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Eisenbahnforum Nordostbayern
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Erster Beitrag:
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Siemensianer, nix mehr, Neuenmarkt

OT: Nicht mit der Bahn sondern mit Seilbahn von Bayreuth ins Fichtelgebirge

Startbeitrag von Neuenmarkt am 01.03.2015 18:09

Vorschlag für die längste Seilbahn der Welt, von der Stadtgrenze bei Bindlach über Warmensteinach zum Ochsenkopf

[www.nordbayerischer-kurier.de]

Die vier Männer stehen alle mitten im Leben, kommen aus den unterschiedlichsten Branchen. Und sie haben kein wirtschaftliches Interesse an dem, was sie umtreibt. Was Gerald Deinzer, Diplom-Pädagoge und Kaufmann in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft (Bayreuth), Alexander Hanke-Mellby, Inhaber der Werbeagentur Feuerpfeil (Bayreuth), Stefan Trassl, Geschäftsführer der Warmensteinacher Firma SiLi und den Warmensteinacher Architekten Werner Schertel eint, ist: die Liebe zum Fichtelgebirge. Die alles andere als eine Eintagsfliege ist.

Gerald Deinzer beschäftigt sich mit dem Thema seit Jahren. Ausgangspunkt der Idee, eine 15 Kilometer lange Seilbahn von Bindlach bis zum Ochsenkopf zu bauen, war im doppelten Sinn der Weiher im Bindlacher Industriegebiet: „Ich dachte, es wäre eine tolle Sache, wenn man dort einen dauerhaften Badesee machen könnte. Der Eigentümer war aufgeschlossen.“

Das Umfeld war es, was die Überlegung Deinzers wachsen werden ließ: „62 000 Autos fahren auf der Autobahn täglich an Bayreuth und Bindlach vorbei. So kam ich auf die Idee: eine Seilbahn von Bindlach ins Herz des Fichtelgebirges – das wär’s doch.“ Die kürzeste Verbindung, ökologisch, weil man die Bahn mit Sonnenstrom betreiben könnte. Barrierefrei. Und eine Attraktion für alle Altersgruppen obendrein. „Das Fichtelgebirge würde an die Autobahn heranrücken.“ Optisch. Weil man die Bahn von der Autobahn aus wahrnehmen würde.

Deinzer sagt, von den verschiedensten Punkten auf der Strecke der Seilbahn – von Bindlach über Nemmersdorf und Warmensteinach nach Fleckl – bieten sich atemberaubende Aussichtsmöglichkeiten. Die man so kaum wahrnehme. Die aber mehr Publikum verdient hätten – als „Gegenpol zu dem ganzen Alpenwahnsinn“, wie es Alexander Hanke-Mellby nennt. „Die Bahn, die wir Fichtelexpress genannt haben, ist der Aufhänger für das, was wir als Vision in den vergangenen Monaten entwickelt haben. Mittlerweile sind wir so weit, dass wir sagen, die Bahn wäre die letzte Konsequenz.“

Die Bahn wäre „der Attraktor“, wie Hanke-Mellby sagt. Denn das Fichtelgebirge habe, allen Niedergangsszenarien zum Trotz, viele Pluspunkte. Allem voran die gute Verkehrsanbindung. Und die Lage: Mitten in Europa. Deshalb läuft das Konzept auch unter dem Namen Eumi – die Kurzform von Europas Mitte. Eumi heißt das Maskottchen, der Wolpertinger aus dem Fichtelgebirge mit dem Siebenstern in der Hand. Wolpertinger Eumi soll die Menschen an die Hand nehmen, soll ihnen zeigen, dass das Fichtelgebirge mehr zu bieten hat. „Die Aktivitäten am Ochsenkopf sind mehr auf Sport ausgelegt. Es fehlt aber beispielsweise an Gastronomie“, sagt Stefan Trassl. Und: die Seilbahn zum Ochsenkopf muss über kurz oder lang modernisiert werden – warum nicht in einem Aufwasch mit dem Bau der längsten Seilbahn der Welt? „Im Fichtelgebirge ist aus unserer Sicht mehr geboten als in einem österreichischen Skiort. Aber es fehlt der touristische Höhepunkt, der die Leute anzieht“, sagt Hanke-Mellby. Die Seilbahn wäre die Öffnung zum ganzjährigen Tourismus.

Deshalb soll ein Eumi-Bergerlebnispark am Ochsenkopf „mit Themenschwerpunkten aus allen europäischen Ländern“, wie Hanke-Mellby sagt, ein Angebot parallel zur Seilbahn sein. Ähnlich wie in Tirol, wo der Hexenwasser-Naturerlebnispark auf der Hohen Salve den Berg auch im Sommer attraktiv macht.

Werner Schertel verspricht sich als Warmensteinacher und leidenschaftlicher Skisportler vom Bau der Seilbahn, dass die Nordhänge in Warmensteinach, die vor Jahrzehnten die Menschen aus ganz Nordbayern angezogen haben, wiederbelebt werden. „Der einzige Lift, den wir noch hatten – die Königsheide –, ist vor Jahren in einer Nacht-und-Nebel-Aktion abgebaut worden“, sagt Schertel. Das Hotel Sonnenbichl: Leerstand seit mehr als zehn Jahren. Über die Mittelstation Warmensteinach wäre der Anschluss wieder da: Skischaukel Königsheide – Ochsenkopf. Für die bräuchte es noch einen Sessellift aus der Ortsmitte zur Königsheide „und wir könnten die alten Hänge Hohe Wacht oder den Beck’n-Berg wieder erschließen. Das Sonnenbichl wäre mitten im Skigebiet – und man könnte den ganzen Tag Ski fahren. Ohne dass es langweilig wird“.

„Wir hoffen“, sagt Deinzer, dass die „Bevölkerung das Potenzial sieht, das hinter der Idee steckt“ – aus der Politik habe die Gruppe Signale bekommen, dass eine Finanzierung der Seilbahn gar nicht so unrealistisch wäre. Profitieren würde die ganze Region. „Wir wollen keine Ängste schüren, sondern Dynamik reinbringen.“ Die Gruppe ist mit ihren Ideen in einer Sackgasse angekommen und hofft, dass die Vision anspornt, in ähnlichen Bahnen weiter zu denken. Trassl ergänzt: „Wir wollen, dass sich im Fichtelgebirge was entwickelt.“ Zu lang sei schon viel zu wenig passiert in der Mitte Europas.

Antworten:

Potenzial?

Servus,

wie immer ein weiteres Ding um Energie auszugeben und Ressourcen zu verschwenden.

Ein hölzerner Rathausturm auf der Kösseine, wo zu jeder Sitzung der Stadtrat hinauf LÄUFT... Ebenso wandert das Personal rauf und runter. Ganz zu schweigen von der gesamten "Idee"...
Ein Großlandkreis Fichtelgebirge! Ja klar, WUN mit Teilen von KU, BT, HO und am Ende regierungsbezirkübergreifend von TIR(OL) noch Teile dazu.
Warum schmeißt man nicht endlich HO und WUN zusammen? Heraus käme HOF = Hochfranken...
KU und KC?
BT bleibt (vorerst).

Ei freilich, warum das alles nicht :cheers:


malo

von nix mehr - am 01.03.2015 21:33

Re: Potenzial?

Großlandkreise sind immer so ein Problem, sieht man ja grad an Erlangen-Höchstadt.

von Siemensianer - am 01.03.2015 21:36
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