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Eisenbahnforum Nordostbayern
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Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Martin Pfeifer, awp, Joachim Piephans, Martin Pfeifer_2, E03 004

? zu Bauarbeiten in Rehau

Startbeitrag von E03 004 am 05.08.2015 11:27

Ab kommendem Montag wird ja der Bahnbetrieb zwischen Hof, Rehau und Selb für einige Zeit eingestellt.

Die Bauarbeiten in Rehau haben schon vor ein paar Wochen begonnen. Gegenüber vom alten Stellwerk - etwa in Höhe der Einfahrweiche aus Richtung Oberkotzau soll anscheinend das neue Stellwerk entstehen. Die Bodenplatte ist schon fast fertig.

Seit Montag ist der Bahnübergang Frauenberger Straße - das ist der direkt am Stellwerk - für den Kfz-Verkehr gesperrt und es wurden quer über die Straße zwei Gräben gezogen.

Ab kommender Woche soll dieser BÜ zunächst einmal wieder frei befahrbar sein, dafür ist dann bis zum 5.9.2015 der BÜ Schützenstraße - das ist der beim Einfahrsignal aus Richtung Selb - komplett gesperrt.

Vom 11.9. bis voraussichtlich Dezember folgt dann noch einmal der BÜ Frauenberger Straße.

Was soll eigentlich in Rehau alles gemacht werden?
Laut BEG-Stationsdatenbank haben die beiden Bahnsteige ja nur eine Höhe von 20 cm. Tut sich hier auch was?

Vielleicht hat ja jemand genauere Informationen.

Viele Grüße
Patrick

Antworten:

Servus,

nach meinem Kenntnisstand soll das vorhandene mechanische Stellwerk in Rehau zusammen mit dem eh notwendigen neuen Stellwerk in Selb-Plößberg durch ein ESTW abgelöst warden. Da bis jetzt keinerlei Bauvorleistungen erbracht wurden, ist es höchste Zeit.

Ich vermute folgenden Ablauf:

Während der jetzt folgenden drei Wochen Sperrung werden erst einmal die notwendigen Tiefbau-Arbeiten erledigt. Das heißt Kabelkanäle einbuddeln, aber auch die Fundamente für die neuen KS-Signale und für das ESTW-Modulgebäude. Ob in dieser Zeitphase auch schon die neuen Signale aufgestellt werden, weiß ich nicht.

Nach dem Ende der dreiwöchigen Totalsperrung bleibt das vorhandene Stellwerk in Betrieb. Während dieser Zeit wird das neue ESTW samt Außenanlagen verkabelt und angeschlossen sowie ggf notwendige Probeschaltungen vorgenommen.

Das neue Stellwerk geht dann zusammen mit der Strecke Selb-Plößberg - As und dem Stellwerk für Selb-Plößberg in Betrieb. Das sollte für den Probebetrieb und eventuell notwendige Personalschulungsfahrten der Vogtlandbahn erledigt sein.

Ich gehe davon aus am Freitag die Ein- und Ausfahrsignale des Selber Kopfes das letzte Mal benutzt werden. Abbauen kann man sie so schnell nicht.

von Martin Pfeifer_2 - am 05.08.2015 15:14

das Vögelchen zwitschert aber

auf dieser Seite: SEV Hof - Selb Stadt den Entfall ab 7. August. Das wäre demnach ab Freitag und morgen letzter Betriebstag, evtl. für alle Formsignale.

Mit seiner Ferndiagnose hat Martin schon soweit recht:



Die Fa. Duensing ist zuständig für die Tiefbauarbeiten des ESTW und begann am Montag mit dem Aufschlitzen der Straße. Die neuen Lichtsignale der hofer Ausfahrt kommen näher zum Bahnsteig. Ob dieser erhöht wird, dürfte im Rahmen der Gesamtarbeiten schon angenommen werden. Die neue Signaltechnik soll während der Sperrpause kommen.



Die neuen Platten in Tateinheit mit "großem Palaver" zwischen DB Netz, Gleisbau Bautzen und der Fa. Lasch aus Zwickau verweisen auf die grundhafte Erneuerung des BÜ Schützenstraße.



Zugleich werden Schienen zwischen Rehau und Schönwald gewechselt. Schon im Frühjahr fielen Bäume am Einschnitt in Rehau. Inzwischen ist der Felsenknast fertig.



Richtig zur Sache geht es auch in Plößberg. In den letzten vier Wochen sind alle früheren Gütergleise verschwunden, die Altschwellen und Schienen abgefahren worden. Vögelchen 711 hat hinterm Zaun einige Reisende abgesetzt und fliegt nach Hof davon. Zwei Gleise und drei Weichen kommen neu.



Der Osten als Aufbauhelfer West. Zügig arbeiten die Kollegen vom Hoch und Tiefbau Reichenbach - erfreulicherweise - am neuralgischsten Punkt. In einer Straßensperrpause wurde am 31. Juli die Schutzüberdachung der Straße montiert und in vier Wochen wollen sie mit den Betonarbeiten fertig sein. Alles wird vor Ort betoniert, es kommen keine Fertigteile. » Auch die neue Unterführung in Wildenau nimmt Konturen an.



Bis auf den Belag war am vergangenen WE die neue Feldwegüberführung unmittelbar vor der Umgehungsstraße vollendet. Danach kann der Durchstich in Richtung Kräne erfolgen. Auch der Unterbau kommt voran, gefallen sind allerdings die alten Freileitungsmaste auf dem ganzen Abschnitt von Plößberg bis zur Grenze.

Die böhmischen Kollegen sind übrigens schon seit geraumer Weile fertig, das Gleis liegt geschottert und gerichtet bis zur Grenzlinie. Sie haben aber auch gut drei Monate früher mit den Arbeiten begonnen (und sonnabends/sonntags gearbeitet) ...

LG

von awp - am 05.08.2015 16:02

Re: das Vögelchen zwitschert aber

Servus,

Danke für die aktuellen Bilder - dürfen die interessierten Kreise zur Streckeneröffnung mit einer Festschrift oder einem passenden Buch rechnen?

Am Freitag 07.08. wird laut den SEV-Fahrplänen bis zur Kreuzung um kurz vor 19:00 Uhr in Rehau normaler Betrieb sein. Der dann in Selb Stadt stehende Triebwagen fährt noch als Zug zurück, der im entgegenkommende Zug fährt schon als SEV

von Martin Pfeifer - am 05.08.2015 16:11

beides

Danke Martin,

die Festschrift zu 150 Jahre Eisenbahnen in Eger der Kollegen Barteld aus Berga (Elster) streift natürlich auch die Hofer Pachtbahn als beteiligten Jubilar. Die wird zum Fest und danach erhältlich sein.

Wie gewohnt umfanglich und ausführlich ;) zur Geschichte von Bahn und Region zwischen Hof, Wiesau – Eger nebst sächsischem Anteil wird der Band 9 in der böhmischen Reihe nächstes Jahr erscheinen. Dazu fanden wir uns mit den Freunden vom MuEC Selb sowie weiter am Thema Interessierten in einem umfänglichen Autorenkollektiv zusammen und kommen gut voran. Der spätere Erscheinungstermin ergibt sich einfach zwangsläufig daraus, daß ich das Händeschütteln allerlei Prominenz zur Eröffnung und erste Szenen aus dem durchgehenden Betrieb im Inhalt dabei haben möchte. Inzwischen schaue ich auch optimistischer gen Dezember 2015 als Eröffnungstermin ...

Schönen Abend!

von awp - am 05.08.2015 16:39

Re: das Vögelchen zwitschert aber

Zitat
awp
Die neuen Lichtsignale der hofer Ausfahrt kommen näher zum Bahnsteig.


Meister, das ist schlecht für allfälligen Güterzugverkehr, die Gleislängen von Kreuzungsbahnhöfen nicht ausnutzen zu können, nur weil das Asig nicht am weitest möglichen Punkt steht. Ein Schelm, wer Absicht vermutet?

Wollen doch hoffen, daß wenigstens der Könitzer Schrott künftig den Weg über Asch nimmt.

Gruß,
Joachim

von Joachim Piephans - am 05.08.2015 16:42

Re: das Vögelchen zwitschert aber

Zitat
Joachim Piephans
Zitat
awp
Die neuen Lichtsignale der hofer Ausfahrt kommen näher zum Bahnsteig.


Meister, das ist schlecht für allfälligen Güterzugverkehr, die Gleislängen von Kreuzungsbahnhöfen nicht ausnutzen zu können, nur weil das Asig nicht am weitest möglichen Punkt steht. Ein Schelm, wer Absicht vermutet?

Wollen doch hoffen, daß wenigstens der Könitzer Schrott künftig den Weg über Asch nimmt.

Gruß,
Joachim


Servus,

das die von Andreas geschilderte Anordnung der Ausfahrsignale für den Güterverkehr nachteilig sein muß, bezweifele ich. Grundsätzlich hat die vorgesehene Anordnung ersteinmal den Vorteil, das gleichzeitige Einfahrten aus beiden Richtungen möglich sind, weil die jeweiligen Durchrutschwege hinter den Ausfahrsignalen nicht mehr in die Einfahrt der Gegenrichtung ragen. Das eröffnet den Vorteil den elend langen Aufenthalt der Agilis-Züge nach Selb in Rehau zu kürzen.

Für den Güterverkehr muß das nicht schädlich sein. Wenn nur jeweils ein Ausfahrsignal weit weg vom Grenzzeichen der Weiche ist, bleibt für das andere Gleis eine ordentliche Nutzlänge übrig. Nur das dann halt keine gleichzeitige Einfahrten möglich sind. Da in Rehau wohl ein Güterzug mit dem entgegenkommenden Personenzug der Relation Hof - As kreuzen musste ist dieser Verzicht für mich durchaus darstellbar.

von Martin Pfeifer - am 05.08.2015 19:50

Zusatzfrage: Bü-Sicherung am Hp Wurlitz - Re: ? zu Bauarbeiten in Rehau

Servus,

bei meinen Fototouren der letzten Zeit fiel mir auf, das der Bahnübergang am Hp Wurlitz eine Langsamfahrstelle von 20 km/h aufweist. Wohl weil unter bestimmten Umständen Kfz's auf dem Bahnübergang stecken bleiben können. Solange jeder Zug am Hp Wurlitz hält ist das nicht schön, aber es behindert auch nicht besonders. Nur wenn es zukünftig durchfahrende Züge gibt, stört das.

Weiß jemand ob bei den ganzen Ausbaumaßnahmen auch hier eine neue Bü-Sicherung eingebaut wird?

von Martin Pfeifer - am 06.08.2015 16:06
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