Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
11
Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Pendler_NKU, extirschenreuther, nix mehr, Peter Gisder, Gradausfahrer, Martin Pfeifer, Bernecker

Fotobaum in Ludwigschorgast

Startbeitrag von Bernecker am 11.05.2016 14:51

Hallo !

Bestimmt kennen einige von euch den schönen Baum in Ludwigschorgast. Ich musste leider feststellen, dass er nun Geschichte ist. Weiß jemand warum ?

Viele Grüße !

Florian

2015


2016

Antworten:

Komisch...

... für mich sieht der jetzt nicht so marode aus, dass er gefährdet wäre bei einem Sturm ins Gleis zu fallen...

Naja, wird sich schon jemand was dabei gedacht haben...

von Pendler_NKU - am 11.05.2016 16:00

Re: Komisch...

vor allem hat er sich eher nach aussen vom Gleis weg geneigt. Aber vielleicht ists immer noch so, gibts nix zu tun werden die Leute zum Gleisfreischneiden geschickt und es wird halt ein bisschen rumgefaellt wies grad so geht.

von extirschenreuther - am 11.05.2016 16:09

Frevel

Servus,

ich unterstelle hier puren Frevel. Sprich übertriebene Gewinnung von Hackschnitzeln. Freilich, irgendwann könnte! der Baum umfallen. Irgendwann...

Sicher "strahlt" eine sogenannte Bioenergie im Fichtelgebirgshufeisen weit ins Land hinaus. Da werden mehr Hackschnitzel benötigt als der Landkreis "produzieren" kann. Da reichen geholzte Bahndämme und Straßeneinschnitte irgendwann nicht mehr aus. Es wächst nicht schnell genug nach...
Der Bürger hingegen bekommt nicht mehr ohne weiteres den Leseschein für den Staatswald. Zum einen der Deckmantel "Totholz", zum anderen bewusst herbei geführte Verknappung und damit Preistreiberei.
Das Ende vom Lied: Kapital sucht sich seinen Weg. Abholzung von Urwäldern in Rumänien und Bulgarien durch mafiose!!! Strukturen diverser Holzfirmen, vornehmlich aus Österreich und Deutschland. Angeblich nachhaltige Pellets per LKW ökologisch von dort her gekarrt in den heimischen ZERTIFIZIERTEN Ofen.
Und hier sitzt man und DENKT, und weiß gar nichts.

Jaja, Verschwörungstheorien... Weiter nichts! Dem Gabriel passt derlei ja nicht im "demokratischen" Volke.
Scheiß CETA, scheiß TTIP!

Der Beweis aber, was Ursache ist für diese Baumfällung? Egal was da von sich gegeben wird, die Wahrheit? Wers glaubt wird seelig.
Irgendwann kommt die pauschale Forderung: Alleen sind gefährlich für Straßenverkehrsteilnehmer. Spätestens dann sollte jedem normal denkenden bewusst werden, was hier wem gefährlich ist.


malo

von nix mehr - am 11.05.2016 19:53

Oh mann...

... wie man ausgehend von diesem Beitrag ein derart großes Fass aufmachen kann ist schon beeindruckend.

von Pendler_NKU - am 11.05.2016 20:31

Re: Frevel

Ich denk mal das Übliche: Da werden ein paar Menschlein beauftragt, im Abschnitt X freizuschneiden, nun darf man freilich keine hohe Qualifikation oder Motivation erwarten, also wird abgesaebelt was da zwischen die Finger kommt, resp. vor die Saege. Mit den Urwaeldern hat Freund Malo recht. Da faellt mir ein, in Malos Gebiet, also CZ, Havlovice, Bahnübergang Strecke Richtung Bor, linksseitig von der Grenze her, steht direkt an der Bahnlinie eine Jahrhunderte alte Eiche, was die schon gesehen hat. Ich hoffe nur da kommt keiner drauf die auch abzusäbeln, das wäre echt ein Frevel. Hier sind ihre Koordinaten: 49.416245, 12.871745

von extirschenreuther - am 11.05.2016 20:38
Zitat
Bernecker
Hallo !

Bestimmt keinen einige von euch den schönen Baum in Ludwigschorgast. Ich musste leider feststellen, dass er nun Geschichte ist. Weiß jemand warum ?

Viele Grüße !

Florian
...


Servus,

das ganze hat leider einen unrühmlichen Hintergrund. Seit dem Ende der Dampflokzeit - es werden keine Brandschutzstreifen mehr gebraucht - hat die damalige Deutsche Bundesbahn und später erst Recht die auf Sparen eingestellte Deutsche Bahn AG den Vegetations-Rückschnitt massiv zurückgefahren.

In den ersten Jahren gab es nur lokal begrenzt Ärger mit dem EBA wenn die Signalsicht betroffen war. Dann wurde gründlich freigeschnitten und aufgrund einer Überwachung durch das EBA auch wirklich freigehalten.

In den letzten mindestens 10 Jahre gab es einige Stürme größeren Ausmaß, bei denen Bahnstrecken längere Zeit blockiert waren und dementsprechend auch etliche Kollisionen Zug mit Baum im Gleis. Weitere unangenehme Folgen dieses Zuwachsen sind entsprechende Streckensperrungen bei zu viel Schnee auf den Bäumen.

Ein Bespiel hier aus der Region: Ende 2010 war der Bahnknoten Schwandorf von allen vier Seiten her tagelang nicht erreichbar, weil auf größeren Strecken die Bäume unter Schnee zusammengebrochen sind. Für die Oberpfalz löste dieses Ereignis eine erste Welle von Freischnitten aus. In Oberfranken (noch) nicht.

Mittlerweile wurden die Spielregeln verschärft: zur Verringerung der Auswirkungen eines potentiell im Gleis liegenden Baumes darf bei Sturmwarnung des deutschen Wetterdienstes für einen bestimmten Landkreis jeder Zug in diesem Landkreis nur 80 km/h fahren. Das ist mitunter nicht sinnvoll, aber eine genauer auf die Örtlichkeit herunter gebrochene Regelung war wohl nicht zu haben.

Im Endergebnis wird jetzt entlang deutscher Eisenbahn-Gleise alles weggesägt was nicht zweifelsfrei als absolut standfest eingestuft wird. Dem sind auch an anderen Stellen schon markante Bäume zum Opfer gefallen.

von Martin Pfeifer - am 11.05.2016 21:37

Wie bei DSO

Servus,

ein hochinteressanter Diskussionsverlauf.

Logisch hat das Baumfällen was mit TTIP zu tun. Aus dem Baum kann man für einige Menschen wieder Bretter vorm Hirn schneiden. Oder Tempos machen zum Schaum abwischen der vorm Mund steht.

Und auch die Erkenntnis dass, wenn sonst nix zu tun ist, man die Leute zum Ausschneiden schickt ist grandios. Ich bin beruhigt dass anderweitig offenbar recht viel zu tun ist, denn ich sehe beim Fahren recht wenige die grad ausschneiden.Gottseidank, die Menschlein scheinen ja auch nicht viel in der Birne zu haben, wenn ichs richtig lese.

Und die Erklär - Bären ziehen auch wieder durchs Gebiet.

Mittlerweilen ist von DB Netz anstatt des bisherigen U-Profiles beim Zuschnitt ein V-Profil beim Zuschnitt vorgegeben. Und nicht zuletzt deswegen wird so abgeholzt. VIELLEICHT ist das der Grund, ich weiß es nicht genau.

Und obwohl ich weder Freund von TTIP, von Beton oder übertriebenen Entnaturalisierungsmaßnahmen bin: es wird einen Grund dafür geben. Wenn man den nicht kennt, halte ichs schlicht und einfach mit Dieter Nuhr!

Nachdenkliche Grüße,
gradausfahrer

von Gradausfahrer - am 12.05.2016 04:47

Jenes Faß ist noch zu klein!

Servus,

da mußt Du noch weit verwinkelter Denken, um je eine Ahnung von dessen zu ergründen, was da los ist und noch auf uns zukommt.
Und wenn einer frägt, was es sein könnte, Meinungsäußerung! Mehr isses nich :-)

malo

von nix mehr - am 12.05.2016 16:41
Zitat
Martin Pfeifer

Ein Bespiel hier aus der Region: Ende 2010 war der Bahnknoten Schwandorf von allen vier Seiten her tagelang nicht erreichbar, weil auf größeren Strecken die Bäume unter Schnee zusammengebrochen sind.


Nicht zu vergessen die üble Kollision des 612 479 am 31. März 2015 mit einem Baum bei Michelfeld. Seitdem wird ja auch in Oberfranken ziemlich viel abgeholzt.

von Peter Gisder - am 13.05.2016 11:20
Servus,

da hast du recht, das war wirklich eine heftige Kollision. Meiner Meinung nach, an einer Bahnstrecke lieber einen Baum zu viel abholzen als einen zu wenig. Da geht Sicherheit über Naturschutz und Fotomotive. Auch wenns manchmal, wie hier, schade drum ist.

Grüße!

von Pendler_NKU - am 13.05.2016 11:31
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.