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Eisenbahnforum Nordostbayern
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vor 2 Jahren, 2 Monaten
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R32chris, BD Regensburg, 223 061, Pendler_NKU, Arzberger, Russenfahrer, Gradausfahrer

[PM] Politik fordert Elektrifizierung Nürnberg-Schwandorf-Prag

Startbeitrag von Arzberger am 21.11.2015 01:34

Man darf gespannt sein was da noch rauskommt, die besseren Chancen hat vermutl. allerdings die Strecke über Marktredwitz oder was meint ihr?
[www.mittelbayerische.de]

LG

Antworten:

Servus,

so schön sich die Resolution der Führungsklasse auch liest, es bleibt schlicht heiße Luft. Eine Resolution ist nichts anderes als eine Erklärung. Sollte sie nicht eingehalten werden, passiert: nichts.

Beispiel: ich tätige eine Resolution nach der ich bis 2017 15 kg abnehmen will. "Ehrgeizig", sagt mein Nachbar. "Was ist denn wenn Du das nicht schaffst?" "Dann habe ich nicht abgenommen", sag ich darauf.
Wem das zu profan ist: Kyoto Klima Protokoll. Verabschiedet durch eine Resolution. Hält sich die ganze Welt dran? Nein. Und was passiert mit denen die sich nicht dran halten? Nichts.

Wir hatten im Naabtal schon einen Zwei Stunden Fernverkehrs Takt. Protegiert wurde die A 93. Wir hatten schon Fernverkehr von Nürnberg nach Tschechien. Protegiert wurde die A 6. In einem Land der Autofahrer auch nachvollziehbar. Wir hatten auch eine funktionierende Staatsbahn. Protegiert wurde die Privatisierung.

Wenn die Politik das wirklich will, müssen Gesetze und Verordnungen her. Schwerlast- und Gefahrgutverkehr im Transit nur auf der Schiene. Generell LKW die länger als 5 Stunden Fahrzeit haben, mit zwei Fahrern besetzen. Ausbau der Schienenwege komplikationslos mit Zusicherung von Lärmschutz für die Anwohner.

Es wäre so einfach Nägel mit Köpfen zu machen. Nur kennen die Köpfe heute ja nicht mal mehr Nägel.

Solange es bei Resolutionen bleibt, können wir Kaffee, Kuchen und die Semmeln für die ganzen Veranstaltungen gleich in den Landratsämtern und im Kabinett abgeben. Effektiv passieren wird nichts. Nur der Wähler hat wieder das Gefühl "Mensch, jetzt ham´s aber wieder mal aufg´zaubert".

mfg
grasdausfahrer

von Gradausfahrer - am 21.11.2015 06:11
Servus!

Das klingt ja alles gut und schön - aber man sollte erst mal mit den "kleineren" Sachen beginnen. Wie wäre es z.B. mit einem zweiten Gleis zwischen Amberg und Irrenlohe? Für diesen Abschnitt hat sich seit dem Krieg niemand mehr interessiert. Mit der Strecke nach Furth im Wald ist es dasselbe - meiner Meinung nach wäre ein zweites Gleis zunächst wichtiger als eine Oberleitung (die ja ohnehin nie kommen wird). Aussichtsreichster Kandidat für eine Elektrifizierung wäre Hof-Regensburg; dann könnte man endlich von Nord nach Süd fast schnurgerade quer durch Deutschland fahren. Da hat man eine zweigleisige Hauptstrecke in direkter Richtung und es fährt nix drauf...echt schade. Für die Eisenbahn ist halt kein Geld da, und schöne Reden kann jeder schwingen, denn die kosten nichts...

Grüße, Russenfahrer

von Russenfahrer - am 21.11.2015 12:49

nix mit München zu tun. Wird Nix.

Da die Strecke leider keine vorteile für Oberbayern und München bringt lehn ich mich mal gaaaaannnnnzzzzz weit aus dem Fenster und sag.

Da passiert eh nix. Vorher wird eine NBS München - Regensburg - Prag gebaut...

So ist das nunmal in unserem tollen CSU Bayern. Da kommt Franken nur als melkkuh vor.

von R32chris - am 22.11.2015 12:44

Schon kommt der Stammtisch

Mal abgesehen davon dass nur ein kleiner Abschnitt der Verbindung Nürnberg - Furth in Franken liegt, hat sie auch für München Vorteile, da dies zur Bündelung Nürnberg/München - Prag gehört und damit der Marktredwitzer Strecke schon deswegen überlegen ist, neben den deutlich niedrigeren Kosten (alles mehrfach so zu lesen gewesen).

Übrigens: Weil Oberbayern so bevorteilt ist, gibt es schon seit Jahrzehnten eine zweigleisig ausgebaute und elektrifizierte Strecke München - Mühldorf - Freilassing, immerhin die am stärksten befahrene eingleisige Strecke Bayerns! Wer kennt nicht die High-Tech-Strecke gen Allgäu, elektrifiziert und mit goldenen Fahrleitungsmasten usw.

Mit ein bisschen mehr Objektivität und ohne Schaum vorm Mund wird man das sicher etwas sachlicher bewerten können als mit dieser Stammtischpolemik von R32chris.
Geh bitte in die Politik und ändere was oder lasse das jammern. Dein Beitrag ist mehr als peinlich und hat ein beschämendes Niveau.

Die regionale Politik setzt sich parteiübergreifend für den Ausbau Nürnberg - Schwandorf - Furth ein, das kann man ihnen nicht vorwerfen.
Dass die Eisenbahn insgesamt in der deutschen Verkehrspolitik gnadenlos benachteiligt wird trifft ja nicht nur die Regionen Nord- und Ostbayern.

von BD Regensburg - am 22.11.2015 14:33

Meine Stammtisch-Meinung dazu ...

Zitat
BD Regensburg
Übrigens: Weil Oberbayern so bevorteilt ist, gibt es schon seit Jahrzehnten eine zweigleisig ausgebaute und elektrifizierte Strecke München - Mühldorf - Freilassing, immerhin die am stärksten befahrene eingleisige Strecke Bayerns! Wer kennt nicht die High-Tech-Strecke gen Allgäu, elektrifiziert und mit goldenen Fahrleitungsmasten usw.

Mit ein bisschen mehr Objektivität und ohne Schaum vorm Mund wird man das sicher etwas sachlicher bewerten können ...



Das sehe ich auch so. Man kommt generell mit den Schienenverkehrsprojekten viel zu wenig voran. Selbst direkt im Knoten München, wo ja nun der Bedarf wirklich vorhanden ist, geht wenig voran. Und was ist von den vielzitierten Ersatzmaßnahmen nach dem Transrapid-Aus bis heute umgesetz?

Was mir persönlich vor allem immer unverständlich ist: Mit welchem immensen Aufwand einerseits die Neubaustrecken gebaut werden (man sieht ja hier immer die Bilder), während andererseits wichtige bestehende Hauptstrecken im Kernnetz noch immer auf uraltem technischem Stand sind, weshalb es dort an Leistungsfähigkeit mangelt. Es fehlt mir hier noch immer der pragmatische Blick auf das Gesamtnetz.


Zitat
BD Regensburg
Dass die Eisenbahn insgesamt in der deutschen Verkehrspolitik gnadenlos benachteiligt wird trifft ja nicht nur die Regionen Nord- und Ostbayern.



Ja. Das Einzige, was die Deutsche Verkehrspolitik - noch dazu seit längerem in bayerischer Hand - schnell und unbürokratisch auf die Reihe bekommen hat, ist die Freigabe des Fernbusmarktes als (politisch gewollte) Konkurrenz zur Bahn. Und gleichzeitig hindert man die Bahn durch eine unvernünftige Investitionsstrategie des Bundes und durch immer neue, kompliziertere Bau- und Betriebsvorschriften, flächendeckend wettbewerbsfähig sein zu können. Das mag mancher auch als Stammtischparole abtun, aber jedesmal, wenn ich sehe, wie sich diese Fernbusse durch die Regensburger Innenstadt wälzen und den Bahnhof umkreisen, dann kommt der Wutbürger in mir hoch. Zum technischen Zustand dieser Fernbusse gab's letztens auch einen Artikel:

"Billig kommt nicht von ungefähr":
[www.n-tv.de]

Gruß
223 061

von 223 061 - am 22.11.2015 15:32

Re: Meine Stammtisch-Meinung dazu ...

Servus,

Das bei der Schieneninfrastruktur viel zu tun ist und viel zu wenig zu langsam passiert, diese Meinung wird wohl fast jeder teilen, ich auch.

Leider ist Deutschland ein Autofahrer-Land. Zumindest subjektiv ist es so dass wesentlich mehr in Straßen investiert wird.

Das Verhältnis Kosten-Nutzen von Neubaustrecken im Vergleich zu Sanierung bestandsinfrastruktur ist ja bekanntlich diskutabel. Da hat jeder andere Ansichten, die nur schwer im wissenschaftlichen Sinne zu beweisen sind. Auch wenn sich natürlich Politiker lieber beim Spatenstich einer neuen Strecke fotografieren lassen ;)

So wenig ich die Fernbusse mag (U.a. aus genau den im verlinkten Artikel Gründen), eines finde ich gut an der Liberalisierung: Die Bahn kann sich nicht auf ihrem Monopol ausruhen und muss sowohl qualitativ und Preislich ein bisschen engagieren um hier konkurrenzfähig zu sein. Konkurrenz belebt ja erfahrungsgemäß das Geschäft. Auch wenn der Fernbus für mich persönlich keine alternative ist so profitieren auch die Bahnfahrer meiner meinung nach. Ich weiß nicht ob die DB das neue Fernverkehrskonzept ohne diesen Druck auf die Beine gestellt hätte. Auch was WLAN im Zug angeht hat denke ich der Fernbus-Standart der Bahn die (richtige) Richtung vorgegeben.

Viele Grüße

von Pendler_NKU - am 22.11.2015 16:30

omg

Entweder bist du der göttlichen Partei zu nahe. Oder schaffst es wirklich dich jeder menge hintergrundinformationen zu verweigern.

Nackte Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache.

Das du das als Stammtischparolen ab tust klingt fast wie Ironie...

von R32chris - am 22.11.2015 17:18

Wenn man wirklich Wettbewerb will ...

Zitat
Pendler_NKU
Die Bahn kann sich nicht auf ihrem Monopol ausruhen und muss sowohl qualitativ und Preislich ein bisschen engagieren um hier konkurrenzfähig zu sein. Konkurrenz belebt ja erfahrungsgemäß das Geschäft.



Das mag sein.

Aber wenn man wirklich Wettbewerb zwischen verschiedenen unterschiedlichen Verkehrsträgern im Fernverkehr will - was volkswirtschaftlich gesehen m.E. nicht zwingend Sinn macht - dann müssen wenigstens halbwegs gleiche Bedingungen gelten. Das beginnt bei angemessener Ausbildung und Bezahlung des Personals, geht über die einzuhaltenden Sicherheitsstandards (siehe oben) und endet bei der angemessenen Beteiligung an den Trassenkosten bzw. an den volkswirtschaftlichen Gesamtkosten.

Solange diese Chancengleichheit nicht hergestellt ist, wird das System Bahn meiner Meinung nach immer der Verlierer sein.

Gruß
223 061

von 223 061 - am 22.11.2015 17:46

Re: Wenn man wirklich Wettbewerb will ...

Zitat
223 061
dann müssen wenigstens halbwegs gleiche Bedingungen gelten. Das beginnt bei angemessener Ausbildung und Bezahlung des Personals, geht über die einzuhaltenden Sicherheitsstandards (siehe oben) und endet bei der angemessenen Beteiligung an den Trassenkosten bzw. an den volkswirtschaftlichen Gesamtkosten.


Volle Zustimmung! Eine angemessene Maut ist längst überfällig finde ich.

Viele Grüße!

von Pendler_NKU - am 22.11.2015 18:00

Nett formuliert

Zitat
R32chris
Entweder bist du der göttlichen Partei zu nahe. Oder schaffst es wirklich dich jeder menge hintergrundinformationen zu verweigern.

Nackte Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache.

Das du das als Stammtischparolen ab tust klingt fast wie Ironie...



Wusste ich doch dass du von der FAZ bist. ;-)

Gerne kannst du deine Hintergrundinformationen hier veröffentlichen, das dürfte für dich als Medienprofi doch kein Problem sein.

Verschwörungstheorien sind einfach unterhaltsam. :-)

von BD Regensburg - am 22.11.2015 21:52

Re: Nett formuliert

so ein schwachsinn...

Informier dich einfach mal gibt zahlen vom Drehofer persönllich. Kannst alles nachlesen. Weiß nicht was trauriger ist. Die Zahlen oder die Tatsache das du es als
"verschwörungstheorie" versuchst ab zu tun...

omg

von R32chris - am 23.11.2015 18:13

Bleiben wir doch bei den Fakten

Deine Antwort ist und bleibt auf Stammtischniveau. Dann verweise bitte auf Quellen und setze z. B. seriöse Links zu deinen angeblichen Fakten.

Ein Fakt ist z. B. dass in Oberbayern 1/3 der bayerischen Bevölkerung lebt, dort aber nicht mal 1/3 investiert wird. Zum Glück, denn die anderen Bezirke brauchen zur Wahrung gleichwertiger Lebensbedingungen eben auch tw. höhere Zuweisungen.

Ebenso wäre mir neu dass in den drei fränkischen Bezirken die Einheitspartei schlechter abschneiden würde. Im Gegenteil, es gibt dort Kreise in denen die große Einheitspartei besser abschneidet als in manchen oberbayerischen Kreisen.

Das Phänomen gibt es überall. Die Westfalen beschweren sich dass sie gegenüber den Rheinländern benachteiligt werden, die Karlsruher schimpfen auf die Stuttgarter die in BaWü bevorzugt werden sollen und in MV schimpft man dass alles nach Rostock und Schwerin wandert.

Einzeln betrachtet steht z. B. Mittelfranken besser da als die meisten deutschen Bundesländer. Da ist viel Jammern auf hohem Niveau.
Ich behaupte sogar wenn man alle Lebenshaltungskosten einbezieht, ist die Lebensqualität in Nordbayern besser als in Oberbayern mit seinen hohen Mieten und Kosten.

Natürlich müsste mehr für die 6 bayerischen Bezirke (nicht nur die die am lautesten schreien) abseits von Oberbayern getan werden, aber das geht nicht mit irgendwelchen Halbwahrheiten.


Zitat
R32chris
so ein schwachsinn...

Informier dich einfach mal gibt zahlen vom Drehofer persönllich. Kannst alles nachlesen. Weiß nicht was trauriger ist. Die Zahlen oder die Tatsache das du es als
"verschwörungstheorie" versuchst ab zu tun...

omg


von BD Regensburg - am 24.11.2015 17:08

Fakten!

Genau.

Informier dich und höre auf unwahrheiten zu verbreiten.



Hier eins der unzähligen beispiele:

[www.nordbayern.de]

von R32chris - am 28.11.2015 12:45
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