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Eisenbahnforum Nordostbayern
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Gedanken zum neuen Fahrplan zwischen Hof, Bayreuth und Lichtenfels ab Dezember 2013

Startbeitrag von derSchlömener am 19.05.2013 21:06

Hallo!

Vor einigen Tagen gaben die DB [www.deutschebahn.com] und auch die BEG [beg.bahnland-bayern.de] eine Pressemitteilung zum neuen Fahrplankonzept auf den oberfränkischen RE- bzw. IRE - Linien.


Da ich noch keine konkreten Fahrzeiten vorliegen habe, habe ich mir Gedanken gemacht, wie wohl der neue Fahrplan konkret ausschauen könnte bzw. ausschauen muss:



Im Vergleich zum bisherigen Fahrplan werden mehr Züge geflügelt und auch mehr Zugläufe durchgebunden.
Besonders elegant finde ich die "Flügelung und Vereinigung der Züge übers Eck", also über die Schlömener Kurve:

Bis Marktschorgast fahren der IRE nach Nürnberg und der RE nach Lichtenfels aus Richtung Hof kommend gemeinsam.
Der IRE verlässt dann Marktschorgast und braust direkt über die Kurve nach Bayreuth und weiter ohne Halt nach Nürnberg.
Der zweite Triebwagen fährt kurz danach ebenfalls die Schiefe Ebene hinab aber dann weiter in den Bahnhof Neuenmarkt.
Dort angekommen kommt schon bald ein weiterer 612er (als RE aus Nürnberg über Bayreuth) und kuppelt an den Hofer Triebwagen an.
Dazu muss er in Trebgast mit dem vorher angesprochenen IRE nach Nürnberg kreuzen :-) Bzw. vielleicht klappt der Fahrplan ja auch so, dass planmäßig der Zug aus Nürnbegr Neuenmarkt erreicht, während der IRE nach Nürnberg noch auf der Schiefen Ebene ist und nur bei Verzögerungen hat man noch Luft in Trebgast zu kreuzen.

Eine weitere Kreuzung muss - wie jetzt auch schon - auf der Strecke Neuenmarkt - Bayreuth stattfinden, denn die agilis Bad Rodach - Weiden fährt auf dem Abschnitt Neuenmarkt - Bayreuth dem IRE nach Nürnberg voraus, so dass man aus Kulmbach um kurz-vor-ganz-auf-die-gerade-Stunde einen attraktiven Übergang auf den schnellen IRE nach Nürnberg (wie jetzt auch schon) hat und dann etwa eine halbe Stunde später einen durchgehenden, wenn auch etwas langsameren Zug nach Nürnberg hat. Super!

Jedenfalls dürfte der Fahrplan von den Zeiten her zwischen Neuenmarkt und Bayreuth nahezu gleich bleiben. Lediglich die Start- und Zielpunkte der Züge ändern sich (Durchbindung Nürnberg - Lichtenfels, kürzerer Lauf Bamberg - Bayreuth statt Würzburg - Bayreuth bzw. Hof - Nürnberg statt Dresden - Nürnberg)

Ich glaube der Fahrplan funktioniert sogar besser als der bisherige, denn ein Riesenvorteil ist die gemeinsame Führung des IREs nach Nürnberg und des REs nach Lichtenfels zwischen Hof und Marktschorgast.
Ich hoffe auch, dass eine Vereinigung in Marktschorgast in Gegenrichtung und v.a. auch wegen den Anschlüssen in Hof zeitlich auch möglich ist, so dass man dann nur zwei statt vier Züge im Nadelöhr um Falls zu handeln hat.

Wie gesagt: die Zeiten im obigen Fahrplan sind nur "etwa-Zeiten". Mir ging es bei der Erstellung drum selbst einen Überblick über das künftige Konzept zu bekommen und nicht darum, ob die Fahrzeit zwischen zwei angegebenen Halten in echt etwas länger oder kürzer ist.

Ebenfalls hoffe ich, dass es in Zukunft evtl. sogar mehr Luft für evtl. RE-Halte in Untersteinach, Stammbach, Mainleus oder Harsdorf gibt.


Viele Grüße,
Johannes

Antworten:

Servus,

schön das sich jemand mal die Mühe macht das so durchrechnen. Nur die vereinigung der Züge aus Nürnberg und Lichtenfels in Marktschorgsat dürfte ein Wunsch bleiben, weil das Stellwerk in Marktschorgast weder das dafür benötigte Zugdeckungssignal in Bahnsteig-Mitte noch den passenden Geschwindigkeitsanzeiger am Einfahrsignal hat. So wie ich die Bahn AG kenne wird sie notwendige Änderung des Stellwerkes nicht aus eigenen Stücken durchführen, da muß der Freistaat Bayern, vertreten durch die BEG, schon möchtig was rüberschieben. Zumal Marktschorgast ein DrS2-Stellwerk hat, in das solche Sachen nur mit viel freier Schaltung eingebaut werden können.

von Martin Pfeifer - am 20.05.2013 06:51
Hallo Schlömener,

interessante Zusammenstellung der doch recht diffizilen Abhängigkeiten. RE Lichtenfels und IRE Nürnberg werden wohl schon .36 oder .37 in Hof abfahren (wie heute), damit der ALEX .40 nach Oberkotzau nachfahren kann.

Ob sich ein neues Zugdeckungssignal in Marktschorgast mit dem Bestandsschutz für den Bahnhof überein bringen lässt? Oder braucht es dann nicht gleich ein Estw? Zudem ist der Bamberger Fahrplan ja auf die Minute 30 symmetriert, der 612 aus Nürnberg müsste also mit dem 641 kuppeln.

Harsdorf wird m.W. kein regelmäßiger RE-Verkehrshalt (nur 2stdl. Kreuzung mit agilis), dafür Mainleus weiterhin zweistündlich. In Untersteinach fehlt ja weiterhin der Außenbahnsteig, die Planfeststellung dafür könnte sogar noch von der Gemeinde beklagt werden. Auch die Planfeststellung Bayreuth - Trebgast ist noch nicht in trockenen Tüchern, weshalb die 120 km/h konventionell und 160 km/h mit Neigetechnik für 2014 wieder nicht gesichert sind.
So verhindern die Anwohner selbst eine Verbesserung des Zugangebots.

Frohe Pfingsten (und etwas mehr heiliger Geist für die Kommunalpolitik...)

von joschbeg - am 20.05.2013 07:16

Die wichtigsten Punkte

hat ja joschbeg schon angesprochen, und zwar die Dinge für einen stabilen Fahrplan gebraucht werden, z.B.

der 2. Bahnsteig in Untersteinach, ob es wegen der Einsprüche dort heuer überhaupt losgeht das ist noch die Frage, bei Verspätungen muss immer ein Zug am Esig warten (bei dem einem Takt treffen sich die ag Züge zwischen NKU und NNE bei NUST).

In Bindlach tut sich wegen der Einsprüche heuer überhaupt nichts, bei Ramsenthal muss ja auch noch ein BÜ gebaut werden damit die DB den alten schließen darf (die Landwirte waren ja mit einer Umleitung über Harsdorf nicht einverstanden), das Problem mit dem BÜ in Trebgast und der kurzen Einschaltzeit (Fahrt auf Halt) besteht ja auch noch.

Der Hausbahnsteig in Harsdorf wird demnächst neue gebaut, in diesen knapp 5 Wochen kann dann dort nicht gekreuzt werden.

Der gekuppelte RE/IRE wird sicherlich nicht oft in Stammbach halten weil es ja sonst eine längere Fahrtzeit des IRE gibt.

Trennen dürfte in Marktschorgast kein Problem sein, aber Kuppeln wird wohl auf die schnelle nicht möglich sein da der Bahnsteig dort in einer starken Kurve liegt (kuppeln im Gleisbogen), mal schauen wie das mit dem trennen dann im Winter in der Kurve funktioniert (vom 423 weis ich das man zur Not direkt an der Schaku per Hand trennen konnte, das sollte man aber nicht im Bogen machen ).

Weiterhin wären da dazu die von Martin erwähnten Signalumbauten notwendig, welche aber kein großer Akt sein sollten, in NNE ging es damals auch ruckzug.

Für die Zukunft sollte ja eigentlich Marktschorgast umgebaut und neue Bahnsteige erhalten, evlt. weiter in Richtung Stammbach.

von Neuenmarkt - am 20.05.2013 09:04

Re: Betriebsstörungen...

...müssen dann aber gesetzlich verboten werden.
Können denn eigentlich die BR612 und 641 gekuppelt werden? Ich meine nicht nur mechanisch, sondern auch elektrisch/pneumatisch? Bei anderen BR (642?) ist das m.w. softwarebedingt nichtmal bei gleichen Fahrzeugen gewährleistet...
Da brauchts nicht viel und das ganze Konzept geht voll in die Hose.

von der-mit-leser - am 20.05.2013 10:14

Re: Betriebsstörungen...

Nein, ein Kuppeln von 612 und 641 ist nicht möglich, auch nicht mechanisch, da die NeiTech-Baureihen (ausgenommen ICE) eine eckige Kupplungsaufnahme haben ( [upload.wikimedia.org] ), die meisten anderen Baureihen jedoch runde aufnahmen haben.

Grüße, Christian

von Der Ex-Wiesauer - am 20.05.2013 10:26

Re: Betriebsstörungen...

Zitat
der-mit-leser
...müssen dann aber gesetzlich verboten werden.
Können denn eigentlich die BR612 und 641 gekuppelt werden? Ich meine nicht nur mechanisch, sondern auch elektrisch/pneumatisch? Bei anderen BR (642?) ist das m.w. softwarebedingt nichtmal bei gleichen Fahrzeugen gewährleistet...
Da brauchts nicht viel und das ganze Konzept geht voll in die Hose.


Glaubst Du, dass die BEG und die DBAG ein Konzept aufstellt, wo dies notwendig wäre? Meinst Du nicht, dass wissen die betreffenden Gremien?

Die ganze Kuppelei und Flügelei ist doch ein Ergebnis, dass viele Reisende auch jede kleinste Umsteigebewegung als alibi dafür her nehmen, mit dem Auto fahren zu können. Somit bietet man dieses "Geflügel" auf der Bahn an, damit sie sich andere ausreden suchen müssen. Das bei einer kleinsten betriebsstörung das Kartenhaus zusammenzubrechen droht, das ist die andere Seite. Da schimpfen dann die gleichen Leute drüber, die nicht umsteigen wollen. :-D

Grüße

von Cargonaut - am 20.05.2013 10:49
Zitat
Martin Pfeifer
So wie ich die Bahn AG kenne wird sie notwendige Änderung des Stellwerkes nicht aus eigenen Stücken durchführen, da muß der Freistaat Bayern, vertreten durch die BEG, schon möchtig was rüberschieben.


Warum sollte die Netz AG sowas auch aus freien Stücken machen? Die Maßnahme kostet Geld und in der Folge gibts noch weniger Trasseneinnahmen...

von Vierkant - am 20.05.2013 23:39
Zitat
Vierkant
Warum sollte die Netz AG sowas auch aus freien Stücken machen?


Eben, eine privatwirtschaftliche Aktiengesellschaft kann sich das auch nicht erlauben. Auch die Martin Pfeifer AG würde schauen dass sie für so wenig Aufwand wie möglich so viel Geld wie möglich rausholt.

Das System ist eben verkehrt, denn das Netz und die Bahnhöfe gehören als Staatsbehörde geführt und nicht als privatwirtschaftliche Firma mit Gewinnverpflichtung.

Was die Verhinderungstaktik der Anwohner und sonstiger Dauerverhinderer angeht sollte man sich ernsthaft mal überlegen dass man Infrastrukturprojekte mit Allgemeinwohlinteresse endlich schneller durchbekommt und die Verhinderungs-BI-Industrie weniger Chancen hat sowas um Jahre zu verzögern.

von Stilllegungskandidat - am 21.05.2013 11:32

Diskussion über eine Lesermeinung der Fp

Ein Leser der Frankenpost kritisiert die Triebwagen der Baureihe 641 mit seinem Beitrag. Siehe hier: [www.frankenpost.de]

Der Beitrag ist eine reinste Frechheit, vor allem die Behauptung die BEG hätte sich übers Ohr hauen lassen von DB Regio.

Es ist einfach so dass Regio diese Ausschreibung ohne die 641 nicht gewonnen hätte und daher wurde sicher nicht aus Spaß an der Freude mit 641 geboten. So schlecht sind die Fahrzeuge nicht und für mich ist das ein Fuzzygekreische, mehr nicht.

von Stilllegungskandidat - am 21.05.2013 11:44

Re: Diskussion über eine Lesermeinung der Fp - Wieso Frechheit ??

Wieso Frechheit ?

Wo er Recht hat, hat er Recht !

Die Kapazität wird um mindestens 50 % reduziert.
Wenn 6 Stück 641 nach Hof kommen sollen und davon schon mal 4 Stück für die Minimalausstattung benötigt werden, bleibt unter Berücksichtigung einer Werkstattreserve maximal 1 Tw. für Verstärkungszwecke übrig.

Und gerade die nach Bamberg durchlaufenden Züge sollen verkürzt werden, wer also nach Würzburg will, darf entweder mit dem Schrumpfzug fahren und braucht dann nur 1 x umsteigen oder er muß zusätzlich noch in Lichtenfels umsteigen, denn Durchläufer Lichtenfels - Bamberg - Würzburg wird es ja wohl nicht geben.

Es sagt ja auch schon viel aus, daß 5 der 6 Tw. aus dem Stillstandsmanagement kommen und auch der 6. Tw. in Erfurt nicht gebraucht wird. Wenn das Fahrzeug was taugen würde, wäre es nach dem angeblich ausschreibungsbedingten Verlust der vorherigen Leistungen bestimmt schon längst wo anders im Einsatz.
Aber keiner kann es brauchen und niemand will es haben.

Ich wünsche der Werkstatt in Hof schon mal viel Spaß mit dieser Splitterbaureihe.

Aber die liebe BEG wird wieder mal gedacht haben, für "die da oben" langt es schon aus.


Gruß
Patrick

von E03 004 - am 21.05.2013 12:28

DER WAL - BR 641

Mahlzeit,

also ich finde die BR641 gar nicht so schlecht. Sowohl von der Ausstattung für den Fahrgast als auch den Tf. Ich durfte eben genau die nun zum EInsatz kommenden Fahrzeuge noch in Thüringen testen, und war angenehm überrascht.

Dass die Sitzplatzkapazität im Vergleich zu 610/612 geringer ist, ist einfach Fakt und bedarf keiner Diskussion. Deshalb ist halt eine Doppel- oder Dreifachtraktion erforderlich. Jedoch fahre ich lieber in einem 641, als das ich mich mitm 612 "traktieren" lasse.

Und das Stillstandsmanagement ist einfach ein Fahrzeugpool der DB, wo eben alle Fahrzeuge hinein kommen und verwaltet werden, welche derzeit noch im Bestand sind und nicht benötigt werden sowie eben noch zu gut zum verschrotten sind. oder Z. B. auch noch nicht abgeschrieben etc.

Auf die Frage von Patrick, Warum "braucht" bzw. will keiner die 641 bzw. taugen die nichts, möchte ich folgendes zu bedenken geben: DB Regio in Erfurt hat die ganzen Ausschreibungen der NEBENbahnen (Dieselnetz Ostthüringen, z. B. Saalfeld - Blankenstein wurden die 641 eingesetzt) verloren bzw. Einsatzstrecken der 641 (Gotha - gräfenroda) wurden von der NVS abbestellt. Deswegen sind diese Fahrzeuge einfach "über". Und es sind bei weitem mehr als nur 6 Fahrzeuge für beide Strecken gewesen, nur für diese verbliebenen sechs gibts halt eben zur Zeit bei der DB keine Verwendung mehr. Das bedeutet nicht automatisch, das die Teile "nichts taugen", sondern das eben für Hauptstrecken zwischen Ballungszentren die vorhanden Platzkapazitäten dieser Fahrzeuge nicht ausreichend sind.

Und zum Thema Umweltschutz bei Mehrfachtraktion - hier ist kein EVU besser als das andere: Auch die STB, E(I)B etc. fahren z. B. mit RS1 bis hin zu 4fach Traktion herum. Da laufen in Summe dann auch 8 Motoren. Das ist wieder rein subjektive Meinungsmache.

Gruß K. R.
PS: Man sollt der SOB, den Hauzenbergern oder der Ilztalbahn mal sagen, das DB R ein paar Wale übrig hat, wär doch auch mal was interessantes :-) Und bei Bedarf kann man dann auch gleich damit noch die Randlagenzüge auf der SOB damit abdecken. Weil auf der Rottalbahn z. B. sind bei den letzten 3 Zügen auch keine 50 Leute (in Summe!!) an Bord. Zudem sind die Wale im vgl. zum VT628 wenigstens sehr Spintfreudig und erlauben auch wieder eine Fahrzeitverkürzung. Und ein Fahrzeug mit Klimaanlage ist das einzige, was mir noch auf der 5832 fehlt :-)

von K. R. - am 21.05.2013 12:55

Re: Diskussion über eine Lesermeinung der Fp - Wieso Frechheit ??

Die Schuld kannst du aber nicht bei DB Regio suchen, die hätten doch mit anderen Fahrzeugen keine Chance gehabt und bei anderen hätte es auch nicht besser ausgesehen.

Wenn die BEG solche Kapazitäten ausschreibt und Regio ist sogar noch über der von der BEG geforderten Kapazität, braucht man sich nicht wundern.

von Stilllegungskandidat - am 21.05.2013 12:56

Re: Diskussion über eine Lesermeinung der Fp - Wieso Frechheit ??

Zitat
E03 004
Es sagt ja auch schon viel aus, daß 5 der 6 Tw. aus dem Stillstandsmanagement kommen und auch der 6. Tw. in Erfurt nicht gebraucht wird. Wenn das Fahrzeug was taugen würde, wäre es nach dem angeblich ausschreibungsbedingten Verlust der vorherigen Leistungen bestimmt schon längst wo anders im Einsatz.
Aber keiner kann es brauchen und niemand will es haben.


Das ist doch Quark, vom einen auf das andere zu schließen. Wenn es nirgends ein Einsatzgebiet gibt, wo so wenige TW ausreichen, dann landen die TW im Stillstandsmanagement. Da spielt gar keine Rolle, ob die was "taugen" oder nicht.

Zitat
E03 004
Ich wünsche der Werkstatt in Hof schon mal viel Spaß mit dieser Splitterbaureihe.


Mit Splitterbaureihen hat die Werkstatt in Hof doch gute Erfahrungen, oder was meinst Du, was ein VT610 ist?

Grüße

von Cargonaut - am 21.05.2013 13:23

Re: DER WAL - BR 641

Danke dir für den ausführlichen und sachlichen Beitrag! Deckt sich mit meiner Einschätzung der Baureihe 641.

Gruß,
Joachim

von Joachim Piephans - am 21.05.2013 13:32

Re: DER WAL - BR 641

Danke für Deine Aufklärung.

Meine Vermutungen zur Qualität muß ich wohl zurücknehmen.

Was aber Tatsache bleibt, ist, daß die angebotene Kapazität aus meiner Sicht einfach zu gering ist.
Selbst in der HVZ kann zwischen Neuenmarkt und Bamberg maximal in eine Richtung von 2 auf 3 Zugteile verstärkt werden, das sind dann 165 Sitzplätze 2. Klasse.

Das entspricht gerade mal etwa 1,5 der dort zur Zeit eingesetzten 612er, und die fahren so weit ich weiß desöfteren als 3-fach Einheiten - zumindest sehe ich solche oft samstags zwischen Lichtenfels und Bamberg.

Stellt sich hier die Frage, ob es der BEG einfach egal ist, was hier oben für Kapazitäten bereitgestellt werden, oder ob die DB hier mit Zählungen zur Urlaubszeit 641-taugliche Reisendenzahlen "ermittelt" und an die BEG gemeldet hat.

Gruß Patrick

von E03 004 - am 21.05.2013 14:07

Re: DER WAL - BR 641

Umweltschutz: 2-3 641er dürften sicherlich ökologischer sein als 2 612er - meine Meinung ;-)

Platzangebot: Wenn man mal von der HVZ absieht, sind die Fahrgastzahlen zwischen Bayreuth/Hof und Lichtenfels schon immer recht überschaubar. Glaube nicht dass man ab dem Fahrplanwechsel da aufeinmal 300 Leute pro Fahrt wegbringen muss...

Nebenbei bemerkt: die 641er sind finde ich sehr bequeme und ruhige Fahrzeuge!

von Vierkant - am 21.05.2013 14:10

Re: Diskussion über eine Lesermeinung der Fp - Wieso Frechheit ??

Welche Kapazitäten hat denn die BEG dann ausgeschrieben ?

Weniger als ein 641 geht ja schon kaum mehr, und wenn das noch über der Ausschreibung liegt, dann müssen die bei der BEG wohl doch was gegen unsere Gegend haben.

Gruß Patrick

von E03 004 - am 21.05.2013 14:13

Einspruch

Denn erst nach 8 Uhr wird werktäglich in NNE geflügelt und verstärkt, vorher muss umgestiegen werden, es ist daher anzunehmen, das hier ab NNE in bestimmten Richtungen mehr Sitzplätze zur Verfügung gestellt werden, evlt. durch 612er statt 641 und deshalb dort nicht gekuppelt wird. Mehr werden wir im Dezember wissen.

Ich bin auch der Meinung, das ausserhalb der HVZ oder an stark nachgefragten Reisetagen vor Feiertagen, Weihnachte, Ferien die Kapazitäten in der Regel ausreichen.

Man darf nicht vergessen, das nicht alle Reisenden nach Würzburg oder Bamberg wollen sondern andere Reiseziele davor haben.

Es gibt ja aussserdem zwischen Lichtenfels und Bayreuth einen 30 Minutentakt mit DB/ag wobei die Halte in Trebgast/Neuenmarkt/Kulmbach/Mainleus/Burgkunstadt sowohl vom RE als auch von der RB (ag) bedient werden und nur die Halte in Bindlach, Ramsenthal, Harsdorf, Ludwigschorgast, Untersteinach, Mainroth,Hochstadt,Michelau bis auf Tagesrandlagen ausschließlich durch ag bedient werden.

Insofern wird sich das ganz wie bisher entzerren, und es besteht ja auch noch die Möglichkeit über Nürnberg nach Würzburg zu reisen.

von Neuenmarkt - am 21.05.2013 14:47

Re: DER WAL - BR 641 - Ruhig

Mahlzeit,

ob die 641 "wirklich" ruhig sind, kann ich objektiv nicht beurteilen. Ich bin bei den Dingern immer mitgefahren auf Nebenbahnen mit HG 50 oder vll mal 80 km/h. Also da waren sie ruhig :-)

Wie das bei 120 km/h die schiefe Ebene rauf aussieht, werden wir sehen/hören :-)

Gruß K. R.

von K. R. - am 21.05.2013 14:50
Ein paar Gedanken von mir:

1. Durch die Durchbindung der Züge Nürnberg-Bayreuth nach Lichtenfels sowie die Flügelung in Marktschorgast werden nun Verspätungen aus dem Pegnitztal bis nach Lichtenfels durchgereicht bzw. umgekehrt Störungen wegen z.B. gestörten Bahnübergängen bei Burgkunstadt bis ins Pegnitztal.

2. Warum wird hier ein eigenwirtschaftlich verkehrender IRE mit einem aus Steuermitteln bezahltem RE geflügelt? Hatten die anderen Bieter unter diesem Gesichtspunkt überhaupt eine reelle Chance?

3. War der IRE Hof-Nürnberg Teil der Ausschreibung? Davon lese ich nichts in der Presseerklärung. Darf man also jetzt schon annehmen, dass der Gewinner der Ausschreibung für den ab 2015 bestellten IRE-Ersatz ebenfalls DB Regio sein wird, wenn hier derartig geflügelt wird?

4. Die direkten Züge Bayreuth/Hof-Würzburg erreichen aktuell Würzburg zur Minute 20, und zwar in derjenigen Stunde, in der zur Minute 27 ein Fernverkehrsanschluss Richtung Frankfurt und ggf. weiter durchs Rheintal bis Dortmund besteht. Dieser Fernverkehrsanschluss zur Minute 27 ab Würzburg besteht nur alle zwei Stunden. Will man also ab Fahrplanwechsel diesen Fernverkehrsanschluss erreichen, so muss man aufgrund des Stundentausches beim RE zukünftig zweimal umsteigen (Lichtenfels und Bamberg), oder aber hat (wenn man in der anderen Stunde reist) einen längeren Aufenthalt in Würzburg. Analog in umgekehrter Richtung.

5. Zur Kapazität der Baureihe 641 wurde ja schon was geschrieben. Es ist insbesondere verwunderlich, dass hier nur so eine geringe Kapazität gefordert wurde, wenn man sich die Agilis-Fahrzeuge anschaut, für die ja eine deutlich höhere Kapazität gefordert wurde (mit der Konsequenz, dass man sich bei Agilis wie im Viehtransport vorkommt. Da ist selbst die vierte Klasse in der Museumsbahn nach Behringersmühle bequemer. Aber das ist ein anderes Thema).

6. An Vorteilen kann ich im Augenblick nur erkennen, dass Kulmbach eine Direktverbindung nach Nürnberg erhält und dass die Baureihe 641 barrierefreies Einsteigen ermöglicht (sofern man als mobilitätseingeschränkter Reisender überhaupt auf den Bahnsteig gelangt). Richtung Würzburg sehe ich durch den Umsteigezwang in Bamberg und ggf. Lichtenfels nur Nachteile. Die BEG kann ja nicht mal bahnsteiggleiches Umsteigen in Bamberg garantieren, so dass man hier auch noch sein Gepäck durch die Unterführung schleppen muss.

von Bundesland Franken - am 21.05.2013 15:11

Abfahrt des IRE in Hof

Zitat
joschbeg
RE Lichtenfels und IRE Nürnberg werden wohl schon .36 oder .37 in Hof abfahren (wie heute), damit der ALEX .40 nach Oberkotzau nachfahren kann.



Dank GWB zwischen Hof und Oberkotzau wäre jetzt sogar eine Parallelabfahrt denkbar, sofern aus der Gegenrichtung nichts kommt.

In der PM der BEG stand sinngemäß, daß der Halt in Schwarzenbach nur noch alle 2h bedient werden kann, um eine spätere Abfahrt/frühere Ankunft des IRE in Hof (?) "zur Sicherstellung der veränderten Anschlüsse nach Dresden" zu ermöglichen. Zumindest interpretiere ich das so:

[beg.bahnland-bayern.de]

Gruß 223 061

von 223 061 - am 21.05.2013 16:31

Re: DER WAL - BR 641 - Ruhig

Na erst mal sehen, ob ein Fahrzeug mit Hg 120 km/h mit diesem Tempo auch den Berg hochkommt ... Mal ganz davon abgesehen, ob diese Geschwindigkeit bergwärts ohne NT überhaupt zulässig ist. Welche Hg max ist da heute ohne NT eigentlich machbar? Im 612 hab ich 125 schon beobachtet - da ist man in knapp 4 min oben ...

von Bahnwärter1848 - am 21.05.2013 19:48

Re: DER WAL - BR 641 - Ruhig

Zitat
Bahnwärter1848
... Welche Hg max ist da heute ohne NT eigentlich machbar? Im 612 hab ich 125 schon beobachtet - da ist man in knapp 4 min oben ...


Servus,

meine Ersatzfahrpläne sind mittlerweile auch schon 5 1/2 Jahre alt, aber ich wüsste nicht, warum das ganze großartig besser geworden ist.

Für die Strecke Neuenmarkt-Wirsberg - Marktschorgast braucht ein überall durchfahrender Zug in Bergrichtung 6 min, zwischen Strecken-km 73,7 (das ist ca 200 m nach dem Esig NNE von Untersteinach) und km 81,4 (Esig Marktschorgast) sind durchgehend 80 km/h zulässig. Talwärts sind 90 km/h von 200 m vor dem Einfahrsignal Marktschorgast bis zum Einfahrsignal Neuenmarkt-Wirsberg mit Ausnahme eines kürzeren Abschnittes bei km 79,0 bis 78,8 (hier 80 km/h) auf dem "Regelgleis" zugelassen (das "Gegengleis" nur 80 km/h). Der Zug braucht dafür 5 min.

von Martin Pfeifer - am 22.05.2013 17:21
Anpassungen am Stellwerk für ein Zugdeckungssignal sollte recht einfach machbar sein, da ja keine grundsätzlichen Änderungen der Fahrstraßen und ihrer Abhängigkeiten durchgeführt werden müssen. Lediglich die bestehende Fahrstrasse wird um eine Signalposition erweitert und die Hardware an der Strecke für die Fahrt auf das Zugdeckungssignal mit fehlendem D-Weg und der einhergehenden Geschwindigkeitsbeschränkungen mit Zs3 und Zs3v angepasst werden.

von Jo_Schii - am 24.05.2013 07:05
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