Bis zu 60% der agilis RS-1 mit defektem Bauteil - Großer SEV im Dieselnetz Oberfranken - Dauer unbekannt!!! (Link)

Startbeitrag von Pendler_NKU am 05.11.2015 09:59

[www.agilis.de]

Das sieht Übel aus ...

Antworten:

Zitat
Pendler_NKU
[www.agilis.de]

Das sieht Übel aus ...


Servus !

Ein Dank an die BEG, die mit ihrem Ausschreibungswahn und den ständigen Forderungen nach neuen, supermodernen VT/ET zum Billigpreis solche Dinge provoziert. Solide Fahrzeuge, ein lokbespannter DoSto-Zug oder die guten alten 628 zählen ja heutzutage nichts mehr und deshalb kann ich mir hierzu ein Lächeln nicht verkneifen.

Pfiats Eich
Oli

von 111227-5 - am 05.11.2015 19:09
Zitat
111227-5
... den ständigen Forderungen nach neuen, supermodernen VT/ET zum Billigpreis ... Solide Fahrzeuge ...


Du machst es Dir schon ein wenig einfach. Der Typ RS 1, wie ihn agilis einsetzt, läuft seit bald zwei Jahrzehnten in fast 500 Exemplaren bei verschiedensten Bahnunternehmen. Im Thüringer Schiefergebirge ist er seit Jahren auf Steilstrecken im Einsatz, desgleichen setzen ihn die Tschechischen Eisenbahnen auf der Tannwalder Zahnradbahn im Adhäsionsbetrieb ein; bei der DB hat(te) er IRE-Dienste zu leisten. Alles in allem harter Alltagsbetrieb. Hier von einem Billig-Fahrzeug zu sprechen, ist selbst ein wenig billig, meine ich. Es ist grade mal ein verschleißendes Bauteil aus einem bestimmten, eng umgrenzten Herstellungszeitraum betroffen. Von hier aufs Fahrzeug zu schließen, ist unsachlich.

Ein RS 1 ist für völlig andere Verkehre gedacht als ein fünfteiliger Doppelstock-Wendezug mit 111, insofern geht auch dein zweiter Satz fehl - noch dazu, weil letztere Garnituren sehr wohl etwas "zählen" und auch vom Besteller akzeptiert und gewünscht sind. Womit sollte man auf manchen Relationen auch sonst die Fahrgastzahlen bewältigen?

Gruß,
Joachim

PS: Habe erst gestern auf der Fahrt von Lauscha heimwärts einen 650 (RS 1) der STB, einen 442 von DB Regio und eine DoSto-Garnitur der KBS 910 genutzt. Gefahren bin ich in allen gut. Nicht am besten, sondern am liebsten freilich im Wittenberger Steuerwagen der DoSto-Garnitur, wegen der Polster und des Übersetzfensters ...

von Joachim Piephans - am 05.11.2015 20:11

Zustimmung!

Servus,

ich gebe dir voll und ganz recht! Man kann hier auch m.M.n. nicht sagen dass dank der BEG nur noch schrottfahrzeuge gebaut werden. Was soll denn sonst fahren im Dieselnetz Oberfranken? Eine 218 mit einem Dosto? Aus den Reaktionen in meinem Umfeld und den sozialen Netzwerken schließe ich das die agilis im Allgemeinen einen guten Ruf hat. Das ist natürlich auch zu einem großen Teil von den Fahrzeugen abhängig die den heutigen Standards entsprechen. Darunter verstehe ich vor allem eine Klimaanlage, gutes Fahrgastinformationssystem, niedriger Einstieg, moderne Toilette. Die besondere Polsterung oder andere Nuancen die oft die Eisenbahn-Fans schätzen sind im Alltag (wohlgemerkt im Nahverkehr) oft von geringer Bedeutung oder fallen dem Otto-Normal-Fahrgast oft gar nicht auf.
Auch wenn ich weiß-Gott kein Verfechter der agilis im Allgemeinen und der RS1 derselben im speziellen bin gefallen sie mir doch besser als die n-wagen die ich zwischen Würzburg und Heilbronn mehr oder weniger regelmäßig nutzen "darf".

Viele Grüße!

von Pendler_NKU - am 05.11.2015 20:32
[quote="Joachim Piephans]

Du machst es Dir schon ein wenig einfach. Der Typ RS 1, wie ihn agilis einsetzt, läuft seit bald zwei Jahrzehnten in fast 500 Exemplaren bei verschiedensten Bahnunternehmen. Im Thüringer Schiefergebirge ist er seit Jahren auf Steilstrecken im Einsatz, desgleichen setzen ihn die Tschechischen Eisenbahnen auf der Tannwalder Zahnradbahn im Adhäsionsbetrieb ein; bei der DB hat(te) er IRE-Dienste zu leisten. Alles in allem harter Alltagsbetrieb. Hier von einem Billig-Fahrzeug zu sprechen, ist selbst ein wenig billig, meine ich. Es ist grade mal ein verschleißendes Bauteil aus einem bestimmten, eng umgrenzten Herstellungszeitraum betroffen. Von hier aufs Fahrzeug zu schließen, ist unsachlich.


Ein RS 1 ist für völlig andere Verkehre gedacht als ein fünfteiliger Doppelstock-Wendezug mit 111, insofern geht auch dein zweiter Satz fehl - noch dazu, weil letztere Garnituren sehr wohl etwas "zählen" und auch vom Besteller akzeptiert und gewünscht sind. Womit sollte man auf manchen Relationen auch sonst die Fahrgastzahlen bewältigen?


Gruß,
Joachim

PS: Habe erst gestern auf der Fahrt von Lauscha heimwärts einen 650 (RS 1) der STB, einen 442 von DB Regio und eine DoSto-Garnitur der KBS 910 genutzt. Gefahren bin ich in allen gut. Nicht am besten, sondern am liebsten freilich im Wittenberger Steuerwagen der DoSto-Garnitur, wegen der Polster und des Übersetzfensters ...[/quote]



...verschleißendes Bauteil nach 5 Jahren Einsatzzeit ? gab es da mit den Drehgestellen nicht auch schon Probleme ?... mei, mei, mei, redet es nur schön...

...und was hat die BEG auf folgenden Strecken gemacht ? München-Salzburg, München-Passau, München-Augsburg, Nürnberg-Bamberg, München-Garmisch...überall die DoSto`s abgeschafft...Hauptsache unterwegs a bisserl flügeln und kuppeln oder Zugteile weglassen, so es mit der Fahrzeugverfügbarkeit mau ausschaut...

Pfiats Eich
Oli

von 111227-5 - am 05.11.2015 21:01

Re: Zustimmung!

Zitat
Pendler_NKU
Servus,

ich gebe dir voll und ganz recht! Man kann hier auch m.M.n. nicht sagen dass dank der BEG nur noch schrottfahrzeuge gebaut werden. Was soll denn sonst fahren im Dieselnetz Oberfranken? Eine 218 mit einem Dosto? Aus den Reaktionen in meinem Umfeld und den sozialen Netzwerken schließe ich das die agilis im Allgemeinen einen guten Ruf hat. Das ist natürlich auch zu einem großen Teil von den Fahrzeugen abhängig die den heutigen Standards entsprechen. Darunter verstehe ich vor allem eine Klimaanlage, gutes Fahrgastinformationssystem, niedriger Einstieg, moderne Toilette. Die besondere Polsterung oder andere Nuancen die oft die Eisenbahn-Fans schätzen sind im Alltag (wohlgemerkt im Nahverkehr) oft von geringer Bedeutung oder fallen dem Otto-Normal-Fahrgast oft gar nicht auf.
Auch wenn ich weiß-Gott kein Verfechter der agilis im Allgemeinen und der RS1 derselben im speziellen bin gefallen sie mir doch besser als die n-wagen die ich zwischen Würzburg und Heilbronn mehr oder weniger regelmäßig nutzen "darf".

Viele Grüße!


...klaro, a Achtzehner mit nem DoSto-Steuerwagen, mei, mei, mei...obwohl: die S-Bahn Dresden fährt auf der S2 auch Garnituren mit zwei DoSto, wäre für den Regensburger Stern auch eine Idee gewesen, aber nicht für die BEG...zu den 650: für den Anschaffungspreis der 38 VT hätte ma in Bestandsfahrzeuge (628, 642 VBG) viel, ja sehr viel investieren können...und für was brauchst du von Kulmbach bis Neuenmarkt, Münchberg bis Wüstenselbitz, Bayreuth bis Stockau oder von Martinlamitz bis Hof eine Klimaanlage ?...

...schaut euch die RegioNetze an: weder bei der SOB, noch bei der WFB, KHB oder Erzgebirgsbahn gab es seit ihres Bestehens im Fahrzeugsektor solche Eiertänze, aber gut, die fahren ja auch nur mit ihren uralt VT`s rum...

Pfiats Eich
Oli

von 111227-5 - am 05.11.2015 21:16
Hier zur Info mal ein Link zu den PM der Erfurter Bahn GmbH, bei der das Problem entdeckt wurde. Offenbar geht es dort glimpflicher ab, nur 7 betroffene Fahrzeuge wurden identifiziert:

[www.erfurter-bahn.de]

Außerdem:
"Zur Absicherung der Personenbeförderung werden auf einzelnen Strecken auch Ersatzfahrzeuge anderer Eisenbahnverkehrsunternehmen eingesetzt."


Zur Diskussion in diesem Thread möchte ich mich nicht weiter äußern. Nur soviel:
- Anhand der von mir beobachteten Auslastung im Netz von Agilis Nord wäre - abgesehen von wenigen Ausnahmen - etwas anderes als der Einsatz von Leichtbaufahrzeugen m.E. heutzutage nicht wirtschaftlich darstellbar. Man kann das nicht mit Strecken wie München-Salzburg vergleichen.
- Der Hinweis auf die Dresdner Dosto-Garnituren stösst mir auch etwas übel auf, wenn ich an die Verfügbarkeit der 143er dort denke. Zum Glück hat man noch die überzähligen 612er, die zwischen Hof und Dresden noch immer regelmäßig aushelfen müssen ...


Gruß
223 061

von 223 061 - am 05.11.2015 21:30

Re: Zustimmung!

Zitat
111227-5

für den Anschaffungspreis der 38 VT hätte ma in Bestandsfahrzeuge (628, 642 VBG) viel, ja sehr viel investieren können...


Und das ist dann für dich zukunftsorientiertes Handeln? Das ist nicht nur was Effizienz der Fahrzeuge angeht n Alptraum sondern auch erheblich schwerer zu vermarkten. Neue Moderne Fahrzeuge sind ein entscheidendes Argument für den Öffentlichen Schienenpersonennahverkehr.

Zitat
111227-5
und für was brauchst du von Kulmbach bis Neuenmarkt, Münchberg bis Wüstenselbitz, Bayreuth bis Stockau oder von Martinlamitz bis Hof eine Klimaanlage ?...


Klimaanlagen sind im Jahr 2015 einfach Standart. Punkt. Das ist auch richtig so. Das ist auch ein Qualitätsmerkmal das von Fahrgästen besonders bei hohen Temperaturen bemerkt und auch sehr geschätzt wird.

Grüße

von Pendler_NKU - am 05.11.2015 21:30

Re: BEG

Zitat
Pendler_NKU
Servus,

ich gebe dir voll und ganz recht! Man kann hier auch m.M.n. nicht sagen dass dank der BEG nur noch schrottfahrzeuge gebaut werden. Was soll denn sonst fahren im Dieselnetz Oberfranken? Eine 218 mit einem Dosto? Aus den Reaktionen in meinem Umfeld und den sozialen Netzwerken schließe ich das die agilis im Allgemeinen einen guten Ruf hat. Das ist natürlich auch zu einem großen Teil von den Fahrzeugen abhängig die den heutigen Standards entsprechen. Darunter verstehe ich vor allem eine Klimaanlage, gutes Fahrgastinformationssystem, niedriger Einstieg, moderne Toilette. Die besondere Polsterung oder andere Nuancen die oft die Eisenbahn-Fans schätzen sind im Alltag (wohlgemerkt im Nahverkehr) oft von geringer Bedeutung oder fallen dem Otto-Normal-Fahrgast oft gar nicht auf.
Auch wenn ich weiß-Gott kein Verfechter der agilis im Allgemeinen und der RS1 derselben im speziellen bin gefallen sie mir doch besser als die n-wagen die ich zwischen Würzburg und Heilbronn mehr oder weniger regelmäßig nutzen "darf".

Viele Grüße!


...und nur so nebenbei: der Schwachsinn mit den 641 auf deiner Strecke nach Bamberg/Hof ist auch dem Mist der BEG gewachsen... jede 01 würde sich auf dem Lokfriedhof im Grabe umdrehen bei den heutigen Fahrzeiten im Vergleich zu damals, wo doch jetzt Alles sooo viel besser und toller ist...ist ja auch kein Wunder, wenn i auf der Hälfte der Strecke mit Hg 120 rumeier, obwohl 140 und mehr möglich wären (Anmerkung: Hauptsache die 610 wurden entsorgt)...

Pfiats Eich
Oli

von 111227-5 - am 05.11.2015 21:31

Re: BEG

Servus,

Bin kein Fan der 641. Aber nicht aufgrund der Tatsache dass es ein moderner Triebwagen ist sondern aus anderen Grünen. U.a. wie du sagtest Vmax, aber auch innenraum-Aufteilung und natürlich Kapazitätsprobleme. Aber deswegen ist die BEG nicht als ganzes zu verteufeln. Die DB hat sich ja immerhin mit der Umgestaltung mühe gegeben die Fahrradprobleme in den Griff zu bekommen...
Aber diese "früher war alles besser Einstellung" die hier mitschwingt mag ich nicht.

Viele Grüße!

von Pendler_NKU - am 05.11.2015 21:40

Re: Zustimmung!

Zitat
Pendler_NKU

Und das ist dann für dich zukunftsorientiertes Handeln? Das ist nicht nur was Effizienz der Fahrzeuge angeht n Alptraum sondern auch erheblich schwerer zu vermarkten. Neue Moderne Fahrzeuge sind ein entscheidendes Argument für den Öffentlichen Schienenpersonennahverkehr.

Klimaanlagen sind im Jahr 2015 einfach Standart. Punkt. Das ist auch richtig so. Das ist auch ein Qualitätsmerkmal das von Fahrgästen besonders bei hohen Temperaturen bemerkt und auch sehr geschätzt wird.

Grüße


...das ist für mich der normale Menschenverstand...wird doch immer vom Kostendruck geredet...Geld zum Fenster rauswerfen, verstehst du das als Effizienz oder kannst du es belegen, das das Gesamtpaket während der Vertragslaufzeit mit neuen Fahrzeugen wirtschaftlich deutlich besser abschneidet als mit modifizierten Altfahrzeugen ?...

...es gibt aber auch Fahrgäste, welche die Klimaanlagen weniger schätzen oder nicht vertragen und was nützt dir zB im Winter eine Klimaanlage, wenn bei einem nicht nur mehrminütigem Halt x-mal die Türen des 650 aufgehen und sich die Kälte von außen herrlich im Fahrgastraum verteilt, ist das auch Standart ? Punkt. Und es zwar im Sommer im VT schön angenehm ist, aber der 1,90 große Fahrgast nicht weiß, wo er mit seinen Beinen hin soll (Sitzabstände), für diesen Reisenden sind zwei, drei Stationen gleich unangenehm als für dich ohne Klimaanlage...es gibt immer 2 Seiten, je nach Betrachtungsweise...

Gut N8

von 111227-5 - am 05.11.2015 21:57

Re: Zustimmung!

Servus,

Zitat
111227-5
...das ist für mich der normale Menschenverstand...wird doch immer vom Kostendruck geredet...Geld zum Fenster rauswerfen, verstehst du das als Effizienz oder kannst du es belegen, das das Gesamtpaket während der Vertragslaufzeit mit neuen Fahrzeugen wirtschaftlich deutlich besser abschneidet als mit modifizierten Altfahrzeugen ?...


Ich kann mir kaum vorstellen dass die alten 628er Kraftstoff- und Schadstoffeffizienter sind als ein moderner Regionaltriebwagen wie der RS1.
Das ist auf der einen Seite wirtschaftlicher und auf der anderen Seite wenn man in die Zukunft schaut auch umweltfreundlicher. Klar spielen, wenn man den Gesamtzeitraum betrachtet auch die Anschaffungskosten eine große Rolle. Ob das nun streng wirtschaftlich sich lohnt kann ich natürlich nicht abschließend beweisen da ich natürlich keine Informationen habe über die Kosten die so ein Altfahrzeug an Wartung, Instandhaltung, Modernisierung, Ersatzteilen (und deren Verfügbarkeit) mehr verursacht als ein Neufahrzeug bei dem im Allgemeinen die laufenden Kosten (deutlich) niedriger liegen. Da wird schon jemand eine Kostenvergleichsrechnung angestellt haben und nicht komplett blind und wirtschaftlich irrational gehandelt haben. Außerdem muss man sich vor Augen führen dass die Vergabe des "Dieselnetz Oberfranken" an agilis im Jahr 2008 geschah bzw. die Ausschreibung noch früher begann. Der Verkehrsvertrag geht übrigens bis 2023. Da ist es meiner Meinung nach sinnvoll und Zukunftsorientiert gedacht wenn man keine Altfahrzeuge, die bereits seit 30 Jahren fahren noch mal 15 Jahre fahren lässt. Dafür bin ich der BEG sehr dankbar dass hier Neufahrzeuge gefordert wurden. Man vergleiche mal die Bahnsituation in Bayern mit der in Baden-Württemberg: Hier gibt es noch klapprige muffelige n-Wagen die einfach nicht mehr Zeitgemäß sind soweit das Auge reicht (ja in Bayern auch noch vereinzelt aber nicht in diesem Umfang). Die sind unbequem, laut, haben keinen Tiefeinstieg und von den Toiletten will ich gar nicht reden (alles was dem normalen Fahrgast auffällt). Ich finde die BEG mach im Allgemeinen eine gute Arbeit. Die Vorstellung dass da nur Wirtschafts-Fuzzys sitzen die keine Ahnung haben und sich freuen wenn sie dem Bahnfahrer wieder ein neues modernes Teufels-Fahrzeug reindrücken können teile ich nicht. Es ist nun mal irgendwann Zeit für Neufahrzeuge so gut die alten dem Eisenbahn-Enthusiasten auch gefallen.

Zitat
111227-5
...es gibt aber auch Fahrgäste, welche die Klimaanlagen weniger schätzen oder nicht vertragen und was nützt dir zB im Winter eine Klimaanlage, wenn bei einem nicht nur mehrminütigem Halt x-mal die Türen des 650 aufgehen und sich die Kälte von außen herrlich im Fahrgastraum verteilt, ist das auch Standart ?


Also mach mal eine Umfrage wer eine Klimaanlage im Zug will und wer nicht. Alles unter 90% pro-Klimaanlage würde mich extrem wundern. Wenn ich in diesem Sommer in einen nicht-klimatisierten Zug hätte einsteigen müssen wäre sehr sauer gewesen. Ich habe einen Klimaanlagenausfall erleben "dürfen", oder soll ich sagen "Sauna-Fahrt"? Die Hölle. Habe außerdem des öfteren Klagen gehört dass es in diversen IC-Wagen auch mollig warm geworden ist. Klimaanlage ist einfach ein Muss.
Der Zusammenhang in der Argumentation zwischen Klimaanlage und kalte Luft im Fahrgastraum (was ja an fehlenden Trenntüren zwischen Fahrgastraum und Türbereich liegt) wird mir leider nicht klar. Solche Trenntüren sind zwar prinzipiell nichts schlechtes (außer was Barrierefreiheit angeht etwas unpraktisch) und vielleicht "nice-to-have" aber im Nahverkehr nicht zwingend vonnöten. Ich persönlich habe noch nie im Winter im Zug gefroren. Wenn es einem auffällt und man sich daran stört sollte man sich eben einen Platz in der Mitte das Wagens suchen. Außerdem gibt es anteilig doch recht wenige Halte wo mehr als einmal die Tür auf und wieder zu geht.

Will natürlich nicht sagen dass alles Neue gut, und alles alte schlecht ist. Man muss, wie so oft, differenzieren und abwägen. Bei neuen wie bei alten Wagen gibt es Dinge die nicht optimal sind.

Viele Grüße!

von Pendler_NKU - am 06.11.2015 10:53
Interessante Diskussion - sehr emotional, aber passend jeweils aus der Sicht DB Tf und Kunde. 650 und 641 geben sich schon mal nichts in Bezug auf das Problem Tür auf im Winter und Du sitzt in der Nähe (komfortmäßig kann man bei beiden Fahrzeugen ja ausweichen...).

Aber das Thema Klimaanlage ist relativ: wenn in einem normalerweise klimatisierten Fahrzeug diese ausfällt, ist dies aufgrund der nicht oder schmalspurig öffenbaren Fenstern natürlich eine Katastrophe (war von Euch schon mal einer dabei, wenn im Touristikzug-WR bei 150 % Besetzung die Klimaanlage Ausfall anmeldet?). Punkt.

Es gibt aber immer noch Generationen von Fahrgästen, die im Sommer nie krank waren, obwohl oder weil bei 30° Plus die Fenster im Zug offen standen und man (relativ) angenehm reisen konnte. Heute muss man - ich hätte das nie gedacht obwohl eigentlich klimaresistent - selbst im Hochsommer einen Pullover in den Rucksack packen, um auf unverschämt kühlende Anlagen reagieren zu können!

Wer das Fahrgefühl der Generation vor der DB AG kennenlernen will, hat ja noch ein paar Tage Gelegenheit, Bm-Nachfolger und andere Kandidaten zwischen Hof und München auszuprobieren. Entweder neu und funktioniert - oder akzeptieren, dass es auch eine andere Meinung gibt...

von Bahnwärter1848 - am 06.11.2015 22:12
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