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Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Martin Pfeifer, Arzberger, BD Regensburg, R32chris, Weidesgrüner Tunnelfelsen, Ludwigsbahner

Elektrifizierung Cheb-Schirnding-Nürnberg offensichtlich in Gefahr. [PM Frankenpost]

Startbeitrag von Arzberger am 23.12.2015 20:28

Antworten:

Was wäre , wenn Cheb - Rawetz noch vor Hof - Rawetz "unter Strom zu befahren " realisiert würde...

fragt sich *Weidesgrüner Tunnelblick*

von Weidesgrüner Tunnelfelsen - am 23.12.2015 20:49
wer hätte das erwartet...

von R32chris - am 24.12.2015 11:52
Schön dass sich die genannten Herren wegen der Nichtelektrifizierung der Strecke Marktredwitz - Nürnberg Sorgen machen. Doch die Hauptfrage, wie man durch die Tunnel im Pegnitztal kommen soll, bleibt unbeantwortet. Sie sollten sich zunächst erstmal mit den Brückenneubaugegnern in diesem Bereich auseinander setzen, als auf die Bahn einzutreten.

Oder ist dies gar nur Profilierungssucht von Lokalpolitikern

von Ludwigsbahner - am 24.12.2015 14:14
Zitat
Ludwigsbahner
Schön dass sich die genannten Herren wegen der Nichtelektrifizierung der Strecke Marktredwitz - Nürnberg Sorgen machen. Doch die Hauptfrage, wie man durch die Tunnel im Pegnitztal kommen soll, bleibt unbeantwortet. Sie sollten sich zunächst erstmal mit den Brückenneubaugegnern in diesem Bereich auseinander setzen, als auf die Bahn einzutreten.

Oder ist dies gar nur Profilierungssucht von Lokalpolitikern


Servus,

im Prinzip haben die Herren Recht. Die Bahn AG hat gar kein Interesse an einer Elektrifizierung Marktredwitz - Kirchenlaibach - Hersbruck (rechts) - Nürnberg. Dem Aufwand steht kein für die Bahn AG wirtschaftlich darstellbarer Vorteil gegenüber. Die Strecke zu elektrifizieren ist aufgrund der vielen Tunnel im Pegnitztal samt der Kombination mit unmittelbar darauffolgenden Brücken sehr teuer. Ich behaupte mal das im Vergleich dazu eine Elektrifizierung der Schwarzwaldbahn noch geradezu ein Schnäppchen war. Der SPNV ist eh auf der Strecke und wird allein durch die Elektrifizierung keinen Mehrverkehr generieren. Eher sogar weniger Einnahmen, weil ja keine Trassen mit Neigetechnik mehr verkauft wird.

Für den Güterverkehr ist diese Strecke weitgehend bedeutungslos, ihre Elektrifizierung wäre wohl nur für wenige Züge Zwickau - Nürnberg Rbf von Vorteil - oder bei gelegentlichen Umleitungen aufgrund von Sperrungen im Frankenwald. Dieser Vorteil lässt sich mit sehr viel weniger Aufwand auch durch eine Elektrifizierung Weiden (Oberpfalz) - Hartmannshof erreichen. Im Gegensatz zu den Politikern will die Bahn AG aber unbedingt Hof - Regensburg elektrifizieren. Das bringt hier handfeste Vorteile.

So ist es halt seit der Bahnreform: die Bahn AG investiert nur noch dort, wo es ihr handfeste wirtschaftliche Vorteile bringt. Wenn man der Bahn AG den Zucker tonnenweise in den Allerwertesten bläst, wird sie sicherlich auch die Strecke Nürnberg - Marktredwitz elektrifizieren. Aber das war schon zu Zeiten der Bundesbahn in den 80'er Jahren genauso. Schon damals war die Bundesbahn nicht mehr für die Verteilung von Wahlkampf-Geschenken an die Bevölkerung zun gebrauchen.

von Martin Pfeifer - am 25.12.2015 10:06
Naja vergess mal ned denn Güterverkehr aus Cheb.. sind immerhin auch einige Züge pro Tag die EZs und einige GAs.. außerdem hat Tschechien seinen Teil erfüllt.. bis zur Grenze die Infrastruktur erneuert, der Fahrdraht hängt bis Cheb-Skalka, nur auf Deutscher Seite tut sich nix, Jahrelang nur heiße Luft seitens der Politik und jetzt soll das alles am Nagel gehängt werden?

Hoffen wir mal auf ein Happy End und das der Fahrdraht da mal hängt, für die Region wäre dies ein großer Meilenstein!

von Arzberger - am 26.12.2015 00:42
Zitat
Arzberger
Naja vergess mal ned denn Güterverkehr aus Cheb.. sind immerhin auch einige Züge pro Tag die EZs und einige GAs.. außerdem hat Tschechien seinen Teil erfüllt.. bis zur Grenze die Infrastruktur erneuert, der Fahrdraht hängt bis Cheb-Skalka, nur auf Deutscher Seite tut sich nix, Jahrelang nur heiße Luft seitens der Politik und jetzt soll das alles am Nagel gehängt werden?
...


Servus,

das Tschechien seinen teil pünktlich erledigt hat und sich auf deutscher Seite nichts tut, empfinde ich auch als supoptimal. Nur ist halt leider die Realität so, das sich die Bahn AG jeden Handschlag vergolden lässt. Für die paar Güterzüge aus Cheb muß es wirklich keine Elektrifizierung des Pegnitztals sein. Die können genauso gut über Weiden (Oberpfalz) laufen, so wird es doch bei Bauarbeiten immer gemacht. Abgesehen davon ist diese Strecke schon heute für ein wesentlich größeres KLV-Profil zugelassen.

Auch wenn es traurig ist wie auf deutscher Seite mit solchen Staatsverträgen umgegangen wird, eine wirkliche Notwendigkeit sehe ich nicht.

von Martin Pfeifer - am 26.12.2015 09:01

Nichts ist in Gefahr

Langsam wird das langweilig Herr Pfeifer, ständig irgendwelches Bahnbashing oder noch schlimmer die heutigen Bahnmitarbeiter beleidigen. Irgendwann reicht es mal!

Die Diskussionen sind immer von großer Naivität geprägt. Die Bahn AG ist ein Wirtschaftsunternehmen und muss nebenbei dem Bund eine hohe Dividende liefern. Kein Wirtschaftsunternehmen dieser Welt macht etwas freiwillig, nicht mal die Caritas oder Diakonie.
Wenn der Ausbau bezahlt wird, dann wird auch Nürnberg - Schirnding ausgebaut. Das ist doch alles eine rein politische Geschichte.
Es hängt alles rein an der Verkehrspolitik und den Vorgaben und nicht an den ausführenden Unternehmen, die das machen wenn es bezahlt wird. Das Straßenbauamt baut ja auch nicht auf eigene Rechnung Straßen aus.

Wie groß die angebliche Unabhängigkeit der Bahn AG von der Politik ist, auf die von den Ministerien immer verwiesen wird, hat man ja gesehen als den EVU verboten wurde bestimmte Verkehre zu fahren, von Bundespolizei und anderen die die Freiheitswerte dieses Landes mit Füßen getreten haben.

Natürlich braucht es eine elektrifizierte, ausgebaute Verbindung Nürnberg - Prag, allerdings nicht via Schirnding, sondern via Schwandorf und das genießt auch in Tschechien Priorität.
Daher bin ich ein großer Fan der Bürgerinitiative im Pegnitztal, die dort alles nur noch teuerer macht. ;-)

In Gefahr kann nichts sein, denn der Ausbau war nie realistisch, denn der Bundesverkehrswegeplan ist unterfinanziert und die Eisenbahn hat in Deutschland nicht die verkehrspolitische Bedeutung wie in anderen Ländern und die sie in einem Transitland verdient hätte.

von BD Regensburg - am 26.12.2015 11:02
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