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Eisenbahnforum Nordostbayern
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Ab Mittwoch stehen die Räder wieder still

Startbeitrag von Bimmelbahnfan am 04.11.2014 16:36

Langsam nervts dann doch:

[web.de]

Antworten:

Was Mehdorn nicht schaffte, vollbringt die GDL.

von Eisenbahner1 - am 04.11.2014 17:29
Hab gerade 2 Zugtickets für meine Frau am Wochenende storniert. Jetzt fahren wir halt mit dem Auto...
Einen Kurztripp nach Berlin in 2 Wochen werde ich nun ebenfalls mit dem Auto unternehmen - mit der Bahn ist es mir zu unsicher. Am Ende sitze ich in der Bundeshauptstadt und komme nicht mehr zurück. Eigentlich wollte ich ja per Schiene dorthin...
Ansonsten erspare ich mir hier weitere Kommentare.

von PeterP - am 04.11.2014 17:49
Da kann ich nur voll ganz zustimmen, es nervt. Ich habe inzwischen auch kein Verständnis mehr für die Streiks. Es artet einfach aus und ich finde Weselsky überschreitet mit dem Ausmaß der Streiks langsam die Grenze des Zumutbaren für die Fahrgäste. Die Machtspielchen die auf Kosten der Bahnfahrer ausgetragen werden sind einfach unerträglich. Wenigstens funktioniert der Ersatzfahrplan relativ gut...

von Pendler_NKU - am 04.11.2014 17:49
Servus.

Und bitte nicht vergessen: es gibt auch Tf die nicht der GDL angehören. Weitere Anmerkungen erspare ich mir ebenfalls.

Mfg
Gradausfahrer

von Gradausfahrer - am 04.11.2014 20:16
Zitat
Gradausfahrer
Servus.

Und bitte nicht vergessen: es gibt auch Tf die nicht der GDL angehören. Weitere Anmerkungen erspare ich mir ebenfalls.

Mfg
Gradausfahrer


Servus !

Ganz genau ;-).

Außerdem: auch wenn es die GDL-Führungetage aufs Schärfste dementieren dürfte: es gibt auch GDL-Tf, welchen das Ganze langsam zu dumm wird.

Weitere Kommentare, wie erwähnt, absolut sinnlos.

Pfiats Eich
Oli

von 111227-5 - am 04.11.2014 20:25
Zitat
111227-5

Außerdem: auch wenn es die GDL-Führungetage aufs Schärfste dementieren dürfte: es gibt auch GDL-Tf, welchen das Ganze langsam zu dumm wird.
Weitere Kommentare, wie erwähnt, absolut sinnlos.


Genau. Und ich hoffe, dass es langsam (oder besser schnell) immer mehr werden.
Sonst auch keine Kommentare - das wäre Buchstabenverschwendung ;-)

von nvf - am 05.11.2014 16:32

Der kleine Diktator...

...scheint langsam größenwahnsinnig zu werden?
Und die Gewerkschaftsmitglieder, die dieses Trauerspiel mitmachen und streiken, schaden sich mittelfristig doch nur selber.
Da bleibt garanitert was zurück, bei Fahrgästen und Frachtkunden, auch bei den Bestellern von Nahverkehrsleistungen. Wird natürlich keiner zugeben.
Und wenn wieder mal eine Ausschreibung von der DB verloren wird, ist das Geschrei bei den Betroffenen (das sind i.d.R. die, die heute streiken) wieder mal riesengroß.
Da hilft nur eins: Nicht mitstreiken und aus der Gewerkschaft austreten.
Und sollte W. seinen Job verlieren, kann er ja mal bei Fernbusunternehmen anfragen. Denn diese ganze wahnwitzig-größenwahnsinnige Aktion ist die Beste und KOSTENLOSE!!!! Werbeaktion für die Bahn-konkurrenz mit ihren Fernbussen.

Das System Bahn (EVU ist egal dabei) wird leider so immer unkalkulierbarer. Die DB hat doch eine große Rechtsabteilung, mich würde wundern wenn gegen diese schwere Geschäftsschädigung (die man auch als Sabotage bezeichnen kann) keine Rechtsmittel gäbe???
W. Schadet damit auch den Gewerkschaften insgesamt, denn mit dem hohen Gut des Streikrechts hat das nix mehr zu tun.
Zum Kotzen!

PS: Mein Brutto Grundlohn liegt trotz Facharbeiter-Ausbildung und jahrelanger Berufserfahrung bei €8,50/Std. Auch wenn es bei diesem Streik überhaupt nicht um Löhne geht: Bei welcher lohntechnischen Hausnummer muss man denn bei einem Tf ausgehen? Wird da nicht auf ziemlichen hohem Niveau gejammert?

von der-mit-leser - am 05.11.2014 17:50

Re: Der kleine Egoist...

...ärgert sich, daß SEIN Zug ausfällt, den er mit den paar Euro fünfzig für seine Fahrkarte persönlich gekauft hat - inklusive Personal.

Zitat

Das System Bahn (EVU ist egal dabei) wird leider so immer unkalkulierbarer.


Im Vergleich zu dem, was sonst so bei der Eisenbahn abgeht (Unwetterwarnungen mit Vmax 80, keine rechtzeitigen Fahrzeugzulassungen, erhöhter Fahrzeugschadstand, Personalmangel, etc...) sind die paar Tage Streik (und im Vergleich zu anderen Arbeitskämpfen war das bislang wirklich noch nicht viel!) höchstens ein paar Tropfen in das riesige Kundenvergraulfaß, das die Eisenbahn seit Jahren auffüllt. Die Medien schlagen nur dieses Thema aktuell entsprechend aus.

Zitat

Die DB hat doch eine große Rechtsabteilung, mich würde wundern wenn gegen diese schwere Geschäftsschädigung (die man auch als Sabotage bezeichnen kann) keine Rechtsmittel gäbe???


Wenn der Streik wirklich unverhältnismäßig wäre, wie ständig von irgendwelchen Leuten behauptet wird, hätte man doch schon längst Rechtsmittel eingelegt.

Zitat

W. Schadet damit auch den Gewerkschaften insgesamt, denn mit dem hohen Gut des Streikrechts hat das nix mehr zu tun.


Wieso hat das nichts mehr damit zu tun? Streiken darf man nur solange, wie kein Otto-Normalbürger einbußen hat? Oder nur maximal 2 Tage im Jahr? Und wenn der Arbeitgeber dann nicht mag, dann mag er halt nicht?
Ich würde eher sagen, daß das Vorgehen bei anderen Tarifauseinandersetzungen, wo man im Prinzip mit einer Nullrunde abschließt, das dann auch noch feiert und letztlich der Gewerkschaftsboß einen schönen Posten bekommt mit echter Gewerkschaftsarbeit nichts mehr zu tun hat.

Zitat

PS: Mein Brutto Grundlohn liegt trotz Facharbeiter-Ausbildung und jahrelanger Berufserfahrung bei €8,50/Std.


Und wenn es jetzt eine Gewerkschaft gäbe, die das ändern wollen würde, würdest Du auf den Arbeitskampf großzügig verzichten, weil es ja andere Berufe gibt, die noch weniger Geld bekommen?

Wer Lust hat, ein wenig zu lesen: [www.nachdenkseiten.de]

Viele Grüße

Tobias

von Schwandorfer - am 05.11.2014 18:32

Unabhängige Presse abgeschafft...

Eigentlich will ich zu diesem Thema nichts sagen und ignoriere auch alle Beiträge in Internetforen und die gelenkte Lügenpresse.
Kurz jedoch ein Wort von mir dazu:

Beim aktuellen Streik geht es darum ob es zwei Tarifverträge für die gleiche Berufsgruppe bei einem Unternehmen geben kann.
Das ist gesetzlich garantiert und vom Bundesverfassungsgericht ausdrücklich so erlaubt. Die DB Aktiengesellschaft kann sich nicht über die Gesetze dieses Landes stellen.

Wir leben doch, so glaube ich, in einem freien Land, da sollen die Leute auch frei entscheiden können was sie wollen. EVG-Mitglieder bekommen EVG-Tarif, GDL-Mitglieder ihren.

Die Vogtlandbahn und Agilis im NOBF-Land haben sowohl EVG- als auch GDL-Tarifvertrag.
Komisch dass das bei der großen DB nicht gehen soll (was es gibt, z. B. für Busfahrer unterschiedliche Tarifverträge von Verdi und EVG, aha).

Interessant ist das Bild der Medien, die freie Presse wurde scheinbar abgeschafft, denn eine derart tendenziöse und einseitige Berichterstattung kann nur "gelenkt" sein.
Auch die wenigsten Eisenbahnfans, Stammtischschreier und sonstige die gerne mitreden haben einen Einblick, bilden sich also ein Urteil fernab jeder Faktenlage, auch aufgrund von Medienartikeln die pure Stimmungsmache sind, politisch gewollt.

Wie passt diese ignorante DB-Verweigerungshaltung zwei Tarifverträge abzuschließen eigentlich zur hohen Unzufriedenheit der Mitarbeiter an der Basis, dem Personalmangel, den vielen Überstunden, der sinkenden Motivation, der fehlenden Anerkennung der Leistung des Personals?
Wir stehen nicht weit entfernt von größeren Zugausfällen wegen Personalsmangels, da ist das nichts dagegen...


Zum Abschluss sei gesagt: Man kann nicht erst die Bundesbahn privatisieren, weil man der Illusion des freien Marktes hinterherrennt, bei einem Angebot der allgemeinen Daseinsvorsorge, sich dann aber wundern dass nicht nur die renditeorientierten Kapitalgesellschaften, sondern auch die Arbeitnehmer die Rechte des freien Marktes in Anspruch nehmen.

von BD Regensburg - am 05.11.2014 19:23

Re: Der kleine Egoist...

Ich kann die Aussagen nicht wirklich nachvollziehen.

Den Fahrgast der eben oft nicht nur mit "ein paar euro fünfzig" ein Bahnticket gekauft hat (oft auch schon lang im Voraus) als Egoisten zu bezeichnen finde ich nicht fair. Wenn ich die Bahn als mein Verkehrsmittel wähle und dafür bezahle empfinde ich es als völlig legitim, zu erwarten dass diese mich auch befördert. Diverse Probleme wie Bauarbeiten etc. sind natürlich verständlich, die gibt es auf der Straße auch. Auch Streiks für angemessene Lohnforderungen und bessere Arbeitsbedingungen sind nachvollziehbar.

Zum Thema Medien: Ich finde bei vier (!) Tagen Streik am Stück (im Güterverkehr sogar nahezu fünf) gibt es von den Medien nichts breitzuschlagen, da ist die öffentliche bzw. mediale Aufmerksamkeit dem schieren Ausmaß des Streiks geschuldet und auch vorprogrammiert. Das liegt vor Allem auch an dem immensen volkswirtschaftlichen Schaden der verursacht wird.
Am Rande bemerkt, für jemanden der sich von den Medien chronisch missverstanden fühlt, stellt sich Herr Weselsky sehr gerne drohend vor jede Kamera und provoziert so auch die wachsende Ablehnung der GDL gegenüber.

Was die rechtliche Lage angeht: Es mag im Gestz (noch) verankert sein, es geht mir jedoch nicht ein, dass der Lohn z.B. eines Zugbegleiters davon abhängt in welcher Gewerkschaft er ist. Daher verstehe ich auch die Haltung der DB. Außerdem finde ich dass das ja auch nicht im Intresse der Arbeitnehmer(-vertreter) sein kann. Auch dass die Frage nach der sozialen Gerechtigkeit hier gesellt wird ist nachvollziehbar.

Ich kann auch verstehen dass der Widerstand innerhalb der GDL wächst. Die Tf streiken ja nicht mehr wirklich "für sich selbst".

Die Diskussion "wer darf wie viel verdienen" und Verhältnismäßigkeit von Löhnen ist meiner Meinung nach fehl am Platz und auch für das Problem irrelevant.

Ich finde dass man das Thema definiv diskutieren und nicht ignorieren sollte.

von Pendler_NKU - am 05.11.2014 20:08

Re: Der kleine Egoist...

Zitat

Den Fahrgast der eben oft nicht nur mit "ein paar euro fünfzig" ein Bahnticket gekauft hat (oft auch schon lang im Voraus) als Egoisten zu bezeichnen finde ich nicht fair.


Ich es auch nicht, wenn man einen Gewerkschaftschef (ganz gleich was man von ihm halten mag) als Diktator bezeichnet. Hab mich mit dem Egoisten deshalb direkt auf "der-mit-leser" bezogen. Sorry, wenn das nicht so rübergekommen ist.

Zitat

Zum Thema Medien: Ich finde bei vier (!) Tagen Streik am Stück (im Güterverkehr sogar nahezu fünf) gibt es von den Medien nichts breitzuschlagen, da ist die öffentliche bzw. mediale Aufmerksamkeit dem schieren Ausmaß des Streiks geschuldet und auch vorprogrammiert.


Es ist ja nicht so, als daß man gleich mit vier Tagen eingestiegen wäre.

Zitat

Das liegt vor Allem auch an dem immensen volkswirtschaftlichen Schaden der verursacht wird.


Da kommt dann die Frage: Ist die Eisenbahn systemrelevant? Wenn ja, sollte man sich mal überlegen, was man bei der Bahnreform vor 20 Jahren falschgemacht hat und ob es nicht dringend an der Zeit wäre, da nachzubessern.
Wenn nein, kann der volkswirtschaftliche Schaden so groß nicht sein.

Fakt ist: Man wollte Marktwirtschaft bei der Eisenbahn, man hat sie bekommen. Da gehören aber auch Arbeitskämpfe dazu. Man kann sich nicht nur immer die Rosinen rauspicken und von einer Entscheidung nur die positiven Seiten mitnehmen und den Rest einfach verbieten.

Zitat

Was die rechtliche Lage angeht: Es mag im Gestz (noch) verankert sein, es geht mir jedoch nicht ein, dass der Lohn z.B. eines Zugbegleiters davon abhängt in welcher Gewerkschaft er ist.


Also lieber von einer Gewerkschaft abhängig machen, weil das "eben schon immer so ist" und Pech gehabt?

Zitat

Daher verstehe ich auch die Haltung der DB. Außerdem finde ich dass das ja auch nicht im Intresse der Arbeitnehmer(-vertreter) sein kann. Auch dass die Frage nach der sozialen Gerechtigkeit hier gesellt wird ist nachvollziehbar.


Wie schon erwähnt funktioniert das Prinzip in anderen Firmen bereits. Wieso also nicht auch bei der DB?

Zitat

Ich finde dass man das Thema definiv diskutieren und nicht ignorieren sollte.


Gerne! Aber bitte vorher in die Thematik ein bißchen einlesen und vor allem nicht die GDL immer nur auf Herrn Weselsky beschränken.

Viele Grüße

Tobias
(bin übrigens am aktuellen Arbeitskampf in keinster Weise beteiligt!)

von Schwandorfer - am 05.11.2014 21:06

Re: Der kleine Egoist...

" Also lieber von einer Gewerkschaft abhängig machen, weil das "eben schon immer so ist" und Pech gehabt? "
- Nicht weil das schon immer so ist sondern weil das bis jezt ganz gut funktioniert hat.

" Es ist ja nicht so, als daß man gleich mit vier Tagen eingestiegen wäre. "
- Ich denke dass nicht nur das Ausmaß sondern auch die Anzahl der Streiks entscheident ist/war. Das Interesse der Medien ist verständlicherweise im Verlauf gestiegen.

" Wie schon erwähnt funktioniert das Prinzip in anderen Firmen bereits. Wieso also nicht auch bei der DB? "
- Ob es funktioniert ist die eine Frage. Allerdings wird auch (meiner Meinung nach zurecht) die Frage gestellt ob das auch gerecht ist.


" Gerne! Aber bitte vorher in die Thematik ein bißchen einlesen und vor allem nicht die GDL immer nur auf Herrn Weselsky beschränken. "
- Dass die GDL nicht nur aus Herrn Weselsky besteht stimmt zum Glück :D Finde aber in meinem Beitrag keine Stelle in dem ich ihn stellvertretend für die gesamte GDL verwendet habe.

"Da gehören aber auch Arbeitskämpfe dazu. "
- Das was wir zurzeit erleben ist in meinen Augen kein Arbeitskampf (mehr), sondern ein Zuständigkeitskampf.

" Wenn ja, sollte man sich mal überlegen, was man bei der Bahnreform vor 20 Jahren falschgemacht hat und ob es nicht dringend an der Zeit wäre, da nachzubessern. "
- Hier kann ich dir nur voll und ganz rechtgeben, hier besteht wirklich Nachbesserungsbedarf.

Möglicherweise ist das ja der Punkt wo man ansetzen könnte... Ein perfekte Lösung hat ja momentan keiner parat.

von Pendler_NKU - am 05.11.2014 21:38

Schlecht informiert

Ich hätte das hier gar nicht lesen sollen, aber wenn man den ganzen Unsinn immer liest, kann man gar nicht ruhig bleiben.

Zitat
Pendler_NKU
" Also lieber von einer Gewerkschaft abhängig machen, weil das "eben schon immer so ist" und Pech gehabt? "
- Nicht weil das schon immer so ist sondern weil das bis jezt ganz gut funktioniert hat.


Man merkt dass du kein Eisenbahner bist. Für wen hat das gut funktioniert? Für den Arbeitgeber sicher, aber doch nicht für die Arbeitnehmer.
Es hat so gut funktioniert dass Zugbegleiter total überlastet sind, Überstunden vor sich her schieben, jegliche Wertschätzung fehlt und die Stimmung insgesamt mies ist.
Was funktioniert also gut?

Wundert es denn dass kaum noch einer sich das antun will? Warum wird der Personalmangel denn immer größer?

Zitat
Pendler_NKU
" Wie schon erwähnt funktioniert das Prinzip in anderen Firmen bereits. Wieso also nicht auch bei der DB? "
- Ob es funktioniert ist die eine Frage. Allerdings wird auch (meiner Meinung nach zurecht) die Frage gestellt ob das auch gerecht ist.


Wenn du dich nicht auskennst, lass doch einfach das spekulieren.
Warum soll es nicht gerecht sein? Jeder Arbeitnehmer entscheidet was am besten für ihn ist, das ist Demokratie. Sonst führen wir den FDGB wieder ein, der hat auch immer brav das gemacht was Staat und Firmen wollten, nur nicht das was die Arbeitnehmer wollen. Natürlich ein Traum für alle Arbeitgeber.

Es hat ja auch keiner gefragt ob es gerecht ist dass 1994 zur Bahnreform Löhne und Sozialleistungen massiv gekürzt wurden oder ob es gerecht ist dass bei Ausschreibungen Mitarbeiter ihren heimatnahen Arbeitsplatz verlieren, obwohl ihr Arbeitsplatz noch vorhanden ist, aber durch einen staatlich subventionierten "neuen" Arbeitsplatz ersetzt wird.

Zitat
Pendler_NKU
"Da gehören aber auch Arbeitskämpfe dazu. "
- Das was wir zurzeit erleben ist in meinen Augen kein Arbeitskampf (mehr), sondern ein Zuständigkeitskampf.


Genau das zeigt wie schlecht ihr alle informiert seid inkl. den Politikern, was mir bezogen auf andere Themen große Angst macht.
Klar, es ist Ziel der DB und der Politik mit Hilfe der Medien genau die Meinung zu steuern und die meisten fallen darauf rein.

Die GDL will nur einen Tarifvertrag für ihre Zugbegleiter abschließen und nicht für nichtorganisierte oder EVG-Zugbegleiter, also gibt es auch keinen Machtkampf, was viele Propagandisten von sich geben.
Die Tarifpluralität erlaubt das ausdrücklich (das Bundesverfassungsgericht!) und für die Arbeitnehmer ist es die beste Lösung, natürlich nicht für die Kapitalgesellschaften, denen mitdenkende Mitarbeiter ein Dorn im Auge sind.

Würde die DB Aktiengesellschaft zwei Tarifverträge akzeptieren (wie bei ihren Bustöchtern!), wäre das Thema schon lange durch und es würde keine Streiks geben. Keiner streikt freiwillig oder aus Spaß an der Freude.

von BD Regensburg - am 05.11.2014 22:50

Uneingeschränkte Zustimmung

Hallo BD Regensburg,

man sieht, liest und hört sehr viel über den derzeitigen Bahnstreik. Und m. E. ist da auch eine gewisse Stimmungsmache der Medien mit bei.

Deine Argumentation ist auch meiner Meinung nach völlig richtig und ich kann Deinen beiden Artikeln hier nur zustimmen.

Und weil hier auch von der Unzumutbarkeit von unterschiedlichen Tarifverträgen in Unternehmen die Rede ist. Die Unternehmer machen es vor. Es gibt in vielen Unternehmen unterschiedlich entlohnte Arbeitskräfte, die die gleiche Arbeit machen. Zunächst die nach Tarif beschäftigten Arbeitnehmer, dann gibt es Arbeitnehmer aus Leiharbeit und dann gibt es Arbeitskräfte aus Werkverträgen. Einzig mit dem Ziel die Lohnkosten zu senken. Die Arbeitnehmer bleiben dabei auf der Strecke und die Managerebene bzw. die Herren Vorstandsvorsitzenden steigern sich Ihre Gehälter ins unermessliche. Um dem entgegenzutreten braucht es starke und mutige Gewerkschaften.

Und die Busfahrer sollten sich auch noch überlegen, zu welchen Dumpinglöhnen und Arbeitsbedingungen sie zukünftig im Fernbusverkehr die Leute durch die Lande befördern wollen.

VG

Der-Nürnberger

PS: Ich bin übrigens als Bahnpendler auch vom Streik betroffen.

von Der-Nürnberger - am 05.11.2014 23:26

Re: Uneingeschränkte Zustimmung. Wirklich?

Na, dann ist ja alles im grünen Bereich? Kaum.
Mit "Arbeitskampf" oder "Tarifauseinandersetzung" hat diese ganze Aktion absolut nichts zu tun.
Da zieht ein überbezahlter und von der Realität entrückter größenwahnsinniger Funktionär, koste es was es wolle, seinen Egotrip durch.
Daß dabei die Gewerkschaftsbewegung insgesamt auf Dauer massiv beschädigt wird, stört den nicht.
Mich wundert nur, daß so viele Gewerkschaftsmitglieder diese miese Sabotageaktion (meine Meinung) bereitwillig mitmachen.
Für mich wäre das der beste Grund, auszutreten.
Das wird noch teuer werden. Für die DB und auch für die Mitarbeiter welche mit solchen unsinnigen Aktionen längerfristig ihren eigenen Job riskieren.

von der-mit-leser - am 06.11.2014 03:59

Re: Schlecht informiert?

Wenn ich in den Beiträgen von Propagandisten, und den bösen staatsgelenkten Mainstreammedien die uns allen ein völlig falsches Bild vermitteln bekomme ich echt Pickel.
1. Es gibt (zum Glück) so was ähnliches wie Pressefreiheit in unserem Land.
2. Das man nicht jedem dahergelaufenen Medium uneingeschränkt glauben sollte (z.B. Bild o.Ä.) ist verständlich. Allerdings sehe ich keinen Grund alles was seriöse Informationsquellen wiedergeben als falsch und staatsgelenkt zu bezeichnen. Diese geben die Situation wahrheitsgemäß wieder und berichten über Fakten.
3. Wenn man sich auf Texte bezieht (die man hier, ohne verwertbare Quellenangabe, sogar per PN bekommt) wie sie Herr Weselsky nicht hätte besser schreiben können, klingeln bei mir die Alarmglocken. Es scheint mir als würde hier der GDL(-Führungsrige) uneingeschränkt geglaubt, und alles was verdiente und seriöse Journalisten, genervte (und mitunter auch austretende) GDL-Mitglieder und Volksvertreter sagen pauschal als staatsgelenkte Manipulaion abgetan wird.

Weil das Thema Demokratie angesprochen wurde: Nach meinem Verständnis entscheidet in einer Demokratie die Mehrheit. Die GDL will aber Tarifvertäge für Gruppen abschließen wo sie faktisch keine Mehrheit hat (Es ist mir klar dass die GDL nur für eigene Mitlglieder entscheiden will und nicht über andere). Ich bin auch dafür dass es verschiedene Gewerkschaften gibt nur sollte doch am Ende des Tages wie in einer Demokratie üblich die Mehrheit entscheiden. Deshalb sollte es meiner Meinung nach für eine Berufsgruppe eine Gewerkschaft geben. Was passieren KANN (nicht MUSS) wenn das nicht so ist erleben wir gerade eindrucksvoll.

Zu deiner Frage "Warum sollte es nicht gerecht sein?"
Weil man als Zugbegleiter dann evtl. weniger verdient, nur weil man in der falschen Gewerkschaft ist. Das empfinde ich und viele andere auch als ungerecht. Ganz einfach. Das ist nicht Absicht der Bahn und kann doch eigentlich auch nicht Absicht von Arbeitnehmern (und eigentlich auch deren Vertreter) sein. Kann mir auch nicht vorstellen dass das die angesprochene schlechte Stimmung verbessert.

Dass es sich hier um eine tarifpolitische Machtfrage geht hat Weselsky übrigens selbst in einem Interview gesagt das tun also nicht nur Propagandisten.

Freue mich über die lebhafte Diskussion
Viele Grüße

von Pendler_NKU - am 06.11.2014 08:55

Re: Schlecht informiert?

Servus!

Als erstes würde ich zu der ganzen Sache sagen: Diejenigen, die sich über einen Streik bei der Bahn - erst mal egal, über welchen Streik - aufregen, sollen sich bei der Regierung bedanken. Wenn man die Privatisierung eines Staatsunternehmens einleitet, muß man eben auch diese Konsequenzen mittragen. Das System Eisenbahn ist für einen Staat und für die Bevölkerung ein Rückgrat, das man nicht mit Gewinnstreben und Wettbewerb zerstören darf. Dies erfolgt immer auf dem Rücken der Beschäftigten und zu Lasten des ganzen Landes sowie der Infrastruktur.
Und zu dem aktuellen Streik selber: Es gibt meiner Meinung nach wichtigere Themen, mit denen sich die GDL befassen sollte. Allen voran damit, daß die Arbeitsbedingungen für Lokführer wie für das Zugpersonal nicht weiter verschlechtert werden, so wie es zum Teil bei vielen Privatbahnen schon der Fall ist. Stichwort: Langfahrabschnitte, abgespeckte Ausbildung, unbezahlte Tätigkeitsunterbrechungen, Dienstbeginn und Dienstende an unterschiedlichen Orten usw. Diese Themen kann die EVG für ihr Personal im Fahrdienst genauso aufgreifen. Jedoch finde ich die EVG in vielen Punkten ziemlich arbeitgeberfreundlich.

Grüße, Russenfahrer

von Russenfahrer - am 06.11.2014 11:55

Re: Schlecht informiert?

Da hast du wohl Recht dass die Privatisierung eine Ursache für die aktuellen Probleme ist. Aber jetzt ist das so und man muss mit der Situation umgehen.
Ich gebe dir auch voll und ganz Recht dass die GDL sich bestimmt um etwas besseres kümmern könnte. Bleibt abzuwarten was rechtliche Abenteuer der beiden Seiten bringen und was der Gesetzgeber fabriziert. An eine eigenständige Lösung durch DB AG und GDL glaube ich persönlich kaum noch.

Viele Grüße

von Pendler_NKU - am 06.11.2014 12:38

Re: Uneingeschränkte Zustimmung

Zitat
Der-Nürnberger

Und weil hier auch von der Unzumutbarkeit von unterschiedlichen Tarifverträgen in Unternehmen die Rede ist. Die Unternehmer machen es vor. Es gibt in vielen Unternehmen unterschiedlich entlohnte Arbeitskräfte, die die gleiche Arbeit machen. Zunächst die nach Tarif beschäftigten Arbeitnehmer, dann gibt es Arbeitnehmer aus Leiharbeit und dann gibt es Arbeitskräfte aus Werkverträgen. Einzig mit dem Ziel die Lohnkosten zu senken. Die Arbeitnehmer bleiben dabei auf der Strecke und die Managerebene bzw. die Herren Vorstandsvorsitzenden steigern sich Ihre GehältGewerkschaft dafür das unermessliche. Um dem entgegenzutreten braucht es starke und mutige Gewerkschaften.


Eben! Und warum streikt dann eine Gewerkschaft dafür das verschiedene Tarifverträge erstmals zum Tragen kommen?

von BW-Ansbach - am 06.11.2014 13:53

Ersatzfahrpläne: Diese Züge fahren trotz des Streiks

Ersatzfahrpläne: Diese Züge fahren trotz des Streiks
[www.nordbayern.de]

von 217 002 - am 06.11.2014 15:52

Privatbahnen kritisieren DB und geben ihr die Mitschuld!

Für alle die es immer noch nicht kapiert haben worum es geht, hier mal die Meinung vom Privatbahnverband, die sind so gar nicht der Gewerkschaftsnähe verdächtig:

[www.ad-hoc-news.de]


Mal genau durchlesen, vielleicht kapiert es dann jeder (bei manchen habe ich keine Hoffnung):
In dem aktuellen Tarifkonflikt fordert die Gewerkschaft GDL einen Tarifvertrag auch für Zugbegleiter ein, was die Deutsche Bahn unter Verweis auf bestehende Regelungen mit der Verkehrsgewerkschaft EVG ablehnt. Bei privaten Wettbewerbern des Konzerns seien parallele Tarifverträge von GDL und EVG, die sogenannte Tarifpluralität, jedoch eher die Regel denn eine Ausnahme, erklärte Mofair-Hauptgeschäftsführer Recker: "Man kann alles regeln - wenn man kein Prinzip aus seiner Haltung macht", sagte er in Richtung der Deutschen Bahn. "Wenn die DB immer wieder an ihrem Standpunkt festhält, dann kommt so eine Situation dabei heraus." Die aktuelle Konfrontation sei "für keinen der Beteiligten angenehm". Probleme in der Umsetzung konkurrierender Tarifverträge, etwa durch abweichende Arbeitszeiten und Pausenregelungen in den Tarifverträgen, gebe es in der Praxis keine: "Das ist nur eine Frage der betrieblichen Organisation", sagte Recker.

von Stilllegungskandidat - am 06.11.2014 18:32

Mitarbeiter des Monats:

[sixt.de]

Glückwunsch, Herr W.

von der-mit-leser - am 06.11.2014 19:29

Das Problem ist die Bahnreform....

...aber nicht deswegen, weil jetzt auch Bahnbeschaeftigte Streikrecht haben, sondern weil die Reform nicht konsequent durchgezogen wurde.

Haetten die Laender den Nahverkehr so (konsequent) ausgeschrieben, dass zumindest auf stark befahrenen Linien immer zwei unterschiedliche Betreiber am Start waeren und damit die marktbeherrschende Stellung der DB gebrochen, koennten bei einem Streik bei der DB die Fahrgäste wesentlich problemloser auf die Zuege des anderen Betreibers umsteigen. Und dann traefe der Streik tatsaechlich das Unternehmen und weniger die Fahrgaeste.

von 650 414-6 - am 06.11.2014 19:42

Re: Verständnisfrage(n) dazu

Hallo,
mir ist da was unklar:

Wenn es in einem Betrieb für eine Berufsgruppe zwei Tarifverträge (z.B. Gewerkschaft A und B) gibt, wie läuft dann die Entlohnung?

Der Arbeitnehmer muss dem Arbeitgeber ja nicht mitteilen, ob und in welcher Gewerkschaft er ist (Bahn-Zitat: "wir wissen nicht, wieviel Lokführer in der GDL organisiert sind" ).

Dann bekommen die Mitarbeiter, die das dem Arbeitgeber mitgeteilt haben, den Tariflohn, den die jeweilige Gewerkschaft A bzw. B ausgehandelt hat.
Verstößt die Mitteilungspflicht nicht gegen den persönlichen Datenschutz?

Welchen Lohn bekommen dann die, die keiner Gewerkschaft angehören oder dies nicht mitgeteilt haben?
Wenn der Abschluss von A niedriger als der von B ist, wird dann nach Tarif A oder doch nach B oder "nach Gusto" bezahlt?

Danke für die Aufklärung!

Thomas

von TomF - am 07.11.2014 06:48

Ganz einfach

nachdem die Firma bei den Verhandlungen mit den Partnern und Betriebsrat entscheidet welcher Vetrag in der Firma gilt und die andere Gewerkschaft nachbessert.

Im übrigen wird es in Zukunft so sein das bei bestimmten Bahnen der Tarif nur für die beitragszahlenden Mitglieder gilt.

siehe hier Auszug der GDL bei agilis:

"Der neu abzuschließende Tarifvertrag wird sich erheblich vom bisherigen Tarifvertrag unterscheiden. Und er wird nur für GDL-Mitglieder gelten. "

[www.gdl.de]

agilis Verkehrsgesellschaft, agilis Eisenbahngesellschaft: Durchwachsener Auftakt

Aushang Fakten - 16.07.2014

Als „durchwachsen" muss man den Auftakt der Tarifverhandlungen zwischen der GDL und den beiden agilis-Unternehmen am 15. Juli 2014 in Regensburg bezeichnen. Die Einführung der tarifvertraglichen Rahmenregelungen für Lokomotivführer hielt der Arbeitgeber für möglich, lehnte aber die Einführung von Rahmenregelungen für Zugbegleiter zunächst ab.

Gegenstand der Eröffnungsrunde war daher im Wesentlichen das Zusammenspiel von tarifvertraglichen Rahmenregelungen, die für die weitere Teilnahme am Wettbewerb maßgeblich sein werden und die Fortschreibung der Regelungen des heute bestehenden Tarifvertrages. Das Niveau des aktuellen Haustarifvertrages orientiert sich an den Einnahmen aus den bestehenden Verkehrsverträgen. Das Tarifniveau der Rahmentarifverträge kann damit unstreitig zunächst nicht erreicht werden.

Leider wollte der Arbeitgeber auch über die weiteren Forderungen der GDL nicht verhandeln. So will die GDL zum Beispiel, dass die Schichtdauer künftig auf zwölf Stunden und die reine Fahrzeit der Lokomotivführer auf acht Stunden begrenzt wird. Außerdem soll es um die Gleichbehandlung von stationären und schichtarbeitenden Arbeitnehmern hinsichtlich der Feiertage gehen. Bei einem Feiertag, der auf die Tage Montag bis Freitag fällt, muss jeder Arbeitnehmer einen zusätzlichen freien Tag haben und nicht nur deshalb frei haben, weil es zufällig im Dienstplan steht.

Ein neuer Verhandlungstermin wurde zunächst nicht vereinbart. Der Tarifvertrag der GDL endet zwar am 31. Juli 2014, doch da erst im Mai eine Entgelterhöhung um drei Prozent wirksam wurde, bleibt nun etwas Zeit die Entwicklung in anderen Tarifverträgen zu beobachten. Fest steht allerdings eines: Der neu abzuschließende Tarifvertrag wird sich erheblich vom bisherigen Tarifvertrag unterscheiden. Und er wird nur für GDL-Mitglieder gelten.



Und bei der Vogtlandbahn:

Der Weg ist daher folgender:

1. Nach Abstimmung und Unterzeichnung des Tarifvertrages durch Arbeitgeber und GDL werden unsere Mitglieder informiert.
2. Anschließend melden sich die GDL-Mitglieder (ungefragt und von allein) beim Arbeitgeber und verlangen von ihm die Anwendung des GDL-Tarifvertrages.
3. Es erfolgt die rückwirkende Anwendung des GDL-Tarifvertrages auf unsere Mitglieder zum 1. Juli 2014.

Sollte der Arbeitgeber das dringende Bedürfnis nach einer Bestätigung der rechtmäßigen Anwendung des GDL-Tarifvertrages haben, dann kann er sich gerne an die GDL selbst wenden.
[www.gdl.de]

von Neuenmarkt - am 07.11.2014 09:12

Spam

Servus,

so isses!
Ein paar wenige hier meinen es wäre Spam, wenn man etwas schreibt/findet, was den Streik in ein anderes Licht stellt.

Aber so isses in dieser Gesellschaft: der größte Teil "leikt" es nur noch.
Daumen hoch, Daumen runter.
Mehr nicht. Was drüber geht ist grundsätzlich zu viel.

Mal überlegen, mal suchen, was unabhängiges auch finden, ist viel.
Und wenn dann gar ein Haufen Text zu lesen ist, hört es schon ganz auf.
Lesen! Das können heute schon viele Abiturienten nicht mehr.
Deutschland am Abstieg!


Es ist für alle ! Gewerkschaften, für jeden ! Arbeitnehmer, ganz entscheidend was hier nun heraus kommt.
Die Politik besteht heute fast nur noch aus Kaspern und Marionetten dieser elenden Gutmenschen-Konzerne. Den meisten Krach macht die überwiegend längst gekaufte Presse in TV, Radio, www und Printmedien.
Und zwischen und über allen sogenannte schleimige Experten und Lobbyisten.
Ein Pack und sonst gar nichts mehr!

Aber nun ja, wir leben ja digital.
So wie sich bei vielen das Erstellen von Bildern entwickelt hat, die Qualität, so erstellt sich auch die Meinung. Schnell oberflächlich zusammen geklickt. Weiter, weiter, getrieben von irgendwas. An der Ampel beim Warten in der Kiste auf den Titelseiten von top Informationsblättern von "Bild" "Merkur" etc... aufgeschnappt.
Doch die recherchierte Kolumne suchen, finden, lesen? Selbst im www gibt es, Fehlanzeige.

Die Gier!


malo

von nix mehr - am 07.11.2014 12:11

Re: Spam

Malo, Du scheinst ja einer von den ganz Schlauen zu sein und die Weisheit mit Löffel gegessen zu haben. Wenn Du hier im Forum Deine Meinung zu dem Thema GDL uns allen Mitteilst, ist das völlig In ordnung. Wenn Du aber eine Mail, bzw eine persönliche Mitteilung mit Deinem Werbe- Senf der GDL verschickst, ist das Spam und eine Belästigung. Das ist nichts anderes, wie die Viagra-Werbung per Mail. Und meine Meinung beeinflußt auf keinen Fall so ein Gewerkschaftsfuzzi. Da hat der FDGB ja mehr für den Arbeiter früher getan. Ja, und der war Staatsnah. Genauso, wie die gewerkschaften der SPD an der Ritze lecken.
Also mach in Zukubft den kleinen, aber feinen Unterschied zwischen Forum, Mail bzw. privater Nachricht. Und schon wird Dir keiner Spam vorwerfen.

von Eisenbahner1 - am 07.11.2014 18:12

Re: Ersatzfahrpläne: Diese Züge fahren trotz des Streiks

Servus,

ich habe zwar dieses Wochenende auf eine Bahnreise verzichtet, möchte aber trotzdem mal jenen Mitarbeitern Danke sagen, die in der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit diesen Notfahrplan samt den dazu dazugehörigen Dienstschichten und Fahrzeug-Umläufen geschaffen haben. Das sicherlich neben ihren normalen Aufgaben wie der Bearbeitung von Baustellen. Ich möchte nicht wissen, was diese Leute davon halten, das jetzt auf einmal am Freitag verkündet wird, das der Streik bereits am Samstag 18:00 Uhr zu Ende ist.

von Martin Pfeifer - am 08.11.2014 09:10

Re: Ersatzfahrpläne: Diese Züge fahren trotz des Streiks

Dem ist nichts Hinzuzufügen.

von Eisenbahner1 - am 08.11.2014 11:06

Re: Ersatzfahrpläne: Diese Züge fahren trotz des Streiks

Zitat
Eisenbahner1
Dem ist nichts Hinzuzufügen.


Doch,
denn wir sollten auch denjenigen danken, die gefahren sind und damit den Notfahrplan möglich gemacht haben. Egal, ob sie GdL-Mitglieder sind und trotzdem gefahren sind oder nicht-GdL-Mitglieder, die ggf. Zusatzschichten auf sich genommen haben.

Ansonsten 100 % Zustimmung.

von nvf - am 08.11.2014 17:03

Re: Ersatzfahrpläne: Diese Züge fahren trotz des Streiks

Hallo Martin

weil die sich so Mühe gegeben haben, fahren ja auch gleich heute den ganzen Tag noch alle Züge nach Notfahrplan. Kann ja nicht sein, dass um 19 Uhr immer noch so viele Züge ausfallen, wenn seit 25 Std der Streik offiziell beendet wurde.

Oder gibt es da eine plausible Erklärung? Verstehen kann ich evtl noch den Fernverkehr, wenn die Züge in ganz Deutschland verstreut sind. Aber bei den relativ kleinen pro Bündesländer Nahverkehrsnetzen kann ich das nicht verstehen.

von Schwellenhupfer - am 09.11.2014 18:55

Re: Ersatzfahrpläne: Diese Züge fahren trotz des Streiks

Zitat
Schwellenhupfer
Hallo Martin

weil die sich so Mühe gegeben haben, fahren ja auch gleich heute den ganzen Tag noch alle Züge nach Notfahrplan. Kann ja nicht sein, dass um 19 Uhr immer noch so viele Züge ausfallen, wenn seit 25 Std der Streik offiziell beendet wurde.

Oder gibt es da eine plausible Erklärung? Verstehen kann ich evtl noch den Fernverkehr, wenn die Züge in ganz Deutschland verstreut sind. Aber bei den relativ kleinen pro Bündesländer Nahverkehrsnetzen kann ich das nicht verstehen.


Servus,

ich kenne die tatsächliche Situation nicht, vermute aber das das plötzliche vorzeitige Ende die Bahn mindestens genauso trifft wie die Ankündigung. Wenn alle Lokführer gleichzeitig um 18:00 Uhr beim Lokleiter stehen und sagen "wir wollen jetzt wieder fahren" ist da erst einmal großes Durcheinander angesagt, weil so viele Züge gibt es ja gar nicht. Selbst nach Normalfahrplan.

Zumindest gestern konnte ich an der KBS 870 beobachten, das zwar nur alle 2 Stunden, dafür aber mit Doppeleinheiten gefahren wurde. Die müssen gebildet werden - das hat man zweckmäßigerweise vor Streikbeginn durch veränderte Abstellung und zusätzliche Arbeitsaufträge erledigt. Jetzt müssen die Doppeltraktionen wieder getrennt werden, also wieder einen Wisch schreiben.

Und das müssen die armen Kollegen in Nürnberg und Hof jetzt auch noch für die Meldestellen machen, wo der Lokführer sich ansonsten nur mal kurz zum Dienst melden.

Ich habe, wenn auch in einem anderen Bereich, solche Aktionen "erst alles ändern und dann plötzlich wieder zurück" einige Mal mitgemacht. Das eigentliche Ändern auf den Plan B war nicht das Problem, aber die Rückänderung auf den ursprünglichen Plan A. Der passte halt nicht mehr.

von Martin Pfeifer - am 09.11.2014 21:44
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