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Eisenbahnforum Nordostbayern
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212 060-8, Ilztalbahner

Passauer Hochsommer 2014, Teil 1 (26 Bilder)

Startbeitrag von Ilztalbahner am 10.08.2014 10:36

Einen schönen Sonntag allerseits,
es ist mal wieder an der Zeit, die letzten Wochen rund um Passau Revue passieren zu lassen.


Diesmal müssen wir ein wenig weiter ausholen: Im Juni war ja, wie schon in meinem letzten Rückblick mehrmals gezeigt, die 111 039 eine Zeit lang westseitig im 440-Ersatzverkehr nach Passau tätig. An diesem heißen Nachmittag tat das Plätzchen im Schatten gut, als die Berge an mir vorbeizogen.


Da mittags ein privater Schotterzug nach Blindham aufgebrochen sein sollte, legte ich mich im Anschluss auch noch im Wolfachtal auf die Lauer, wo mich nach nur wenigen Minuten (das Schattenplätzchen hätte es hier also gar nicht zwingend gebraucht) die V65 der Staudenbahn mit einem geschlossenen Wagenzug erfreute.


Ein paar Tage später sollten die Kollegen von den PEF wieder im Schotterverkehr unterwegs sein, weshalb ich mir die Zeit nahm, zuvor noch ein wenig bei Hausbach zu warten, wo kurz hintereinander zuerst die DAV...


… und dann der Integro-Kessel flussaufwärts gerollt kamen. Als die 363 815 dann auch durch getuckert war, ging es hinterher an die Nebenbahn.


Leider erwies sich der Wettergott bei der ersten Leerfahrt als wenig fotografenfreundlich und legte eine kapitale Wolke über fast die gesamte Strecke. Erst in den frühen Abendstunden, zur zweiten Leerfahrt war das Kapitel Fotowolke kein Thema mehr.


Unmittelbar nach Ankunft ging es mit der ersten vollen Ladung dann zurück gen Vilshofen. Da heuer an fast allen Fotomotiven Mais angebaut wurde, dürfte es fortan bis Oktober schwierig werden, hier hinten noch was anständiges zu machen.


Am Wochenende gab es dann kaum Gelegenheit für Bilder, aber der Rotti mit der 218 426 musste dann zwischendurch doch kurz mal sein.


In der neuen Woche war die DB dann nicht auf der Schotterbahn, so rollten die Schweizer am Montag schon um 9 Uhr durch Plattling. Als ich am Nachmittag dann mal schauen wollte, ob noch ein Bild von der Rückfahrt herausspringen könnte, brach die V65 mit ihrem Zug in genau diesem Moment erst in Vilshofen auf, weshalb ich sie dann drei Minuten später schon den Berg herauf kriechen sehen konnte, als ich am Fotopunkt bei Zeitlarn ankam.


Am Dienstag ging es sich zeitlich dann endlich mal wieder ideal für den Hengersberger Holzzug aus, an dessen Spitze sich zu meiner Freude die 294 778 austobte.


Gut, die Verfolgung gestaltete sich mal wieder sehr sakral...


Auch hier an der Halbmeile dürfte das Motiv für den Sommer wohl mittlerweile längst vermaist sein...


Am Folgeabend wurde das heuer nicht bearbeitete Feld am Kachlet aufgesucht, nachdem die Gebrüder Weiss 1116 mit dem Gemischten aus Linz in Passau eingefahren war...


… und weil mich zudem die Nachricht aus der Lz nach Passau eilenden 232 367 erreichte, dass diese aufgrund von 185-Mangel einen Getreidezug abholen käme.


Weil das Licht immer schöner wurde, blieb ich fast bis Sonnenuntergang an Ort und Stelle. Als Tagesabschluss gab es dann diesen fotogenen Privaten auf dem Weg in die Nacht.


Auch wenn Schalding nicht mehr planmäßig von der DB im Einzelwagenverkehr bedient wird – lockt ein lukrativer Ganzzug, macht man aber wohl gern mal eine Ausnahme. Mit den Leerwagen eilt die 294 826 wieder zurück nach Plattling – natürlich erst 10s zu spät für die Spiegelung in der an sich recht ruhigen dahinfließenden Donau...


Zum Ende der Woche durfte die Passauer V60 mal wieder Ilztalluft schnuppern – mit dem Speisewagen im Gepäck traf sie auf dem Weg nach Freyung an der Ilzbrücke auf ein kleines Sonnenloch.


Als es zum Sonnenuntergang wieder heim ging, genossen die Fahrgäste (ebenso wie wohl viele Waldkirchener) die tiefe Abendsonne im Gesicht bei einem kühlen Bier.


Es waren Großkampftage für die Ilztalbahn, schon rollt nämlich der nächste Zug an. Für die in Passau hergerichtete 216 224 ging es (wenn auch optisch noch inkognito) auf Lastprobefahrt nach Freyung. Für das Motiv an der Kachletbrücke wurden ein paar leere Fahnenmasten, die über die Lok raus ragten, digital entfernt.


Im Ilztal angekommen, war der Anblick des Zuges unten am Fluss eine wahre Freude. So sehr auch mir der blau-beige Lack gefallen hätte, spätestens jetzt dürfte wohl klar sein, dass die Lok in ihrem neuen Farbkleid einfach besser zu den IGE-Wagen passt. Unterhalb der Lok wurde am Ostufer ein Busch entfernt um die Spiegelung der 216 komplett zu haben.


An der Köpplmühle stillten die Kühe zwar lange Zeit recht fotogen ihren Durst, entschieden sich aber dann leider drei Minuten vor Zugdurchfahrt, den restlichen Vormittag im Schatten zu verbringen...


Natürlich durfte ein Bild mit Heimatdorf nicht ausgelassen werden.


Wenig später ist dann Freyung auch schon in Sicht, und auch wenn die 216 den letzten steilen Anstieg noch vor sich hatte, konnte man jetzt getrost schon von einer gelungenen Probefahrt sprechen.


Im Endbahnhof gab es dann erst mal einen lokalen Pressetermin für die Lok und eine üppige Brotzeit für die schwitzenden Eisenbahner, ehe unter mittlerweile aufgezogenen Gewitterwolken dann am frühen Nachmittag die Rückfahrt startete. Oberhalb von Wotzmannsreut hatte man Karlsbach bereits hinter sich gelassen, als die Bauern eiligst versuchten, die letzten Erntereste vor dem drohenden Regen zu retten.


Der Zug hingegen schien bei Mayersäge auch auf der Flucht vor dem Donnergrollen und dem schon in der Luft stehenden Niederschlag zu sein.


Bei Hauzenberg habe ich dann die Höhe des Maises (fast) unterschätzt, nachdem ich am Sonntag zuvor vom Zug aus extra nochmal geschaut hatte. Kaum zu glauben, wie schnell das Zeug wächst - eine Wagenlänge später auszulösen wäre der eigentliche Plan gewesen... Gefährlicher als der Mais war aber die Fotowolke, die sich gerade noch rechtzeitig verzog...


Zum Abschluss dann noch ein eher landschaftslastiges Bild ins Ilztal mit Blick bis zum Rachel, nachdem kürzere Züge hier ja doch zu verloren wirken.

Was wurde während der Aufarbeitung beim Antizipieren möglicher kritischer Reaktionen auf die Lok von den üblichen Nörglern gelacht. Manche Leute können und wollen einfach nicht akzeptieren, dass das Ziel dieser Aufarbeitung nicht zu 100 Prozent historische Authentizität war – eine individuelle Note in der Optik, die die Lok dann doch von einem ehemaligen DB-Fahrzeug unterscheiden soll, muss dem neuen Besitzer einfach zugestanden werden.


Soviel zum ersten Teil. Der zweite (noch größere) folgt sofort.
Viele Grüße vom

Antworten:

... wieder mal ein Traum! Danke für deine Bildergeschichten!

von 212 060-8 - am 13.08.2014 20:37
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