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Informationen zum Thema:
Forum:
Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
4
Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 5 Monaten
Beteiligte Autoren:
Martin Pfeifer, Bahnwärter1848, nix mehr, extirschenreuther

Kurioses zu einem nicht mehr existierenden Güterwagen

Startbeitrag von extirschenreuther am 10.06.2016 08:10

Hallo,
vor kurzem bin ich auf dieses Link gestossen:
[dybas.de]
Der hier abgebildete Güterwagentyp lief in den 90ern, Ende der 80er des letzten Jahrhunderts noch öfter in der Region Opf und wurde zur Holzbeladung genutzt, so wie abgebildet, kann mich noch gut erinnern.
Jetzt im Nachhinein frag ich mich, wie da die Ladungssicherung erfolgte. Soweit ich mich erinnere gar nicht, das Holz wurde einfach nur, wie abgebildet, reingelegt und im Nachhinein ist es erstaunlich, dass es nicht auch mal zu einem Unfall, zb durch seitliches Verrutschen der Ladung, kam. Bei einer Entgleisung wären die Hölzer vermutlich durch die Gegend geflogen.Ich vermute heute würden solche Güterwagen gar nicht mehr zugelassen??.

Antworten:

Im Nachhinein

Servus,

(mit etwas Ironie betrachtet)
...frage ich mich, wie ich bis hier her gekommen bin.
Du fährst irgendwann auf dem Fahrrad wie ein Michelinmännchen eingepackt.
Früher ging es ohne Helm, und das geht auch jetzt noch bei mir.
Als nächstes werden Ellbogenschoner Pflicht bei den Radlern! Und dann kommen...

Früher gab es Waggons ohne Drehfalttüren. Ohne Blockiereinrichtung usw.
Türen waren "gefährlich". Kurz gesagt wer da spielte, konnte rausfallen und wurde damit aussortiert! ;-)

Das Holz lag da gut in den Waggons. Wo sollte es auch hin bei fachgerechter Beladung?
Ehern meine ich das die Beladung von oben in einen geschlossenen Kasten schneller erfolgen kann, und auch "schludriger".
Aber eine Antwort kann ich Dir auch nicht geben.

:-)
Gruß,
malo

von nix mehr - am 10.06.2016 11:51
Ungewöhnlich war das nicht mit der Verladerei. Die Rungenwagen erhielten offensichtlich speziell für die Holzverladung die überhohen Stirnrungen mit Abspannung, um hoch aufschlichten zu können. Und so hohe Querkräfte treten bei der Bahnfahrt nicht auf - und fährst Du zu schnell über eine enge Weichenstraße, entlädt sich auch manch anderer Wagen... Im Falle einer Havarie ist es eh zu spät, da fliegen auch Kohlen und Autos durch die Gegend.

Vielleicht hat ja einer Zugriff auf die Beladevorschriften - so was dürfte es heute ja auch noch geben - um zu Beurteilen, dass derartige Aufschlichterei in Ordnung ist.

von Bahnwärter1848 - am 10.06.2016 13:40
Servus,

ich kenne solche Güterwagen auch aus eigener Anschauung. Die Rungen an der Strinseite sind entsprechend stabil ausgebildet weil das Holzpaket beim Anfahren und vor allem Bremsen gegen Bewegung sichern müssen. Zusätzlich werden hier auch Keile unter der ersten Lage verwendet. In Querrichtung ist der Aufbau relativ stabil, weil die unteren Lage durch das Gewicht der darüber liegenden Lagen gehalten werden. Für die oberen Lage wird diese zusätzliche Belastung durch das Niederbinden errreicht. Außerdem sind Stäme mit Rinde durch die Rinde nicht glatt, sondern sehr rauh. Sie rutschen also nicht so leicht weg.

Vermutlich gab es auch eine Beschränkung nur auf gerade Stämme. Bei krummen Stämmen funktioniert das ganze nicht mehr.

Gütertransport auf der Schiene, aber auch auf der Strasse ist im allgemeinen nicht darauf ausgelegt, das die verladenen Güter bei einem Unfall heile bleiben. Was da so alles schon von deutschen Autobahnen gekehrt wurde und sicherlich auch früher in der Nähe des Gleises verteilt wurde möchte ich gar nicht aufzählen.

Lediglich bei Gefahrgut ist das Überleben des Transportgefässes (= der Nichtaustritt der Ladung) bei einem Unfall vorgesehen. Aber auch nur im Rahmen bestimmter Grenzen.

von Martin Pfeifer - am 10.06.2016 16:53
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