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Eisenbahnforum Nordostbayern
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14
Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
extirschenreuther, Pendler_NKU, BD Regensburg, Zugbeobachter, KBS 955, 223 061, 403, WorldwideKreiseisenbahn

DB Trainingszentrum Regensburg soll geschlossen werden

Startbeitrag von 403 am 04.07.2016 10:09

DB Training möchte den Standort Ende 2017 aus wirtschaftlichen Gründen aufgeben.
Dafür soll in Köln ein neues Gebäude entstehen:

[www.br.de]

Ist schon krass wie es in dieser Stadt bergab geht mit der Eisenbahn...

Antworten:

Eine "Entwicklung" des Geländes ist sicher auch im Sinne der Stadt... M. W. hat Regensburg nach München die höchsten Immoblienpreise, da lässt sich die großzügige Anlage sicher gut "verwerten".... Was sind da schon ein paar melancholische Eisenbahner mit ihrer albernen Wehmut und den paar Erinnerungen dagegen....
So fehlt nur noch die BW Anlage, die man auch noch plattmachen könnte.... :-(

von WorldwideKreiseisenbahn - am 04.07.2016 19:10
Zitat
WorldwideKreiseisenbahn
Eine "Entwicklung" des Geländes ist sicher auch im Sinne der Stadt... M. W. hat Regensburg nach München die höchsten Immoblienpreise, da lässt sich die großzügige Anlage sicher gut "verwerten".... Was sind da schon ein paar melancholische Eisenbahner mit ihrer albernen Wehmut und den paar Erinnerungen dagegen....
So fehlt nur noch die BW Anlage, die man auch noch plattmachen könnte.... :-(


Gegen eine kleine Spende wird man sicher das eine oder andere verwirklichen können ;-)

von BD Regensburg - am 04.07.2016 19:48
So schön das Weltkulturerbe Regensburg auch ist, ich frage mich ob der Durchschnittsbürger überhaupt was davon hat. Ausser gestiegenen Immobilienpreisen. Aber da draussen beim Schulungszentrum, das ist schon eine tolle Lage, seh schon ein Hotel in die Höhe schiessen.

von extirschenreuther - am 04.07.2016 19:55

Immobilienpreise und ÖPNV

Zitat
extirschenreuther
So schön das Weltkulturerbe Regensburg auch ist, ich frage mich ob der Durchschnittsbürger überhaupt was davon hat. Ausser gestiegenen Immobilienpreisen.



Der Anstieg der Immobilienpreise in Regensburg hat m.E. nur in geringem Maße mit dem Weltkulturerbe-Status zu tun. Umso mehr dagegen mit Finanz- und Eurokrise, langanhaltenden Niedrigzinsen und allgemeiner Unsicherheit bezüglich der Wertstabilität von Spareinlagen. In nahezu allen (derzeit) wirtschaftlich starken Regionen mit guten Prognosen sind die Immobilienpreise weit nach oben geschossen in den letzten Jahren.

Gerade in Regensburg kann sich das aber auch schnell wieder ändern:
- Einerseits ist die lokale Wirtschaft m.E. noch viel zu einseitig ausgerichtet und es hat in letzter Zeit auch kaum mehr größere Neuansiedlungen von Firmen gegeben.
- Andererseits wird derzeit und in den nächsten Jahren extrem viel Wohnraum neu gebaut. Wohnraum ist zwar im Moment knapp, aber das kann sich bei Wirtschaftskrisen ganz schnell ändern.
- Beim Ausbau der Verkehrsinfrastruktur geht seit Jahrzehnten kaum etwas voran. Das Niveau des hiesigen ÖPNV kann in keiner Weise mit dem Wachstum von Wirtschaft und Bevölkerung mithalten. Regensburg bremst sich quasi selbst aus. Der folgende Artikel ist wieder ein Beweis, daß zwar viel diskutiert wird, aber nichts konkret vorangeht. Wozu braucht es denn erneut teure Studien, die nur bestätigen, was ohnehin seit langem offensichtlich ist?

[www.mittelbayerische.de]

Gruß
223 061

von 223 061 - am 05.07.2016 19:32

Re: Immobilienpreise und ÖPNV

Zitat: "und die vorhandenen (zum Teil nicht elektrifizierten) Schienennetze bieten zu wenig Reserven.“ für eine Stadtbahn. Aber für einen Oberleitungsbus müsste man auch eine Oberleitung bauen, oder. Beste Lösung wäre eine Stadtbahn in Normalspur auf der entsprechende Züge aus dem Umland wie in Zwickau bis zum DEZ oder bis zur Uni fahren können. Für Oberleitungsbusse muss man nicht in Salzburg gucken, die gibts in Marienbad auch, an und für sich kein schlechtes System.
Aber was die Mieten angeht muss ich Dir widersprechen, die sind seit dem Weltkulturerbestatus explodiert. Ich wohnte seinerzeit mitten in der Stadt, Fröhl Türkgengasse, 39qm für 170 EUR. Das war vor 12 Jahren. Heute kostet das das 3fache, mindestens.

von extirschenreuther - am 05.07.2016 19:49

Stadtbahn

Zitat
extirschenreuther
Beste Lösung wäre eine Stadtbahn in Normalspur


Ich persönlich finde die Stadtbahn nach dem Karlsruher Modell ja nicht vollkommen verkehrt aber so wie sie in Karlsruhe "wuchert" darf es nicht ausarten. Wer dem nicht zustimmt, den lade ich herzlich auf eine Fahrt von Karlsruhe nach Heilbronn ein ;)


Grüße!

von Pendler_NKU - am 05.07.2016 20:26

Re: Immobilienpreise und ÖPNV

Wieso was ist mit dr Karlsruher Stadtbahn?

von extirschenreuther - am 06.07.2016 04:19

Re: Stadtbahn??

Stadtbahn in Regensburg ist rausgeworfenes Geld, solange man den ÖPNV, der vorhanden ist, nicht optimal nutzt. Busse schleichen im Stopp and go durch die Stadt, verbummeln wertvolle Minuten an Ampeln, während die Fahrgäste in unklimatisierten Bussen vor sich hin schwitzen.
Busverkehr in Regensburg ist ein Trauerspiel und würde noch viel Potential bieten.

Doch statt sich darüber Gedanken zu machen, träumt man von Stadtbahn, Tram, Straßenbahn, usw.

von Zugbeobachter - am 06.07.2016 06:44

Karlsruher Modell

Servus,

Ist vielleicht ein bisschen harsch rübergekommen. Ich finde das Konzept prinzipiell gut, die Vorteile liegen auf der Hand. Einen Vortrag vom "Straßenbahnpapst" Dieter Ludwig höchstpersönlich vor einigen Monaten fand ich auch sehr überzeugend. Aber für mich gibt es einfach irgendwo eine Grenze wo das Konzept für Fahrgäste aufhört Sinn zu machen. Man nehme mal die erwähnte S4 Karlsruhe-Heilbronn. Die Fahrt dauert ca 1:30 mit Expressleistungen und ca 1:45 mit "normalen" Bahnen. Der Punkt ist: Eine Straßenbahn bleibt eine Straßenbahn was den Reisekomfort angeht. Und es macht einfach keinen Spaß so lange in einem etwas besseren Straßenbahnfahrzeug zu sitzen und unterwegs mit den "Express"-Zügen 16 mal anzuhalten, das ist durchschnittlich ein Halt alle 5 Minuten. Bei dem nicht-Express sind es sogar bis zu 24 Zwischenhalte. Ohne einen zusätzlichen Regionalexpress (einen "richtigen" Zug) ist das einfach eine Zumutung (in meinen Augen).

Also Karlsruher Modell: prinzipiell meiner Meinung nach eine tolle Sache, aber es gibt eben auch das sprichwörtliche "Zuviel des Guten".

Grüße!

von Pendler_NKU - am 06.07.2016 07:37

Re: Stadtbahn?? Ja!

Zitat
Zugbeobachter
Stadtbahn in Regensburg ist rausgeworfenes Geld, solange man den ÖPNV, der vorhanden ist, nicht optimal nutzt. Busse schleichen im Stopp and go durch die Stadt, verbummeln wertvolle Minuten an Ampeln, während die Fahrgäste in unklimatisierten Bussen vor sich hin schwitzen.
Busverkehr in Regensburg ist ein Trauerspiel und würde noch viel Potential bieten.

Doch statt sich darüber Gedanken zu machen, träumt man von Stadtbahn, Tram, Straßenbahn, usw.


Die Verkehrsprobleme kann nur eine Stadtbahn auf der Hauptachse lösen und die Buslinien drumherum.
Dieses ständige Miesmachen passt gut zum SPD-OB, aber der hat derzeit andere Sorgen als gegen die Stadtbahn zu hetzen.

Eine Stadtbahn hat viel mehr Potential als der Busverkehr und großflächig vom MIV kann man nur mit einer schnellen Stadtbahn verlagern, nicht mit einem reinen Busverkehr. Würzburg ist ja gleich groß und das positive Beispiel dazu.
Oder blicken wir nach Frankreich, da entsteht eine Straßenbahn nach der anderen.

Orientieren sollte man sich nicht an Karlsruhe, sondern eher an Kassel oder Saarbrücken, was von der Größe des Betriebs näher kommt und es reicht im Grunde ja eine Nord-Süd-Achse von der Uniklinik bis nach Lappersdorf um die wichtigsten Punkte abzuklappern.
Ein Potential das ein reiner Busbetrieb nie erreichen kann. Von daher ist es keine Träumerei sondern verkehrspolitische Notwendigkeit.
Für Osttangente und anderen Mist wird das Geld ja auch zum Fenster hinausgeworfen, obwohl diese neuen Straßen nur noch mehr Verkehr in die Stadt bringen, dazu gibt es genug belegende Studien.

von BD Regensburg - am 06.07.2016 10:35

Re: Stadtbahn?? Ja!

Zitat
BD Regensburg
Eine Stadtbahn hat viel mehr Potential als der Busverkehr und großflächig vom MIV kann man nur mit einer schnellen Stadtbahn verlagern, nicht mit einem reinen Busverkehr.


Genau! Das ist der große Vorteil einer Stadtbahn. Dieter Ludwig betonte dies auch immer wieder in seinem Vortrag den ich vor ein paar Monaten gehört habe. Menschen steigen einfach (verständlicherweise) lieber in eine (Stadt-/Straßen-)Bahn als in einen Bus. Autofahrer sind zu einem wesentlich höheren Prozentsatz bereit auf den ÖPNV umzusteigen wenn es sich um ein schienengebundenes Verkehrsmittel handelt als auf einen Bus. Das bietet natürlich Chancen, aber man muss das immer im Einzelfall für jede Stadt beurteilen, ob die baulichen Zustände es zulassen, wo die wichtigen Punkte sind, ob sich eine sinnvolle Linienführung mit hohem Fahrgastpotential erreichen lässt. Was Regensburg angeht kann ich in dieser Hinsicht nicht mitreden da ich mich dort nicht auskenne....

Grüße!

von Pendler_NKU - am 06.07.2016 11:00

Re: Stadtbahn?? Ja!

Ich denke auch eine Stadtbahn zur Uni und zum Dez, Wiedereröffnung Burglengenfeld, durchfahrende ZÜge ab dort, Weiden und Schwandorf und in Ergänzung Busse wären die sinnvollste Lösung. Aber nach uns gehts nicht, sondern nach der CSU und der sie finanzierenden Autolobby.

von extirschenreuther - am 06.07.2016 17:05

Re: Karlsruher Modell

Servus,

Oder fahr mal von Karlsruhe nach Freudenstadt mit der Stadtbahn ! Ebenfalls viele Halte und lange Fahrzeiten. Und das allerschlimmste : Kein WC in diesen Fahrzeugen drin. Geht ja nicht wegen irgendwelchen Gesetzen und/oder Vorschriften. Es würde dann wieder Platz für Reisende fehlen. Außerdem muß heutzutage eine Behindertengerechte/Barrierefreie Toilette eingebaut werden, die mehr Platz benötigt als eine herkömmliche.

Soviel mal zum Thema Karlsruher Modell.


Gruß
Andreas

von KBS 955 - am 06.07.2016 17:21
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