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Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
7
Erster Beitrag:
vor 5 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 5 Jahren
Beteiligte Autoren:
Guliver, Cargonaut, alfr3d, 223 061

Neue Bahn-Technikchefin kommt von BMW München (PM)

Startbeitrag von 223 061 am 22.07.2013 18:00

[www.frankenpost.de]


Da stellt sich die Frage, ob die Bahnbranche etwas von den Automobilherstellern lernen kann? Sicher sind die Rahmenbedingungen komplett andere. Dennoch kämpft auch die Automobilindustrie mit den Tücken komplexer Elektronik und mit dem Zusammenwirken mehr oder weniger ausgereifter und abgestimmter Subsysteme von verschiedenen Zulieferern.

Eins ist jedenfalls klar. Ein in Großserie produzierter Pkw wird bei den weltweit operierenden Herstellern wie BMW i.d.R. auch weitgehend nach den weltweiten Anforderungen ausgelegt. Das gleiche Auto muß also in Sibirien oder den winterlichen Alpen genauso funktionieren wie in den wüstennahen Gebieten oder im Regenwald Brasiliens. Dementsprechend testet man die Prototypen intensiv z.B. im Winter in Nordschweden oder am Berninapass und im Sommer im Death Valley.

Daß solchermaßen ausgelegte und getestete Großserien-Technik dann in Deutschland an ihre Grenzen gelangt, ist relativ unwahrscheinlich. Aber was hilft das der Bahn? Internationale Großserien mit weitgehend gleicher und unter verschiedensten Bedingungen erprobter Technik sind immer noch in weiter Ferne aufgrund der extrem national geprägten gesetzlichen Anforderungen und technischen Spezialitäten. Außerdem fehlt es m.E. an genügend Testmöglichkeiten unter Realbedingungen und oft verzichtet man in der Bahnindustrie sogar auf Prototypen, was bei am Fließband produzierten Großserien undenkbar wäre.


Gruß 223 061

Antworten:

Die Frau scheint nicht schlecht zu sein.

Wenn ich mir ihren Lebenslauf so ansehe, Maschinenbaustudium an der TU Karlsruhe mit anschließender Promotion, 10 Jahre bei Daimler-Benz, 13 Jahre bei der MTU Friedrichshafen bis hin zur Leitung eines Tochterunternehmens, 2 Jahre bei BMW als Leiterin Motorenbau kommt hier keine Managerin die nur Geld im Kopf hat, sondern eine Frau die scheinbar Ahnung von Fahrzeugtechnik hat. Hoffen wir das sie schnell die Besonderheiten der Schienenfahrzeugtechnik lernt und zu einer Besserung beiträgt.

von Guliver - am 22.07.2013 23:15
Denkt immer daran:

Fachkenntnis trübt den Blick fürs Wesentliche.

In diesem Sinn: guten Start

von alfr3d - am 23.07.2013 04:32

Re: Die Frau scheint nicht schlecht zu sein.

Zitat
Guliver
Wenn ich mir ihren Lebenslauf so ansehe, Maschinenbaustudium an der TU Karlsruhe mit anschließender Promotion, 10 Jahre bei Daimler-Benz, 13 Jahre bei der MTU Friedrichshafen bis hin zur Leitung eines Tochterunternehmens, 2 Jahre bei BMW als Leiterin Motorenbau kommt hier keine Managerin die nur Geld im Kopf hat, sondern eine Frau die scheinbar Ahnung von Fahrzeugtechnik hat.


Leider nur von Straßenfahrzeugtechnik. Ein Mann/eine Frau aus der Praxis der Eisenbahn wäre mir wesentlich lieber gewesen. Denn grau ist alle anstudierte Theorie! Die Praxis zeigt auf, was geht und was nicht.

Grüße

von Cargonaut - am 23.07.2013 08:47

Kürz doch nicht bevor es spannend wird.

Steht doch in dem Satz den du weggekürzt hast.

Zitat

Hoffen wir das sie schnell die Besonderheiten der Schienenfahrzeugtechnik lernt und zu einer Besserung beiträgt.


von Guliver - am 23.07.2013 14:54

Re: Kürz doch nicht bevor es spannend wird.

Zitat
Guliver
Steht doch in dem Satz den du weggekürzt hast.

Zitat

Hoffen wir das sie schnell die Besonderheiten der Schienenfahrzeugtechnik lernt und zu einer Besserung beiträgt.


richtig, aber wenn man einmal einen von der Praxis für sowas nehmen würde, dann wäre auch das von vorn herein da. Für was studieren denn so viele Kollegen nebenbei? DAS sind die Leute, die da hingehören.

Grüße

von Cargonaut - am 23.07.2013 14:58

Managment und Fachkenntnis

Zitat
Cargonaut
richtig, aber wenn man einmal einen von der Praxis für sowas nehmen würde, dann wäre auch das von vorn herein da. Für was studieren denn so viele Kollegen nebenbei? DAS sind die Leute, die da hingehören.

Grüße


Ich stimme dir vollkommen zu, dass Leute in Leitungspositionen fachlich Ahnung haben müssen von dem was in den unteren Ebenen gemacht wird.

Allerdings würde ich pauschal nicht zustimmen, dass jeder der fachlich sehr gute Ahnung hat und jahrelange Erfahrung im Betrieb hat per se eine gute Führungskraft abgibt.

Und da stellt sich dann mir die Frage ob es eine vergleichbar qualifizierte Person gab. Sprich jemand der innerhalb eines Eisenbahnunternehmens eine fachliche Laufbahn durchlaufen hat und dazu als Leiter eines Tochterunternehmens bewiesen hat, dass er auch diese Qualifikationen hat. Den in meinen Augen ist beides schlecht. Sowohl der Manager, der nur seine Kennzahlen sieht ohne Ahnung davon zu haben, was dahinter steckt, als auch der Fachmann, der sich in Details verirrt, aber in seiner Technikverliebtheit den Laden gegen die Wand fährt. Die gute Mischung machts und die ist leider selten.

von Guliver - am 23.07.2013 15:11
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