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Eisenbahnforum Nordostbayern
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Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
Arzberger, Pendler_NKU, bahnHOFbilder, apfelpfeil, Weidesgrüner Tunnelfelsen, Gradausfahrer, BD Regensburg

[PM] Bahn unterhält kleinere Stationen mangelhaft.

Startbeitrag von Arzberger am 07.01.2016 17:41

[www.frankenpost.de]
Das was in der Pressemeldung steht kann ich nur bestätitgen, es wird kaum noch was in Arzberg und Schirnding investiert, die Bahnhöfe verfallen immer mehr.
LG

Antworten:

Servus,

Was mich wundert ist dass es so unterschiedlich ist bei Bahnhöfen im Besitz der DB.
In Kulmbach zum Beispiel ist das Gebäude noch voll im Besitz der DB oder irre ich mich da? Dort finde ich den Bahnhof an sich ganz in Ordnung. Es gibt Toiletten (auch wenn da die Stadt mitinvestiert hat wenn ich mich richtig erinnere), Ein Reisebüro und daher Fahrkarten die man noch bei einem Menschen kaufen kann (gerade für ältere Menschen wichtig, oder bei Beratungswunsch), dort gibt es auch kleinere Snacks und Kaffee/Getränke, einen Zeitschriftenladen, einen beheizten Warteraum, eine Kneipe und auch der Rest des Gebäudes wird (nahezu?) vollständig gewerblich oder als Wohnraum genutzt. Das einzige was auf mangelnde Pflege schließen lässt ist eigentlich die Unterführung. Überquillende Mülleimer, langwierige Verschmutzungen oder Wildwuchs auf den Bahnsteigen gibt es nicht. Der Bahnhof bzw. eher die Bahnsteige sind zwar noch von vorgestern aber die Hoffnung auf einen Ausbau mit höheren Bahnsteige und Aufzügen sollte man wohl besser nicht zu hoch halten. Alles in allem macht man hier finde ich das Beste draus.
Dagegen stehen dann allerdings krasse Gegenbeispiele. Ich kenne die Bahnhöfe Arzberg und Schirnding persönlich nicht und kann das nicht beurteilen aber fakt ist dass es genügend Bahnhöfe gibt die wirklich schlimm aussehen. Aber mit Investitionen in vorhandene Infrastruktur (egal wo) haben wir es in Deutschland ja nicht so.

Grüße!

von Pendler_NKU - am 07.01.2016 18:32
Schirnding: Dort ist steht Wachsen auf Bahnsteig 2. verschiedenste Bäume, das Pflaster auf dem Bahnsteig ist teilweise mit Moos überzogen, das Bahnhofsgebäude brökelt vor sich hin, das gleiche auf Gleis 1, dort wachsen im Sommer auch die verschiedensten Gräser..

Arzberg: Auf Bahnsteig 1. steht ein Wartehäuschen, dort steht der Mülleimer schon jahrelang am Boden rum statt das er im seiner Halterung hängt, die Abflussrinne was in einen Kanal führt ist schon ewig verstopft, bei Tauwetter oder starken Regen hat man da immer ne riesen Lache vor dem Wartehaus, gemäht wird da im Sommer auch nicht mehr, da steht im Sommer das Gras ewig hoch, auf Bahnsteig 2/3 wächst ebenfalls das Gras in der Abflussrinne, die Unterführung ist stark verschmutzt mit Spinnennetze, der Handlauf war mal Silbern jetzt ist er gelblich/grau..

Wenn die Bahn mal etwas Geld und Zeit investieren würde könnte man aus diesen 2. Bahnhöfen schöne Stationen machen die auch was her machen, für Touristen und Reisende die nach Tschechien Reisen machen die Bahnhöfe nichts her, schließlich ist ja und soll ja ein Bahnhof auch Aushängeschild für die Städte sein, aber lt. Mail von der BEG wird ja geplant in Arzberg denn Bahnsteig 2/3 zu erneuern sowie in Schirnding die Verkehrsstation neu zu errichten, aber das wird bestimmt noch einige Jahre dauern wie sovieles bei der Bahn..

LG

von Arzberger - am 07.01.2016 18:54
Servus,

nur aus Gründen der Neugier:

a) wieviel Fahrgäste steigen denn momentan ein, und wieviel wenn der Bahnsteig etc. aufgehübscht ist?!

b) wieviel Leute würden bei einem gepflegten Bahnsteig sagen "Ja, Arzberg, da wollt ich immer schon hin, und bei dem Bahnsteig muss ich jetzt einfach aussteigen"?!

Es soll nicht als Ausrede gelten, dass offenbar gar nichts gemacht wird. Aber auch das ist, wie vieles andere, eine Auswirkung der Privatisierung. Umsatz heißt das Zauberwort. Bahnsteig mähen, Regenrinne reparieren etc. kostet Geld, bringt aber keinen Umsatz.
Hast Du eine Vorstellung, welche Auflagen zu erfüllen sind bei Bahnsteigneu- und Umbauten? Von Einstiegshöhe über Barrierefreiheit, Abwasserverlauf, Beleuchtung, LST-Vorgaben, und was weiß ich noch alles. Das ist auch kein Hottehü der Bahn weil es da jemandem langweilig ist, das sind gesetzliche Vorgaben. Und zeig mir das Privatunternehmen, das aus gutem Willen derartig Kosten investiert, die nicht ansatzweise reinkommen.
Die BEG kann viel erzählen, was sie gern möchte. Das hört sich gut an, und dann ist wieder ne Zeit lang Ruhe. Wie in der Politik.

Oder denkst Du, die Bahn sitzt in einem Zimmer und sagt "was ist denn der schönste Bahnhof auf der Welt?! Klar, Arzberg, und natürlich auch Schirnding. Mensch BEG, jetzt lassen wirs aber mal krachen".

Ich versteh Dich schon, aber die Zeiten sind nun mal, wie sie sind. Und Arzberg und Schirnding sind einfach vom Reisendenaufkommen per se ziemlich weit hinten.

Ich bin froh - und zum gleichen Teil wundere ich mich - dass Selb - Asch wieder eröffnet wurde. Ich hoffe nur, dass die Verkehre angenommen werden. Das beste Argument für schönere Bahnsteige usw. sind die Fahrgäste. Würden 500 P am Tag in Arzberg ein- und aussteigen, wäre das eine ganz andere VB, wie es so schön heißt.

mfg
gradausfahrer

von Gradausfahrer - am 07.01.2016 19:43

Beispiel: Bedarfshalt Hockeroda bei Leutenberg, Thr.

Da kümmert sich seit Jahren keine ... auf das Bahnhofsgelände, obwohl auch irgemdwann Bahnsteig saniert wurde

owt

*Weidesgrüner Tunnelfelsen*

Gesehen am 6.1. 2016

von Weidesgrüner Tunnelfelsen - am 07.01.2016 20:10

Folge der Privatisierung

Zitat
Arzberger
Wenn die Bahn mal etwas Geld und Zeit investieren würde könnte man aus diesen 2. Bahnhöfen schöne Stationen machen die auch was her machen, für Touristen und Reisende die nach Tschechien Reisen machen die Bahnhöfe nichts her, schließlich ist ja und soll ja ein Bahnhof auch Aushängeschild für die Städte sein, aber lt. Mail von der BEG wird ja geplant in Arzberg denn Bahnsteig 2/3 zu erneuern sowie in Schirnding die Verkehrsstation neu zu errichten, aber das wird bestimmt noch einige Jahre dauern wie sovieles bei der Bahn..


Wenn kein Geld da ist kann auch nicht sofort erneuert werden. Der Bund oder das Land müssen das ja in irgend einer Form finanzieren und die Eisenbahn ist eh unterfinanziert.

Warum sollte die DB Netze und ihre Tochter Station & Service da Geld investieren? Das sind Aktiengesellschaften und nicht die Caritas!
Möglicherweise gehört das EG sowieso einem Investor.

Das sind eben auch die Folgen der Privatisierung, also nicht jammern dass ein Wirtschaftsunternehmen für nette Gimmicks kein Geld übrig hat.
Natürlich wäre das alles wichtig als Visitenkarte eines Ortes, nur hat man entweder eine Eisenbahn für das Allgemeinwohl oder eine betriebswirtschaftlich optimierte und die bietet das was ihr derzeit sehen könnt.

von BD Regensburg - am 08.01.2016 21:17

Wer jubelt über höhere Steuern?

... das wäre nämlich die zwangsläuftige Folge, wenn eine Staatseisenbahn in jedem Dörfchen (Hockeroda ist einer von fünf Ortsteilen von Kaulsdorf, das insgesamt nur 2500 Einwohner hat) einen Palast unterhalten würde, an dem dann bei Bedarf ab und zu mal ein Zug hält ...

(Natürlich würde ich mich auch über einen gepflegten Abzweigbahnhof der Sormittalbahn freuen, aber wer will das bezahlen?)

von bahnHOFbilder - am 09.01.2016 10:57
Zitat
Gradausfahrer
Oder denkst Du, die Bahn sitzt in einem Zimmer und sagt "was ist denn der schönste Bahnhof auf der Welt?! Klar, Arzberg, und natürlich auch Schirnding. Mensch BEG, jetzt lassen wirs aber mal krachen".

Ich versteh Dich schon, aber die Zeiten sind nun mal, wie sie sind. Und Arzberg und Schirnding sind einfach vom Reisendenaufkommen per se ziemlich weit hinten.


Servus,

da hast du natürlich recht aber ein bis zweimal in Jahr den Bahnsteig von Grün befreien sollte doch eigentlich drin sein finde ich. Ist kein großer Aufwand und hat schon eine deutliche Wirkung, zumindest optisch. Überhaupt, wenn nicht mal die ABSOLUTEN Basics wie Müll entsorgen, Lampen austauschen, Fahrpläne aushängen funktionieren dann läuft etwas gewaltig schief. Diese Erwartungen sind ja wohl wirklich nicht zu hoch gesteckt.

Grüße!

von Pendler_NKU - am 09.01.2016 12:51
Zitat
Gradausfahrer
Servus,

nur aus Gründen der Neugier:

a) wieviel Fahrgäste steigen denn momentan ein, und wieviel wenn der Bahnsteig etc. aufgehübscht ist?!

b) wieviel Leute würden bei einem gepflegten Bahnsteig sagen "Ja, Arzberg, da wollt ich immer schon hin, und bei dem Bahnsteig muss ich jetzt einfach aussteigen"?!

Es soll nicht als Ausrede gelten, dass offenbar gar nichts gemacht wird. Aber auch das ist, wie vieles andere, eine Auswirkung der Privatisierung. Umsatz heißt das Zauberwort. Bahnsteig mähen, Regenrinne reparieren etc. kostet Geld, bringt aber keinen Umsatz.

-> Widerspruch! Er lässt sich nicht direkt rechnen und zuordnen. Ein solcher Zustand kostet aber sehr wohl Umsatz weil dann auch immer weniger Lust haben dort ein- oder auszusteigen...

Hast Du eine Vorstellung, welche Auflagen zu erfüllen sind bei Bahnsteigneu- und Umbauten? Von Einstiegshöhe über Barrierefreiheit, Abwasserverlauf, Beleuchtung, LST-Vorgaben, und was weiß ich noch alles. Das ist auch kein Hottehü der Bahn weil es da jemandem langweilig ist, das sind gesetzliche Vorgaben. Und zeig mir das Privatunternehmen, das aus gutem Willen derartig Kosten investiert, die nicht ansatzweise reinkommen.
Die BEG kann viel erzählen, was sie gern möchte. Das hört sich gut an, und dann ist wieder ne Zeit lang Ruhe. Wie in der Politik.

Oder denkst Du, die Bahn sitzt in einem Zimmer und sagt "was ist denn der schönste Bahnhof auf der Welt?! Klar, Arzberg, und natürlich auch Schirnding. Mensch BEG, jetzt lassen wirs aber mal krachen".

Ich versteh Dich schon, aber die Zeiten sind nun mal, wie sie sind. Und Arzberg und Schirnding sind einfach vom Reisendenaufkommen per se ziemlich weit hinten.

-> Und werden damit auch keine Chance haben weiterzukommen...

Ich bin froh - und zum gleichen Teil wundere ich mich - dass Selb - Asch wieder eröffnet wurde. Ich hoffe nur, dass die Verkehre angenommen werden. Das beste Argument für schönere Bahnsteige usw. sind die Fahrgäste. Würden 500 P am Tag in Arzberg ein- und aussteigen, wäre das eine ganz andere VB, wie es so schön heißt. Nur müsste dazu die Örtlichkeit zuerst freundlich werden.

-> Das Problem ist ja noch nichtmal das es sich womöglich nicht rechnet. Bevor ein Investor irgendwas hinlegt, muss eine börsenfähige Gewinnaussicht bestehen. Und das - das müsste so nicht sein und nicht einfach hingenommen werden "ist halt so" - "kann man nichts machen" - Doch, man kann, so man will... man müsste es nur etwas anders rechnen und auch wollen, dann ginge es!! Durchaus! Vergleicht mal Unfriedsdorf mit Hildbrandsgrün, die einen wollten, die anderen nicht. Die einen haben noch, die anderen nicht mehr, dabei haben die durchaus höheres Aufkommen... nicht mehr, hatten gehabt!! Das beweist, daran liegt es nicht!

mfg
gradausfahrer


von apfelpfeil - am 15.01.2016 16:27
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