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Eisenbahnforum Nordostbayern
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vor 4 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 7 Monaten
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223 061, nix mehr, Oberfranke, Gradausfahrer

Elbtalumleiter II, und was zu Selb-Plößberg - As

Startbeitrag von nix mehr am 03.12.2013 15:51

Servus,
ehern Mau war es heute. So wie nachmittags der Sonne um 15 Uhr gar völlig die Luft ausging, sprich das Licht im Much absoff, so war wohl auch den Zügen die Lust vergangen zu fahren. Man wartete… Der gestrige Schlunz und meine Befürchtung sollten recht behalten. Das war nüscht! Der geneigte Ludmilla-Fan hatte heute nicht all zu viel von dieser Veranstaltung.
Ging es früh zeitig um kurz nach achtn von der Türe hinaus zum Auto kratzen, wir hatten -5°C, zeigte sich der Himmel rosa-grau bis türkis in seinem Schlunz. Normal sollte man da sofort umdrehen und daheim den Bettfedern noch etwas Gesellschaft leisten.

Zwei Bilder der Heimat auf dem Fahrtwege gen Cheb: Im Dörfchen Braunersgrün aufgenommen. Ganz hinten etwas links der Mitte der Dylen (Tillenberg). Auch da: [de.wikipedia.org]


Nur ca. ein Kilometer weiter, oberhalb Thiersheim (im regionalen Dialekt.: „Däjaschn“) , der Dylen unweit links der Kirche zu Thiersheim. Die zwei Windräder am Schacht bei Arzberg. Ganz hinten links die Erhebungen um den Kaiserwald, mit vorgelagertem Zelena Hora (Grünberg) auch hier: [de.wikipedia.org]), unweit Pomezi nad Ohri (Mühlbach/Eger). Damit liegt genau fest, wohin die Reise geht.

Kollege moki hatte schon informative Vorarbeit aus Richtung Zwickau/Plauen gelegt. ITL war mit zwei Hütten unterwegs. Sogar einen vollen Zug. Doch sind diese Loks nicht gerade mein Interessengebiet. Da man nun schon unterwegs ist, macht man halt mit. Dias für den Tausch, und Dateien für den, der es später im Archiv seiner Festplatte mag.

Am Posten 50, Großer Teich, unweit der ehemaligen Grenzkontrollstelle:

Der bunte Kistenzug rollt zu Tale. Die Sonne hatte es gerade so geschafft. Jungs, der Standpunkt wird im Sommer 2014 völlig verwachsen sein. Es war definitiv die letzte Aktion an diesem Motiv. Wer weiß, ob hier überhaupt noch Züge in Jahren fahren werden, falls mal wieder einer den Bahndamm vom Wildwuchs befreien sollte.


In Vojtanov schon mal die erste Versammlung der Meute. Der Cargonautus und Tino, und ein tschechischer Kollege gesellten sich hinzu.

Ein Bildchen für Joachim und den Zeugen jener Baureihe.

Man munkelt schon von Abbestellung der Verkehre ob zu viel beförderter warmer Luft… Ob es das dann in Zukunft war? Vielleicht macht ja wer eine Fernbuslinie auf, wenn denn Lücken zwischen all den Gigalinern auf naher Europastraße zu finden sind…

Die telefonische Ankündigung aus Richtung Zwickau, das schon auf der Magistrale ein weiterer Zug, mit Ludmillen sogar, unterwegs ist, lies uns nun hoffen.


Ich fuhr ehern lustlos nach Frantizkovy Lazne.

Beim Auslösen zu diesem Bild die Gedanken an eine Zeit vor knappen 20 Jahren, als hier eine 218 mit zwei IR-Waggons den umgeleiteten „Karola“ spielte.

Blick ins Archiv:

218 212 am 13.Oktober 1994 mit dem D366.

Auf zum Egerer Viadukt! Wollte doch das gestrige unbedarfte Bild verbessert werden. Bei Ankunft am Motiv wars sogar gnädig heller geworden. Die Vormeldungen der Hobbygenossen nördlich Bad Brambachs waren weiterhin positiv. Doch wer macht heute die Rechnung ohne die Unwägbarkeiten nicht mehr vorhandener Personale? Es blieben für uns nur Vermutungen. Aber es wird wohl am Lotsen gelegen haben. Und dessen Erscheinen am richtigen Ort. Ob er von Cheb nach Vojtanov mit den zu begleitenden Zügen pendelt. Oder auch als Fahrgast mit der Vogtlandbahn, werden wir nicht mehr feststellen. Sparen ist die Devise! Ob am richtigen Ende sei dahin gestellt.

Um 12 Uhr zog ich doch frustriert vom Viadukt von dannen gen nadrazi Cheb. So war es möglich den droben in Vojtanov aktuelle Kunde von hier zu geben. Alles war war: das einzig vorhandene dispecerka-Pärchen 363.5 rollte mit einem Autozug in Richtung Tirsnice raus. In den Gleisen noch eine „Wand“, ein voller Autozug, und nochmals zwei bunte Kisten. Die beiden grauen ITLer entweder schon retour gen Norden, oder irgendwo im südöstlichen Bereich des Bahnhofes versteckt. Es sah also nach recht ruhigen Betrieb aus.
Dafür hatte ich eine stressfreie Brotzeit im Imbiss des Bahnhofes bei chlebicky und turecka kava. Anschließend folgte Bergfahrt zum Rest der Truppe nach Vojtanov.


Wenigstens gab es für mich noch ein Standbild im Bahnhof. Doch das hatte ich von der letzten Umleitung im vergangenem Winter besser.
Noch eine gute Weile wartete man verstreut in der Wiese stehend auf die Dinge die da nicht kamen. Ich brach damit ab und fuhr über Hazlov und As heimwärts.

Recherche zur Strecke Selb-Plößberg – As: an besagter Brücke der Umgehungsstraße tat und tut sich NICHTS!

Sind hier irgendwo welche, die noch immer glauben, im Dezember 2014 fährt hier ein PESA? Na dann muß ab dem Frühjahr hier mehr als tüchtig geklotzt werden, um rechtzeitig fertig zu werden. Meine Prognose: bewußte Verschleppung des Themas. Das wird nüscht!


Archivbild von ca. März 1985. Hummel T669 0064 auf den Rückflug nach Sokolov. Unweit der jetzigen Trennstelle durch die Straße.

malo

Antworten:

Sehr fein!

Servus,

interessant und kurzweilig - vielen Dank für den Bericht!

Mfg
gradausfahrer

von Gradausfahrer - am 03.12.2013 16:31

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Zitat
malo
Recherche zur Strecke Selb-Plößberg – As: an besagter Brücke der Umgehungsstraße tat und tut sich NICHTS! Sind hier irgendwo welche, die noch immer glauben, im Dezember 2014 fährt hier ein PESA?



Die Zweifel ergeben sich nicht nur bezüglich der Streckenreaktivierung.

Auch um die PESA Link ist es in Deutschland verdächtig ruhig geworden. Nachdem ein Triebwagen im Farbkleid der Oberpfalzbahn im Frühjahr etliche Testfahrten absolvierte, sieht und hört man hierzulande nun seit langem überhaupt nichts mehr von den Triebwagen.

Dafür kann es zwei mögliche Gründe geben:
- Entweder waren die Testfahrten in D so erfolgreich, daß man die Zulassung schon so gut wie in der Tasche hat und gar keine weiteren Testfahrten mehr notwendig waren.
- Oder man hat so viele unerledigte "Hausaufgaben" von den Testfahrten mit nach Hause genommen oder vom EBA zugesandt bekommen, daß die Durchführung weiterer Testfahrten in D bisher gar nicht sinnvoll war.

Mein Bauchgefühl und die Erfahrung der letzten Jahre mit anderen Baureihen sagt mir, daß eher Letzteres der Grund dafür sein könnte, daß die Triebwagen sich so rar machen? Eigentlich sollte die Auslieferung an die Oberpfalzbahn ja bereits in der ersten Jahreshälfte 2014 beginnen.


Gruß 223 061

von 223 061 - am 03.12.2013 20:06

Regio Shark

Hallo,

oder hat PESA mit der derzeitigen Auslieferung der CD-Ausführung des Tw alle Hände voll zu tun?

Was sollte eine Regierung in D, bzw. in Brüssel, mit ÖPNV?
Man schneidet sich NUR ins eigene Fleisch. Zuverlässig sprudelt immer die Mineralölsteuer... Je mehr der Bürger mit der Karre fährt, je mehr er vom Wohnort zur Arbeit pendeln muß, desto besser! Und zum Einkaufen raus an den Autobahnzubringer in die grell erleuchteten Konsumtempel auf der grünen Wiese!
Und olle Kreil aus Selb wollte seine Innenstadt "attraktiv" machen...
Mit was? Der Leerstand ist die PKW-Flucht an den Stadtrand.

Eine Eisenbahn, wie altmodisch.

Nee, das passt doch gar nicht ins Farbkleid der Parteien.
Der Individualverkehr muß gefördert werden!
Und so schauts auch leider mit der Höllentalbahn aus. Gras wächst wieder drüber über all die wirren Gedanken einer Reaktivierung.

Und die Münchner Olympiabewerbung hat gezeigt, zu viel Bürgerbeteiligung ist GIFT für die "Politik". Seehofer wird wissen, wie das zukünftig wieder zu vermeiden ist.


malo

von nix mehr - am 03.12.2013 20:48

Re: Regio Shark

Zitat
malo
... oder hat PESA mit der derzeitigen Auslieferung der CD-Ausführung des Tw alle Hände voll zu tun?



Naja, die Mitarbeiter, die mit der Serienfertigung beschäftigt sind, sind typischerweise nicht die gleichen, die sich mit Konstruktion, Entwicklung, Test und Zulassung befassen. Im übrigen erscheinen die 31 Stück für die CD, die über einen Zeitraum von 1,5 Jahren ausgeliefert werden, nicht eben viel, wenn man sich im Vergleich den mit der DBAG geschlossenen Rahmenvertrag ansieht.

Im Juli 2014 soll jedenfalls der erste Triebwagen an die Oberpfalzbahn geliefert werden, die anderen folgen dann bis September 2014. Ich bin gespannt, wie das EBA dazu steht ...


Die derzeitigen VBG-Desiro jedenfalls kommen als Not-Ersatzlösung nicht in Betracht, denn die sind ab Dezember 2014 bereits in Ostsachsen neu verplant.

Gruß 223 061

von 223 061 - am 03.12.2013 21:05

Re: Regio Shark

Stand nicht im EK online zu lesen, dass auch die DB den Shark bestellt hat? Damit dürfte die Marschrichtung in Sachen des Fahrzeugs klar sein. Wenn der gewollt ist, dann kommt der auch. Ich hoffe aber auch, dass dies ebenso für Selb-As gilt......

Gruez Euch!

von Oberfranke - am 04.12.2013 06:52

Die Hai-Bestellungen und der "Ramses"

Zitat
Oberfranke
Stand nicht im EK online zu lesen, dass auch die DB den Shark bestellt hat?



Ja. Die DBAG hat einen Rahmenvertrag mit PESA über bis zu 470 Triebwagen LINK I-III abgeschlossen. Bisher wurden daraus nach meinem Kenntnisstand abgerufen: 20 Zweiteiler und 16 Dreiteiler für das Sauerlandnetz sowie je 1 Einteiler und 1 Dreiteiler zu Vorführungs- und Zulassungszwecken. Beim Zweiteiler verlässt man sich bezüglich der Zulassung auf die Oberpfalzbahn, die als erstes im Dezember 2014 mit ihren Triebwagen an den Start geht (bzw. gehen will).



Zitat
Oberfranke
Damit dürfte die Marschrichtung in Sachen des Fahrzeugs klar sein. Wenn der gewollt ist, dann kommt der auch.



Wie meinst Du das? Daß der Herr Müllermeister solange politischen Druck macht, bis die Zulassung kommt? Das hat auch beim Talent2 nur sehr bedingt funktioniert, obwohl der gewollt war. Und außerdem weiß man ja noch gar nicht, ob der "Ramses" überhaupt Verkehrsminister bleibt. ;-)


Gruß 223 061


PS: Zu Selb-Asch wäre noch anzumerken: Selbst wenn die "deutschen" Haie ihre Zulassung bekommen, ist noch lange nicht sicher, ob die CD-Haie (welche ja die Zusatzforderungen des EBA, z.B. Führerstandstüren nicht erfüllen) per Sondergenehmigung bis Hof dürfen. Auch hier gilt allein das Prinzip Hoffnung.

von 223 061 - am 04.12.2013 18:15

Die Türen

Servus 223 061,

was ist an den Türen? Warum braucht die ein dt. Fst, bzw. ein in D zugelassener Tw?
Soll wenn Gefahr in Verzug ist, der Tf dies rechtzeitig erkannt hat und den Mut, zu springen, das er raus kann von seinem Arbeitsplatz?

Da fahren Nohab in Norwegen, denen hat man damals bei der Konstruktion eine Tür vom Fst eingespart. Wohl um eine knautschfestere Kabine bei Remplern in Schneewehen und Lawinenabgängen zu geben. Evtl. auch eine gewisse bessere "Isolierung" gegenüber der doch extremeren Witterung im Norden.

Hängt man sich seitens des EBA also an einer abweichenden Ausführung, hier die Tür auf. Wie man da schon nicht herging, die Türen bei diversen Neubau-Elloks, die ehern zur Lokmitte liegen, zu bemängeln. "Fluchtweg für den Tf zu lang"...

Hoffentlich ist der Scheißpapierrollenhalter im Lokus des tschechischen Tfz nicht auch noch wo anders angeschraubt als in den späteren DB-Baureihen... Sonst müssen am Ende noch Beamte des EBA zum Test-Kacken anrücken!


malo

von nix mehr - am 04.12.2013 18:48
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