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Eisenbahnforum Nordostbayern
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Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 4 Monaten
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Der Hofer, ropix, Zugbeobachter, Bahnwärter1848, Frankenland, Fallser, nix mehr

1993: Mit dem Dampfzug nach Gefrees

Startbeitrag von nix mehr am 28.12.2015 18:06

Letzter Dampfzug nach Gefrees

Servus,

da unten im Forum ein relativ leichtes Rätsel gestellt war und ich aufgrund des Ratespaßes nicht gleich mit der Antwort hinein platzen wollte, kommen hier nachträglich zum letzten (?) Dampfzug nach Gefress noch ein paar Bilder.

Soweit ich das in Erinnerung habe, gab es wenigstens drei, wenn nicht sogar vier Pendelfahrten. An einer nahm ich als Fahrgast teil und dies war meine zweite und letzte Fahrt auf dieser Fichtelgebirgsstrecke. Wichtig war mir damals ein Bild der Brücke über die Oelschnitz.


Hier rollt 86 457 wacker zu Tale gen Oelschnitz-Grund an den Siedlungshäusern von Streitau vorbei. Das Wetter zeigte sich nach einem leichten Landregen und trocknete bereits ab.


Eine "Porträtaufnahme" des Empfangsgebäudes. Das EG wurde später abgerissen. Leider konnte ich nie ein Bild vom Bahnhof Streitau anfertigen. Hat wer der Mitlesenden so etwas im Archiv?

Hätte man das Gebäude in Gefrees billig erwerben können, was dann damit? Sanieren, wäre sicher möglich gewesen.
Nur: Paterre hat Natursteinmauerwerk, energetisch evtl. zu händeln, der Denkmalschutz hätte aber einem sicherlich was erzählt. Oben der Giebel mit Naturschiefer: bei Isolierung darunter hätte es diese Schieferung neu durch Denkmalaufgaben gebraucht. Das Dach war nicht einfach mit seinen Ausstellfenstern. Der Kamin? Mitsamt Heizung und Elektroinstallation, Wasser und Abwasser ein riesen Unterfangen. Gab es Kaufinteressenten? Von einem "Protest" gegen den Abriss des "wertvollen Gebäudes" weiß ich nichts. Oder gab es damals Aufregung dagegen? So kam damals das was kommen musste. Der Bagger rollte an...


Der Zug pendelte nach Falls zurück. Soweit ich mich entsinne, kam er am Einfahrtsignal zum stehen, was die Chance auf ein weiteres Bild im Bahnhof Falls ergab.


Hier rollt er am Bahnsteig Bf Falls ein. Sogar die Sonne hatte inzwischen mehr Wolkenlücken am Himmel bekommen, als dies noch vormittags der Fall war. Man betrachte die herrlichen Funzeln an den Holzmasten links und rechts. Vor allem die linke Lampe ist in einem verkehrssicheren Zustand...

Die Bedienung der landwirtschaftlichen Lagerhalle war 1993 schon vorbei. All die Jahre zuvor gelang mir nie das Belegbild. Frage: wurde Falls von Neuenmarkt-Wirsberg aus bedient? Früher fuhr die Köf nach Gefrees. Davor war es noch die V60, und das zu Zeiten der Donnerbüchsen. Kam aber zu den letzten Bedienfahrten Anfang der 90er die 211 zum Einsatz?


Mein Fotostandpunkt: die Laderampe des Lagerhauses. Man sieht schon am Gleis im Bildvordergrund, das es nicht nur rostig, sondern schon schwarz war, also sehr lange nicht befahren. Ein weiteres Zeugniss lange nicht erfolgter Bedienungen ist der Jungwald, der da schon am aufstreben war.

Nach Umsetzen der 86er fuhr der Zug wieder nach Gefrees hinüber. Der Zugführer fand Platz am Rangiertritt, vermutlich war die Weiche schon per Hand zu bedienen oder musste eine Sperre umgelegt werden? Der Bahnhof Falls war damals noch besetzt. Keine Ahnung, wie der Betrieb zuletzt nach Gefrees abgewickelt wurde.

Nach diesem Bild hieß es zackig Land gewinnen, um das wichtigste Bild an der Strecke anfertigen zu können.


Man kann schon Viadukt zur Brücke über die Oelschnitz sagen. Recht viele Fotografen waren damals nicht zugegen. Stand man da zu dritt auf dem einsamen Waldweg?


malo

Antworten:

Bedienung Falls

Ja, Falls wurde stets von Neuenmarkt-Wirsberg aus bedient.

Das hing vermutl. auch mit der früheren Direktionsgrenze Regensburg/Nürnberg, kurz hinter Münchberg, zusammen.

Neuenmarkt-Wirsberg bediente stets bis einschl. Stammbach. Lang ist's her.

Grüße
Karlheinz

von Frankenland - am 28.12.2015 18:36
Hallo !

Supertolle Bilder. Einfach Superklasse was da so in den Archiven schlummert. Ich fertigte damals am 30. Mai 1993 Bilder im Bahnhof Gefrees an. Soweit ich mich erinnern kann, gab es keine Proteste hinsichtlich des Abrisses des Bahnhofsgebäudes in Gefrees.

Viele Grüße

Fallser

von Fallser - am 28.12.2015 18:40
Frankenlands Sichtweise geht wohl von Hof aus: die Direktionsgrenze war in km 101,4 - also westlich von Münchberg (ungefähr da, wo die A 9 die LSN-Bahn kreuzt!)

Und zu malo's tollen Bildern (die leider nicht für entsprechende Publikationen vorlagen, aber es gibt ja vielleicht mal eine 3. Auflage): ich behaupte einfach mal, dass in der dargestellten Endzeit die verbliebenen beiden Weichen zum Streckengleis nach Gefrees schon handbedient waren und somit vom Rangier/Zugbegleitpersonal bedient werden mussten...

Zuletzt dürfte die V 60 für die wenigen Üg's unterwegs gewesen sein.

von Bahnwärter1848 - am 28.12.2015 20:30

Strecke Falls - Gefrees - Link zu "Lokalbahn-Reminiszenzen"

Die Internetseite "Lokalbahn-Reminiszenzen" (google brachte mich darauf) setzt der Bahnstrecke Falls-Gefrees ein würdiges Denkmal. Unter anderem sind auch Bilder des letzten Dampfzuges zu finden.

[www.lokalbahn-reminiszenzen.de]

von Zugbeobachter - am 29.12.2015 07:38

Handweichen in Falls Richtung Gefrees

Hallo,

auf der Rückseite des Buches - Lokalbahn Falls - Gefrees - 1. Auflage sieht man, das die Weichen im Bahnhof Falls am Abzweig Handweichen waren. Vermutlich wurden die beiden Weichen bei einer Stellwerksanpassung auf Handweichen umgebaut. Das Einfahrsignal aus Richtung Gefrees war insofern fahrstrassenabhängig, dass der Schlüssel der Handweichen stecken mußte.

Hinweis des Vereines: Die Bücher -Lokalbahn Falls - Gefrees- 1. und 2. Auflage sind beim Verein ausverkauft.

Manfred, der Hofer
und 1. Vors. MEC 01 Münchberg

von Der Hofer - am 29.12.2015 11:29

Re: Handweichen in Falls Richtung Gefrees

Zitat
Der Hofer
Hallo,

auf der Rückseite des Buches - Lokalbahn Falls - Gefrees - 1. Auflage sieht man, das die Weichen im Bahnhof Falls am Abzweig Handweichen waren. Vermutlich wurden die beiden Weichen bei einer Stellwerksanpassung auf Handweichen umgebaut. Das Einfahrsignal aus Richtung Gefrees war insofern fahrstrassenabhängig, dass der Schlüssel der Handweichen stecken mußte.
Das waren soweit ich weiß Zeit ihres Lebens Handweichen, Fernbediente hat es dort meines Wissens nie gegeben.

In DSO ist eine Einfahrt dokumentiert - da sieht man dass die Handweichen geriegelt waren.

von ropix - am 01.01.2016 21:35
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