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Eisenbahnforum Nordostbayern
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Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Strojmistr, Martin Pfeifer, K. R., E03 004, Peles, JimKnopff

Furth im Wald: Rückbau von Gleis 3 geplant (mL)

Startbeitrag von JimKnopff am 13.06.2016 21:46

Servus!

In Furth im Wald plant die DB Station&Service den Rückbau von Gleis 3 (Länge: 833m):

[www.eba.bund.de]

Gruß
Gabriel

Antworten:

Seit wann ist denn DB Stus für den Rückbau von Gleisen und Weichen zuständig?
Ist die Infrasstruktur nicht komplett bei der DB Netz -

- fragt sich Peles

von Peles - am 14.06.2016 10:31
Vermutlich hat DB Stus den Antrag gestellt, damit DB Netz Platz macht für den von DB Stus geplanten neuen Bahnsteig

Ich hab da bei früheren Rückbau-Verfahren nie drauf geachtet

Gruß Patrick

von E03 004 - am 14.06.2016 11:06
Wahnsinn,

Infrastrukturplanung wird echt nur noch kurzfristig betrieben. Was für eine Schande.

Wenn man ein bischen Hirn hätte und mal langfristig Planen würde (was ja der eig Sinn und Zweck der betr. Infrastrukturplanung ist - alle Gerwerke zu vereinen und langfristige Maßnahmen umzusetzen) und nicht nur eben kurz- und mittelfristige Maßnahmen dem Nahverkehr anpasst, dann wäre dies bei weitem einfacher und sogar billiger.
Hier wird wieder der gleiche SCH*** gemacht wie mit Gl. 3 im Bahnhof Aichach auf der Paartalbahn (zur Info: Gl. 3 war ein Stumpfgleis mit Ausfahrsignal in Ri augsburg und der Möglichkeit von Fahrstrßaen für Ein und Ausfahrten; wurde rausgerissen und auf dem Gleichen Schotterbett von Gl.3 dann ein kürzers Stumpfgleis in die andere Richtung gebaut zum abstellen von Triebwagen, welches nun von Gl. 2 abzweigt! Glückwunsch für Mittelverschwendung von ca. 1,6 Mio € (also inkl. der Stw- und Sicherungstechnischen Planung!). Dadurch wurde sich in Aichach die Chance vertan, am Gl. 3 einen Aussenbahnsteig zu bauen, weil eine Unterführung gibt es bereits am Bahnhof!!! Hoch Lebe die Infrastrukturplanung aus einem Büro heraus ohne das man seine Anlagen kennt.

Gleis 3 in FiW soll ja weichen wegen dem Mittelbahnsteig. Alleine schon weil dem Bahnhof FiW damit das längste Gleis geraubt wird, ist das eig Schwachsinn. Aber lange Güterzüge fahren wir ja eh nicht mehr - egal.

Zudem sind die Gleise 1 bis 3 die einzgen Gleise, welche an beiden Enden Hauptsignale haben und somit für Ein- und Ausfahrten in beide Ri (also D und CZ) genutzt werden können. Alle anderen Gleise haben eben nur auf einer Seite ein KS und am anderen Ende ein Ls. Dies sollte man nicht vergessen, da man ja "zukünftig" eben auch mal mehr Güterverkehr über FiW fahren will. Weil auch hier sind die Kapazitäten endlich.

Richtig wäre folgende Planung:
- Gleis 3 nicht komplett entfernen sondern nur den Mittelbahnsteig einbauen, aber eben dann auch bis nach Gl. 4. Somit hätte ich dann einen Hausbahnsteig (gl. 1) sowie einen Mittelbahnsteig, welcher die Gleise 2 und 4 nutzt. Also dann 3 Bahnsteigkanten im vergleich zu bisher 2.
- das Gleis 3 bleibt vor und nach dem Mittelbahnsteigen bestehen und wird jeweil mit Gleisabschlüssen (dynamisch!! also Bremsprellböcke) gesichert. Somit habe ich dann aus Ri westen und aus Ro Osten zwei Stumpfgleise (von mir aus Gl. 3a und 3b)
- an den Gleisen 3a und 3b könnte (kein Muss!)nun auch Bahnsteige gebaut werden, dann könnte Zukünftig die Oberpfalzbahn auch hier enden. Zudem können die Gleise zum abstellen von Loks und den Fahrzeugen über Nacht verwendet werden, welche eben von dem jeweiligen Bahnen für Loktausch kommen. Oft steht die CD stundenlang in nem langen Gleis und wartet auf Züge. Oder die EVB/MWB hinten in Gl 29/30 wo oft verunstaltet wird.
- Alle o. g. Maßnahmen erfordern nur ein ESTW-Softwareupdate. Zs3(v) Kz 2(oder 3, bin mir etz unsicher) gibt es schon wegen der Einfaht nach Gleis 111. Dann werden die Fahrstraßen nach Gl. 3a und 3b ebenfalls mit Kz 2/3 zukünftig signalisiert. Ausfahren kann man ja bereits immer noch.
- wenn man schon ein Softwareupdate macht, dann macht man noch eine Kennlichtschaltung für das Ls an der W71 (Gl. 11 nach Gl. 29 und 30), dann habe ich da einen Ortsbereich (im Ladehof)wo man Rangieren kann ohne das der Fdl gebraucht wird.
- Mittelfristig dann Rückbau der Gl. 112 und 113 (dafür eben als Ersatz die Gleise 3a und 3b);
- Bau einer Straßenzufahrt zur DB-Energie-Tankstelle (optional) bzw einer P+R Anlage / Busspur auf dem Gelände der ehem Gl. 112 und 113.
- Errichtung einer niedrigen Lärmschutzwand zwischen Gl. 111 und der P+R-Anlage, alternativ "grüne" Lärmschutzwand.


So würde ICH das machen als ehm. Infrastrukturplaner.

Gruß K. R.

von K. R. - am 14.06.2016 13:04
Hallo,

Danke für den Verweis! Das ist wirklich der größte Schwachsinn, denn ich gelesen habe. Das Gleis wird nahezu täglich zusammen mit dem Gleis 4 genutzt. Und zwar vom Autozug-Paar 48330/48329. Der dürfte auf die anderen Gleise kaum passen, denn mit 21 blg-Autotransportwagen (á 31 m) ist der Zug schon mal (ohne Loks) über 650 Meter lang.



Im Bild steht der Leerzug 48329 auf Gleis 4 und verdeutlicht, wie sehr man die beiden langen Gleise braucht.

Da ja Widerspruch eingelegt werden kann, werde ich den Schrieb mal dem EVB-Wagenmeister zeigen. Sicher weiß er noch nichts von dem Vorhaben.

Gruß
Michael

von Strojmistr - am 15.06.2016 08:23
Servus,

ich stelle mal folgende Frage in den Raum: wäre es nicht sinnvoll Gleis 2 abzubauen um so den Platz für einen Bahnsteig nach Gleis 3 zu gewinnen? Damit erhalte ich das für den Güterverkehr aufgrund seiner Länge besonders wertvolle Gleis 3 ohne auf ein zweites Bahnsteiggleis zu verzichten.

Die Alex-Züge kreuzen planmäßig nicht in Furth im Wald, wohl in Ceska Kubice (hoffentlich schreibe ich das jetzt richtig). Nur bei Verspätungen kreuzen sie in Furth im Wald. Insofern brauche ich zwei Bahnsteiggleise in Richtung Domazlice. Beim Verzicht auf Gleis 2 entfällt das durchgehende Hauptgleis, auf dem ich sicherungstechnisch seit dem ESTW auch mit Streckengeschwindigkeit durchfahren kann. Die tatsächliche Nutzung dieser Durchfahrt dürfte meiner Meinung sehr gering sein. Im Güterverkehr wird meistens noch umgespannt. Der Alex hält in Furth im Wald planmässig. Hier ist es (nach meinem Kenntnisstand) nur wichtig, das zur Vermeidung einer restriktiven Beeinflussung durch PZB90 das Ausfahrsignal bei der Einfahrt bereits einen Fahrtbegriff zeigt. Es darf auch einer mit Geschwindigkeitsbegrenzung sein.

von Martin Pfeifer - am 16.06.2016 17:08
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