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Eisenbahnforum Nordostbayern
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vor 4 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 10 Monaten
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malo, Stilllegungskandidat, 111227-5, RR, 628 245-2, Ludwigsbahner, LVT 771, Joachim Piephans, Martin Pfeifer

LATZ

Startbeitrag von malo am 17.10.2013 16:27

Ein „Gellerla“ ist auch der „Gaaferlatz“. Die erste Latz-218 war damals 218 286, die in Weiden vorgestellt wurde. War das 1987 oder 1988? Orientrot-lichtgrau, mit „pastellviolettem Dreieck“ in der Kontrastfläche… Man kann geteilter Meinung sein. Diese Farbgebung, wie das „desain“ der „Kontrastfläche“ mit samt dem lila Dreieck waren für die damaligen späten 80er erste Spinnereien einer heute „modernen" Zeit. Wenn ich mir die Frisuren der Menschen von damals auf Fotos so ansehe, frage ich mich heute „wie konnte man…“. Schlaghosen der 70er? Irrungen und Wirrungen.

Belassen wir das Thema Farbgebung denen, die dafür viel auf der Schule gelernt haben, heute viel Geld dafür bekommen, obwohl sie kaum etwas gesellschaftlich vorteilhaftes leisten. Der Rest gehört in die Ecke „Geschmack“ des Betrachters.

Auch hier sei beobachtet: heutige Museumsloks, bzw. Privatloks bei neu gegründeten EVU´s sind bisher in altrot oder blaubeige unterwegs. Hab ich was verpasst, gibt es wo schon eine „neurote“ , „himbeer-rote“, oder doch richtig bezeichnet als „orient-rot“ , aufgearbeitete Lok?


218 001 mit einem Würzburger Eilzug unterwegs im Oberen Saaletal, unmittelbar vor Förbau. Dieser Abschnitt war damals mit Holzmasten, Zugdrähten zur Anrufschranke und gepflegten Bahndamm fast so etwas wie eine mustergültige Museumsstrecke.


218 003 unterwegs auf Höhe Hof-Döhlau. Standpunkt ist die Brücke des Fuß- und Radweges von Hof-Moschendorf hinüber nach „Deela“.


218 005 in Doppeltraktion mit einer 211. Hinten dran Kohle. Ob nun sächsischen oder schlesischen Ursprunges, weiß ich nicht mehr. Ich denke, es war sogar ein Sonntag nachmittag, und in jedem Fall schon in der Nachwendezeit. Der Schwingener Einschnitt ist auch heute noch ein beliebter Fotostandpunkt.


218 007 verlässt nach einem Halt am Hausbahnsteig den Bahnhof Oberkotzau in Richtung Süden. Heute schaut vom Kirchturm wohl gar nichts mehr über das Grün hinaus.


218 010 zwischen Oberkotzau und Martinlamitz. Liegt der ehemalige Posten Fattigau nun unten im Tal, oder hier links oben? Oder sehen wir den ex „Fattigsmühle“? Beide Postenhäuser stehen heute noch. Die Wellblech-F-Bude ist natürlich längst nicht mehr vorhanden.


Zeitig früh in Oberkotzau. Es „wimmelt“ mit V100. Eine Lz will nach Hof, und hinterm Eilzug, oder gar Schnellzug?, wartet auch noch eine Lok.


An der „Hefn“ in Oberkotzau konnte man von nachmittags bis abends gut fotografieren. Heute wird mit dem respektablen Fabrikgebäude nicht mehr so viel fotografisch los sein. Sei es der Zustand der Immobilie selbst, oder auch der Bewuchs im Bildvordergrund. Die Gleise sind weitgehend entfernt und der Bewuchs kämpfte sich nach vorne…


Wie 218 310 nach Hof, bzw. Regensburg kam, weiß ich im auch nicht mehr. Normal tippe ich auf Nachwende-bedingt. Um 12.35 Uhr war in Hof höchstens der Stuttgarter Eilzug, ein Zugteil zum Görlitzer Schnellzug, gekommen, der durchaus mal mit BDm an der Spitze glänzte. Links sieht man noch zwei Grenzer zu ihren Stützpunkt gehen.
Allenthalben Frühjahr 1990 könnte möglich sein, da hier nur pro Forma Grenzpersonal bis Oktober 1990 noch vorhanden war.


Immenreuth wird von 218 383 und einem Interregio-Vorläufer durcheilt. Man zähle die Waggons… 218 383 kam ab 1990 nach Regensburg, um im gestiegenen Verkehr mitzumischen. In den Bereich über Marktredwitz hinaus, kam ich früher kaum. War es doch in der Oberpfalz, und noch dazu das Revier von Gerald ;-)



Nochmals die 383, diesmal im Nahverkehr Hof – Bad Steben, mit Steuerwagen am Zugschluss. Würde ich heute das Bild nochmals machen, die Fichte im Vordergrund wäre zuvor entfernt worden.
Ob die meisten von euch wissen, warum das EG von Stegenwaldhaus so weit weg, bzw. erhöht zu den Gleisen da steht? Im Zuge des Reichsautobahnbaues mußte die Trasse tiefer gelegt werden….

malo

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Top

von LVT 771 - am 17.10.2013 16:53
Sehr schön. Preßhefe, Immenreuth und Stegenwaldhaus besonders schön!

Aber hier Vorsicht, malo:

Zitat
malo
Belassen wir das Thema Farbgebung denen, die dafür viel auf der Schule gelernt haben, heute viel Geld dafür bekommen, obwohl sie kaum etwas gesellschaftlich vorteilhaftes leisten.


Bestimmst Du also, was "gesellschaftlich vorteilhaft" ist? Sehr schillernd, und sehr gefährlich ... Damit kannst Du ganze kulturelle Bereiche schmähen und als überflüssig, ja schädlich etikettieren, da sie der Gesellschaft ja "nichts bringen". Ist Eisenbahnfotografie übrigens "gesellschaftlich vorteilhaft"? Sind nicht diejenigen. die protzige SUV und Nobelkarossen entwickeln und fertigen, auch mit "gesellschaftlich unvorteilhafter" Arbeit beschäftigt?

Solche Grenzziehungen von Wert und Unwert verengen die Vielfalt einer Gesellschaft und führen in Sackgassen. Und zum Thema "viel Geld": im Kultur-und Medienbereich werden die Niedrigverdiener, Dauerpraktikanten und mit Zeitverträgen Abgesteisten die wirklichen Top-Verdiener wohl um ein Vielfaches übersteigen.

Gruß,
Joachim

von Joachim Piephans - am 17.10.2013 16:58
Servus,

auch für diesen orientroten Teil ein herzliches Vergelt's Gott von mir, auch für die Ganzen Details zu den Bildern, z.B. Stegenwaldhaus.

von Martin Pfeifer - am 17.10.2013 17:23

Übern Teich

Joachim,

ich schau grad wieder mal arg übern Teich rüber zu diesen Anhängern der tea-party...
Und die wollen ja alles abschaffen. Deregulieren!
Ungarn kreidet man an, das dort der neue Obmann umher regulieren will.

Frage: in wessen Augen macht er da was richtig, in welchen falsch?

Es wird mir auch in D zuviel auf die manipulierten Massen eine Glocke übergestülpt.
Und Medien plären mir im Gleichschritt was toll ist und zu sein hat.
Da ist mir das beständige umhergefriemele mit Farbkonzepten auch so etwas, was da rein passt. Najbrt I ist so eines. Najbrt II ist reduziert.

Ob da demokratisch Mehrheiten befragt werden, wenn man z.B. an einem Betrieb, der anno dazumal aus Volksvermögen bestand, Hand angelegt wird, und ob das Erscheinen dann vorteilhaft ist oder nicht?

Evtl. sind wir Eisenbahnfans auch hier nur nostalgisch veranlagt. Oder weil ostalgisch belastet, dem Wesen der Drüberstülperei grundsätzlich mit einem Nein vorbelastet.
Das ist mir zu kompliziert.

Was aber immer mehr in Mode kommt, irgendwio was zu entschärfen...
Es könnte ja der OBRIGKEIT aufstoßen!


malo

von malo - am 17.10.2013 17:28
Hallo Markus,

klasse, mal was mit ausschließlich 218er. inkl. null Serie. Und dazu noch alte Bekannte, die auch ich zwischen Nürnberg und Hof quälen oder auch mal loben durfte.

von Ludwigsbahner - am 17.10.2013 17:40
Dankeschön Markus fürs Zeigen!

Ich kann nur sagen: wenn ich heutzutage in Oberkotzau aus dem Stellwerksfenster schaue, würd ich mir die Gleisanlagen wünschen, die du auf deinen Bildern zeigst... einfach geil!

Gruß
Jan

von 628 245-2 - am 17.10.2013 17:41

Tolle Bilder und ?

Schöne Bilder von der guten alten Bundesbahn mit sauberen Bahnanlagen und richtigem Fernverkehr.
Das tut weh wenn man daran denkt wie die Gleis- und Bahnhofsanlagen heute oftmals aussehen.

Was ist eigentlich mit dem Spirituosenfabriksgelände in Oberkotzau? Waren da mal Wohnungen drin? Zumindest wurden neue Kunststofffenster reingesetzt, die aber ausgeschlagen wurden, was nicht auf das beste Publikum dort schließen lässt.

Dann ist ja dahinter ein ehem. Lokschuppen (?), der komischerweise ein oder zwei neue Fenster erhalten hat, die natürlich mittlerweile auch eingeschlagen sind. Sollte da was erneuert werden und man hat abgebrochen oder welchen Sinn hatten die neuen Kunststofffenster? Das Gebäude wird wohl auch irgendwann in sich zusammenfallen.

von Stilllegungskandidat - am 17.10.2013 18:58

Re: 218 382 und 218 383

Servus !

...218 382 u 218 383 kamen zum Fahrplanwechsel im Mai 1989 nach NRH...
...weil 217 001 und 217 002 kurz zuvor zur 753 wurden und damit überwiegend für andere Zwecke im Einsatz waren ;-)...

...ansonsten sehr geil und etwas kann ich mir jetzt nicht verkneifen: siehe da, es gab auch vor den Russen Güterverkehr in Franken und der Oberpfalz ;-)...

Pfiats Eich
Oli

von 111227-5 - am 17.10.2013 20:35

Schee ...

... leider habe ich damals die anbrechende Zeit der Lätze als Anlaß für eine längere Auszeit genommen. In der Retrospektive natürlich ein Fehler, aber so wie man heute halt bei Najbrt-I den Finger vom Auslöser läßt - sollte man doch .... ? Trotzdem gibt´s im Schrank ein paar Diakästen mit Lätzen, nichts digitalisiert. Das wird aber noch kommen.

Kommt jetzt altrot ?

Gruß Robert

von RR - am 17.10.2013 22:11
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