (das es ja keine Vertaktung gibt) um dann anschließend 2 Haltestellen weiter nachm Bahnhof 5 min da zu stehen.

Jetzt würden wieder alle auf das Busunternehmen schimpfen. Aber wer ist den das Busunternehmen? Die RVO - also die DB!!!

Als die SOB die Strecke wieder eröffnet hat, gab es zwischen der SOB und der RVO ein "gentlemen`s aggrement", dass eben der Parallelverkehr eingestellt wird und nur eben Verstärker oder Zwischentakte per Bus gefahren werden sollen. Von Seitens der RBO wurde sich nie daran gehalten. Jeder normale würde jetzt die RVO auf Vertragsverletzung verklagen.
Dies geht aber wieder nicht, da ja es auch im DB Konzern eine Konzernvereinbarung gibt, das sich DB Tochtergesellschaften bzw. AG`s (wenn die DB mind. 51% hält) nicht gegenseitig verklagen - um schlechtes Image und Gerichtskosten zu sparen.

Somit ist die SOB und der Schienenverkehr wieder der Dumme, weil jeder Geschäftsbereich nur auf seine eigenen wirtschaftlichen Interessen schaut.

Gruß K. R.

von K. R. - am 10.04.2013 13:40

Re: Wahlen

Zitat
Mannerl
ja dann schauen wir mal was sich ändert wenn wir eine SPD Regierung haben bzw. hätten.
Wie Du schon selber geschrieben hast soll man nicht als Beispiel die Schröder Regierung als Maßstab nehmen sondern mehr die BW Regierung. Naja auch eine Wahrnehmungssache... Gut da kenn ICH mich jetzt nicht so aus bei unseren Nachbarn.
Ich behaupte einfach mal (meine Wahrnehmung!) daß es keine nennenswerte Änderungen gäbe wenn wir Steinbrück statt Merkel als Kanlzer hätten.
Das selbe gilt für einen Wechsel auf Landesebene.


Verkehrsminister in Baden-Württemberg ist Wilfried Hermann von den Grünen. Die SPD ist verkehrspolitisch meistens genauso straßenfixiert und unkompetent wie die Union.
Wichtig ist für die Eisenbahn wie das Verkehrsministerium besetzt ist und bei einem Regierungswechsel sollte möglichst ein Grüner Bundesverkehrsminister werden. Das bewirkt noch lange keine Wunder, aber schlechter für die Eisenbahn kann es nicht werden.
Steinbrück ist doch eigentlich ein Neoliberaler der eher in die FDP passen würde, so wie der Clement damals, der heute im Aufsichtsrat einer Zeitarbeitsfirma sitzt und Lobbyarbeit betreibt. Diese Leute haben alle ihre Ideale verraten und verkauft. Seeheimer Kreis eben, die braucht kein Mensch!

Zitat
Mannerl
Tatsache ist und bleibt es sind noch nie so viele Züge auf unseren Strecken gefahren sind wie heute, egal ob die BEG die Strecke zwischen Gotteszell und Viechtach bestellt oder nicht bestellt.(-schade darum)


Aha und in welchem Bundesland ist das nicht der Fall? Ich will die Arbeit der BEG auch nicht schlecht machen, aber ich bin mir sicher dass in einer anderen Konstellation Reaktivierungen einfacher wären.
Der BEG darf man aber zumindest zugute halten dass im Gegensatz zu manch anderem Bundesland nicht Gelder aus Regionalisierungsmitteln zweckentfremdet werden.

Übrigens wäre dieses Modell schon immer möglich gewesen, auch zu Bundesbahnzeiten. Auch dort hätte man diese beauftragen können diese und jene Strecke im Takt zu befahren und dafür dann zweckgebunden Gelder zur Verfügung stellen.
In den 80ern gab es ja erste Verträge mit Bundesländern und Strecken wurden vor der Stilllegung bewahrt. Dennoch hat Bayern da einige Strecken nicht aufgenommen und den Bach runter gehen lassen. Strecken die heute genauso erfolgreich wären wie die bestehenden.

von Stilllegungskandidat - am 10.04.2013 14:03

RVO nicht RBO (owT)

DB Oberbayernbus

von Stilllegungskandidat - am 10.04.2013 14:04

Re: RVO nicht RBO (owT)

Rischtisch!

sorry, mein Fehler! Habs berichtigt! RBO ist ja (Nord-)Ostbayern.

Danke!

von K. R. - am 10.04.2013 14:11
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