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Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
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Erster Beitrag:
vor 5 Jahren
Letzter Beitrag:
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Beteiligte Autoren:
Martin-N, Stilllegungskandidat, Zs 4, Joachim Piephans, Neuenmarkt

über den Tellerrand:2016 Fernverkehr für Gera- IC mit Nahverkehrsfahrschein

Startbeitrag von Neuenmarkt am 23.04.2013 15:54

[www.thueringen.de]

Medieninformation
Gemeinsame Medieninformation des Thüringer Verkehrsministeriums und der DB Fernverkehr
Carius: Neues Bahnzeitalter beginnt
IC-Angebote auch für Kunden des Nahverkehrs

„Mit der Inbetriebnahme der ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke von Berlin über Erfurt nach München beginnt ein neues Bahnzeitalter in Thüringen. Über unser neues Expresszugsystem wird der ICE-Knoten Erfurt die Fahrtzeitverkürzungen in die Fläche weiterreichen und ganz Thüringen zur ‚Schnellen Mitte Deutschlands’ machen. Über die künftigen ICE-Strecken hinaus haben wir uns mit der Bahn nun über zusätzliche Fernverkehrsangebote verständigt. So werden ab 2016 beispielsweise auf der Mitte-Deutschland-Verbindung täglich sechs IC-Doppelstockzüge verkehren. Ostthüringen wird so durch Fernzüge in Richtung Kassel und das Rhein-/Ruhrgebiet angebunden“, sagte heute (Dienstag) der Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Christian Carius, in Erfurt. Carius präsentierte auf einer Pressekonferenz das Fahrplankonzept für Thüringen gemeinsam mit Dr. Manuel Rehkopf, Vorstand Marketing DB Fernverkehr.

Zu der Entwicklung eines integrierten Verkehrsmodells im Freistaat Thüringen für Fernverkehrsangebote auf der Mitte-Deutschland-Verbindung sagte Rehkopf: „Von dem geplanten Angebot werden alle profitieren. Die Städte Weimar und Jena bleiben weiterhin in das Fernverkehrsnetz eingebunden und Gera wird endlich Fernverkehrshalt. Durch die Takt- und Tarifintegration auf der Mitte-Deutschland-Verbindung reisen Kunden zukünftig zwischen Gotha und Gera zu Nahverkehrspreisen in modernen und komfortablen Doppelstock-Intercityzügen.“

Mit der Inbetriebnahme der Hochgeschwindigkeitsstrecke Berlin-Erfurt-Nürnberg werden in Mitteldeutschland die Zentren Erfurt und Halle (Saale)/Leipzig verkehrsgeografisch an Bedeutung gewinnen. Erfurt wird dabei zum zentralen Verkehrsknoten. Die Strecke Erfurt-Halle/Leipzig wird im Dezember 2015 in Betrieb gehen, zwei Jahre später folgt der Abschnitt Erfurt-Nürnberg. Entsprechend werden die heutige ICE-Linie Berlin-München und Frankfurt (Main)-Dresden schrittweise über die neue Infrastruktur geführt und Reisende aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen werden von erheblichen Reisezeitverkürzungen Richtung Norden, Westen und Süden profitieren. Fahrten für die rund 400 Kilometer lange Strecke von Erfurt nach München dauern dann noch zweieinhalb Stunden und sind damit 1:50 h schneller als heute. Auch in Richtung Berlin verkürzt sich die Fahrzeit ab Erfurt um 45 Minuten auf deutlich unter zwei Stunden.

Durch die Ministerpräsidentin des Freistaats Thüringen, Christine Lieberknecht, und den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG, Dr. Rüdiger Grube, war auf dem Bahngipfel im Sommer 2011 die Einrichtung eines Steuerkreises unter Leitung des Thüringer Verkehrsministers Christian Carius vereinbart worden. Dieser hat sich in einem zweijährigen Dialog zwischen Land, Bahn und den betroffenen Kommunen mit den Auswirkungen der Verlegung der ICE-Strecken auf die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke beschäftigt. Um eine attraktive Verknüpfung der Städte Weimar, Jena und Gera auch über den ICE-Knoten Erfurt sicher zu stellen, sollen deshalb nach dem zweigleisigen Ausbau der Mitte-Deutschland-Verbindung auf dieser am stärksten frequentierten Schienenstrecke in Thüringen mit ca. 14 zusätzlichen Zügen pro Werktag ein S-Bahn ähnlicher Verkehr angeboten werden. Dies entspricht einer Zusatzleistung von knapp 200.000 Zugkilometern.

Zusätzlich haben sich der Freistaat und die Deutsche Bahn AG auch auf ein integriertes Verkehrsmodell verständigt, in dem ab Ende 2016 zusätzliche Fernverkehrsangebote für die Städte Weimar, Jena und Gera in attraktiven Zeitlagen geschaffen werden, die auch zur Nutzung mit Nahverkehrstickets freigegeben werden. Für Weimar, Jena und Gera wird es täglich drei IC-Zugpaare geben. Hier wird die neueste Generation von IC-Doppelstockzügen mit hochwertiger Ausstattung zum Einsatz kommen. Die sechs Züge werden zwischen Erfurt und Gera in den RE-Takt integriert und auf dem Abschnitt Gotha-Gera mit Fahrscheinen des Nahverkehrs nutzbar sein. Der DB Fernverkehr werden dabei die tarifbedingten Einnahmeverluste durch das Land ausgeglichen werden. Insgesamt werden die Verdichtung des Nahverkehrsangebots auf der Mitte-Deutschland-Verbindung und die Ausgleichzahlungen für die Fernverkehrszüge gut vier Millionen Euro pro Jahr kosten. Außerdem bleiben von Jena zwei ICE-Zugpaare von und nach Berlin in für Tagesreisen attraktiven Zeitlagen morgens und abends erhalten.

Antworten:

Re: da fehlt doch noch was ...

Eine Jubelmeldung durchaus mit Substanz und wirklichem Neuverkehr - aber: Weimar - Gera ist gar nicht unter Draht, diese Strecke müßte erst elektrifiziert werden. Bis 2016? Da müssen sie sich sputen, denn das Strippenziehen dauert hierzulande doch recht lang.

Gruß,
Joachim

von Joachim Piephans - am 23.04.2013 16:29

Re: Bis dahin wird die Diesellok neu erfunden

... und es gibt darüber die nächste Jubelmeldung. So wird nie langweilig.

René

von Zs 4 - am 23.04.2013 21:15

2-Stundentakt wäre besser gewesen

Zitat
Joachim Piephans
Eine Jubelmeldung durchaus mit Substanz und wirklichem Neuverkehr - aber: Weimar - Gera ist gar nicht unter Draht, diese Strecke müßte erst elektrifiziert werden. Bis 2016? Da müssen sie sich sputen, denn das Strippenziehen dauert hierzulande doch recht lang.


Es findet doch eh ein Mischbetrieb statt, da hätte ich mir gewünscht dass man wie in Baden-Württemberg alle 2 Stunden abwechselnd fährt und somit einen durchgehenden 2-Stundentakt anbieten kann.
Das wäre eine Win-Win-Situation für Besteller und Betreiber.

von Stilllegungskandidat - am 24.04.2013 10:08

Re: 2-Stundentakt wäre besser gewesen

Zitat
Stilllegungskandidat
Es findet doch eh ein Mischbetrieb statt, da hätte ich mir gewünscht dass man wie in Baden-Württemberg alle 2 Stunden abwechselnd fährt und somit einen durchgehenden 2-Stundentakt anbieten kann.


Die Aussage "die sechs Züge [drei Zugpaare] werden zwischen Erfurt und Gera in den RE-Takt integriert" klingt doch danach, als ob wie bisher auch ein durchgehender Zweistundentakt angeboten wird.

Gruß -
Martin

von Martin-N - am 26.04.2013 19:21
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