Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
28
Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
extirschenreuther, Cargonaut, Martin Pfeifer, 294-762, Bayernschiene, K. R., BD Regensburg, Der Weißenburger, GeorgR, Arzberger, ... und 6 weitere

Streichliste DB-Güterverkehrstellen – Auswirkungen für unsere Region

Startbeitrag von Bayernschiene am 18.05.2016 15:25

Streichliste DB-Güterverkehrstellen – Auswirkungen für unsere Region

Habe mir mal die Mühe gemacht und alle (vrsl.) wegfallenden Gütertarifpunkte von DB-Cargo im "Direktionsgebiet" Nürnberg (ergänzt wird noch München, teilweise) herauszusuchen.
In Klammern habe ich mir kleine Kommentare erlaubt, um Ergänzungen bin ich Euch dankbar!


Zukunft Bahn@DB Cargo: Wirtschaftliche Optimierung Nahbereich

215 Gvst, an denen die Bedienung eingestellt werden soll (Auszug)

– Ansbach
– Burgsinn
– Feucht
– Gunzenhausen
– Illesheim (Bedienung US Army ohne seit Jahren nicht mehr durchgeführt)
– Nürnberg Hafen Cdn
– Nürnberg-Dutzendteich
– Nördlingen
– Nördlingen EWV
– Schirnding Grenze
– Schnaittenbach (Strecken wird ohnehin verkürzt, wegen Erweiterung des Kaolinabbaugebietes)
– Steinach(Rothenburg)
– Tauberbischofsh Nord
– Triesdorf
– Wassertrüdingen (EIU und EVU ohnehin seit Jahren BayernBahn!)
– Weidenberg
– Wertheim Mainhafen
– Wiesau (Oberpf)
– Wilburgstetten (EIU und EVU ohnehin seit Jahren hauptsächlich BayernBahn!)


101 Gvsten, an denen die Bedienzeit und / oder -frequenz geändert werden soll (Auszug)
– Crailsheim Flügelau
– Ermetzhofen
– Freihöls
– Kelheim Hafen
– Lohr
– Nürnberg Süd (unklar ob Transa Railport oder Altmann Autologistik?)
– Würzburg Mvz
– Würzburg Neuer Hf
– Würzburg-Heidingf O


53 Gvsten, die nur noch im Sonderndienst, d. h. bei positiver Ressourcenprüfung bedient werden solle (Auszug)
– Parsberg
– Regen
– Wicklesgreuth
– Zeil


Quelle
[www.swr.de]

! Vorbehaltlich der Diskussion mit Kunden, Gremien und Politik !

Antworten:

Wieso Schirnding Grenze? In Schrinding fand zuletzt vor paar Jahren durch Regental Cargo Güterverkehr statt, Holz.
Und Wiesau? heisst dann muss das Cargoterminal die Wagen, die von DB zugestellt werden, in MAK abholen und die vollen dort übergeben? Kann mir aber vorstellen, dass sich das für DB immer weniger rentiert,da das meiste durch privat gemacht wird.

von extirschenreuther - am 18.05.2016 16:04
Hallo !

Ich habe lange Jahre (2000 bis 2008) in Schirnding gearbeitet. Das einzeige was damals in Schirnding noch verladen wurde war Holz mit der Regentalbahn. Der Bahnhof selbst hatte ein umfangreiches Gleisnetz mit wirklich zahlreichen ( aber leider schon damals nicht mehr genutzten) Industrieanschlüssen. In Weidenberg wird wohl der Anschluss Zapf gestrichen ? Soll doch gleich der ganze Güterverkehr komplett auf die Straße verlagert werden.

von Fallser - am 18.05.2016 16:55
Servus,

Zitat
extirschenreuther
Wieso Schirnding Grenze? In Schrinding fand zuletzt vor paar Jahren durch Regental Cargo Güterverkehr statt, Holz.


Schirnding Grenze ist nicht der Bf Schirnding, sondern die Staatsgrenze zwischen D und CZ. Der Tarifpunkt wird meiner Meinung nach für den Grenzüberschreitenden Einzelwagen-Ladungsverkehr benötigt! Oder soll der ganze Güterverkehr zukünftig über Furth im Wald abgewickelt werden?

Zitat
extirschenreuther
Und Wiesau? heisst dann muss das Cargoterminal die Wagen, die von DB zugestellt werden, in MAK abholen und die vollen dort übergeben? Kann mir aber vorstellen, dass sich das für DB immer weniger rentiert,da das meiste durch privat gemacht wird.


Wie wird die Bedienung des Anschluß GRB (ehem Strecke nach Mitterteich, Verladung radioaktiver Abfälle) abgerechnet? Eigener Tarifpunkt oder Wiesau plus Zustellungsgebühr?

Bei Parsberg und Regen wird das Tarifwerk an die Realität angepasst. Schon mal etwas erfreuliches.

von Martin Pfeifer_2 - am 18.05.2016 17:05
Schnaittenbach? Das Werk soll ja doch nun stehenbleiben. Außerdem wird da ja jetzt nur noch einmal Früh Morgens bedient. Der Bahnhof wird ja auch zum Umfahren der Wagen, zB. vom Dorfner, gebraucht.

von Eisenbahner1 - am 18.05.2016 17:15
Soweit ich weiss, Wiesau: GRB ist gleich plus Zustellgebühr.
Die Frage die ich mir stelle ist warum zb die Privatbahnen in Wiesau günstiger sind. Das interessierte mcih einfach mal. Die Loks von denen bleiben ja oft über Nacht oder bis zur Entladung in Wiesau, übernachten dann die Lokführer dort und ist es das was diese flexibler und billiger macht?

von extirschenreuther - am 18.05.2016 17:16

Gründe

Zitat
extirschenreuther
Soweit ich weiss, Wiesau: GRB ist gleich plus Zustellgebühr.
Die Frage die ich mir stelle ist warum zb die Privatbahnen in Wiesau günstiger sind. Das interessierte mcih einfach mal. Die Loks von denen bleiben ja oft über Nacht oder bis zur Entladung in Wiesau, übernachten dann die Lokführer dort und ist es das was diese flexibler und billiger macht?


Die können deutlich günstiger sein, da es keine feste Einsatzstellen gibt bei den meisten Privaten und damit deutschlandweiter Einsatz möglich ist, also ein typisches Nomadenleben das man von den Lkw-Kutschern leider übertragen hat.
DB Cargo hat feste Einsatzstellen und begrenzte Einsatzradien, was natürlich familienfreundlicher und lebenswerter ist (es sei denn man ist Geldgeil und hat kein Privatleben), aber das ist natürlich teurer.
Wenn Loks übernachten gehen die Tf meist ins Hotel, gibt aber auch EVU wo selbst das eingespart wird. Dazu sind An- und Abreisen zu den Zügen bei vielen EVU Freizeit oder nur tw. bezahlt wenn man in Wiesau abstellt und dann zu einem Zug nach Regensburg fährt den man übernimmt, z. B.

Ansonsten heißt diese Streichliste nicht dass da kein GV mehr stattfindet. Kann ja grundsätzlich jeder übernehmen, auch die Zapfverkehre, wenn es sich lohnt.

Grundproblem ist doch die Benachteiligung der Eisenbahn die SGV teuer macht. Die Eisenbahn zahlt EEG, ist größter Ökosteuerzahler, zahlt für jeden Meter, auch für eine minimal befahrene Nebenbahn, Trassengebühren in nicht geringer Höhe usw.
Der Lkw zahlt nur für wenige Kilometer Autobahnen und ein paar Bundesstraßen, erst ab 7,5 t und hat genug andere Vorteile. Dobrindt baut diese noch weiter aus.
Die Alpenländer zeigen ja dass man durchaus mehr Einzelwagen- und Schienengüterverkehr insgesamt haben kann, wenn man die Kostenwahrheit einführt und derzeit zahlt kein Verkehrsmittel so viel für die Infrastrukturfinanzierung wie die Eisenbahn.

von BD Regensburg - am 18.05.2016 18:26

Re: Streichliste DB-Güterverkehrstellen – Eggmühl

Hallo !
Auch der Bf Eggmühl nur Ganzzug Verkehr steht auf der Streichliste.

Bisher wurde so verfahren:

DB Cargo brachte einen Ganzzug für ein örtliches Lagerhaus (Getreide,Dünger)
nach Eggmühl und stellte ihn auf Gleis 4 ab.
Die RSE Bahn holte diesen ab und brachte ihn zur Be- oder Entladestelle.
Nach Beendigung dieser Arbeiten wurde ein Wagenmeister angefordert.
Dieser war nicht so einfach zu bekommen, jeder hat einen festen Arbeitsplan
und Sonderleistungen sind oft nicht zu bekommen.
Dabei kam es vor das dieser aus München oder Plattling per Dienstauto
kam.
Nach der Untersuchung wurde der ganze Wagenzug durch die RSE (Laabertalbahn)
wieder nach Gleis 4 gestellt und Cargo konnte diesen abholen.
Da Gleis 4 mit Fahrdraht ausgestattet ist kann mit E-Loks gefahren werden.
Dabei hat DB Cargo keinen Aufwand und keine Rangiertätigkeit.
Einzig die Untersuchungstätigkeit ist mit Problemen belastet.
Man wird nicht allzuviele Orte finden wo das so einfach zu handhaben ist.
Die Mitarbeiter der Laabertalbahn arbeiten alle ehrenamtlich !
Mfg
Mühldorfer

von Mühldorfer - am 19.05.2016 09:31

Re: Streichliste DB-Güterverkehrstellen – Eggmühl

Es gibt eigentich viele Fälle die mir nicht so ganz logisch erscheinen/schienen.
Z.B. Waldershof:
Der bahnhof sollte im Zuge von Mora C geschlossen werden. Damalige Kunden: Die Firma die dort heute noch Kaolin verlädt und das dortige Sägewerk, nutzten beide die heute noch bestehenden Verladeanlagen.
Nach Intervention der Kaolinfirma blieb Waldershof erhalten, allerdings nur für diese Firma, das Sägewerk durfte nciht mehr verladen. Fragt sich ob das so Sinn macht. Im Prinzip ist Waldershof ja noch im Bahnhofsbereich MAK.
In Hof gabs eine Getränkefirma, die bekam (bekommt noch?) Kesselwagen mit Kohlensäure in ihren Anschluss. Der Anschluss wurde gekündigt, der Kesselwagen wurde seither in der Ladestrasse in einen LKW entladen der die Kohlensäure dann zur Firma fuhr. Selbst bei Erhöhung des Tarifs für die Bedienung des Anschlusses wäre das sicher immer noch einfacher/billiger als mit 2xigem Umladen

von extirschenreuther - am 19.05.2016 11:07

Re: Streichliste DB-Güterverkehrstellen – Bemerkungen

Hallo zusammen,
ich habe mal in Klammern meine Bemerkungen dazu geschrieben, ist also alles nicht sooo wild wie es aussieht, aber trotzdem traurig.

Die Rede bei allen Gvst ist immer der EWV, einen Ganzzug fährt DB Cargo (schade das es nun SC Henker nicht mehr gibt :-) weiterhin an jeden Bf, wenn ein Gleis vorh. / Kunde interesse hat und der Preis stimmt.

215 Gvst, an denen die Bedienung eingestellt werden soll (Auszug)
– Ansbach (Hier wurde eh nur gelegtlich Holz verladen. Sonst hat Ansbach keine Kunden mehr. DB Energie hat ohnehin ja Umladestellen für den Lkw gemacht. Aber traurig, weil ja in Ansbach eh die 294 stationiert ist für Rothenburg)

– Burgsinn (nur gelegntlich Holz)
– Feucht (auch Holz und das Lager)
– Gunzenhausen (EWV-Übergabe an die BYB, sonst eben nur Holzverladung, aber auch das könnte die BYB mitmachen und dann mitm Shampooroller eben in Ansbach abhängen und Übergeben)
– Illesheim (Bedienung US Army ohne seit Jahren nicht mehr durchgeführt)
– Nürnberg Hafen Cdn (Hafen Nürnberg hat eine feste Rangierlok bzw zwei. Nur das CDN wird zu fast 100% von Privaten bedient. Unter anderem auch wegen der Flexibilität. N1(Husa), EGP, HGK,NOBEG haben dort oft Loks stehen und machen dann was mit. Der restliche hafen Kai 1 bis 3 werden weiter bedient. Zudem gibt es fast keinen EWV auf Containerwagen, das sind alles Ganzzüge - welche eben viel die Privaten fahren)
– Nürnberg-Dutzendteich (wird eh nur noch abgestellt, Anschlüsse wurden zurück gebaut, die Awanst Nokia und AEG werden schon länger nicht mehr bedient)
– Nördlingen (macht eh schon alles die BYB)
– Nördlingen EWV (macht auch die BYB, wobei es eben eig nur Gruppen- od. Ganzzugverkehr gibt wie Dünger und eben n Henkel)
– Schirnding Grenze (wurde schon richtig angmerkt, das ist nicht der Bf Schirnding sondern der Tarifpunkt des EWV.)
– Schnaittenbach (Strecken wird ohnehin verkürzt, wegen Erweiterung des Kaolinabbaugebietes) wurde schon genannt
– Steinach(Rothenburg) (Hier wurde auch nur sporadisch die letzten Jahre n paar mal Holz oder eben n Lkw auf nen Flachwagen zum Spritzen verladen) Also Rothenburg ob der Tauber wird weiterhin von Ansbach aus bedient. Somit ist die Streichung hier aber Dummheit, weil wenn ich eh hin fahre, kann ich auch nen Wagen mehr mit nehmen!
– Tauberbischofsh Nord
– Triesdorf (das dürfte wohl den Gasmenschen betreffen, wobei der auch weiter bedient werden könnte durch die ByB)
– Wassertrüdingen (EIU und EVU ohnehin seit Jahren BayernBahn!) - BYB
– Weidenberg (Naja war nie eine geliebte Ladestelle, machte zu viel Aufwang. Habe gehört da will sich die NOBEG versuchen)
– Wertheim Mainhafen (kenn ich nicht)
– Wiesau (Oberpf) (auch hier der EWV genannt. Ziegler fährt schon überwiegend alles per Bahn mit privaten in Ganzzügen, so das die EWV mit Holz ohnehin gaaaanz selten von Marktredwitz geworden sind. Anst GRB gehört zu Wiesau dazu, dürfte aber weiter bedient werden, da es zu NCS (Nuclear Cargo Service) gehört und eben hierfür eine Beförderungspflicht auf der Schiene gibt, wenn mgl.
– Wilburgstetten (EIU und EVU ohnehin seit Jahren hauptsächlich BayernBahn!)


101 Gvsten, an denen die Bedienzeit und / oder -frequenz geändert werden soll (Auszug)
– Crailsheim Flügelau
– Ermetzhofen
– Freihöls
– Kelheim Hafen (Klingt komisch aber damit ist NUR der Hafen als Ladestelle gemeint. Südchemie ist davon unbetroffen, ist eine eigene Ladestelle mit eigenem Code. UNd da gehen eh nur Ganzzüg mit Autos und Dünger rein. Auch der Kalk von Mühldorf wird weiter rieseln :-)
– Lohr (hier wirds die Holzverladung treffen, das Glaswerk ist ja Hauptkunde und heist anders. Wobei es auch hier wieder traurig ist, wenn ich zum Glaswerk fahre, aber den Kunden ablehne, der Holz verladen will)
– Nürnberg Süd (unklar ob Transa Railport oder Altmann Autologistik?)
– Würzburg Mvz
– Würzburg Neuer Hf (Hier sind auch überwiegend Privatbahnen eben mit Ganzzügen im Einsatz)
– Würzburg-Heidingf O (auch hier wieder nur der Bahnhof mit den ehem. Rampengleisen, das VW Lager wird weiterhin bedient)


53 Gvsten, die nur noch im Sonderndienst, d. h. bei positiver Ressourcenprüfung bedient werden solle (Auszug)
– Parsberg (Militär)
– Regen (Miltär)
– Wicklesgreuth
– Zeil (Hier wieder die Holzverladung)

Zum Verständnis mal die Vorgehensweise beim EWV:
Es gibt Zugbildungsanlagen Z. B. München Nord, dann gibt es Knoten (z. b. München Süd, ist nur an München Nord angebunden) und es gibt Satelliten. Ein Satellit ist dann eine konkrete Gvst auf einem Bahnhof. Wenn eine Gvst geschlossen wird, kann der Satellit trotzdem noch bedient werden. Auch können Zugbilungsanlagen zugleich auch Knoten sein.

Wenn jetzt wie oben eine Ladestelle nicht genauer genannt wurde, dann gilt das nur für die Bahnhofsladestelle, was i. d. R. eben Freiladegleise, kopf-und Seitenrampen sind.
z. B. würde Ingolstadt Hbf genannt werden, würden nur die Kopf- u. Seitenrampe und Freiladegleise wegfallen. Nicht jedoch Privatanschlüsse, diese würden dann ja heisen Ingolstadt Hbf Staudinger Halle * usw.

So ist das Regelvorgehen und der Ablauf. Sofern eben das Fernsehen dies nun auch so richtig wieder gegeben hat. Oft werden ja sachen fälschlicherweise vermischt (Triebfahrzeugführer ist Zugführer usw). Es sind oft die Details, die viel ausmachen.

Traurig ist halt, das dies für DB Cargo weiterhin der langsame Tod ist. Weil die Kundenabwicklung findet zentral aus Duisburg statt, jedoch hat dort keiner mehr eine Ahnung wie es vor Ort aussieht.
Wird eine GVst still gelegt, wird die Ladestelle und der Ladestellencode aus dem EDV-System gelöscht. Die Ladestraße/Anst/Awanst etc ist deswegen faktisch noch da, nur die DB bzw das EDV-System (PVG) und somit auch der Kundenbetreuer der DB kennt diese nicht mehr und sagt dann, dass er dort keinen Verkehr mehr hin machen kann. Weil ohne Ladestellencode keine Abrechnung und somit kann man da auch nix hin fahren.
Weiteres Problem ist dann, das diese Ladestelle durch die DB aus dem int. Verzeichnis der Ladestellen getilgt wird. Somit kann auch kein Internationaler EWV mehr statt finden, weil es faktisch ja die Ladestelle nicht mehr gibt. Genau hier ist eben das Problem der Zusammenarbeit mit Privatbahnen im EWV: Viele könnten etwas fahren, nur weis z. B. keiner aus Frankreich das (z. B.) Neuburg/Do. von der DB nicht mehr bedient wird, aber die Privatbahn BCB von Ingolstadt oder Ulm da hin fährt (ja ich weis das Beispiel ist historisch!). Somit sagt dann auch der Franzose zu seinem interessierten kunden "no way".

Und das ist Dummheit. Das Einpflegen einer neuen Ladestelle ist viel mehr arbeit als eine bestehende Ruhen zu lassen. Jedoch wenn sie länger ruhen werden sie entfernt. Das hängt auch mit den Tarifen usw zusammen, ist aber zu komplex hier.

Gruß K. R.

von K. R. - am 19.05.2016 11:24

Re: Streichliste DB-Güterverkehrstellen – Bemerkungen

Das heisst im Prinzip, der Fehler ist, dass es keine zentrale Stelle gibt, die alle vorhandenen Ladestellen auflistet/abrechnet und somit jedem EVU ermöglicht, diese zu nutzen?

von extirschenreuther - am 19.05.2016 11:45

Re: Streichliste DB-Güterverkehrstellen – Bemerkungen

Zitat
K. R.
Hallo zusammen,
ich habe mal in Klammern meine Bemerkungen dazu geschrieben, ist also alles nicht sooo wild wie es aussieht,


Das ist eigentlich auch mein Fazit. Wenn man mal durchschaut, wo Cargo überhaupt noch fährt, mekrt man doch, dass sehr viele Karteileichen einfach nur entfernt werden.

Grüße

von Cargonaut - am 19.05.2016 11:46
Hallo zusammen!

Auch von mir noch etwas "Senf" dazu ;-)
Laut Drehscheibe 271 wurde Feucht zum 4.3.16 geschlossen, ist also nur noch eine Karteileiche. Im Ladegleis wurde meinen Sichtungen nach schon lange nichts mehr verladen, da stand nur ab und zu mal ein Wagen der ausgesetzt wurde. Wie es mit dem Anschließer Richtung Altdorf aussieht kann ich leider nicht sagen.
In Steinach/bei Rothenburg ob der Tauber wurde/wird in der Ladestraße auch noch verladen. Da wird mit einem Unimog rangiert. Sind meist Tds oder Wagen mit so kleinen Containern, keine Ahnung was da ver-/entladen wird, hab die aber schon oft selber in Zügen dabei gehabt.

Gruß aus Nürnberg

von V90-Fahrer - am 19.05.2016 13:05

Bundesnetzagentur

Zitat
extirschenreuther
Das heisst im Prinzip, der Fehler ist, dass es keine zentrale Stelle gibt, die alle vorhandenen Ladestellen auflistet/abrechnet und somit jedem EVU ermöglicht, diese zu nutzen?


Das müsste alles zentral über die Bundesnetzagentur laufen, so dass alle bedienten Ladestellen, aller EVU, auch potentielle und derzeit ruhende, dort vermerkt sind.

von BD Regensburg - am 19.05.2016 13:23

Re: Bundesnetzagentur

Zitat
BD Regensburg
Zitat
extirschenreuther
Das heisst im Prinzip, der Fehler ist, dass es keine zentrale Stelle gibt, die alle vorhandenen Ladestellen auflistet/abrechnet und somit jedem EVU ermöglicht, diese zu nutzen?


Das müsste alles zentral über die Bundesnetzagentur laufen, so dass alle bedienten Ladestellen, aller EVU, auch potentielle und derzeit ruhende, dort vermerkt sind.


Servus,

das Gleis selber und vermutlich auch die Ladestraße gehört DB Netze. Die ladestraße verschwindet nur aus dem Gedächtnis von DB Cargo, zunächst aber nicht faktisch aus der Landschaft. Das Problem - eine Recherche wo gibt überhaupt noch benutzbare Ladestraßen - wurde ja schon genannt. Ich stelle mir die Frage ob es wirklich Aufgabe der Bundesnetzagentur ist, ein Verzeichnis der körperlich verfügbaren Ladestraßen zu pflegen. So etwas sollte eigentlich im Interesse des EIU selber sein, weil ja die Nutzung auch Einnahmen erzeugt.

von Martin Pfeifer - am 19.05.2016 18:07
Zitat
Bayernschiene

Zukunft Bahn@DB Cargo: Wirtschaftliche Optimierung Nahbereich

215 Gvst, an denen die Bedienung eingestellt werden soll (Auszug)


– Schnaittenbach (Strecken wird ohnehin verkürzt, wegen Erweiterung des Kaolinabbaugebietes)


Die Strecke wird nicht verkürzt und auch wird der Kaolintagebau nicht auf die Strecke ausgeweitet. Es soll lediglich das ehemalig Werk "Kick" zurückgebaut werden, unter welchem sich noch Kaolinvorkommen befinden. Das Werk selbst ist über ein gut 500 Meter langes Anschlussgleis angebunden. Es wurde auch schon in die bestehende Kaolingrube ein neues Sandverarbeitendes Werk gebaut, nur halt ohne Gleisanschluss, verladen werden soll im AKW Werk Hirschau, auch die Produkte aus Schnaittenbach. Es ging zuletzt eh nur noch die Silowagen mit Loksand und alle paar Wochen Tadgs mit Sand, welche zu Ganzzügen nach Villaverla gesammelt wurden.

Grüße Schumi

von 294-762 - am 20.05.2016 06:50

Re: Streichliste DB-Güterverkehrstellen – Bemerkungen

Guten Morgen,

zu den Güterverkehrsstellen in Lohr möchte ich noch anmerken, dass Lohr Bahnhof, wo ja noch Holverladung stattfindet, in der Liste gar nicht erwähnt wird. Ich hoffe, dass dort dann alles beim alten bleibt.....

Geändert werden soll hingegen die Bedienfrequenz von Lohr Stadt, wo sich mit den Lohrer Hohlglaswerken der dortige Hauptgüterkunde befindet.....

Die Güterverkehrsstelle Wertheim Hafen wird hingegen bereits seit Jahren nicht mehr von DB Cargo angefahren, seit dort die Anlieferung von Quarzsand auf der Schiene eingestellt wurde. Im Jahr 2014 und auch schon in diesem Jahr verkehrte dort lediglich jeweils ein Ganzzug mit Düngemitteln von anderen EVU.


Grüße,

Steffen

von Steffen Hartz - am 20.05.2016 07:18
Hallo zusammen,

zu Steinach von meiner Seite noch eine Anmerkung:
Das Aufkommen an der Ladestraße war meinen Beobachtungen nach nicht gerade klein. Es standen eigentlich immer eine ordentliche Anzahl an Flachwagen mit diesen kleinen Containern (ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass da Sand drin wäre) sowie die schon erwähnten Tds rum.
Es ist mir absolut unverständlich, dass man diese Wagen nicht mehr mitnehmen will - fährt man doch weiterhin noch nach Steinach sowie sogar nach Ermetzhofen, wobei man für letztere Ladestelle für 2-3 Wagen einen enormen Aufwand betreibt. Da hätte ich eher erwartet, dass Ermetzhofen fällt und Steinach bleibt.

Gruß
Der Weißenburger

von Der Weißenburger - am 20.05.2016 13:47

Gütertarifpunkte (Ladestellen/Güterbahnhöfe); Drittunternehmen

Zitat
K. R. schrieb:
Die Rede bei allen Gvst ist immer der EWV, einen Ganzzug fährt DB Cargo (schade das es nun SC Henker nicht mehr gibt :-) weiterhin an jeden Bf, wenn ein Gleis vorh. / Kunde interesse hat und der Preis stimmt.


Nun ja, üblicherweise führt DB Cargo für Ganzzug-Ziele ebenso Gütertarifpunkte. Lässt sich anschaulich in den Veröffentlichungen im Tarif- und Verkehrsanzeiger (TVA) nachvollziehen, wenn DB Cargo Ganzzugaufträge gewinnt oder verliert. Die Liste [www.swr.de] enthält auch einzelne Ladestellen, die heute schon als "Nur für Ganzzüge geöffnet" im System geführt werden -- Eggmühl, Regen und Schalding zum Beispiel.



Zitat
K. R. schrieb:
Triesdorf (das dürfte wohl den Gasmenschen betreffen, wobei der auch weiter bedient werden könnte durch die ByB)


Auch wenn die lokale Bedienung durch ein Drittunternehmen durchgeführt wird, führt DB Cargo das Ziel als Gütertarifpunkt im eigenen System, wenn Wagenladungsverkehr im Wechsel mit DB Cargo durchgeführt wird. Die "Streichliste" enthält ja schon einige Orte, die Cargo nicht selbst anfährt, was diese Tarifpunkte allerdings offensichtlich nicht "gerettet" hat :/



Zitat
K. R. schrieb:
101 Gvsten, an denen die Bedienzeit und / oder -frequenz geändert werden soll (Auszug)
(...)
– Lohr (hier wirds die Holzverladung treffen, das Glaswerk ist ja Hauptkunde und heist anders. Wobei es auch hier wieder traurig ist, wenn ich zum Glaswerk fahre, aber den Kunden ablehne, der Holz verladen will)


In der Liste ist Lohr Stadt (226662), also das Glaswerk, genannt. Die Holzverladung läuft über den nicht genannten Tarifpunkt Lohr Bahnhof (226027).



Zitat
K. R. schrieb:
101 Gvsten, an denen die Bedienzeit und / oder -frequenz geändert werden soll (Auszug)
(...)
– Würzburg-Heidingf O (auch hier wieder nur der Bahnhof mit den ehem. Rampengleisen, das VW Lager wird weiterhin bedient)


Der in der Liste genannte Tarifpunkt 226704 ist heute schon "nur für Sendungen in Wagenladungen von und nach Privatgleisanschlüssen zugelassen". Gemeint ist also demnach die Anschlussbedienung.



Zitat
K. R. schrieb:
Wenn jetzt wie oben eine Ladestelle nicht genauer genannt wurde, dann gilt das nur für die Bahnhofsladestelle, was i. d. R. eben Freiladegleise, kopf-und Seitenrampen sind.


Das ist so nicht richtig; viele Tarifpunkte kombinieren mehrere Ladeorte, sei es öffentliche Ladegleise oder Anschlüsse.



Zitat
K. R. schrieb:
z. B. würde Ingolstadt Hbf genannt werden, würden nur die Kopf- u. Seitenrampe und Freiladegleise wegfallen. Nicht jedoch Privatanschlüsse, diese würden dann ja heisen Ingolstadt Hbf Staudinger Halle * usw.


Ingolstadt ist ein Sonderfall mit 38 (!) Tarifpunkten, die allerdings überwiegend Ladestellen mit Zuordnung zu einem übergeordneten tariflichen Güterbahnhof sind. Von letzteren gibt's sechs in Ingolstadt. Das Beispiel "Ingolstadt Hbf Staudingerhalle 8" ist eine Ladestelle, die dem Güterbahnhof Ingolstadt Hbf zugeordnet ist. Dessen (hypothetische) Schließung würde auch die Ladestellen betreffen.


Grüße,
Georg

von GeorgR - am 20.05.2016 21:30

vielen Dank für eure Ergänzungen und die sachliche Diskussion bisher :-)

waren noch einige interessante Infos dabei

von Bayernschiene - am 21.05.2016 08:54
Was soll denn in Schirnding Grenze noch gestrichen werden? Die Einzelwagenzüge sind meist gut ausgelastet, die Autozüge verkehren ja seit einiger Zeit übers Elbtal!
Hoffe nicht das der Güterverkehr nach Eger mit Cargo eingestellt wird..


LG

von Arzberger - am 21.05.2016 09:37
Zitat
Arzberger
Was soll denn in Schirnding Grenze noch gestrichen werden? Die Einzelwagenzüge sind meist gut ausgelastet, die Autozüge verkehren ja seit einiger Zeit übers Elbtal!
Hoffe nicht das der Güterverkehr nach Eger mit Cargo eingestellt wird..


LG


Servus,

die Streichung von Schirnding Grenze verstehe ich auch nicht. Bei weiterer Durchsicht der Liste außerhalb Bayerns habe ich außerdem auch Frankfurt (Oder) Oderbrücke und Horka Gbf auf der Liste "zu schließen" gefunden. Diese Tarifpunkte müssten nach meinem Verständnis für den Übergang nach Polen notwendig sein. Ändert sich hier eventuell der Abrechnungsmodus zwischen den Bahnverwaltungen so das die "Grenz-Tarifpunkte" nicht mehr notwendig sind?

von Martin Pfeifer - am 21.05.2016 14:37
Zitat
Martin Pfeifer
auch Frankfurt (Oder) Oderbrücke und Horka Gbf auf der Liste "zu schließen" gefunden.


Das hat nichts mit dem grenzüberschreitenden Verkehr zu tun. In Horka Gbf wird nach dem Umbau kein Gbf mehr vorhanden sein. Da rollts nur noch durch evtl. Halt zum Lokwechsel. Da wird nix mehr verladen.

Schirnding Grenze läßt schon darauf schließen, dass der Einzelwagenverkehr auf dem absteigenden Ast ist. Die Tschechen haben nie ein Geheimnis draus gemacht, dass sie lieber über Furth fahren würden. Man wird es sehen.

Grüße

von Cargonaut - am 21.05.2016 17:09

Re: Streichliste DB-Güterverkehrstellen – Bemerkungen

hierzu auch noch von mir was: Der Quarzsand für Lohr Stadt kommt doch meines Wissens aus Schnaittenbach. Da sieht man gut wie die Stillegung einer STrecke die Auslastung auch einer anderen Strecke schwächt.

von extirschenreuther - am 22.05.2016 17:22

Re: Streichliste DB-Güterverkehrstellen – Bemerkungen

nochmal eine Frage zu Wiesau: Ist es denn wirklich so, dass die Einzelwagen so selten geworden sind. Ich bin nur ca 2x im Jahr in der Gegend, aber was ich immer sah war doch immer so ca 4,5 Wagen für Wiesau und die leeren Wagen wurden ja zt wieder mit Schnittholz beladen. Die eingekauften Holzkontingente ergeben ja nicht immer einen Ganzzug, da aus untersch Regionen kommend, kleinere Tranchen kommen somit weiterhin und regelmaessig per DB Cargo Einzelwagen. Das gesteigerte Aufkommen war doch auch der Grund, warum eine V 90 nach MAk kam.

von extirschenreuther - am 22.05.2016 17:25
Und eine finale Anmerkung noch: die genannten Güterverkehrsstellen sind ja keineswegs defizitär, richtig? sondern durch die geringe Gewinnmarge und die angestrebte SChliessung hofft man den Nettogewinn des Gesamtunternehmens steigern zu können oder seh ich das falsch?

von extirschenreuther - am 22.05.2016 17:40

Re: Streichliste DB-Güterverkehrstellen – Bemerkungen

Der Sand für Lohr Stadt kommt aus Hirschau!

In Schnaittenbach werden lediglich Loksand in Ucs für die Betriebswerke der DB und Alle 2 Monate ein Ganzzug in kleinen Wagengruppen Sand für Villaverla verladen, ansonsten ist dort nix mehr.

Grüße Schumi

von 294-762 - am 22.05.2016 18:23

Re: Gütertarifpunkte (Ladestellen/Güterbahnhöfe); Drittunternehmen

Guten Abend,

sorry ich habe nicht die Liste aus dem Inet gelesen sondern nur die aus dem ursprünglichen Beitrag, weshalb mir keine Gvst-Codes vorlagen.

Zudem kann man nur mit den Gvst-Codes genau sagen, um welche Ladestelle es sich in welchem Bf handelt. Ich habe nur nach meiner Erfrahrung/Wissen geschriebn, insofern bitte ich die Fehler zu entschuldigen :-)

Gruß K. R.

von K. R. - am 22.05.2016 20:29
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.