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Eisenbahnforum Nordostbayern
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Erster Beitrag:
vor 3 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 3 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
ChristianMUC, NE81, Falkensteiner Bockerl, Joachim Piephans, 218 002-4

Gotteszell - Viechtach: Zeitplan bis zur Aufnahme des Probebetriebs (mL)

Startbeitrag von 218 002-4 am 06.04.2015 18:10

Hallo zusammen,

auf der Homepage der Länderbahn findet sich eine Aufstellung, was bis zum Start des zweijährigen Probebetriebs zwischen Gotteszell und Viechtach noch alles zu tun ist:

Klick

Grüße aus Niederbayern!

Antworten:

Ich vermisse Angaben zur technischen Sicherung der Bahnübergänge.
Warscheinlich streiten die beteiligten Parteien noch um die Finanzierung.

von Falkensteiner Bockerl - am 07.04.2015 16:27

Welche technische Sicherung?

Zitat
Falkensteiner Bockerl
Ich vermisse Angaben zur technischen Sicherung der Bahnübergänge.
Warscheinlich streiten die beteiligten Parteien noch um die Finanzierung.


Ich vermisse die nicht. Siehe das Konzeptpapier für den Probebetrieb [www.bayerwald-ticket.com] , dass für die Teisnacher Bahnübergänge eine Postensicherung für den Zeitraum des Probebetriebes vorsieht.

Seite 26:
Zitat

Vor und nach dem Bahnhof Teisnach befinden sich zwei Bahnübergänge, die nach den aktuellen Verkehrszahlen gesichert werden müssen. Gegenwärtig erfolgt die Sicherung durch einen Sicherungsposten, der während der Haltezeit im Bahnhof zum anderen BÜ eilt. Grundsätzlich sollten diese Bahnübergänge dauerhaft technisch gesichert werden, für den Zeitraum des Probebetriebs erscheint die Sicherung durch Posten aber weiterhin sinnvoll, wobei die Wirtschaftlichkeitsberechnungen die Postensicherung gegenüber der technischen Sicherung nur knapp als günstiger ausweisen. Bei diesen Berechnungen ist auch die Sicherung des BÜ km 9,893 mit einbezogen worden, da es sinnvoll erscheint beim Bau einer Bahnübergangssicherungsanlage diesen BÜ im Rahmen einer BÜ-BÜ-Kette einzubinden.


von NE81 - am 07.04.2015 17:41

Re: Welche technische Sicherung?

Zitat
NE81
Zitat
Falkensteiner Bockerl
Ich vermisse Angaben zur technischen Sicherung der Bahnübergänge.
Warscheinlich streiten die beteiligten Parteien noch um die Finanzierung.


Ich vermisse die nicht. Siehe das Konzeptpapier für den Probebetrieb [www.bayerwald-ticket.com] , dass für die Teisnacher Bahnübergänge eine Postensicherung für den Zeitraum des Probebetriebes vorsieht.

Seite 26:
Zitat

Vor und nach dem Bahnhof Teisnach befinden sich zwei Bahnübergänge, die nach den aktuellen Verkehrszahlen gesichert werden müssen. Gegenwärtig erfolgt die Sicherung durch einen Sicherungsposten, der während der Haltezeit im Bahnhof zum anderen BÜ eilt. Grundsätzlich sollten diese Bahnübergänge dauerhaft technisch gesichert werden, für den Zeitraum des Probebetriebs erscheint die Sicherung durch Posten aber weiterhin sinnvoll, wobei die Wirtschaftlichkeitsberechnungen die Postensicherung gegenüber der technischen Sicherung nur knapp als günstiger ausweisen. Bei diesen Berechnungen ist auch die Sicherung des BÜ km 9,893 mit einbezogen worden, da es sinnvoll erscheint beim Bau einer Bahnübergangssicherungsanlage diesen BÜ im Rahmen einer BÜ-BÜ-Kette einzubinden.


Ist das noch der aktuelle Stand? Das Papier stammt doch vom November 2012.

von Falkensteiner Bockerl - am 07.04.2015 18:15

Ist mein letzter Stand

Postensicherung ist auch abgesehen von diesem Schriftstück mein letzter Stand den ich aus Go-Vit-Kreisen berichtet bekam.

Es erscheint mir auch durchaus sinnvoll zu sein, hat man ja nicht wirklich viel Zeit um die Strecke herzurichten und müsste sich für die technische Sicherung der BÜs ausgerechnet mit Teisnach einigen, wo der Widerstand sowohl von offizieller Seite als auch von den Bürgern am größten war. Hier bestünde also durchaus ein hohes Druckpotential den dort ungewollten Probebetrieb zu verzögern. Daher ist Postensicherung bei allen Nachteilen die sich daraus ergeben, die schnellste Lösung sein.

Man sollte ja auch bedenken, dass der Probebetrieb scheitern könnte und dann hätte Teisnach eine Menge Geld ausgegeben, für eine Strecke die dann nicht mal täglich befahren würde. So etwas würde man nie zustimmen. Alleine die Planfeststellung für den neuen Kreuzungsbahnhof dort wird sicher schon spannend werden. Ebenso wie die Planfeststellung für Teisnach-Technologiecampus, der entgegen dem Namen, im nicht minder Bahnskeptischen Geiersthal liegt. Man will dieses Verfahren ja binnen eines Jahren hinbekommen und dann in nicht mal 5 Monaten den Bau durchziehen. In meinen Augen ein durchaus ambitioniertes Vorhaben.

von NE81 - am 07.04.2015 19:02
Was mich wundert - gilt §15 (2) EBO nicht für die Regentalbahn? Bei DB-Strecken wird mittlerweile selbst bei Einzugbetrieb mit der Betriebseinstellung gedroht, wenn keine PZB vorhanden ist. Und hier wird der Betrieb im Reisezugverkehr mit Kreuzungen ohne jegliche technische Sicherung aufgenommen?

von ChristianMUC - am 08.04.2015 07:38

ZLB mit oder ohne TUZ

§ 14 (2) EBO spricht nicht von einer PZB, sondern lediglich von Einfahrsignalen (Hauptsignalen) - wenn die Einfahrgeschwindigkeit größer als 50 km/h ist.

Was spricht dagegen, einen Bahnhof samt Kreuzungen im Zugleitbetrieb mit Trapeztafeln zu betreiben? Das Verfahren funktioniert seit 1928 und ist durch ein Regelwerk bestimmt.

Ist neuerdings ***vorgeschrieben***, daß ein Zugleitbetrieb technisch unterstützt (TUZ mit Indusi-Freischaltung oder Achszählern) sein ***muß*** ? Aus der EBO kann ich das nirgends herauslesen. Für den Probebetrieb, zumal auf Infrastruktur einer NE, kann das Verfahren Zugleitbetrieb über Funk - mit Trapeztafeln und Rückfallweichen, ohne TUZ - doch genügen!?

Gruß,
Joachim

von Joachim Piephans - am 08.04.2015 12:44

Re: ZLB mit oder ohne TUZ

Sorry, ich meinte § 15 (2) EBO. Im § 14 geht es um die Signale, die sind nicht zwingend erforderlich, da hast du Recht.
Gegen ZLB spricht an sich überhaupt nichts. Nur gilt seit den Regelwerksänderungen im Nachgang zum Unfall Hordorf, dass bei Geschwindigkeiten oberhalb 50 km/h Absicherung mit PZB zu erfolgen hat. Eine zeitlich befristete Ausnahme gab/gibt es lediglich für Strecken mit Einzugbetrieb.
Die Unterscheidung NE vs. EdB halte ich persönlich für Schwachsinn - entweder ich habe die Anforderung an die gestiegene Sicherheit - oder ich habe sie nicht. Das vom Betreiber abhängig zu machen, ist seltsam. Die Ilztalbahn (EIU: RSE - auch eine NE...) hat für ihren lediglich am Wochenende bestehenden Mehrzugbetrieb TUZ nachrüsten müssen - warum soll hier für die Regentalbahn abgewichen werden? Bahnbetrieb schön und gut, aber bitte mit gleichem Regelwerk für alle.
Zwiesel-Grafenau dürfen wegen fehlender PZB-Absicherung in Spiegelau nicht mal Sonderzüge fahren, keine 50 km weiter will man planmäßig Stundentakt ohne jegliche technische Sicherung fahren.

von ChristianMUC - am 08.04.2015 15:28

Wo her diese Information?

Woher stammt diese Information, dass hier ein nicht technisch unterstützter Zugleitbetrieb durchgeführt werden soll?

von NE81 - am 08.04.2015 15:36
Ich habe bisher in keiner Veröffentlichung einen Hinweis darauf vernommen, dass etwas in dieser Richtung geplant ist.

von ChristianMUC - am 08.04.2015 15:38

Re: Ist mein letzter Stand

Zitat
NE81
Postensicherung ist auch abgesehen von diesem Schriftstück mein letzter Stand den ich aus Go-Vit-Kreisen berichtet bekam.

Es erscheint mir auch durchaus sinnvoll zu sein, hat man ja nicht wirklich viel Zeit um die Strecke herzurichten und müsste sich für die technische Sicherung der BÜs ausgerechnet mit Teisnach einigen, wo der Widerstand sowohl von offizieller Seite als auch von den Bürgern am größten war. Hier bestünde also durchaus ein hohes Druckpotential den dort ungewollten Probebetrieb zu verzögern. Daher ist Postensicherung bei allen Nachteilen die sich daraus ergeben, die schnellste Lösung sein.


Ist zwar nicht die beste Lösung, aber warscheinlich die einfachste und kostengünstigste.
Außerdem können sich die Teisnacher auch nicht beschweren, dass die (Halb)Schranken zu lange geschlossen sind.

von Falkensteiner Bockerl - am 08.04.2015 16:08

Re: ZLB mit oder ohne TUZ

Zitat
ChristianMUC
Sorry, ich meinte § 15 (2) EBO. Im § 14 geht es um die Signale, die sind nicht zwingend erforderlich, da hast du Recht.
Gegen ZLB spricht an sich überhaupt nichts. Nur gilt seit den Regelwerksänderungen im Nachgang zum Unfall Hordorf, dass bei Geschwindigkeiten oberhalb 50 km/h Absicherung mit PZB zu erfolgen hat. Eine zeitlich befristete Ausnahme gab/gibt es lediglich für Strecken mit Einzugbetrieb.


Das gab es doch nach den Zugunglück in Warngau auch schon mal.
Damals durfte z.B. auf der Tegernseebahn auch nur noch ein Zug unterwegs sein.
Auf der Strecke Cham-Lam musste man auch in Bad Kötzting umsteigen.
Erst mit Einführung der Rückfallweichen und des Zugsicherungssystems (funktioniert mit Schlüssel, ich kenne mich da nicht so genau aus) durften in Bad Kötzting Zugkreuzungen stattfinden.

von Falkensteiner Bockerl - am 08.04.2015 16:24
Auf Seite 27 des von mir oben verlinkten Konzepts wird der beschrieben das ein Technisch unterstützter Zugleitbetrieb geplant ist:

Zitat

Ab Ende 2014 ist bei Strecken, auf denen Züge kreuzen, die Einrichtung eines Zugsicherungssystems vorgeschrieben. Die Länderbahn sieht eine Zugsicherung in Form des technisch unterstützten Zugleitbetriebs vor. Dabei schaltet der Triebfahrzeugführer,nach Fahrtfreigabe durch den Zugleiter,einen Sicherungsmagneten mithilfe eines Schlüssels oder eines Infrarotsignals unscharf. Solche Sicherungseinrichtungen wären in den Bahnhöfen Gotteszell, Teisnach (2x) und Viechtach nötig. Auf der Strecke Cham – Bad Kötzting – Lam haben DB Netz und die Länderbahn dieses System mit Schlüsseln im Einsatz und damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Sollte der LfB evtl. eine Ausnahmegenehmigung für die Restdauer des Probebetriebs ab Ende 2014 erteilen, kann die Investition in ein solches System vorerst entfallen.


Wie aktuell und zuverlässig der Text ist bleibt aber dahingestellt.

von NE81 - am 08.04.2015 17:06
Wenn das so kommt, wäre alles in trockenen Tüchern. Allerdings steht da auch "Sollte der LfB evtl. eine Ausnahmegenehmigung für die Restdauer des Probebetriebs ab Ende 2014 erteilen, kann die Investition in ein solches System vorerst entfallen."

von ChristianMUC - am 08.04.2015 17:27

Umstände beachten.

Ja das steht dort. Allerdings ging man damals auch von einem Probebetrieb ab 6/13 aus. Daher die Erwähnung einer Ausnahmegenehmigung von 6/13-12/14 die ja nach der damaligen Rechtslage durchaus möglich gewesen wäre. Mittlerweile wird mit einem Start 9/16 gerechnet und damit ist die Frist 12/14 schon abgelaufen.

von NE81 - am 08.04.2015 18:18

Re: Umstände beachten.

Wie gesagt - ich lass mich durchaus positiv überraschen.

von ChristianMUC - am 08.04.2015 18:31
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