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Eisenbahnforum Nordostbayern
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vor 4 Jahren, 10 Monaten
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223 061, Neuenmarkt, Eisenbahner1, GuenterM, Zs 4, joschbeg, _Gast, Guliver

Frankenpost: Doppelstockzüge brauchen ab Dezember 1 Stunde länger nach Dresden

Startbeitrag von Neuenmarkt am 03.07.2013 15:37

die Frankenpost schreibt, das alleine die Fahrzeit der elektrischen Doppelstockzüge von Hof nach Dresden soll 4 Stunden und 20 Minuten dauern, derzeit schafft der IRE Nürnberg -Dresden in 4 Stunden 18 Minuten.


[www.frankenpost.de]

Antworten:

Zum Glück nur Presse-Blödsinn - bitte nicht ernstnehmen!

Zitat aus dem FP-Artikel:
"Allein die Fahrt von Hof bis Dresden wird dann etwa vier Stunden und zwanzig Minuten dauern."


So einen Blödsinn (sorry) kann nur schreiben, wer sich über die Gegebenheiten dieser Bahn-Strecke nicht informiert hat und zusätzlich nicht in der Lage ist, die offizielle Pressemeldung der DBAG richtig zu interpretieren:

[www.deutschebahn.com]

Dort steht: "Die Fahrzeit auf dem Gesamtlaufweg wird ca. 4:20 Stunden betragen."


Durch solche schlecht recherchierten Presseartikel gerät der elektrische Verkehr nach Hof völlig unnötig in Mißkredit. Will das die Frankenpost? Wo ist der Herr Rost - der weiß das doch besser. DB Regio sollte hier dringend mit einer klarstellenden PM gegensteuern.

Gruß 223 061

von 223 061 - am 03.07.2013 15:53

Wer weis ? Rechne mal nach

der bisherige IRE braucht 4 Stunden 18 Minuten auf dem Laufweg Bayreuth-Münchberg-Hof-Dresden mit Neigetechnik.

Wie soll dann der der Gesamtlauf mit Umstieg und ohne Neigetechnik dann nur knapp 4 Stunden 20 Minuten dauern??

von Neuenmarkt - am 03.07.2013 16:02

Fahrzeit!

Zitat
Neuenmarkt
der bisherige IRE braucht 4 Stunden 18 Minuten auf dem Laufweg Bayreuth-Münchberg-Hof-Dresden mit Neigetechnik.


Darin eingeschlossen 5 Minuten Aufenthalt in Reichenbach und 4 Minuten Aufenthalt in Hof und relativ viel Fahrzeitpuffer. Die in der Pressemeldung genannten "knapp über 4 Stunden" dürften wohl eher der möglichen Fahrzeit entsprechen, als die 4:18 die an den RE mit mehr Halten angeglichen sind.

Zitat
Neuenmarkt
Wie soll dann der der Gesamtlauf mit Umstieg und ohne Neigetechnik dann nur knapp 4 Stunden 20 Minuten dauern??


Von Umstiegszeit steht dort nichts, dort steht die "Fahrzeit (...) beträgt..." Würde mich nicht wundern, wenn die unterschlagen wurde.

Die 4:20 für Dresden-Hof sind wirklich Quark. Die RB Dresden-Zwickau braucht 2:14 und die VBG Zwickau-Hof braucht 1:18 (mit 13 Min Aufenthalt in Plauen). Macht zusammen 3:32. Also selbst in dem Fall kommt man nicht mal annähernd an die 4:20 ran.

von Guliver - am 03.07.2013 16:10

Gegenfrage

Zitat
Neuenmarkt
der bisherige IRE braucht 4 Stunden 18 Minuten auf dem Laufweg Bayreuth-Münchberg-Hof-Dresden mit Neigetechnik. Wie soll dann der der Gesamtlauf mit Umstieg und ohne Neigetechnik dann nur knapp 4 Stunden 20 Minuten dauern??



Rechne mal umgekehrt: Selbst mit Halt auf allen Unterwegsbahnhöfen würde man sich sehr schwer tun, von Hof bis Dresden 4:20 zu brauchen.

Also keine Panik. Der IRE hat bisher einige Fahrplan-Reserven, wie hier schon diskutiert wurde. Es bleibt definitiv beim groben Stundentakt Nürnberg-Dresden und beim gewohnten Taktraster des ITF. Das war in diversen Pressemeldungen zu lesen. Ich verweise hier nochmal auf die oben verlinkte offizielle PM der DBAG.

Fahrzeit:
- durchgängiger 612er mit NT: knapp über 4 Stunden
- mit Umsteigen in Hof/NT im Dieselabschnitt: 4:20 (laß es am Ende ein paar Minuten mehr sein, aber sicher keine Stunde)


Gruß 223 061

von 223 061 - am 03.07.2013 16:12
Hallo. Also ich weiß ja nicht, welche Pressemeldung hier manche gelesen haben, aber die der DB ist mehr als Schwammig. Da kann man alle möglichen Varianten rauslesen. Genausogut könntet Ihr im Kaffeesatz lesen. Reine Auslegungssache.
Also erst mal die ersten Fahrplanentwürfe, bzw Fahrpläne abwarten, und dann noch mal darüber reden.
Beispiel: Dort steht, das zwischen Hof und Dresden die Doppelstockwagen verkehren und in Hof umgestiegen werden muß. Der letzte Satz dazu lautet:
Zitat: Die Fahrzeit auf dem Gesamtlaufweg wird ca. 4:20 Stunden betragen.
Was ist der Gesamtlaufweg? Ich lese diesen von Dresden bis Hof. Ab dort "Laufen " ja andere Garnituren. Oder ist der Gesamtlaufweg von 2 verschiedenen Zügen gemeint. dann wäre es für den normalen Fahrgast, bzw. menschen die Gesamtfahrzeit.
Also gibt die Info keine Richtige Info zu den Fahrzeiten raus. Man hält sich irgendwie alle Möglichkeiten offen.
Warten wir es ab.

von Eisenbahner1 - am 03.07.2013 16:58

Es ging nur um den einen Satz

Zitat aus dem FP-Artikel:
"Allein die Fahrt von Hof bis Dresden wird dann etwa vier Stunden und zwanzig Minuten dauern."

Dieser Satz ist definitiv falsch. Das hat nichts mit Kaffesatz zu tun. Da sind die Journalisten einem Mißverständnis aufgesessen. Heute benötigt der IRE 2:31 und der RE 2:35 für diese Strecke.


Daß die 4:20 zwischen Dresden und Nürnberg auf der Umsteigeverbindung als sehr sportlich anzusehen sind, liegt aber auch auf der Hand. Hier muß man den Fahrplanentwurf abwarten, ob das wirklich annähernd erreicht wird.

Daß die DBAG mit "Gesamtlaufweg" die gesamte Strecke Dresden-Nürnberg meint, ist aber aus dem Gesamtkontext der PM heraus zu 99% sicher. Sonst bräuchte man ja auch das Umsteigen in Hof nicht erwähnen.


Gruß 223 061

von 223 061 - am 03.07.2013 17:08

Re: Wer weis ? Rechne mal nach

naja, die Verbindung über BT braucht freilich so lang. Man könnte viel Fahrzeit sparen, wenn man sich dieses Gegurke sparen würde und über Marktredwitz fährt.

von _Gast - am 03.07.2013 17:30
Hallo zusammen,

wenn ich es mir richtig gemerkt habe, fährt der 612 im nächsten Fahrplan noch 4:06 von Nürnberg bis Dresden (über M'redwitz). Die Umsteigeverbindung wird 4:18 dauern, wobei der Dosto ab Hof so durchgeprügelt wird, dass er nur die wichtigsten IRE-Halte bedient. Der 612 hält dann an den in Sachsen üblichen RE-Stationen und könnte bei einer anderen Haltepolitik und schnellerem Flügeln in Pegnitz also locker unter 4 Stunden schaffen...

von joschbeg - am 03.07.2013 17:43

Danke für die Aufklärung ...

Zitat
joschbeg
wenn ich es mir richtig gemerkt habe, fährt der 612 im nächsten Fahrplan noch 4:06 von Nürnberg bis Dresden (über M'redwitz). Die Umsteigeverbindung wird 4:18 dauern, wobei der Dosto ab Hof so durchgeprügelt wird, dass er nur die wichtigsten IRE-Halte bedient. Der 612 hält dann an den in Sachsen üblichen RE-Stationen und könnte bei einer anderen Haltepolitik und schnellerem Flügeln in Pegnitz also locker unter 4 Stunden schaffen...



Vielen Dank. Manchmal liest man also doch das Richtige im Kaffesatz. ;-)

Die 4:18 sind dann aber wirklich sehr sportlich, denn sie entsprechen exakt dem heutigen IRE, wohl auch mit den gleichen Halten. Da bleibt in Hof nicht viel Zeit zum Umsteigen.

Wenn das so stimmt, dann hat sich die DBAG mit den relativ unklaren Pressemeldungen ein Eigentor geschossen. In Summe gäbe es dann nämlich gar keine Fahrzeitverlängerung, aber das gemeine Volk liest aus der Presse bisher etwas ganz anderes heraus und läßt sich eventuell dadurch abschrecken. Es besteht also m.E. wirklich dringender Bedarf der Richtigstellung seitens der DB Regio und der Aufgabenträger.


Gruß 223 061

von 223 061 - am 03.07.2013 18:06

Re: Danke für die Aufklärung ...

Sollten die Zeiten stimmen, hast Du es auf den Punkt gebracht.

von Eisenbahner1 - am 03.07.2013 19:25
Dresden-Hof (baubedingt wurden alle RE-Halte bedient)-Bayreuth-Nürnberg wurde schon in 4:00 Stunden bewältigt.War dann aber schon recht sportlich und für manch einen sensiblen Fahrgast grenzwertig.

René

von Zs 4 - am 03.07.2013 20:51

Gute 2 1/2 Stunden für Hof-Dresden ohne Neigetechnik sind denkbar

In der Zeit, als entsprechende Ersatzgarnituren in den IC-612-Fahrplänen fuhren, bin ich mal mit einem Zug aus 232 und 5 IR-Wagen von Nürnberg nach Dresden gefahren (damalige Halte: Bayreuth, Hof, Plauen, Zwickau, Chemnitz, Freiberg) und habe genau auf die Uhr geschaut: Fahrzeit Nürnberg-Hof 1h 57min (ca. 3 Minuten Standzeit bei Schnabelwaid, sonst flott), Hof-Dresden 2h 45min, allerdings 7 Minuten Standzeit an einem Signal vor Zwickau, also reine Fahrzeit 2:38. Da jetzt einige Abschnitte besser ausgebaut sind und wegen der höheren Leistung der elektrischen Züge ist klar, dass diese auch mit 2, 3 Halten mehr die Strecke in ca. 2:30 schaffen können (allerdings ist auch klar, dass z.B. Beschleunigung bei der IRE-Haltefrequenz nicht unendlich viel ausmacht und dass es eine eher knappe Fahrzeit mit wenig Reserven sein wird).

von GuenterM - am 04.07.2013 10:27
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