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Eisenbahnforum Nordostbayern
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Erster Beitrag:
vor 5 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 5 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Ilztalbahner, Cargonaut, Stilllegungskandidat, Mannerl, Guliver, Stefan von Lossow

Viel Diesel im Passauer Frühling 2013 (24 Bilder)

Startbeitrag von Ilztalbahner am 12.05.2013 07:09

Servus zusammen!
Und plötzlich war alles Grün... Ging's nur mir so, oder blieb heuer wirklich deutlich weniger Zeit, blühende Wiesen oder Obstbäume zu fotografieren, ehe alles Bunte einem monotonen Farbton wich, erstere sogar schon gemäht wurden? Naja, wenigstens spielte das Wetter zuletzt oft überraschend besser mit, als erwartet:


294 708 hatte an diesem Aprilnachmittag ordentlich zu tun, als neben diversen Freyunger Militärfahrzeugen ...


… auch einige entleerte Düngerwagen aus Schalding abgezogen werden mussten.


Nach getanen Rangierarbeiten in der Holzverladung am Hauptbahnhof steht die abendliche Übergabe nach Plattling dann abfahrbereit auf dem Ablaufberg in Passau-West.


Schnellen Schrittes eilt die 223 144 mit ihren leeren Kesseln aus Passau durch das aus dem Winterschlaf erwachende Donautal fussaufwärts.


Erste frische Nahrung auch wieder für die Schafherde, die in einem geregelten Turnus diverse Wiesen zwischen Fürstenzell und Passau unsicher macht.


Zum Maifeiertag hin verschlechterte sich das Wetter dann leider, ein Bild von der 185 152 gönnte ich mir aber dennoch. Ihre interessantere Rückleistung, ein österreichischer Panzerzug mit Begleitwagen nach Magdeburg, startete leider erst bei Einbruch der Dunkelheit.


Wider Erwarten war das Wetter am 1.Mai dann doch sehr brauchbar, auch wenn einige Fotos gelegentlich durchziehenden Schleierfeldern zum Opfer fielen.


Zumindest war aber vom zu Wochenbeginn noch gemeldeten Dauerregen keine Spur zu sehen, so gab es keinen Grund zu Beschwerden, ...


… die Heimat bei leichtem Dunst unsicher machen zu müssen.


Der erste Zug ab Freyung war dann der einzige eher dünn besetzte Zug des Tages. Gelegenheit für das Zugbegleitpersonal,...


… das aufblühende Ilztal auch mal in Ruhe genießen zu dürfen.


Während einer kleinen mittäglichen Grillsession bei den Schwiegereltern wurde die zweite Fahrt nach Freyung direkt vom Tisch aus genossen.


Weil sich das vorübergehend etwas gedämpfte Licht dann aber doch wieder machte, ging es parallel zum nächsten Zug über Waldkirchen nach...


… Tiefenbach, ...


… wo auch die Abendtour ihren fotografischen Anfang nehmen sollte.


Über den Dächern von Fischhaus ging es dann weiter in den tiefen Wald,...



… ehe der Fototag mit dem letzten Zug bei Waldkirchen langsam ausklang.


Am folgenden Wochenende entstanden mal wieder ein paar Bilder von der Waldbahn. Auf gut Glück vormittags mal Richtung Grafling wegen des Sonderzuges geschaut, verrieten zahlreiche einheimische Schaulustige schon von weitem, dass der Zug noch nicht durch war. In der lokalen Presse stand zwar eine Abfahrtszeit von 10.45 Uhr in Deggendorf zu lesen, es wurde dann aber eine Stunde später. Während viele der in Wühn und Gotteszell Anwesenden der Dampflok frönten, freute ich mich vor allem über die schiebende 211, die sich in Gotteszell dann vor den Zug setzte und sich in einem kleinen Wolkenloch wenig später vor Triefenried mit einem V100-typischen Pfiff im Wald ankündigte.


Auch am Sonntag ruhte die Kamera aufgrund eines Schienenbuseinsatzes an der schwarzen Perle des Bayerwaldes nicht.


Zahlreiche Sonnenstunden brachte dann auch die vergangene Woche mit sich, und anders als oftmals sonst, stimmten auch die interessanten Züge. Da war die Freude am Kachlet über die IntEgro-223 genauso groß, …


… wie später über die 294 836, die diesmal einige ehemalige Schadwagen, deren Ladung in Passau zuvor auf Lkw umgeladen worden war, nach Norden abzog.


Zu Christi Himmelfahrt musste der Schienenbus wieder mal vierteilig ausrücken, um dem Andrang der Sonderfahrt von Waldkirchen nach Bad Ischl gerecht zu werden. Pünktlich um 6.15 Uhr poltert die Leerreise über die Kachletbrücke,...


… während man gut zwei Stunden später halb voll (der Rest stieg in Passau zu) aus der Gegenrichtung zurückkehrt.


Am gestrigen Samstag kam der Regen zeitweise von allen Seiten, für ein Bild von 218 402 am IC-Ersatz auf der Rottalbahn ging es aber dennoch kurz in den Neuburger Wald rein, wo ich aber auch nicht lange trocken blieb...

Das war's mal dann wieder.
Viele Grüße vom

Antworten:

Herrlicher Bilderbogen!
Der IntEgro kommt immer Donnerstags, oder? Sollte bzw wollte ich mir auch mal vornehmen.

Bis demnächst, Stefan

von Stefan von Lossow - am 12.05.2013 07:55
Hallo,
in der Regel Di+Do, wobei bei Feiertagen unter der Woche ganz wild gefahren wird. Auch die Fahrzeiten variierten zuletzt sehr...
Viele Grüße,
Tobias

von Ilztalbahner - am 12.05.2013 10:57

Fragen

War nicht mal angedacht die Freyunger Militärgerätschaften via Ilztalbahn in Freyung direkt zu verladen? Woran hapert das noch?

Dann frage ich mich nochmals wieso Integro, obwohl sie via PRESS auch E-Loks haben, vollständig unter Fahrdraht dieseln.
Wären nicht höhere Trassenpreise für unökologisches Dieseln unter Fahrdraht eine Option, wenn es mehr als 50 km sind?

von Stilllegungskandidat - am 12.05.2013 15:58

Re: Fragen

Zitat
Stilllegungskandidat
Wären nicht höhere Trassenpreise für unökologisches Dieseln unter Fahrdraht eine Option, wenn es mehr als 50 km sind?


Sowas würde in unserem Land wohl bereits unter Diskriminierung fallen. ;-)

Grüße

von Cargonaut - am 12.05.2013 17:18

Re: Fragen

Zitat
Cargonaut
Zitat
Stilllegungskandidat
Wären nicht höhere Trassenpreise für unökologisches Dieseln unter Fahrdraht eine Option, wenn es mehr als 50 km sind?


Sowas würde in unserem Land wohl bereits unter Diskriminierung fallen. ;-)

Grüße


Wobei der Vorschlag auch der noch unökologischeren Straße zuspielen könnte. Wenn ein Unternehmen wegen eines kurzen unelektrifizierten Stück Strecke drei Loks braucht (eine E-Lok im Vorlauf, eine V-Lok im Mittelteil und eine E-Lok im Nachlauf) dürfte das den Kosten und der Fahrzeit nicht unbedingt zuträglich sein.

Auch frage ich mich wie "unökologisch" das Dieseln wirklich ist, wenn man vom Primärenergieträger bis hin zur Traktionsleistung rechnet. Der Strom kommt ja auch nicht direkt aus der Oberleitung, sondern muss dort erst mal hingelangen. Und das alles in allem Zusammengerechnet ist jetzt auch weit entfernt von Wirkungsgraden 90%+. Und auch die Stromerzeugung ist nicht 100% aus regenerativen Energien.

Auch wenn ich Elektrotraktion, wo möglich, für sinnvoll halte, so finde ich eine Verteufelung von Dieseltraktion auch übertrieben.

Viele Grüße,
Peter,
der grad über den 612er in dem er sitzt auch eine Oberleitung hat.

von Guliver - am 12.05.2013 19:50

Re: Fragen

Zitat
Guliver
Zitat
Cargonaut
Zitat
Stilllegungskandidat
Wären nicht höhere Trassenpreise für unökologisches Dieseln unter Fahrdraht eine Option, wenn es mehr als 50 km sind?


Sowas würde in unserem Land wohl bereits unter Diskriminierung fallen. ;-)

Grüße


Wobei der Vorschlag auch der noch unökologischeren Straße zuspielen könnte. Wenn ein Unternehmen wegen eines kurzen unelektrifizierten Stück Strecke drei Loks braucht (eine E-Lok im Vorlauf, eine V-Lok im Mittelteil und eine E-Lok im Nachlauf) dürfte das den Kosten und der Fahrzeit nicht unbedingt zuträglich sein.


Ich denke mal, da geht es nicht um Strecken von 30-50km mit diesel unter Fahrdraht, sondern das permanente Fahren über hunderte von Kilometern.

MfG

von Cargonaut - am 12.05.2013 19:58

Re: Fragen

Zitat
Guliver
Wobei der Vorschlag auch der noch unökologischeren Straße zuspielen könnte. Wenn ein Unternehmen wegen eines kurzen unelektrifizierten Stück Strecke drei Loks braucht (eine E-Lok im Vorlauf, eine V-Lok im Mittelteil und eine E-Lok im Nachlauf) dürfte das den Kosten und der Fahrzeit nicht unbedingt zuträglich sein.


Darum habe ich ja geschrieben dass man das erst ab 50 km macht, aber es gehen auch andere Werte wie 70 km.
Der erwähnte Ölverkehr fährt aber zu 100% unter Draht und da muss man nicht ständig umspannen, was wirklich nicht ökonomisch wäre.

Zitat
Guliver
Auch frage ich mich wie "unökologisch" das Dieseln wirklich ist, wenn man vom Primärenergieträger bis hin zur Traktionsleistung rechnet. Der Strom kommt ja auch nicht direkt aus der Oberleitung, sondern muss dort erst mal hingelangen. Und das alles in allem Zusammengerechnet ist jetzt auch weit entfernt von Wirkungsgraden 90%+. Und auch die Stromerzeugung ist nicht 100% aus regenerativen Energien.


Strom ist nicht nur aus regenerativen Energien umweltfreundlich. Ich bin absolut gegen Atomkraft, aber Umweltfeindlichkeit kann man ihr wirklich nicht vorwerfen. Wirklich umweltfeindlich sind nur Kohlekraftwerke und ähnliches. Die werden aber derzeit noch gebraucht.

Zitat
Guliver
Auch wenn ich Elektrotraktion, wo möglich, für sinnvoll halte, so finde ich eine Verteufelung von Dieseltraktion auch übertrieben.


Das macht doch keiner, es ging hier rein um Verkehre die über 90% der Strecke unter Draht laufen.
Dennoch muss man sich Gedanken über ein großes Elektrifizierungsprogramm machen, denn Diesel wird immer teuerer und irgendwann der SPNV unbezahlbar, wenn man hier nicht gegensteuert.
Bayern will ja alle Dieselinseln beseitigen, nur zwischen wollen und der Finanzierbarkeit beim unterfinanzierten Verkehrswegeplan ist ein großer Unterschied.

von Stilllegungskandidat - am 13.05.2013 14:21

Fragen die zweite...

Hallo zusammen!

warum werden denn die Waggons in Passau über den Ablaufberg gefahren?
Der Ablaufberg wird doch im klassischen Sinne doch überhaupt nicht mehr benützt! (damit meine ich die Verteilung von vielen vielen Waggons wie früher - kann ich noch erinnern als wir als Kinder abends immer die Lautsprecherdurchsagen hören konnten und den "Aufprall")

Wie viele Kunden werden denn in Passau überhaupt noch bedient. Mir fällt da eigentlich fast gar keiner ein. Das einzige was sich in meiner Stadt doch noch schienenmäßig noch was rührt ist die Holzverladung!

MFG
Mannerl

von Mannerl - am 13.05.2013 19:56

Re: Fragen die zweite...

Zitat
Mannerl
Wie viele Kunden werden denn in Passau überhaupt noch bedient. Mir fällt da eigentlich fast gar keiner ein. Das einzige was sich in meiner Stadt doch noch schienenmäßig noch was rührt ist die Holzverladung!


Neben der Holzverladung aktuell ca. 45 Kesselwagen pro Woche zum Korduletsch, sowie der Hafen mit Bundeswehr und Dünger. V.a. sorgen aber auch Schadwagen, die aus Zügen von (und auch nach) Österreich ausrangiert wurden, und nach ihrer Reparatur nach Plattling überführt werden, um von dort wieder in Züge nach Nürnberg eingestellt zu werden, für Arbeit.

Zum Thema Diesel unter Fahrdraht (in diesem konkreten Fall Integro oder auch die DB mit der V90) enthalte ich mich. Die Firma wird schon wissen, warum und weshalb.

von Ilztalbahner - am 13.05.2013 20:25
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