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Eisenbahnforum Nordostbayern
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vor 1 Jahr, 2 Monaten
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vor 1 Jahr, 2 Monaten
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BD Regensburg, extirschenreuther, apfelpfeil, Martin Pfeifer_2, Pendler_NKU, domos, Zugbeobachter, Bahnwärter1848, 223 061, GuenterM

ALX Nordast bis Dez. 2022 an DLB vergeben (mL)

Startbeitrag von 223 061 am 01.08.2016 17:10

Siehe dazu:

[www.alex.info]


Aus meiner Sicht eine positive Nachricht für Nordostbayern.

Sehr kritisch sehe ich jedoch den geplanten Ausbau des Flügelzugkonzeptes München-Schwandorf-Hof/-Furth.i.W.-Prag:
- In Richtung Norden ist es natürlich gar kein Problem: Abkoppeln in Schwandorf und die Sache hat sich.
- Aber in Richtung Süden ist nicht nur der Rangier- und Zeitaufwand höher. Sondern vor allem gelten die Züge aus Prag m.E. als sehr verspätungsanfällig, was sich bei verstärkter Flügelung dann eben zwangsläufig auf alle entsprechenden ALX-Züge nach München überträgt, d.h. auch wer nur von Schwandorf, Regensburg oder Landshut nach München will, ist jedesmal von der Verspätung betroffen. Da hat sich die frühere getrennte Führung der Prager Züge Ri. München positiv ausgewirkt.

Gruß
223 061

Antworten:

Kann man da aber auch herauslesen, dass es auf der langen Linie nach Hof keine Speisewagen mehr geben wird? Da steht was von am Platz bedient werden...

von Bahnwärter1848 - am 01.08.2016 21:31
Zitat
Bahnwärter1848
Kann man da aber auch herauslesen, dass es auf der langen Linie nach Hof keine Speisewagen mehr geben wird? Da steht was von am Platz bedient werden...


Servus,

das lese ich auch so in der Pressemeldung. Letztendlich geht es wohl auch kaum anders. Die Länderbahn DLB hat nur einen begrenzten Bestand an Treff- / Speisewagen. Auf dem Südast ändert sich am Einsatz dieser Fahrzeuge nichts, somit bleibt der Bedarf gleich. Auf dem Nordast fahren absolut mehr Züge nach Hof (Ersatz der bisherigen RE 369X von DB Regio) Mehr Züge nach Hof müssen nicht zwangsweise mehr Wagenzüge bedeuten, weil möglicherweise der in Hof ankommende Wagezug gleich wieder zurückfährt.

Mehr Züge nach Prag mit Speisewagen bedeuten aber bei anzunehmender Teilung 50:50 zwischen DLB und CD auch und gerade für die DLB einen erheblichen Mehrbedarf, weil die von der DLB gestellten Züge ja bisher gar keinen Treff- / Speisewagen haben.

Mich freut jedenfalls die Ausweitung der Verkehre München - Prag. Zeigt sie doch das trotz eher ungünstiger Bedingungen (zweimal Kopfmachen) die Bahn dem Fernbus durchaus Parolie bieten kann.

von Martin Pfeifer_2 - am 02.08.2016 08:00
Zitat
Martin Pfeifer_2
Zitat
Bahnwärter1848
Kann man da aber auch herauslesen, dass es auf der langen Linie nach Hof keine Speisewagen mehr geben wird? Da steht was von am Platz bedient werden...


Servus,

das lese ich auch so in der Pressemeldung. Letztendlich geht es wohl auch kaum anders. Die Länderbahn DLB hat nur einen begrenzten Bestand an Treff- / Speisewagen. Auf dem Südast ändert sich am Einsatz dieser Fahrzeuge nichts, somit bleibt der Bedarf gleich. Auf dem Nordast fahren absolut mehr Züge nach Hof (Ersatz der bisherigen RE 369X von DB Regio) Mehr Züge nach Hof müssen nicht zwangsweise mehr Wagenzüge bedeuten, weil möglicherweise der in Hof ankommende Wagezug gleich wieder zurückfährt.

Mehr Züge nach Prag mit Speisewagen bedeuten aber bei anzunehmender Teilung 50:50 zwischen DLB und CD auch und gerade für die DLB einen erheblichen Mehrbedarf, weil die von der DLB gestellten Züge ja bisher gar keinen Treff- / Speisewagen haben.


Die Einspannungswagen kann DLB aber nicht nach Prag schicken. Sie hat nur einen einzigen Treff als Mehrspänner, die anderen könnten allenfalls bis Pilsen. Und mit einem Wagen ohne Reservemöglichkeit ist es dünn... es hat seinen guten Grund, weshalb die in den Pragern alle von der CD gestellt werden...
Jedenfalls ist das sicher kein Grund, die Treffs von den Hofer Zügen abzuziehen. Die könnten durchaus bleiben...
(Falls DLB Treffs für die Prager Verbindungen benötigt, würde ich mal annehmen, die günstigste Lösung wäre wie bei den Z1 sich am Altbestand der Mutter FS zu bedienen und ein paar der älteren Mehrspänner-WR von dort nach Ostbayern zu holen..., oder??)

Zitat
Martin Pfeifer_2

Mich freut jedenfalls die Ausweitung der Verkehre München - Prag. Zeigt sie doch das trotz eher ungünstiger Bedingungen (zweimal Kopfmachen) die Bahn dem Fernbus durchaus Parolie bieten kann.


Warum schafft sie das dann nicht auch ab Nürnberg? Sogar ohne Kopfmachen? Weil da die Autobahn kürzer ist?

von apfelpfeil - am 02.08.2016 11:37
Zitat
apfelpfeil
...
Zitat
Martin Pfeifer_2

Mich freut jedenfalls die Ausweitung der Verkehre München - Prag. Zeigt sie doch das trotz eher ungünstiger Bedingungen (zweimal Kopfmachen) die Bahn dem Fernbus durchaus Parolie bieten kann.


Warum schafft sie das dann nicht auch ab Nürnberg? Sogar ohne Kopfmachen? Weil da die Autobahn kürzer ist?


Servus,

bekanntlich hatte die DB AG das Fernbus-Angebot Nürnberg - Prag eingeführt, als sie noch selber die RE's nach Prag fuhr. Auch wenn es nur das letzte halbe Jahr vor der Übergabe an die damalige Vogtlandbahn (heutige DLB) war.

Nach meinem Kenntnisstand waren die Fahrzeiten zwischen Bus und Zug in etwa gleich. Aber der IC-Bus lag vielfach zeitlich günstiger, so das der Reisende auf vielen Reiseketten mit dem IC-Bus schneller am Ziel war als mit dem Zug. Nur beim RE 353 / ALX 353 nach Prag war wohl der Anschluß vom Zug her günstiger so das dieser Zug deutlich besser ausgelastet war.

Das ganze ist ein markantes Beispiel für den Einfluß der Reiseauskunft aus dem DB-AG-Konzern auf die Reisendenströme. Viele Leute benutzen scheinbar die Reiseauskunft bedenkenlos in ihrer Grundeinstellung - "möglichst schnell, egal wie teuer".

von Martin Pfeifer_2 - am 02.08.2016 16:47

Ohne Alex-Bistro

Die Züge werden im neuen Verkehrsvertrag ohne Bistro unterwegs sein. Für Wagenfreunde wird der Einsatz "neuer" Wagen interessant sein. Leider bedeutet es auch das Ende der bisher einheitlichen Fahrzeugfarbe (die beiden rot/beigen BRmz mal abgesehen).

von Zugbeobachter - am 02.08.2016 18:50

Neue Wagen

Für mich als Wagenfreund wäre es interessanter, wenn die Bm 235 im bisherigen Umfang erhalten blieben...
Weiß man, was das für Wagen in IC-Qualität sind, von denen da die Rede ist, und wie viele? Sind die Bm oder Bomz gefährdeter?

von GuenterM - am 03.08.2016 08:22

Re: Ohne Alex-Bistro

Zitat
Zugbeobachter
Die Züge werden im neuen Verkehrsvertrag ohne Bistro unterwegs sein. Für Wagenfreunde wird der Einsatz "neuer" Wagen interessant sein. Leider bedeutet es auch das Ende der bisher einheitlichen Fahrzeugfarbe (die beiden rot/beigen BRmz mal abgesehen).


Warum? Woher kommt die Erkenntnis, dass die Züge bunter werden?
Im bisherigen Vertrag sind Pönalezahlungen enthalten für nicht einheitliches Erscheinungsbild (das gilt auch für beiden rot/beigen!), ausgenommen die Wagen der CD. Wenn das nicht entfallen ist, gehe ich davon aus, dass die "neuen" Wagen entsprechend lackiert werden..., oder??? Dürfte sich rechnen...

Zieht dann auch die CD ihre Bistros ab?

von apfelpfeil - am 03.08.2016 10:38

Ganz andere Problematik

Zitat
Martin Pfeifer_2
Warum schafft sie das dann nicht auch ab Nürnberg? Sogar ohne Kopfmachen? Weil da die Autobahn kürzer ist?


Servus,

bekanntlich hatte die DB AG das Fernbus-Angebot Nürnberg - Prag eingeführt, als sie noch selber die RE's nach Prag fuhr. Auch wenn es nur das letzte halbe Jahr vor der Übergabe an die damalige Vogtlandbahn (heutige DLB) war.

Nach meinem Kenntnisstand waren die Fahrzeiten zwischen Bus und Zug in etwa gleich. Aber der IC-Bus lag vielfach zeitlich günstiger, so das der Reisende auf vielen Reiseketten mit dem IC-Bus schneller am Ziel war als mit dem Zug. Nur beim RE 353 / ALX 353 nach Prag war wohl der Anschluß vom Zug her günstiger so das dieser Zug deutlich besser ausgelastet war.

Das ganze ist ein markantes Beispiel für den Einfluß der Reiseauskunft aus dem DB-AG-Konzern auf die Reisendenströme. Viele Leute benutzen scheinbar die Reiseauskunft bedenkenlos in ihrer Grundeinstellung - "möglichst schnell, egal wie teuer".[/quote]


Der IC-Bus fährt auch zwischen München und Prag, das ist nicht das entscheidende Problem. Der IC-Bus fährt ohne Halt durch, denn sonst hätte er trotz kostenloser, ausgebauter Infrastruktur keinen Fahrzeitvorteil.
Das Problem mit der Reiseauskunft wäre eine Aufgabe für die Bundesnetzagentur, die müsste da halt mal ihrer Verpflichtung nachkommen.

Das Hauptproblem ist doch dass die Nürnberger Züge im Gegensatz zu den Münchner Zügen nicht den Nahverkehr mitbedient haben. Da fuhr immer ein RE davor oder danach, der die NV-Kunden abseits von Amberg abgefischt hat. Die Münchner Züge leben ja auch in erster Linie von den Zwischenkunden. Hätten die Züge die RE ersetzt, hätte das nur ca. 10 Minuten mehr Fahrzeit bedeutet, jedoch eine deutlich höhere Auslastung.

Jetzt kommt aber der wahre Grund für die Einstellung der Nürnberger Alex-Züge:
Die BEG!
Sie wollte den München-Verkehr ausweiten und das ohne Mehrkosten, also hat man gnadenlos die Nürnbergzüge geopfert.

Jetzt macht man einen 2-Stundentakt nach München anstatt dass man abwechselnd nach Nürnberg und München gefahren wäre, mit Korrespondenz in Schwandorf.
Folge: Es wird kaum noch pünktliche Alex-Züge in Südrichtung geben, da die Hofer Zugteile dann ja auf die chronisch verspäteten Prager Züge warten müssen.

von BD Regensburg - am 03.08.2016 17:20

Re: Ohne Alex-Bistro

Das sind Probleme: Unterschiedliche Farben, mein Gott. Das ist doch einem normalen Menschen egal, Hauptsache die Züge sind pünktlich und erschwinglich. Verrückt sowas find ich.

von extirschenreuther - am 04.08.2016 19:18

Re: Ohne Alex-Bistro

Zitat
extirschenreuther
Das sind Probleme: Unterschiedliche Farben, mein Gott. Das ist doch einem normalen Menschen egal, Hauptsache die Züge sind pünktlich und erschwinglich. Verrückt sowas find ich.


Das ist vielleicht ein persönliches Empfinden. Ich finde ein einheitliches Erscheinungsbild tausendmal attraktiver als die siffig-bunten zusammengewürfelten Züge der Bundesbahn.

von domos - am 05.08.2016 13:21

Verschiedenfarbige Wagen

Zitat
domos
Zitat
extirschenreuther
Das sind Probleme: Unterschiedliche Farben, mein Gott. Das ist doch einem normalen Menschen egal, Hauptsache die Züge sind pünktlich und erschwinglich. Verrückt sowas find ich.


Das ist vielleicht ein persönliches Empfinden. Ich finde ein einheitliches Erscheinungsbild tausendmal attraktiver als die siffig-bunten zusammengewürfelten Züge der Bundesbahn.


Servus,

Also ich finde auch, dass ein einheitliches Erscheinungsbild vorliegen sollte und auch von außen gepflegte Züge eingesetzt werden sollten. Das kann man heutzutage schon verlangen. Ob man da jetzt aber gleich Strafzahlungen anordnen muss nur weil vielleicht mal ein Wagen im Zugverband ab und zu ne andere Farbe hat, ist natürlich die andere Frage. Die Hauptsache sind natürlich pünktliche und sichere Züge.

Grüße!

von Pendler_NKU - am 05.08.2016 15:47

Re: Ohne Alex-Bistro

Zitat
domos
Zitat
extirschenreuther
Das sind Probleme: Unterschiedliche Farben, mein Gott. Das ist doch einem normalen Menschen egal, Hauptsache die Züge sind pünktlich und erschwinglich. Verrückt sowas find ich.


Das ist vielleicht ein persönliches Empfinden. Ich finde ein einheitliches Erscheinungsbild tausendmal attraktiver als die siffig-bunten zusammengewürfelten Züge der Bundesbahn.


Bei der Bundesbahn hat die Eisenbahn wenigstens noch funktioniert.
Die bunten Züge waren eben in der Umstellungsphase.
Aus Arbeitnehmersicht würde ich gerne bunte Wagen haben, dafür die damaligen Arbeitsbedingungen und Sonderleistungen inkl. Verbeamtung.

von BD Regensburg - am 05.08.2016 18:01

Re: Ohne Alex-Bistro

Einspruch das stimmt so nicht. Ich war damals Student in den 90ern und hatte die Ehre immer Richtung Wiesau zu fahren. Mittags der letzte Zug verkehrte gegen eins dann war bis fast 5 Uhr Pause. Soviel zum Funktionieren. Erst mit den IR im Zweistundentakt und später der Vogtlandbahn wurde es dann besser und es fuhren auch wieder mehr Leute auf der Strecke.

von extirschenreuther - am 05.08.2016 20:16

Unfairer Vergleich

Zitat
extirschenreuther
Einspruch das stimmt so nicht. Ich war damals Student in den 90ern und hatte die Ehre immer Richtung Wiesau zu fahren. Mittags der letzte Zug verkehrte gegen eins dann war bis fast 5 Uhr Pause. Soviel zum Funktionieren. Erst mit den IR im Zweistundentakt und später der Vogtlandbahn wurde es dann besser und es fuhren auch wieder mehr Leute auf der Strecke.


Wie oft muss ich dir das denn noch erklären?
Ich kenne die Verbindungen der 90er. Die waren bis 1996 unvertaktet und im Nahverkehr nicht optimal.
Es gab jedoch schon in den 80ern erste Strecken mit Stundentakt und im Fernverkehr war die Situation deutlich besser als heute wenn man die Flächenabdeckung betrachtet.

Die Bundesbahn wäre genauso wie heute auch im Stundentakt gefahren wenn es ihr bezahlt worden wäre. Die Vergleiche sind unfair, denn das war eigenwirtschaftlicher Verkehr und heute bekommt jedes EVU sehr viel Geld damit sie das fahren. Ohne das Geld der BEG würde kein EVU auch nur einen Meter fahren!
Hätte also damals der Freistaat den Stundentakt bezahlt, wäre der genauso gefahren worden.

von BD Regensburg - am 06.08.2016 08:11
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