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Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
14
Erster Beitrag:
vor 3 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 3 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Martin Pfeifer, Cargonaut, Arzberger, bahnfisch, BD Regensburg, Harald, extirschenreuther, 2rangerfan0, Russenfahrer, 223 061

Elektrifizierung Marktredwitz-Nürnberg interessanter Zeitungsartikel

Startbeitrag von Arzberger am 02.12.2014 00:24

[www.frankenpost.de]

Ein Lichtblick am ende des Tunnels, demnächst starten die Vorplanungen für die Elektrifizierung der Strecke Nürnberg-Marktredwitz.
Die Vorplanungen für die Strecke Hof-Marktredwitz-Schirnding sind so gut wie abgeschloßen und das soll ab 2019 realisiert werden.

Die Strecke Nürnberg-Marktredwitz soll lt. Bahn bis 2027 realisiert sein!

Gruß Arzberger

Antworten:

Für mich der wichtigste Satz im ganzen Artikel.....

"Mit einer endgültigen Entscheidung über die tatsächliche Elektrifizierung sein frühestens in vier bis fünf Jahren zu rechnen...."

:-D

von Cargonaut - am 02.12.2014 07:43
Bis da mal Elektrifiziert sein sollte, werden wahrscheinlich schon alle mit schwebenden Autos durch die Gegend fahren... :D

von Arzberger - am 02.12.2014 09:43
Und man sollte bedenken, dass auch nach Regensburg eine Elektrifizierung fällig wäre. L..
wer weiß, was da noch kommt.

von 2rangerfan0 - am 02.12.2014 13:35
Servus!

Die Tatsache, daß die Nürnberger S-Bahn nur bis Hartmannshof fährt, liegt sehr wahrscheinlich auch daran, weil man die Elektrifizierung bis Neukirchen aufgrund der Streckenführung gescheut hat. Der Kostenaufwand, mit dem man bei der Streckenbeschaffenheit im Pegnitztal zu rechnen hat, dürfte dies bei weitem übersteigen. Somit sehe ich für dieses Projekt ziemlich wenig Chancen. Zudem sind Autobahnen und Flughäfen in diesem Staat ja ohnehin wichtiger...

Grüße, Russenfahrer

von Russenfahrer - am 02.12.2014 18:11
Haha, das wird wohl so werden.

von extirschenreuther - am 02.12.2014 18:42
Entscheidung über die Elektrifizierung in 4 bis 5 Jahren?
Fertigstellung frühestens im Jahr 2027?
Elektrifizierung Hof-Regensburg hat keine Priorität gegenüber Pegnitztal?




Da kann der "Russenfahrer" wohl noch lange Russen fahren in Nordostbayern. Vorausgesetzt, es gibt überhaupt noch was zu fahren auf der Schiene und es landet nicht alles auf der Autobahn.

Für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist diese derart zögerliche Haltung des Bundes bei Infrastrukturprojekten gar nicht gut. Wenn man das Geld immer nur in die Bankenrettung investiert, sichert man keine Zu(g)kunft.

Es wäre ja alles halb so schlimm, wenn wenigstens der bestehende Güter-Nord-Süd-Korridor optimal ausgebaut wäre. Aber allein schon die für mich sichtbaren großen Defizite im Abschnitt Obertraubling-Regensburg zeigen beispielhaft, daß auch hier der durch Jahrzehnte der Untätigkeit aufgestaute Investitionsbedarf sehr groß ist.

Gruß 223 061

von 223 061 - am 02.12.2014 18:57
Zitat
2rangerfan0
Und man sollte bedenken, dass auch nach Regensburg eine Elektrifizierung fällig wäre. L..
wer weiß, was da noch kommt.


Servus,

die Bahn AG sieht weiterhin die Elektrifizierung Hof - Marktredwitz - Regensburg als wichtig für den Seehafen-Hinterlandverkehr. Im Rahmen dieser Vorplanungen wird durch sicherlich auch ein Varianten-Vergleich erarbeitet?! Meine Vermutung: es läuft auf auf eine Elektrifizierung Marktredwitz - Regensburg mit einem Abstecher Weiden - Neukirchen - Hartmannshof hinaus. Diese Lösung hat durch den Seehafen-Hinterlandverkehr einen hohen Nutzen und vermeidet die hohen Kosten der Elektrifizierung im Pegnitztal. Fernverkehr Nürnberg - Hof - Dresden oder alternativ nach Cheb wird es sowie so nicht mehr geben und der bestellte Nahverkehr zieht aus einer Elektrifizierung meiner Meinung nach keinen nennenswerten Nutzen.

Die Verschiebung der Nahverkehrs-Ausschreibung auf 2027 als Termin für den Beginn des elektrischen Betriebs zu deuten ist nicht mehr als Kaffeesatz-Leserei.

von Martin Pfeifer - am 02.12.2014 19:00
Schwierigkeiten bei der "Hartmannshofer Variante" sehe ich dann bei mehr Güteraufkommen als heute auf dem Abschnitt zwischen Hersbruck (links), Lauf (links) und Nürnberg. Dort gibt es von Nürnberg bis Lauf einen 20-Minuten-S-Bahn-Takt und fast keine Ausweichgleise mehr.

Grob gesagt, allzu viel zusätzlicher elektrischer Güterverkehr ist schwer machbar...


bahnfisch

von bahnfisch - am 02.12.2014 19:17
Ausweichgleise kann man auch wieder einbauen, das hat man in Parsberg auch praktiziert, insofern auch kein Hinderungsgrund, sondern maximal eine Abwägungsentscheidung.

von Harald - am 02.12.2014 19:42

Fertigstellung der Allgäubahn 1985!

Es gab einmal um 1980 rum einen Zeitungsartikel der besagte dass 1985 die Allgäubahn elektrifiziert sein wird.
Wer kennt sie nicht, die ICE-T und ICN-Garnituren die täglich durchs Allgäu von Zürich nach München brausen.

Nochmal zur Veranschaulichung:
Ausbau Nürnberg - Schwandorf - Furth - CZ mit Elektrifizierung, 2 gleisig Amberg-Schwandorf, tw. nach Furth, 500 Mio. Euro

Ausbau Nürnberg - Marktredwitz - CZ mit Elektrifizierung 1 Mrd. Euro, eher mehr. Die Brückenfanatiker im Pegnitztal verteuern die Sache ja zusätzlich.

Alles spricht also erst mal für Hof - Regensburg und danach eher Hartmannshof - Furth im Wald. Die Tschechen dringen auch auf den Ausbau über Furth und setzen sich dafür ein.

Folgende Synergieeffekte hat der Ausbau Hartmannshof - Furth im Wald:
Bündelung der Züge Nürnberg/München - Prag
Güterverkehre ohne Lü-Beschränkungen möglich (entweder Ausbau/Elektrifizierung des Weidner Asts oder mittels Kurve bei Irrenlohe)
Entlastungsstrecke Nürnberg - Schwandorf - Regensburg (erspart angedachtes 3. Gleis auf der Neumarkter Achse)
Der Kosten-Nutzen-Faktor ist deutlich im Plus. Im Pegnitztal bezweifle ich das.

Alles Fakten sprechen für die Südverbindung. Die Frage ist nur wann und ob es jemand von uns erleben wird.

von BD Regensburg - am 02.12.2014 20:04
Zitat
Harald
Ausweichgleise kann man auch wieder einbauen, das hat man in Parsberg auch praktiziert, insofern auch kein Hinderungsgrund, sondern maximal eine Abwägungsentscheidung.


Servus,

ich denke nicht, daß das bißchen Verkehr von Hof nach Nürnberg über Weiden (Oberpfalz) - Hartmannshof einen großartigen Ausbau der Strecke erfordert. Bei Betrachtung der aktuellen Fahrplan-Konstruktion fällt auf, das ein Güterzug am besten im Blockabstand hinter der S-Bahn herfährt. Zweckmäßigerweise bekommt er dann einen Fahrplan, in dem er etwa genauso schnell fährt wie die S-Bahn (bezogen auf die Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen Lauf (links) und Nürnberg-Mögeldorf. Dafür dürften im Ernstfall ein paar zusätzliche Blocksignale ausreichen. Die S-Bahn hat ja in Hartmannshof Anschluß vom RE aus Weiden und Schwandorf, da kann der Zug ab Weiden (Oberpfalz) praktischerweise auch gleich hinterherfahren.

Ich sehe auf der KBS 870 NWDO - NNS auch bei einer Elektrifizierung keinen großartigen Güterverkehr. Man kann das - zumindest wenn alle mitspielen - schön über eine Aufteilung auf verschiedene Korridore für die verschiedenen Richtungen lösen. Alles, was aus dem Norden (Hamburg / Bremen) über Passau nach Österreich und weiter Ri Ungarn und so weiter fährt, geht gleich über Hof- Regensburg. Dadurch werden auf der klassischen Nord-Süd-Strecke etliche Trasse für Züge Richtung München - Brenner frei. Somit ist auch ein steigender Verkehr nach Nürnberg (und zwar nur Züge, die Nürnberg als Ziel haben) über die klassische Nord-Süd-Strecke zu bewältigen, weil ja hier der Verkehr Richtung Passau fehlt.

Zugegeben, über die Situation bei Bauarbeiten auf der klassischen Nord-Süd-Strecke mache ich mir jetzt keine großen Gedanken, das entspricht aber (aus meiner Sicht leider) der üblichen Bahn-AG-Philosphie - irgendwie wird man sich mit großräumigen Umleitungen auch in dieser Situation durchwursteln.

von Martin Pfeifer - am 02.12.2014 20:29
Zitat
Russenfahrer
Servus!

Die Tatsache, daß die Nürnberger S-Bahn nur bis Hartmannshof fährt, liegt sehr wahrscheinlich auch daran, weil man die Elektrifizierung bis Neukirchen aufgrund der Streckenführung gescheut hat.


Das liegt wohl eher an der Grenze der Lokalfürsten zwischen Mittelfranken und der Oberpfalz, auch Kleinstaaterei genannt.

Grüße

von Cargonaut - am 03.12.2014 15:02
Zitat
Cargonaut
Zitat
Russenfahrer
Servus!

Die Tatsache, daß die Nürnberger S-Bahn nur bis Hartmannshof fährt, liegt sehr wahrscheinlich auch daran, weil man die Elektrifizierung bis Neukirchen aufgrund der Streckenführung gescheut hat.


Das liegt wohl eher an der Grenze der Lokalfürsten zwischen Mittelfranken und der Oberpfalz, auch Kleinstaaterei genannt.

Grüße


Servus,

richtig! Irgendwann 2004 wurden die RB's Lauf (links) - Neukirchen (bei Sulzbach-Rosenberg) mal nach Hartmannshof zurückgezogen. Grund damals waren finanzielle Streitigkeiten zwischen dem Großraum Nürnberg (VGN) und der BEG über das Stück Hartmannshof - Neukirchen (bei Sulzbach-Rosenberg). Als Ergebnis der beiderseitigen Feststellung "wir wollen nichts geben" dürften sich die Kunden in Etzelwang und Hartmannshof über eine direkte RE-Verbindung nach Nürnberg Hbf freuen - und jene aus Schwandorf - Amberg bzw. Neustadt (Waldnaab) - Weiden (Oberpfalz) ärgern sich bis heute über längere Fahrzeiten. Der S-Bahn-Bau bis Hartmannshof ist die direkte Fortsetzung dieser Kürzung. So aufwändig sind ein paar Kilometer Fahrdraht trotz der Kurven nicht.

von Martin Pfeifer - am 03.12.2014 17:33
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