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Eisenbahnforum Nordostbayern
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vor 4 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 7 Monaten
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Martin Pfeifer, Stilllegungskandidat, Bundesland Franken, 650 414-6, 223 061, apfelpfeil, fas, Mannerl, Russenfahrer, Noricus, BW-Ansbach

ZM: Elektrifizierung Nürnberg - Marktredwitz nicht finanzierbar

Startbeitrag von Stilllegungskandidat am 29.05.2013 17:12

Ich habe einen interessanten Beitrag im Netz unter dem Stichwort Elektrifizierung gefunden.
Hier der Link (2 Seiten!):
[www.oberpfalznetz.de]


Besonders interessant:
Nach Aussagen der vergangenen Wochen - unter anderem auch aus dem Bundesverkehrsministerium - scheine die vorgesehene Elektrifizierung der Bahnstrecke von Nürnberg über Pegnitz nach Marktredwitz aufgrund neuer Erkenntnisse nicht finanzierbar. Als Alternative zum bisher geplanten Ausbau sei die Elektrifizierung der Strecken Hartmannshof-Vilseck-Weiden sowie Hartmannshof-Amberg-Schwandorf zu prüfen und in den Schienenausbauplan aufzunehmen.

Das wird Noricus nicht gerne hören. ;-)

Antworten:

Zitat
Stilllegungskandidat

Nach Aussagen der vergangenen Wochen - unter anderem auch aus dem Bundesverkehrsministerium - scheine die vorgesehene Elektrifizierung der Bahnstrecke von Nürnberg über Pegnitz nach Marktredwitz aufgrund neuer Erkenntnisse nicht finanzierbar. Als Alternative zum bisher geplanten Ausbau sei die Elektrifizierung der Strecken Hartmannshof-Vilseck-Weiden sowie Hartmannshof-Amberg-Schwandorf zu prüfen und in den Schienenausbauplan aufzunehmen.




Das klingt doch sehr vernünftig. Das würde zu dem gewünschten Ostkorridor (Leipzig-)Hof-Regensburg passen und trotzdem entstünde eine elektrische Verbindung Hof-Nürnberg. Und die Voraussetzungen für eine Elektrifizierung von Nürnberg nach Furth i.W./CZ wären ebenfalls geschaffen.

Was spräche denn eigentlich dagegen, wenn man künftig alternierend folgende Linien fährt:
- IRE: Hof-Bayreuth-Pegnitz-Nürnberg mit Diesel-NT
- RE: (Dresden-)Hof-Marktredwitz-Weiden-Hartmannshof-Nürnberg elektrisch

Wäre der zusätzliche Zeitbedarf für letztgenannte Strecke wirklich so enorm?


Gruß 223 061

von 223 061 - am 29.05.2013 17:29
Aktuell: Nürnberg-Hof
- via Marktredwitz 1:40
- via Bayreuth 1:47
- via Weiden rechnerisch 2:11

Bin nicht sicher, ob eine Elektrifizierung Nürnberg-Weiden eine halbe Stunde Fahrzeitgewinn bringen kann, zumal die Strecke ja abschnittsweise eingleisig ist.

von 650 414-6 - am 29.05.2013 18:26
Nachtrag: Die Absage an die Elektrifizierung Nürnberg-Marktredwitz scheint aus dem Bundesverkehrsministerium zu kommen. Aus dem Artikel geht aber nicht klar hervor, ob die Forderung nach Prüfung der Alternative Nürnberg-Weiden auch aus diesem Haus kommt, oder ob es sich da eher um Wunschdenken der CSU in der mittleren Oberpfalz handelt.

von 650 414-6 - am 29.05.2013 18:32

Danke Dir!

Hallo Stilllegungskandidat,
wie ich meine Überzeugung vertrete, akzeptiere ich auch sich dagegen einstellende Entscheidungen Dritter bzw. sich ergebende Realitäten.

Meine Standpunkt basiert auf einer beauftragten verkehrlichen Ausarbeitung für Dritte, eines NE-Fernverkehrs (Milano-Zürich-München-Nürnberg-Prag *) mit NeiTech EMU (ETR 610). Doch dessen Zulassung durch das EBA für bogenschnelles Fahren hat offenbar keine Aussicht auf Erfolg; es sei denn, die durch SBB bestellte Folgeserie des ETR 610 / Alstom Pendolino Due (8 Einheiten) wird hinsichtlich der problematischen Achslast modifiziert.
Was erforderklich erscheint, will die SBB ab 2019 (?) die Strecke Lindau-München mit ETR 610 bedienen. Ohne NeiTech brächte die Strecke München-Zürich nach deren Ausbau keine nennenswerten Fahrzeitgewinne. - Die "Wanko"-Doppelstock-Idee taugt nach Worten aus SBB-Reihen dort nicht.

Bleibt allerdings abzuwarten, die Entscheidung zum Antrag Bayerns, die Elektrifizierung Nürnberg-Marktredwitz-Schirnding mit Prioritäts-Status in den neuen Bundesverkehrswegeausbauplan wieder aufzunehmen.

*) Für NE-Verkehr dieser Relation ist der Einbezug Regensburg Hbf als Unterregion mit zu geringer Bevölkerungsdichte, nicht mit dem Paxen-Aufkommen der Oberregion Nürnberg / Mittelfranken vergleichbar.

Wenn Nürnberg-Weiden "irgend wann" mal zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert wird, stünden neue Fakten im Raum.

von Noricus - am 29.05.2013 19:15
Servus!

Bevor man über eine Elektrifizierung von Schwandorf-Nürnberg nachdenkt, sollte man meiner Meinung nach erst mal zwischen Irrenlohe und Amberg ein zweites Gleis verlegen. Die Elektrifizierung alleine bringt noch lange keinen Fahrzeitgewinn oder eine höhere Zugdichte auf der Strecke, zumal ab Hartmannshof so mancher Personen- und auch Güterzug jetzt schon von der S-Bahn augebremst wird...

Grüße, Russenfahrer

von Russenfahrer - am 29.05.2013 19:36
Zitat
Stilllegungskandidat



Besonders interessant:
Nach Aussagen der vergangenen Wochen - unter anderem auch aus dem Bundesverkehrsministerium - scheine die vorgesehene Elektrifizierung der Bahnstrecke von Nürnberg über Pegnitz nach Marktredwitz aufgrund neuer Erkenntnisse nicht finanzierbar. Als Alternative zum bisher geplanten Ausbau sei die Elektrifizierung der Strecken Hartmannshof-Vilseck-Weiden sowie Hartmannshof-Amberg-Schwandorf zu prüfen und in den Schienenausbauplan aufzunehmen.



Was sollen das für "neue Erkenntnisse" sein? Beim Schienen-Symposium in Bayreuth kürzlich war davon jedenfalls nichts zu hören.

Ich habe eher den Eindruck, dass das Bundesverkehrsministerium jedem Anfragenden die Antwort gibt, die er hören will. Am Ende geschieht dann aber gar nichts...

von Bundesland Franken - am 29.05.2013 19:37

...wär ich Verkehrsminister

...dann würde ich sicherlich nicht die Strecke nach Weiden ausbauen wollen und sogar unter Draht setzen zu wollen. Irgendwie klingt das nach ganz starken Regionaldenken. Immerhin kostet sowas ein viel Geld. Würde ich (also der Verkehrsminister ) müßte ich einfach mal behaupten der Streckenausbau sein hier nicht rentabel.

Da gäbe es andere wie z. B. rund ums Chemiedreick oder Eisenbahnstrecken im Norden, aber gewiß nicht eine nach Weiden.

Mal schauen wann die Nord - Süd Verbindung von HOf nach Regensburg dran kommt...

von Mannerl - am 30.05.2013 18:03

Re: ...wär ich Verkehrsminister

Zitat
Mannerl
mal schauen wann die Nord - Süd Verbindung von HOf nach Regensburg dran kommt...



Ich vermute ja fast, daß Hof-Regensburg intern schon gesetzt ist wegen des großen Nutzens für den Güterverkehr. So wäre am ehesten zu erklären, daß man die relativ kurzen Stücken Hartmannshof-Weiden/Schwandorf dann gleich mit erledigen möchte, anstatt das separate Großprojekt Pegnitztal anzugehen. Denn beides gleichzeitig geht wohl finanziell nicht.

Gruß 223 061

von 223 061 - am 30.05.2013 18:52
Zitat
Russenfahrer
Die Elektrifizierung alleine bringt noch lange keinen Fahrzeitgewinn oder eine höhere Zugdichte auf der Strecke, zumal ab Hartmannshof so mancher Personen- und auch Güterzug jetzt schon von der S-Bahn augebremst wird...


Das ist aber ein Problem jeder Mischverkehrsstrecke. Und ob für eine reine Güterzug Neubaustrecke Hartmannshof-Nürnberg der Bedarf gegeben ist? ;-)

von BW-Ansbach - am 30.05.2013 19:59
Zitat
Russenfahrer
Servus!

Bevor man über eine Elektrifizierung von Schwandorf-Nürnberg nachdenkt, sollte man meiner Meinung nach erst mal zwischen Irrenlohe und Amberg ein zweites Gleis verlegen. Die Elektrifizierung alleine bringt noch lange keinen Fahrzeitgewinn oder eine höhere Zugdichte auf der Strecke, zumal ab Hartmannshof so mancher Personen- und auch Güterzug jetzt schon von der S-Bahn augebremst wird...

Grüße, Russenfahrer


Servus,

wobei sich für mich eher die vorgelagerte Frage nach dem Sinn einer Elektrifizierung (Nürnberg -) Neukirchen (bei Sulzbach-Rosenberg) - Irrenlohe stellt. Eine Elektrifizierung NNS - NWDO wäre im Zusammenhang mit der Elektrifizierung der KBS 855 zur Anbindung von Nürnberg sinnvoll. Aber was soll auf NNS - NIR elektrisch fahren? Unter Berücksichtigung der bisherigen Praxis dürfte das scheinbar nicht wirtschaftlich elektrifizierbare Pegnitztal weiterhin "Diesel unter Fahrdraht" auch für beide Äste der KBS 870 sinnvoll machen. Es bleiben dann zwei bis drei "Nahgüterzüge" zur Anbindung des Knotens Schwandorf im regulären Betrieb. Trassen für Güterzug-Durchgangsverkehr in Richtung Österreich dürften durch die starken Steigungen bis zum Brechpunkt bei NNS eher unattraktiv bleiben und daher kaum nachgefragt werden.

von Martin Pfeifer - am 31.05.2013 07:21
Die Kostenfrage der Elektrifizierung im Pegnitztal ist ja nun fairerweise nicht unabhängig von der Brückenfrage zu beantworten, denn da sehe ich große gegenseitige Auswirkungen.

Was aber in der Praxis bedeutet, daß sich vor der Beantwortung der Brückenfrage auch keine fundierte Entscheidung zur Elektrifizierung fällen lässt... also letztlich: es dauert (und wird noch lange dauern...).
Nötig wäre sie als schnelle Verbindung Nürnberg-Eger-Prag. Dafür bringt der Umweg über Weiden absolut nichts!

von apfelpfeil - am 31.05.2013 13:02
Zitat
apfelpfeil
Die Kostenfrage der Elektrifizierung im Pegnitztal ist ja nun fairerweise nicht unabhängig von der Brückenfrage zu beantworten, denn da sehe ich große gegenseitige Auswirkungen.

Was aber in der Praxis bedeutet, daß sich vor der Beantwortung der Brückenfrage auch keine fundierte Entscheidung zur Elektrifizierung fällen lässt... also letztlich: es dauert (und wird noch lange dauern...).
Nötig wäre sie als schnelle Verbindung Nürnberg-Eger-Prag. Dafür bringt der Umweg über Weiden absolut nichts!


Servus,

das Problem ist aus meiner Sicht: die Elektrifizierung ist so eng mit dem eh notwendigen Neubau der Brücken verbunden, das hier aufgrund der Umstände nicht nur Lippenbekenntnisse notwendig sind.

Die Brücken im Pegnitztal sind fertig, die müssen möglichst schnell gemacht werden. Dafür wird die DB Netz AG wohl noch Geld finden. Bei den derzeitigen Strukturen der DB Netz AG - sowohl von der Gewinnerwartung her als auch von der Finanzierungsseite ist nur die preiswerteste Lösung möglich. Ohne Rücksicht auf das "Rauschen im Politiker-Wald", welche gerne eine Elektrifizierung hätten. Gäbe es ein entsprechendes Bekenntnis der Politik zur Elektrifizierung mit entsprechender finanzieller Ausstattung, wäre es wohl möglich, die neuen Brücken so zu bauen, das sie später für eine Elektrifizierung nicht neu gebaut werden müssen (Fachwerk als Obergurt, bei Elektrifizierung wird die Brücke angehoben und die Widerlager abgetragen. so das die Brücke dann passend zum Tunnel tiefer liegt).

Dieses Bekenntnis gibt es nicht, also wird nach heutigem Stand der Dinge neu gebaut. Damit müssen aufgrund der unmittelbaren Abfolge von Tunneln und Brücken bei einer eventuellen Elektrifizierung die nicht einmal 10 Jahre alten Brücken komplett neu gebaut werden. Das treibt die Kosten der Elektrifizierung natürlich ungemein in die Höhe und macht sie komplett unwirtschaftlich. Also sind schlaue Leute auf die Idee gekommen die kurze Lücke zwischen Weiden und Hartmannshof unter die Strippe zu bringen. Das passt sehr gut in die Pläne der Bahn AG für den elektrischen Lückenschluß Hof - Regensburg für den Nord-Süd-Verkehr.

Und so wird es früher oder später kommen.

von Martin Pfeifer - am 31.05.2013 15:54
Zitat
Martin Pfeifer
wobei sich für mich eher die vorgelagerte Frage nach dem Sinn einer Elektrifizierung (Nürnberg -) Neukirchen (bei Sulzbach-Rosenberg) - Irrenlohe stellt. Eine Elektrifizierung NNS - NWDO wäre im Zusammenhang mit der Elektrifizierung der KBS 855 zur Anbindung von Nürnberg sinnvoll. Aber was soll auf NNS - NIR elektrisch fahren? Unter Berücksichtigung der bisherigen Praxis dürfte das scheinbar nicht wirtschaftlich elektrifizierbare Pegnitztal weiterhin "Diesel unter Fahrdraht" auch für beide Äste der KBS 870 sinnvoll machen. Es bleiben dann zwei bis drei "Nahgüterzüge" zur Anbindung des Knotens Schwandorf im regulären Betrieb. Trassen für Güterzug-Durchgangsverkehr in Richtung Österreich dürften durch die starken Steigungen bis zum Brechpunkt bei NNS eher unattraktiv bleiben und daher kaum nachgefragt werden.


Ziel in Bayern ist es doch alle Dieselinseln zu beseitigen und langfristig müssen alle Hauptstrecken unter Fahrdraht, denn sonst ist der Verkehr mit den knapper werdenden Resourcen (Öl), die nebenbei immer teuerer und irgendwann unbezahlbar werden, am Ende.

Die Strecke bietet sich auch als Entlastungsstrecke für die überlastete Route Nürnberg - Neumarkt - Regensburg an.
Ebenso ist ja eine Elektrifizierung Schwandorf - Furth gewünscht. Hier könnte man dann auch durchgehend elektrische Züge verkehren lassen. Für den Güterverkehr wird die Further Strecke nach einer Elektrifizierung eine größere Bedeutung haben als die über Marktredwitz.

Die Elektrifizierung nach Weiden ist auch in erster Linie für den Güterverkehr, da vieles nicht übers Pegnitztal fahren kann.
Bei einer vollständigen Elektrifizierung kann man jedoch auch den Nahverkehr elektrisch anbieten, was eine enorme Qualitätssteigerung wäre.
Für den Fern-Nahverkehr Nürnberg - Hof - Dresden wäre der Umweg über Weiden nicht zumutbar, da müsste man schon die Strecke durchs Waldnaabtal begradigen, also unbezahlbar.

von Stilllegungskandidat - am 31.05.2013 17:40

wär ich ein Forenschreiber

Zitat
Mannerl
...dann würde ich sicherlich nicht die Strecke nach Weiden ausbauen wollen und sogar unter Draht setzen zu wollen. Irgendwie klingt das nach ganz starken Regionaldenken. Immerhin kostet sowas ein viel Geld. Würde ich (also der Verkehrsminister ) müßte ich einfach mal behaupten der Streckenausbau sein hier nicht rentabel.

Da gäbe es andere wie z. B. rund ums Chemiedreick oder Eisenbahnstrecken im Norden, aber gewiß nicht eine nach Weiden.

Mal schauen wann die Nord - Süd Verbindung von HOf nach Regensburg dran kommt...


Zum Glück bist du nicht Verkehrsminister, denn wenn ich was nicht leiden kann, dann ist das Kirchturmdenken. Dass der Ausbau nicht rentabel ist oder das einfach so zu behaupten ist schon eine eigenartige Rechtsauffassung.
Überleg selber erst mal, die Strecke soll irgendwann mal elektrifiziert und ausgebaut werden (für den Güterverkehr durchaus mal entscheidend wenn auch Hof - Regensburg unter Draht ist), das heißt noch lange nicht dass es vor dem Chemiedreieck oder anderen Strecken passieren wird.

Natürlich ist das Chemiedreieck wichtiger, das wird auch vorher ausgebaut und elektrifiziert. Allerdings sieht man doch auch dort welche Rolle die Eisenbahn in der deutschen Verkehr(t)spolitik spielt, eine von der Straßenlobby dominierte Politik.
Wenn selbst auf so wichtigen Routen wie nach Mühldorf-Burghausen nichts vorwärts geht, dann zeigt das, dass Sprüche von Verlagerung nur Sonntagsreden sind, denen keine Taten folgen.

Fakt ist dass alle Hauptstrecken in Bayern elektrifiziert werden müssen und dafür muss einfach mehr Geld zur Verfügung gestellt werden.
Dafür vielleicht mal weniger neue Straßen bauen und dort nur auf die Bewahrung und Modernisierung der Bestandsstraßen setzen. Mit jeder neuen Straßeninfrastruktur steigt der Verkehr und sinkt die Konkurrenzfähigkeit umweltfreundlicher Alternativen.
Wie man es richtig macht und Verkehre richtig lenkt, zeigen manche Nachbarstaaten, z. B. eins im Südwesten.

von Stilllegungskandidat - am 31.05.2013 17:46
Auf dem Schienen-Symposium in Bayreuth Mitte Mai hat der Vertreter von DB Netz verkündet, dass die Brücken im Pegnitztal auf jeden Fall passend für eine mögliche Elektrifizierung gebaut werden sollen.

von Bundesland Franken - am 31.05.2013 23:28
Zitat
Bundesland Franken
Auf dem Schienen-Symposium in Bayreuth Mitte Mai hat der Vertreter von DB Netz verkündet, dass die Brücken im Pegnitztal auf jeden Fall passend für eine mögliche Elektrifizierung gebaut werden sollen.


Servus,

und damit hat er sogar Recht. Wenn ich die Brücken so baue, das ich nachträglich Fahrleitungsmaste anbauen kann, habe ich die Brücken auf den ersten Blick passend für eine Elektrifizierung gebaut. Die Anfang der 80'er Jahre in Schwandorf gebaute Naabbrücke hat damals - weit vorausschauend - auch solche Sockel bekommen. Die kosten nicht viel, wen man sie gleich anbaut, sind aber später sau teuer

Die Frage ist nur, ob diese Brücken für eine spätere Elektrifizierung die beste Lösung sind. De facto liegt mit diesen Brücken die Fahrbahnhöhe fest und die Tunnel müssen nach oben aufgeweitet werden, was ungleich aufwändiger und wohl auch risikoreicher ist. Zu gleich ist es nach meinem Wissenstand im Gegensatz zu einer Abtragung der Sohle "Bauen und fahren" nicht möglich. DB Netz hat also ein gutes Gewissen, weil sie jetzt erst einmal preiswert bauen und hinterher die Mehrkosten für den aufwändigeren Tunnelbau zugesteckt bekommen.

von Martin Pfeifer - am 01.06.2013 17:14
Zitat
Stilllegungskandidat
Für den Fern-Nahverkehr Nürnberg - Hof - Dresden wäre der Umweg über Weiden nicht zumutbar, da müsste man schon die Strecke durchs Waldnaabtal begradigen, also unbezahlbar.


Als unzumutbar würde ich das nicht bezeichnen, auch wenn die Strecke über Weiden ca. 20 km länger ist, nicht durchgehend mit 160 km/h gefahren werden kann und die Fahrzeit somit länger wäre. Der geschwindigkeitsmäßige Flaschenhals ist meiner Meinung nach auch eher Neukirchen - Weiden (50 km) und nicht das Waldnaabtal (20 km)

Gruß,
fas

von fas - am 01.06.2013 23:15
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