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Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
extirschenreuther, Peles

Kleine Rundreise via Asch-Selb, Bericht o.B.

Startbeitrag von extirschenreuther am 26.02.2016 19:44

Hallo,
ich hab also mal einen Verwandtenbesuch zu einer kleinen Rundreise durch Opf/Franken genutzt und wollte kurz ein paar Eindrücke widergeben.
Los gings in Reuth b.E, Durchfahrt durch Wiesau: Dort wurden endlose Schlangen von tschechischen Rungenwagen mit Rundholz entladen, angeliefert von zwei Loks der Pressnitztalbahn. Weiter nach Cheb: Dort standen schon die nächsten Holzzüge bereit. Man kann ja jetzt von MAK nach Hof via Asch durchfahren. Der Zug war also bis Asch-nadrazi gut gefüllt, würde sagen ca 60% der Sitze waren belegt. Dort dann ausgestiegen und den Ist-Zustand angesehen: Der BAhnhof ist auf der bayerischen Seite wieder geoeffnet, einer der Schalter auf der rechten Seite auch. Offensichtlich zur Eröffnung haben die Kindlein des Ortes Bilder über ihre BAhn gemalt, welche in der Bahnhofshalle aufgehängt sind. Nett, in Deutschland hätten ein paar idioten sie sicher schonn wieder runtergefetzt. Ausserdem gabs eine Bildausstellung über die Strecke und den Bahnhof As-nadrazi, Text zweisprachig tschechisch-deutsch. Dortselbst ein lustiger Fehler: Der ursprüngliche Bahnhofsbau aus kuk-Zeiten wurde ca 68 wegen Baufälligkeit abgerissen, so stehts auch im tschechischen Text, im deutschen Text steht er wurde 1968 durch Beschuss zerstört :). Offensichtlich hat man da was durcheinander geworfen. Leider war die Pizzeria im Hotel Goethe nicht geoeffnet und die andere leckere Pizzeria auf der gegenübelriegenden Strassenseite gibts nicht mehr, die war immer propenvoll, meist mit Selbern. 2 Stunden später gings dann weiter, zusammen mit mir haben 4 Personen die Grenze Richtung Selb überquert, Teufel Teufel, doch soviele. Ich schiebs allerdings aufs Wetter, nasskalt und auch in Franzensbad kaum Hotelgäste, ich denke bei schönem Wetter werden sicher mehr Leute unterwegs sein.
Das Holzlager in Asch, für die Papierfabrik in Blankenstein, wird ncoh immer beliefert und ist ziemlich voll, trotz der vollmundigen Versprechen der Papierfabrik, nach Wiedereröffnung das Holz per Bahn bis Hof anliefern zu lassen.
Dringend tun muss man noch was in Selb u Selb-Plössberg, so man will dass dort auch Leute aussteigen, vor allem die WErbetrommel rühren über vorhandene Wander- usw MÖglichkeiten, von Selb-Plössberg sieht man nru ein paar Erdhaufen vom STreckenbau, von SElb ein paar alte Gebäude. Naja. Weiter nach Hof, da fiel mir ein war 1989 das letzte Mal in Hof. Nette Einkaufsstadt, kann man schon mal hinfahren. Über Oberkotzau gings dann wieder zurück, bei der Durchfahrt durch Wiesau fiel mir noch auf dass auf dem Gelände vom Cargo-Center Hammwalzen rumstehen, offensichtlich werden die jetzt auch dort verladen. Erfreulich dass die Schiene auch mal wieder was zurückgewinnt.

Antworten:

Asch

Das mit dem "Beschuß" 1968 ist wohl auf einen Übersetzungsfehler zurückzuführen.
Natürlich gab es 1968 keinen Beschuß. Das Bahnhofsgebäude wurde gesprengt. Und ich vermute "gesprengt" und "beschossen" hat der ÜBersetzer verwechselt (bzw vielleicht ist das ja auf tschechisch ähnlich??).

Die Arbeiten zur Geländegestaltung in Selb-Plößberg sind noch nicht abgeschlossen,
hier soll noch ein Parkplatz entstehen usw. Vordringlich war halt letztes Jahr die Streckeneröffnung und nicht die Gestaltung der Außenflächen!

Viele Grüße von Peles

von Peles - am 27.02.2016 08:06

Re: Asch

Ich hatte mich dann einmal noch vertan und bin aus Versehen in Windischeschenbach ausgestiegen, die Wartezeit nutzte ich dann für einen Spaziergang, interessant auch hier der Gegensatz einst-jetzt:
Rechts Ri. Weiden ist die alte Glasfabrik, den ehemaligen Gleisanschluss hab ich noch in Betrieb erlebt, dort wurde immer Schwefelsäure angeliefert. Links die Porzellanfabrik hatte gleich drei Anschluesse: Oben an der Hauptstrecke der Anschluss wurde zum Entladen der Pegmatitwagons von der Schmelitz benutzt, diese liefen immer: Schmelitz-Wiesau-Mak-Nürnberg-Weiden.Weschenbach. Unten gabs einen Anschluss für einen Gastank und einen zur Verladung. Die ehemaligen Werkswohnungen rechts stehen leer, da wohnten früher türkische Gastarbeiter, da die Tür eingetreten war in einem der Häuser bin ich rein und hatte so leichtes 5-Freunde Feeling, ist halt alles verfallen, sieht n bisschen aus wie Tschernobyl. Das Bahnhofsgebäude ist leerstehend und vermutlich nicht zu retten, Risse im Gemäuer, Fenster kaputt usw. Und ganz hinten rechts Richtung Weiden hatte glaube ich ein Gashändler einen Anschluss wo immer GAs angeliefert wurde.

von extirschenreuther - am 28.02.2016 18:19
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