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Eisenbahnforum Nordostbayern
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Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 3 Monaten
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Frankenland, bahnHOFbilder

"Moschndorfer Boahöfla"??

Startbeitrag von bahnHOFbilder am 02.05.2016 16:02

Zwischen Hof Hbf und Oberkotzau Rangierbahnhof lag die Bahnstation Moschendorf, später Hof-Moschendorf; im Volksmund "Moschndorfer Boahöfla" genannt; und zwar am Hofer Ende der Saalebrücke.

Es gab dort Bahnsteige, eine Unterführung, eine Bahnhofsrestauration
- und ein Stellwerk.

Aber war das wirklich ein Bahnhof? Gab es auch Weichen?

Oder war es korrekterweise doch eher ein Haltepunkt, der zufällig mit einer Blockstelle zusammenfiel?

Ich würde mich freuen, etwas mehr über diese Bahnstation zu erfahren, die es schon lange nicht mehr gibt.

Das Bahnhöfla wurde hier schon mal diskutiert: [www.mysnip.de]
Wenn ich's richtig lese bestärkt das aber eher meine Theorie vom Haltepunkt mit Blockstelle ...

Antworten:

Soweit ich mich erinnern kann - und das sind doch ein paar Jährchen zurück - war es ein Haltepunkt mit einer Blockstelle. Diese war allerdings schon länger nicht mehr in Betrieb. Ich sage mal mindestens seit irgendwann in den 60er Jahren, wenn nicht schon früher. Genaueres dazu kann ich leider nicht sagen.

Allerdings kann ich mich für die Zeit um 1960 noch an einen Fahrkartenverkauf erinnern, was auch ein Anzeichen für eine vorhandene Blockstelle gewesen sein dürfte da diese Tätigkeit i.d.R. vom Blockwärter mit erledigt wurde.

Erinnern kann ich mich auch noch an die schon an anderer Stelle erwähnten Feldbahngleise unter der Eisenbahnbrücke.

Und noch eine Erinnerung habe ich in diesem Zusammenhang:
Als Kind lief ich Ende der 50er Jahre des öfteren mit meiner Mutter nach Tauperlitz zur Patin. Der Weg führte Alsenberger Str- Alsenberg-Wiesengrund-Neudöhlau und die Ascher Str.

Auf dem Weg dorthin habe ich noch einen Güterwagen (Typ G 10 mit Bremserhaus) in Erinnerung welcher dort in der Gegend herum stand, bzw. lag. Jedenfalls etwas entfernt von jeglichen Gleisanlagen.

Möglicherweise war es noch ein Überbleibsel aus den Kriegstagen und der Wagen wurde durch einen der Luftangriffe auf den Bahnhof dorthin geschleudert.
Wo genau sich der Wagen befand, kann ich allerdings nicht mehr sagen. Meine Vermutungen sagen mir entweder Alsenberger Str., etwa da wo sich die sog. Spinnereihäuser befinden etwas mehr Richtung Alsenberg, oder eben am Wiesengrund in der Nähe der Moschendorfer Eisenbahnbrücke.


Der Name "Bahnhöfla" in diesem Zusammenhang scheint sich aber eher stets nur auf die Bahnhofswirtschaft bezogen zu haben.
Also, wenn der Name fiel, war damit im Volksmund i.d.R. die Wirtschaft gemeint und weniger bis gar nicht der Haltepunkt.

Die Wirtschaft war noch bis ca. 1975 bewirtschaftet. Einen der letzten Wirte - wenn es nicht gar der letzte war- kannte ich persönlich.

Grüße
Karlheinz

von Frankenland - am 06.05.2016 09:03
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