Ein 628 außerhalb des Forenbereiches

Startbeitrag von nix mehr am 30.03.2016 20:23

Märchen aus 1001 Nacht

Servus,

ganz so war es nicht. Der Arriva-628/845 fährt!

1001 Kc zahlen zwei Personen von Cheb nach Praha und zurück. Wer den SC (Pendolino) nimmt, muss pro Sitzplatz und Richtung nochmals 35 Kc hinzurechnen.
An Wochenende gibt es das Wochenendticket auch auf Tschechisch: Celodenni sitova für einen, da zu 579 Kc. Ganztägig darf man damit die gesamte Republik mit den Zügen der CD bereisen. Nur der Supercity SC braucht den Zuschlag. Und für zwei Personen gibt es die "sone+"zu 695 Kc. Geltung wie das vorherige Angebot.


1001 Kc kostet die Fahrkarte für zwei Cheb - Praha hl n und zurück.

Allerdings verkehrt besagter Grund für unser Märchen (Ausflug) aus 1001 Nacht an a-Tagen! zwischen Praha hl n und Benesov u Prahy.
[www.arriva.cz]

An Wochenenden fetzt der Triebtäter nach Trencin. Mal etwas auf der arriva-Seite gespielt und dann erhält derjenige, der sich im 628 mal so richtig die Kugel geben will folgendes:
[jizdenky.arriva.cz]

Beschrieben war das ganze unlängst hier schon ganz wunderbar:
[www.drehscheibe-online.de]

Unsere Anreise, wie üblich im B249 ab Cheb 4.32 Uhr mit dem Rx753, wo man in Praha hl um 7.41 Uhr ankommt. Bis Plzen hl n hatten wir unser Schlafwagenabteil. An Samstagen gibt es das unter Garantie bis Praha hl n ;-) Kulturvolles Reisen!


Nach Ankunft erst mal gucken gehen, was RegioJet ins Rennen schickt. "Vectrone" 193 205 hat Ausfahrt mit dem RJ 1003 in die Slowakei nach Kosice.
Im Kursbuch steht zu den Privaten (Konkurrenten) nichts mehr drin. Da muss man schon das www bemühen: [www.regiojet.cz]

Wir wussten nun nicht recht, wie das Thema arriva-628 angehen. Also sind wir in das Gefährt eingestiegen. Mitfahrt bis? Ja, Fragezeichen. Recherche zur befahrenen Strecke auf www.mapy.cz erbringt ein zähes Gefüge an verwertbaren Fotostellen. Denn man weiß , das bis raus nach Benesov u Prahy links und rechts des Schienenstranges fein der Wahn des Betons und Glases gepflegt wird, welches den Blick für Reisende hinaus in die Landschaft verwehrt. Oder umgedreht geneigten Fotofans halbwegs taugliche Motive zur Dokumentation des Triebwageneinsatzes nur sehr zäh erfüllt.

Den arriva- Zugschaffner sprachen wir noch im Hauptbahnhof im Zug zwecks Fahrkarte an. Ja, man solle sich setzen, er kommt dann. Wir wussten ja noch immer nicht, wie weit wir mitwollten.
In Praha-Vrsovice sind wir doch raus, ohne eine Fahrkarte kaufen zu müssen ;-) Und das erste Bild nach einem Sprint am Bahnsteig war erst mal für die Tonne. Zu dunkel, nur die Fratze des Tw zu sehen, usw...
Man verblieb mit dem Kollegen "Blackender" vor Ort. Fotografische Kurzweil mit ein paar Zügen. Zeit bis zum nächstmöglichen 628/845-Bild war bis 9.53 Uhr. Aber auch da war Finsterniss im Walde als er anrollte. Wir bemächtigten uns einer Fahrkarte am Schalter für schlappe 21 Kc zurück zum Hauptbahnhof. Ein CityElephant brachte uns dort hin.

Endlich mal raus zur Brücke , welche die Züge an die Tunnelportale unterhalb des Parkes "Vitkov" führt. Viel Wolken gabs und auch viel Wolkenschaden... Mit späteren Vormittag wurde es immer blauer. Doch waren wir gut beraten unsere Wintermützen mitgenommen zu haben. Es zog da oben wie Hechtsuppe!


Der nächste RegioJet mit einer "Pershing". Es gab Zeiten, da war RegioJet anfangs mit vier und fünf Schachteln unterwegs. Heute wird es da bei zehn, elf, zwölf Wagen für die alten Elloks der Reihe 162 schon kritisch in der Leistung. Weswegen man nun Vectrons auch bemüht.


Einen "Bananenschaden" gabs nicht. Sub-optimal die Kreuzung auf dem Viadukt.

Wir trollten uns zum Hauptbahnhof zurück. Sprangen in einen 814 gen Praha-Vrsovice und begannen unser Werk am DB-628. Der Himmel? Oh weh, kritisch... Das kann was werden! Für Siffwetter-Bilder bin ich nicht unbedingt hier her gekommen.
Um 12.07 Uhr sollte die nächste Ausfahrt in gutem Lichte hier stattfinden. Wo der Tw seit seiner letzten Ankunft von Benesov her in Prag die Wendezeit abstand, wussten wir nicht.


Er kam plötzlich ganz unverhofft aus der Abstellgruppe des Depo Vrsovice von seinem Schlafplatz hervor. Die Zufahrt zum Lokdepo liegt hier an den zwei linken Gleisen des linken Mastes des rechten Quertragwerkes. Und das Licht war gerade so gnädig zu uns.


Um 12.07 Uhr war es relativ gelassen. Der Leuchtball hatte großes Feld zwischen den Wolken und ein gut ausgestrahltes Bild war damit im Kasten.

Unser weiterer Zeitvertreib: Futtern! Rauf ins "Chapadlo". Der Weg dorthin "illegal" quer über die Gleise, sozusagen über den Hinterhof der Bahnsteige, 300 Meter Fußweg. Nach gutem Mahle und zweier Pilsner war man wieder am Bahnhof. Planzüge, rangierend oder ein- und ausfahrend ablichten. Betrieb ist mehr als genug.


Ankunft 13.53 Uhr aus Benesov. Wieder hatte es kurzfristig mit Licht geklappt.


Zum nächsten Zug 14.07 Uhr war es kritisch. Es gelang gerade so mit Hilfslicht. Und wieder fuhren wir mit dem Zug zum Hauptbahnhof. Auch hier: erst mal gucken was los ist. Ein Besuch in der kavarna "Fantova" zum Nachmittagskaffee, ein bissel Kultur und etwas Bohnengebräu aus richtigem Porzellan.


Zufallsfund am Bahnsteig, die "Retro"-350 am EC 129, passt! Hatten wir auch noch nicht selbst erlebt.

Und es ging wieder auf die Zeit des arriva zu. Der scheußliche Wind des dreiviertelten Tages hatte sich endlich beruhigt. Auch der Wolkenzug wurde langsamer und die Lücken mit dem blau zwischen den Wattebauschen immer größer.


Die Einfahrt Prag Hbf mit dem Sp 1388 ging gottseidank brauchbar ab.


Schlussendlich wurde auch Sp1389, Abfahrt 16.02 Uhr, bildlich bewiesen aufgenommen.

Wir mussten noch runter in die Katakomben, für den SC nach Cheb die vorgeschriebenen Reservierungen (mistenka) besorgen. Die Heimfahrt war unspektakulär, im Zug relativ Platz und Ruhe.

Fazit: nachdem der damalige Verkehr mit dem arriva-628 im Pendel Praha - Kralupy nad Vltavou knapp verpasst wurde und damit nicht hinreichend lichtbildnerisch belegt ist, haben wir diesmal gleich zugeschlagen und wenigstens ein paar brauchbare Bildchen als Beweis einfahren können. Recht viel Reisende waren nie im Zug zu beobachten. Den Grund könnte man eher darin sehen, das Pendler kaum darauf abfahren werden: es fährt nur dieser Zug für eine Dauerkarte dieses Unternehmens. CD bietet halt den Rest des Fahrplanes an, was eine Dauerkarte flexibler zur Verwendung macht. Für Gelegenheitsfahrer ist es eine Alternative, quasi der "Eilzug".

Gruß,
malo

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