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Eisenbahnforum Nordostbayern
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15
Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
Pendler_NKU, Martin Pfeifer, Oberfranke, Falkensteiner Bockerl, Bahnwärter1848, bahnHOFbilder, Neuenmarkt

Ausbau Haltepunkt Untersteinach (b. Stadtsteinach) verzögert sich um min. 1 Jahr

Startbeitrag von Pendler_NKU am 01.07.2015 16:17

Servus,

Gerade einen Artikel gesehen auf infranken.de. Kostenpflichtig, daher kurze Zusammenfassung der wichtigsten Daten. Für alle Abonnenten dennoch der Link:
[www.infranken.de]

Der Bau eines zweiten Bahnsteigs in Untersteinach wird sich noch um mindestens ein Jahr verzögern.
Die geplanten Baumaßnahmen im Überblick:

1.Neubau Bahnsteig 2 (Richtung Neuenmarkt-Wirsberg)
Zweck: Fahrtzeitverkürzung und Vereinfachung da aktuell Wechsel ins Gegengleis notwendig.

2. Erhöhung Bahnsteig 1 (Richtung Kulmbach/Lichtenfels)
Zweck: verbesserte Barrierefreiheit

3. Treppenüberführung Bahnsteig 1/2

Bauausführung: Frühjahr 2017
Kosten: 3 Millionen Euro

Gemeinde ist dennoch nicht ganz zufrieden da: Bahnsteig 2 nicht Barrierefrei erreichbar. Eigeninvestition der Gemeinde für Aufzüge unwahrscheinlich aufgrund hoher Kosten. Dennoch: Flächen für Aufzüge eingeplant.

Ein kleiner Witz am Rande ist noch dabei:
Zitat: " Treppen für eine Überführung in 6,5 Metern Höhe, die auf einer möglichen Elektrifizierung ( :D ) der Strecke beruht" Da musste ich kurz lachen :D

Viele Grüße!

Antworten:

Warum lachen?

ich zitiere den Pendler :

Ein kleiner Witz am Rande ist noch dabei:
Zitat: " Treppen für eine Überführung in 6,5 Metern Höhe, die auf einer möglichen Elektrifizierung ( :D ) der Strecke beruht" Da musste ich kurz lachen :D

Zitat Ende

Die Strecke Bayreuth- Hochstadt wurde ja auch für die Elektrifizierung angemeldet, sie hat keinen großen Aufwand wie Tunnel oder sonstiges, in Hochstadt hängt ja schon der Draht.

Es könnten dann somit von Bayreuth durchgehende E- Züge bis Würzburg bzw. in Randlage bis Frankfurt fahren, die Anbindung von Hof dann wegen der Fahrtzeit mit NT Zügen bis NNE und dort Umstieg.

Allerdings hat die Strecke wegen fehlenden GV nur geringe Chancen, auch wenns nur 50 KM fehlender Draht sind, ist ja keine Distanz und man käme vom Diesel weg

von Neuenmarkt - am 02.07.2015 06:46

Re: Warum lachen?

Servus,

Du hast natürlich vollkommen Recht, dass die Strecke relativ leicht zu elektrifizieren wäre und dass dies Vorteile bringen würde.
Auch wurde sie für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet ABER unter dem Vorbehalt dass Nürnberg-Marktredwitz-Hof bzw Schirnding-Grenze D/CZ Vorrang behält. Ich bin da sehr skeptisch dass dieser Antrag durch kommt. Ich hoffe es aber natürlich...
Also in absehbarer Zeit traue ich mich wetten dass hier fröhlich weitergedieselt wird. Lasse mich aber sehr gerne vom Gegenteil überraschen ;)

Viele Grüße!

von Pendler_NKU - am 02.07.2015 07:11

Überführung in Untersteinach ?

Diese Worte an sich machen mich nachdenklich. Überall werden die Fußgängerbrücken abgebaut und dort, wo man über den 10 m neben dem Bahnsteig befindlichen BÜ leicht auf die andere Seite kommt, dort will man eine neue Fußgängerbrücke bauen. Klingt das nicht ein wenig nach Schilda?

Nachdem jetzt schon der alte Güterschuppen abgebrochen ist, sollte es doch möglich sein, die Passagiere zu ebener Erde zum Bahnsteig Ri Hof zu leiten. Wird ja sogar an Kreuzungsbahnhöfen so gemacht (Rehau, Selbitz)....

Gruez

von Oberfranke - am 02.07.2015 08:51

Re: Überführung in Untersteinach ?

Servus,

Da hast du recht! Ein Schritt in Richtung Barrierefreiheit wäre schonmal keine neuen Barrieren aufzubauen!
Denke auch dass das hier möglich sein sollte über BÜ.

Grüße!

von Pendler_NKU - am 02.07.2015 09:10

Re: Überführung in Untersteinach ?

Danke und Sorry - es war nat . Untersteinach gemeint..

von Oberfranke - am 02.07.2015 09:32

Re: Überführung in Untersteinach ?

Zitat
Oberfranke
.... sollte es doch möglich sein, die Passagiere zu ebener Erde zum Bahnsteig Ri Hof zu leiten. Wird ja sogar an Kreuzungsbahnhöfen so gemacht (Rehau, Selbitz)....
Gruez


... nur dass in Selbitz und Rehau der Gegenzug anhalten muss und fahrplantechnisch meist als erster kommt. In Untersteinach will man das ja gerade durch den 2. Bahnsteig vermeiden. Der gefährliche Gegenzug kommt dort irgendwann und fährt vielleicht noch mit hoher Geschwindigkeit durch. Dass die Reisenden zu ebener Erde eine Doppelspurstrecke an einem Haltepunkt überqueren halte ich nicht für möglich.

von bahnHOFbilder - am 04.07.2015 07:55

Re: Überführung in Untersteinach ?

Zitat
bahnHOFbilder
Zitat
Oberfranke
.... sollte es doch möglich sein, die Passagiere zu ebener Erde zum Bahnsteig Ri Hof zu leiten. Wird ja sogar an Kreuzungsbahnhöfen so gemacht (Rehau, Selbitz)....
Gruez


... nur dass in Selbitz und Rehau der Gegenzug anhalten muss und fahrplantechnisch meist als erster kommt. In Untersteinach will man das ja gerade durch den 2. Bahnsteig vermeiden. Der gefährliche Gegenzug kommt dort irgendwann und fährt vielleicht noch mit hoher Geschwindigkeit durch. Dass die Reisenden zu ebener Erde eine Doppelspurstrecke an einem Haltepunkt überqueren halte ich nicht für möglich.


Servus,

möglich wäre es schon, aber das ist dann ein Bahnübergang nach allen Regeln der Kunst.

von Martin Pfeifer - am 04.07.2015 08:33

Re: Überführung in Untersteinach ?

Zitat
Martin Pfeifer
möglich wäre es schon, aber das ist dann ein Bahnübergang nach allen Regeln der Kunst.


Servus,

Wäre wahrscheinlich deutlich teurer als eine Standard-Treppe auf den Bahnsteig zu setzen. Ob barrierefrei oder nicht das ist der Bahn bei einem Kleinst-Haltepunkt wahrscheinlich egal. Auch wenns für die Leute besser wäre. Und Aufzüge werden maximal von der Gemeinde bezahlt (und betrieben) aber das ist ihnen anscheinend zu teuer. Zitat: "so viel Geld kann die Gemeinde für ein Bahnprojekt nicht in die Hand nehmen".

Viele Grüße!

von Pendler_NKU - am 04.07.2015 09:04

Re: Überführung in Untersteinach ?

Zitat
Pendler_NKU
Zitat
Martin Pfeifer
möglich wäre es schon, aber das ist dann ein Bahnübergang nach allen Regeln der Kunst.


Servus,

Wäre wahrscheinlich deutlich teurer als eine Standard-Treppe auf den Bahnsteig zu setzen. Ob barrierefrei oder nicht das ist der Bahn bei einem Kleinst-Haltepunkt wahrscheinlich egal. ...


Servus,

einen barrierefreien Ausbau gibt es erst ab 1000 Ein- / Aussteiger in dieser Station. So jedenfalls mein Kenntnisstand. Es gab in der Vergangenheit ein paar Ausnahmen, aber die dürften hier nicht zutreffen.

von Martin Pfeifer - am 04.07.2015 17:10

Re: Überführung in Untersteinach ?

Servus,

Dein Kenntnisstand ist richtig. Ich verstehe hier auch die beteiligen die beide keinen Aufzug für 10 Leute am Tag bauen wollen. Gerade bei einem umfangreichen Ausbau finde ich es aber trotzdem schade dass man hier keine passende Alternative zum barrierefreien Zugang hat finden können (bis jetzt). Ich.meine von einer Vision gehört zu haben: Ab 20xx komplette Barrierefreiheit. Da wäre es doch ungemein hilfreich wenn man hier nicht noch neue Barrieren aufbaut. Ich hätte hier eher an eine möglichst simple Lösung gedacht wie einen Zugang von der Straße der anderen Seite mit Rampe und über den ca. 50 m entfernten BÜ. Zwar länger aber wenn man es rechtzeitig weiß kann man den Umweg doch zurücklegen.

Viele Grüße!

von Pendler_NKU - am 04.07.2015 17:37

Re: Überführung in Untersteinach ?

Zitat
Pendler_NKU
Servus,

Dein Kenntnisstand ist richtig. Ich verstehe hier auch die beteiligen die beide keinen Aufzug für 10 Leute am Tag bauen wollen. Gerade bei einem umfangreichen Ausbau finde ich es aber trotzdem schade dass man hier keine passende Alternative zum barrierefreien Zugang hat finden können (bis jetzt). Ich.meine von einer Vision gehört zu haben: Ab 20xx komplette Barrierefreiheit. Da wäre es doch ungemein hilfreich wenn man hier nicht noch neue Barrieren aufbaut. Ich hätte hier eher an eine möglichst simple Lösung gedacht wie einen Zugang von der Straße der anderen Seite mit Rampe und über den ca. 50 m entfernten BÜ. Zwar länger aber wenn man es rechtzeitig weiß kann man den Umweg doch zurücklegen.

Viele Grüße!


Servus,

ich gebe Dir hier völlig Recht. Ein zweiter Zugang zum Bahnsteig, mit Rampe und Anschluß an das öffentliche Wegenetz wäre sehr sinnvoll. Nicht nur wegen eventueller Rollstuhlfahrer. Auch oder gerade für Radfahrer. Mal sehen, wann entsprechende Trampelpfade sichtbar sind.

von Martin Pfeifer - am 04.07.2015 19:32

Re: Überführung in Untersteinach ?

Wenn es halt immer so einfach wäre! Natürlich ist die Zuwegung zu Gleis 2 über den BÜ barrierefrei denkbar trotz relativ langem Weg. Aber dann kommt der Knackpunkt: die Schotterverladung soll ja bleiben und das Anschlußgleis sogar verlegt werden, um Platz für den Bahnsteig zu schaffen. Und über das Gleis muss man dann - wenn dann aber gerade der Schotterzug abfahrbereit steht oder rangiert und den Fußgängerüberweg blockiert? Dann hat der Barrierefreiheitnutzer wieder verloren...
Und das Anschlußgleis einkürzen? Es müssen ja jetzt schon oft genug die Schotterzüge in zwei Teilen ab Kulmbach gefahren werden.

von Bahnwärter1848 - am 05.07.2015 09:25

Re: Überführung in Untersteinach ?

Zitat
Bahnwärter1848
wenn dann aber gerade der Schotterzug abfahrbereit steht oder rangiert und den Fußgängerüberweg blockiert?
Dann hat der Barrierefreiheitnutzer wieder verloren...


Servus,

Aber wenn es ausschließlich eine Treppe gibt dann hat er immer verloren. Außerdem denke ich dass Nutzer welche darauf angwiesen sind auch genug Zeit einplanen. Es wäre zumindest eine zufriedenstellendere Lösung als nur eine Treppe und ich sag mal finanziell wahrscheinlich "angemessener" für einen Haltepunkt der Größe Untersteinachs. Aber leider muss man sagen dass ja die Bahnhöfe in der Umgebung zum Großteil auch nicht barrierefrei sind (v.A. Kulmbach was eines der Hauptziele der Untersteinacher ist) so dass die Reisenden eh nicht barrierefrei aus dem Zug bzw. vom Bahnsteig kommen. Da ist noch ein weiter Weg zu gehen...

Viele Grüße!

von Pendler_NKU - am 05.07.2015 11:47

Re: Überführung in Untersteinach ?

Zitat
Martin Pfeifer


Servus,

einen barrierefreien Ausbau gibt es erst ab 1000 Ein- / Aussteiger in dieser Station. So jedenfalls mein Kenntnisstand. Es gab in der Vergangenheit ein paar Ausnahmen, aber die dürften hier nicht zutreffen.


Es geht aber auch anders, siehe Roding.
Dort hat sich die Stadt beteiligt und zahlt u.a. die Aufzüge.

von Falkensteiner Bockerl - am 05.07.2015 18:08
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