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Eisenbahnforum Nordostbayern
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17
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
Eisenbahner1, 403, Vierkant, Martin Pfeifer, 294-762, Stilllegungskandidat, Schwandorfer, Gradausfahrer, 223 061, Fahrdienstleiter..

Heute streikte erneut die VBG, allerdings diesmal ...

Startbeitrag von 223 061 am 19.08.2013 17:27

... nicht die Tf, sondern der DESASTRO. Ob dieser auch ungerecht behandelt wurde? ;-)

Konkret betroffen war offenbar 81107, welcher laut der Durchsagen im RE 3693 im Bahnhof Nabburg liegengeblieben war. "Die Weiterfahrt verzögert sich auf unbestimmte Zeit" hieß es zunächst. Da um diese Zeit jedoch das zweite Stellwerk in Nabburg besetzt wurde (wohl wegen der Schenker-Übergabe, die uns kurze Zeit später entgegenkam), konnte der RE 3693 wider Erwarten nach nur reichlich 10 Minuten Wartezeit gegen 08:15 Uhr über das Überholgleis in Nabburg die defekte VBG passieren. Nach einer weiteren kurzen "Störung im Betriebsablauf" wurde Schwandorf mit ca. +15 verlassen.

Weil die Neigetechnik der beiden 610er dem Vernehmen nach jedoch nicht in Betrieb war, konnte in Regensburg "der RE nach München leider nicht warten". Dennoch ging die Sache für den RE 3693 dank des Überholgleises und der Besetzung des zweiten Stellwerks sehr glimpflich aus und ich erreichte sogar noch meinen gewünschten Anschlußbus in Regensburg. Daran sieht man mal wieder, wie wichtig die Beibehaltung einer genügenden Anzahl von Überholgleisen bzw. Ausweichmöglichkeiten auf der Strecke ist.

Gruß 223 061

Antworten:

Das weißt Du und ich und eventuel so mancher Forumbenutzer.
Für die bahn ist das ein Kostenfaktor. Also weg damit nach Möglichkeit.

von Eisenbahner1 - am 19.08.2013 18:49
Servus,

im Ernstfall gibt es auch die Möglichkeit das linke Gleis auf Befehl zu befahren. So Zum Beispiel Anfang März 2011 zwischen Sulzbach-Rosenberg und Neukirchen (bei S-R) erlebt, als die Lok eines Güterzug nicht mehr wollte. Aber natürlich ist eine simple Umfahrung über ein anderes Bahnhofs-Gleis besser.

von Martin Pfeifer - am 19.08.2013 20:12
Gegengleisfahren bedeutet aber auch einen extremen Zeitverlust. Es kann ja immer nur einer fahren. Dazu die Zeit für Befehle schreiben. Auf manchen SAtrecken gibt es auch noch Geschwindigkeitsbeschränkungen. Und es verlängert sich auch meist oder oft der "Blockabstand", da Überleitmöglichkeiten fehlen.
Es bleibt auch immer ein restrisiko, da halt mit Hilffahrstraßen, Befehlen und ähnliches gearbeitet wird. Und auch dem besten passiert mal ein Fehler. Leider.

von Eisenbahner1 - am 19.08.2013 20:45
Zitat
Eisenbahner1
Gegengleisfahren bedeutet aber auch einen extremen Zeitverlust. Es kann ja immer nur einer fahren. Dazu die Zeit für Befehle schreiben. Auf manchen SAtrecken gibt es auch noch Geschwindigkeitsbeschränkungen. Und es verlängert sich auch meist oder oft der "Blockabstand", da Überleitmöglichkeiten fehlen.
Es bleibt auch immer ein restrisiko, da halt mit Hilffahrstraßen, Befehlen und ähnliches gearbeitet wird. Und auch dem besten passiert mal ein Fehler. Leider.


Richtig, die Geschwindigkeit im Gegengleis ist massiv begrenzt, wenn es keine PZB-Sicherung gibt!

von Vierkant - am 20.08.2013 15:59

Was genau ist "massiv" ? (owt)

mfg
gradausfahrer

von Gradausfahrer - am 20.08.2013 16:39

Max. 70 Km/h (owt)

owt

von Fahrdienstleiter.. - am 20.08.2013 16:46

Re: Max. 70 Km/h (owt)

Wobei das ja gerademal einer Reduzierung um 30% entspricht.

Da sind die Sturmwarnungen wesentlich schlimmer mit ihren 80 km/h statt teilweise 160 km/h, das ganze auch mal über weitere Strecken und doch relativ häufig.
Wenn ich da an meine blöde Idee denke, einmal Nürnberg-Schwandorf-Regensburg bei Sturmwarnung zu fahren... da gehen fast auf der kompletten Strecke nur 80 km/h was sich dann doch massiv auf die Fahrzeiten auswirkt.

von 403 - am 21.08.2013 11:31

Re: Max. 70 Km/h (owt)

Zitat
403
Wobei das ja gerademal einer Reduzierung um 30% entspricht.

Da sind die Sturmwarnungen wesentlich schlimmer mit ihren 80 km/h statt teilweise 160 km/h, das ganze auch mal über weitere Strecken und doch relativ häufig.
Wenn ich da an meine blöde Idee denke, einmal Nürnberg-Schwandorf-Regensburg bei Sturmwarnung zu fahren... da gehen fast auf der kompletten Strecke nur 80 km/h was sich dann doch massiv auf die Fahrzeiten auswirkt.


Versuchs noch mal. Von 160 auf 70 entspricht 30%. Die Formel für diese Rechnung will ich sehen. ;-)

Und auch bei Gegengleisfahren können lange Strecken entstehen. Beispiel: In Su.-Ro-Hütte steht Liegenbleiber auf der Einfahrweiche, so fährt der Zug zwischen Amberg und Neukirchen mit 70. Das vielleicht noch Nachmittags. Da kommt Freude auf und der Fdl versteckt sich.

von Eisenbahner1 - am 21.08.2013 15:16

Re: Max. 70 Km/h (owt)

Zitat
Eisenbahner1
Versuchs noch mal. Von 160 auf 70 entspricht 30%. Die Formel für diese Rechnung will ich sehen. ;-)


Seit wann darf auf Strecken auf denen das Befahren des Gegengleises nur mit Befehl möglich ist, mit einer Geschwindigkeit von mehr als 100 km/h gefahren werden?
Höhere Geschwindigkeiten sind doch nur bei Gleiswechselbetrieb, dem früheren Befahren des Gegengleises mit Hauptsignal und Signal Zs 6 möglich.

Oder habe ich jetzt einen völligen Denkfehler?

von 403 - am 21.08.2013 15:28

Re: Max. 70 Km/h (owt)

Zitat
Eisenbahner1
...
Und auch bei Gegengleisfahren können lange Strecken entstehen. Beispiel: In Su.-Ro-Hütte steht Liegenbleiber auf der Einfahrweiche, so fährt der Zug zwischen Amberg und Neukirchen mit 70. Das vielleicht noch Nachmittags. Da kommt Freude auf und der Fdl versteckt sich.


Servus,

echt, gibt es auf der KBS 870 jetzt schon so lange Züge, das die gleichzeitig die Einfahrweichen aus Richtung NNS und NAM belegen - und das alles unter 250 Achsen? Oder zerreißt es mittlerweile öfters einen Zug.

Ganz so dramatisch ist es meistens doch nicht. In der Richtung Amberg - Neukirchen müsstest Du schon beide Köpfe gleichzeitig blockieren, um durchgängig auf Befehl links zu fahren, ansonsten kommst Du mit einem Abschnitt davon. In der Richtung nach Amberg wäre der auf Befehl zu befahrene Abschnitt bei einer blockierten Einfahrweiche zumindest für die Triebwagen der DB Regio AG notfalls durch Rangieren in Bf NSRH zu verkürzen (falls das mittlerweile noch einfach so zulässig ist, ich habe es vor gut 10 Jahren mal erlebt). Und glaub mir, notfalls fahren die gleich SEV.

Und außerdem kommt es meistens zum Glück nicht ganz dicke...

von Martin Pfeifer - am 21.08.2013 19:46

ja Martin...

... wir wissen, daß Du der beste Eisenbahner hier im Forum bist.
Bewirb Dich doch als Fdl, die werden momentan gesucht!

Viele Grüße

Tobias

von Schwandorfer - am 21.08.2013 20:34

Re: Max. 70 Km/h (owt)

Mit der Geschwindigkeit habe ich die "normale" auf dem richtigen Gleis als Vergleich gemeint. Haben wir Aneinandervorbeigedacht. So wie Du es gemeint hast, hast DU natürlich Recht.

von Eisenbahner1 - am 21.08.2013 20:50

Re: ja Martin...

Zitat
Schwandorfer
... wir wissen, daß Du der beste Eisenbahner hier im Forum bist.
Bewirb Dich doch als Fdl, die werden momentan gesucht!

Viele Grüße

Tobias


Insbesondere in Mainz hast du gute Chancen!

von 294-762 - am 21.08.2013 21:21

Re: Max. 70 Km/h (owt)

Zitat
403
Seit wann darf auf Strecken auf denen das Befahren des Gegengleises nur mit Befehl möglich ist, mit einer Geschwindigkeit von mehr als 100 km/h gefahren werden?
Höhere Geschwindigkeiten sind doch nur bei Gleiswechselbetrieb, dem früheren Befahren des Gegengleises mit Hauptsignal und Signal Zs 6 möglich.

Oder habe ich jetzt einen völligen Denkfehler?


Seit wann wird das Gegengleis planmäßig auf Befehl befahren? ;-)

Gegenüber der alten Regelung hast du Recht, da liegt die Geschwindigkeit "nur" 30% niedriger. Mit 100 km/h hatte man aber u.U. auch schon einen großen Fahrzeitverlust. Den hat man ja weiterhin :)

von Vierkant - am 22.08.2013 11:21

Es ginge auch anders

Zitat
Eisenbahner1
Gegengleisfahren bedeutet aber auch einen extremen Zeitverlust. Es kann ja immer nur einer fahren. Dazu die Zeit für Befehle schreiben. Auf manchen SAtrecken gibt es auch noch Geschwindigkeitsbeschränkungen. Und es verlängert sich auch meist oder oft der "Blockabstand", da Überleitmöglichkeiten fehlen.
Es bleibt auch immer ein restrisiko, da halt mit Hilffahrstraßen, Befehlen und ähnliches gearbeitet wird. Und auch dem besten passiert mal ein Fehler. Leider.


Es soll da so extrem fortschrittliche Länder wie Österreich oder die Schweiz geben, wo so gut wie jede zweigleisige Strecke komplett mit Gleiswechselbetrieb ausgerüstet ist und das auch im Regelbetrieb genutzt wird.
Bei uns wird es, wo es ausgerüstet ist, auch dank zu weniger Überleitstellen (kosten ja), meist nur im Störungsfall oder wenn die nächsten 13 Stunden (sicher ist sicher) nichts entgegen kommt, der GWB genutzt.

Wobei man hier der DB Netz keinen Vorwurf machen kann, als privatwirtschaftlich organisiertes Unternehmen ist sie eben verpflichtet so viel Geld wie möglich bei so wenig Aufwand wie möglich aus dem Netz zu schaufeln. Das hat die Politik vermurkst und Eisenbahn kann man eben nicht kapitalistischen Diktionen unterwerfen, sonst macht man sie kaputt.

von Stilllegungskandidat - am 22.08.2013 11:33

Re: Es ginge auch anders

Zitat
Stilllegungskandidat
Zitat
Eisenbahner1
Gegengleisfahren bedeutet aber auch einen extremen Zeitverlust. Es kann ja immer nur einer fahren. Dazu die Zeit für Befehle schreiben. Auf manchen SAtrecken gibt es auch noch Geschwindigkeitsbeschränkungen. Und es verlängert sich auch meist oder oft der "Blockabstand", da Überleitmöglichkeiten fehlen.
Es bleibt auch immer ein restrisiko, da halt mit Hilffahrstraßen, Befehlen und ähnliches gearbeitet wird. Und auch dem besten passiert mal ein Fehler. Leider.


Es soll da so extrem fortschrittliche Länder wie Österreich oder die Schweiz geben, wo so gut wie jede zweigleisige Strecke komplett mit Gleiswechselbetrieb ausgerüstet ist und das auch im Regelbetrieb genutzt wird.
Bei uns wird es, wo es ausgerüstet ist, auch dank zu weniger Überleitstellen (kosten ja), meist nur im Störungsfall oder wenn die nächsten 13 Stunden (sicher ist sicher) nichts entgegen kommt, der GWB genutzt.

Kann man wohl unkommentiert Unterschreiben. Ist auf den Punkt gebracht.

Wobei man hier der DB Netz keinen Vorwurf machen kann, als privatwirtschaftlich organisiertes Unternehmen ist sie eben verpflichtet so viel Geld wie möglich bei so wenig Aufwand wie möglich aus dem Netz zu schaufeln. Das hat die Politik vermurkst und Eisenbahn kann man eben nicht kapitalistischen Diktionen unterwerfen, sonst macht man sie kaputt.


von Eisenbahner1 - am 22.08.2013 15:51
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