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Forum:
Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
9
Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
extirschenreuther, K. R., BD Regensburg, Der Ex-Wiesauer, NNE, VT 650.724

Getreideverladung auf die Bahn

Startbeitrag von VT 650.724 am 28.06.2016 16:57

Servus,

Wird in Bayern eigentlich Getreide, Zuckerrüben usw auf die Bahn verladen.

Grüße,
Patrick

Antworten:

... würde mich bei Getreide ehrlich gesagt wundern, wenn dem (außerhalb der Häfen, also direkt "vor Ort" bei den Erzeugern) noch so wäre. Welche BayWa bspw. hat denn noch einen Gleisanschluss, die wurden doch m. W. schon vor dem unsäglichen "MORA C" alle gekündigt, oder?
Und den Zuckerrübentransport auf der Schiene hat die DB schon eingestellt, die Vorhaltung der E-Wagen nur für diesen Zweck war ihr zu aufwändig.

Gruß
Jürgen

von NNE - am 28.06.2016 17:54

Re: Getreideverladung auf die Bahn - Bsp

Mahlzeit,

Getreide- und Kornverladung allgemein gibt es noch viel, vor allem in/für Bayern.

In MSHW hat die BayWa einen Gleisanschluss und Lädt dort Erntegerteide, Weizen o. ä. zum Teil soagr auch für Kurzstrecken (z. B. nach MLA zu Rosenmehl).

IN MIH bekam die Firma Hemo Mohr / Likra West immer "Tierfutter" in Tadg. Das war einfach 2te Wahl etc.

Von den Häfen (Emden, Brake usw) kommen tw. Getreideganzzüge auch zu Rosenmehl, bzw auch nach MIH (und weiter nach Pfaffenhofen). Dort wird dann umgeschlagen auf Lkw/Traktoren und zu einer lokalen Mühle gefahren.

Meines Wissen bekam Ireks in NKU auch immer Tadg mit (?), wobei hier schon länger nix mehr fahren gesehn hab.

Zuckerrüben werden in Bayern und BW jedes Jahr an div. Standorten umgeschlagen (Ingolstadt, tw Offingen sowie iwo auf der Donautalbahn noch zw. MDT und MNFG. Das sind aber dann immer BIO-zuckerrüben welche dann in die Schweiz gehen.

Wobei die Firma Südzucker in Rain am Lech ihren Gleisanschluss wieder rekativiert hat, wenn auch ohne OL. Was die nun fahren wollen, bleibt ab zu warten. Der Starttermin wurde ja schon 2 mal verschoben.

Gruß K. R.

von K. R. - am 28.06.2016 18:03

Re: Getreideverladung auf die Bahn - Bsp

Wie machen das eigentlich die Schweizer? Die halten ja auch keine Extrawagen für die Zuckerrüben vor?

Getreidewagen sieht man öfter mal in Bayern, die von CTC Transcereales zb.
sind halt recht markant.
Im Regensburger Hafen wird auch gelegentlcih Getreide umgeschlagen.
Lang ists her, dass die Zuckerrübenzüge nach Regensburg kamen.

von extirschenreuther - am 28.06.2016 18:08

Re: Getreideverladung auf die Bahn - Bsp

n Abend

Die Schweizer schaffen es, Ihre Waggons sauber zu machen. Bei uns fährt man Schrott damit und der Begriff "Besenrein" ist scheinbar sehr dehbar. Die Schweizer machen aus Eanos feste garnituren, Kehren und waschen die und werden dann während der Saison fest nur für Rüben eingesetzt.

Stimmt Regensburg Habfen hab ich vergessen, das ist auch die BayWa. Die bekommt aber auch oft mitm Schiff.

Gruß K. R.

von K. R. - am 28.06.2016 18:12

Re: Getreideverladung auf die Bahn - Bsp

Das mit den Schweizer Eanos erscheint mir sehr logisch, denn es ist unwahrscheinlich, dass die deutschen LKW, die die Zuckerrüben für die dt. Fabriken transportieren, ausserhalb der Rübensaison Haferflocken spazieren fahren. Also wollte man halt die Transporte einfach nciht mehr oder sie sind an der üblichen dt. Kompliziertheit gescheitert.

von extirschenreuther - am 28.06.2016 19:53
In Ingolstadt Nord und in Pfaffenhofen (Ilm) wird noch Getreide in Tadg Wagen verladen und so per Bahn transportiert.

Grüße, Christian

von Der Ex-Wiesauer - am 28.06.2016 21:59

Rahmenbedingungen und Fakten

Zitat
extirschenreuther
Das mit den Schweizer Eanos erscheint mir sehr logisch, denn es ist unwahrscheinlich, dass die deutschen LKW, die die Zuckerrüben für die dt. Fabriken transportieren, ausserhalb der Rübensaison Haferflocken spazieren fahren. Also wollte man halt die Transporte einfach nciht mehr oder sie sind an der üblichen dt. Kompliziertheit gescheitert.


Einige von euch machen es sich verdammt leicht. Schuld ist nur die DB, wer denn sonst, der Stammtisch hat gesprochen. Bei allen Fehlern dort (da gibt es genug), sind es doch auch die Rahmenbedingungen. Ich kann sie mal aufzählen.

In der Schweiz wurden auch Rübenverladungen geschlossen, da zu teuer. Meines Wissens werden die Transporte subventioniert, da das nicht gewinnbringend gemacht werden kann.

Der Zuckerrübenverkehr ist mit hohen Kosten verbunden und geringen Einnahmen. Am Ende sogar mit Verlusten. Wenn man also diese Verkehre verlagern wollen würde, dann müsste man sie subventionieren. Ökologisch wäre das sinnvoll, aber leichter ist es auf die zu schimpfen die keine verlustbringenden Verkehre (als privatwirtschaftliches Unternehmen!) erbringen wollen. Würdet ihr das machen?

In der Schweiz wird der Lkw-Verkehr angemessen an den Kosten beteiligt, es gibt eine Schwerverkehrsabgabe. In Deutschland fährt dieser auf den meisten Straßen (um die 90% laut einer österreichischen Studie) kostenlos. Die Schiene zahlt auch auf Nebengleisen, wie dem Rübenanschluss, Trassengebühren.
Die Lkw-Maut wurde gesenkt, die Trassengebühren (mit Wohlwollen des Bundes und seines Dobrindt) werden ständig erhöht (im FV evtl. sogar verdoppelt um ihn endgültig zu zerstören). EEG-Umlage zahlt auch nur die Eisenbahn, während sie in anderen Ländern befreit ist usw.

Vielleicht etwas mehr Fakten und weniger Stammtisch, bei aller berechtigter Kritik am Management der Cargo AG.

von BD Regensburg - am 29.06.2016 09:58

Re: Rahmenbedingungen und Fakten

Ich sag ja nicht dass die DB die Rübenverladung nicht mehr wollte, es ist ein Problem der politischen Rahmenbedingungen.
Die Argumentation damals für die Einstellung durch die DB war: ...zu teuer Waggons extra für die Rübenkampagne vorzuhalten usw. normale Eaos sind aus hygienischen Gründen usw nicht geeignet, und die Zuckerfabrik in Regensburg sagte so sinngemäss: wir werden die Transporte künftig durch geeignete Spediteure durchführen mit sauberen LKWs. Also: die Frage ist: Diese LKWs werden wohl auch anderes als lebensmittel transportieren, wieso kam seitens der DB noch nie jemand auf die Idee, normale Eaos für die Rüben zu verwenden, diese während der Kampagne auszukehren und nur für Rüben zu verwenden, dafür hätte man ein paar Jahrzehnte Zeit gehabt? Stattdessen wurde auf LKW-Betrieb umgestellt. Letzteres sicher auch auf Betreiben der Politiker die ihrer Klientel mal wieder was zuschustern wollten. Dem Management der DB DAMALS kann man keine Schuld geben, denn die waren nur Erfüllungsgehilfen der Politik.

von extirschenreuther - am 29.06.2016 10:50
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