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Eisenbahnforum Nordostbayern
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Pendler_NKU, 403, BD Regensburg, NE81, Eisenbahner1, 650 414-6, Gradausfahrer, 223 061, der-mit-leser, weichenbaer, ... und 5 weitere

Agilis droht denn Zugverkehr in Bayern einzustellen. (PM)

Startbeitrag von Arzberger am 12.09.2016 09:06

Antworten:

Das darf nicht wahr sein.

von Fallser - am 12.09.2016 09:22
Servus,

Davon habe ich bisher nichts mitbekommen, weiß so spontan noch gar nicht was ich davon halten soll. Es stellen sich mir nur einige Fragen. Wird Nahverkehr nicht bestellt und entsprechend bezahlt, dass eben keine allzu großen Verluste wie die genannten 38 Millionen auftreten? Sollten die "Rahmen-Elemente" nicht im vornherein richtig geplant und solide kalkuliert und finanziert sein? Hier werden ja mehr oder weniger die Fernbusse verantwortlich gemacht dafür dass sie der agilis die Fahrgäste wegnehmen und sich somit Fahrgeldeinbußen einstellen. Ich meine gelesen zu haben dass wir steigende Fahrgastzahlen im Schienenverkehr haben, mit wie viel Steigerung hat man denn bei agilis gerechnet dass man solche Verluste einfährt? Und sind Fernbusse eine so heftige Konkurrenz für den Nahverkehr? Warum spricht man hier von einem Kannibalisierungseffekt, das passt doch vorne und hinten nicht?

Mal sehen was draus wird, man muss nur hoffen dass die agilis nicht eine solch überzogene Drohung wahr macht. Und das ist reine Spekulation aber ich vermute dass die agilis vor Gericht eher schlechte Chancen hätte.

Grüße!

von Pendler_NKU - am 12.09.2016 10:53

Abgabe

Hallo agilis,

ich würde dann die Strecke Hof - Bad Steben und Münchberg Helmbrechts betreiben wollen ;)

Man kann sich ja von da DB Vt 628 oder von der Länderbahn NE 81 kaufen :)

LG

von K. R. - am 12.09.2016 12:07

Die Fernbusse sind schuld ?

Servus,

soso, die Fernbusse sind schuld am erwarteten Minus.
Ich frage mich aber schon, wer fährt denn die Strecken, die von der Agilis betrieben werden, mit dem Fernbus.

Bei uns hier in NNT (also am westlichen Ende des von der Agilis betriebenen Regensburger Sterns) halten (aus Sicht des Einsenbahners zum Glück) nicht mal Fernbusse.

Hat man sich da evtl. damals bei der Angebotsabgabe schlicht verkalkuliert?

Fragende Grüße vom
Sengenthaler

von Sengenthaler - am 12.09.2016 12:23

"Agilis GmbH"

Was hat denn die Agilis GmbH (Sitz Hanau, Geschäftszweck u.A. Handel mit Reinigungsmitteln, Transporte, Gartenarbeiten etc) mit Eisenbahn zu tun?

Ist ja toll recherchiert von der SZ. Wenn man schon vollständige Unternehmensbezeichnungen nennt, dann müsste man auch die korrekten verwenden:
agilis Eisenbahngesellschaft mbH & Co. KG
agilis Verkehrsgesellschaft mbH & Co. KG
agilis Verwaltungsgesellschaft mbH

Die einzige GmbH im Bunde dient dabei dazu, den Komplementär der beiden KGs zu stellen. Letztlich ist also auch die GmbH aus der SZ nicht korrekt, da der Bahnbetrieb über die KG läuft...

Wobei ich es witzig finde, dass sich ein NAHverkehrsunternehmen über FERNbusse beklagt. Ich hoffe nur, dass die keinen Cent vom Staat extra bekommen...

von 403 - am 12.09.2016 13:15
Zitat
Pendler_NKU
Servus,

Davon habe ich bisher nichts mitbekommen, weiß so spontan noch gar nicht was ich davon halten soll. Es stellen sich mir nur einige Fragen. Wird Nahverkehr nicht bestellt und entsprechend bezahlt, dass eben keine allzu großen Verluste wie die genannten 38 Millionen auftreten? Sollten die "Rahmen-Elemente" nicht im vornherein richtig geplant und solide kalkuliert und finanziert sein? Hier werden ja mehr oder weniger die Fernbusse verantwortlich gemacht dafür dass sie der agilis die Fahrgäste wegnehmen und sich somit Fahrgeldeinbußen einstellen. Ich meine gelesen zu haben dass wir steigende Fahrgastzahlen im Schienenverkehr haben, mit wie viel Steigerung hat man denn bei agilis gerechnet dass man solche Verluste einfährt? Und sind Fernbusse eine so heftige Konkurrenz für den Nahverkehr? Warum spricht man hier von einem Kannibalisierungseffekt, das passt doch vorne und hinten nicht?

Mal sehen was draus wird, man muss nur hoffen dass die agilis nicht eine solch überzogene Drohung wahr macht. Und das ist reine Spekulation aber ich vermute dass die agilis vor Gericht eher schlechte Chancen hätte.

Grüße!


Serus !

Was haben Fernbusse mit Verbindungen zwischen Undorf, Radldorf, Deining oder Obertraubling zu tun ? Ganz einfach, gar nichts. Sich bei der Ausschreibung mit einem Dumpingangebot verzockt und nun läuft die Kostenuhr halt schneller als beschleunigunsstarken ET oder VT...
...die wahre Ursache liegt aber beim Besteller, nur über die Praktiken der BEG Worte zu verlieren, schade um die Zeit.

Gruß Oli

von 111227-5 - am 12.09.2016 14:05
Preisunterschiet

Verbindung Bayreuth nach Hof

agilis 20,20€ 1Stunde und 20Minuten
Bus 5,00€/9,00€ 1Stunde und 30Minuten

Info: von www.checkmybus.de

Gruß Maik

von weichenbaer - am 12.09.2016 14:42
Zitat
Maik 01
Preisunterschiet

Verbindung Bayreuth nach Hof

agilis 20,20€ 1Stunde und 20Minuten
Bus 5,00€/9,00€ 1Stunde und 30Minuten

Info: von www.checkmybus.de

Gruß Maik


Servus,

Sorry aber dass der Vergleich Quatsch ist, ist doch wohl hoffentlich klar. Bayreuth-Hof fährt eh kein Mensch mit agilis die einen riesigen Umweg fährt. Da nimmt jeder die RE-Verbindung und der fährt stündlich und nicht nur zwei Mal am Tag wie der Bus und braucht im besten Fall auch nur 50 Minuten. Ohne BahnCard mit 16€ natürlich etwas teurer, aber auch nicht so krass. Und mit BC50 die ja für die oft junge Kundschaft jetzt sehr preiswert ist (69€/Jahr) nur 8€ und damit billiger als einer der Busse.

Grüße!

von Pendler_NKU - am 12.09.2016 14:57
Mann kann sich alles Schönreden. Mit der BC 100 ist die Fahrt sogar Kostenlos.
Aber für einen Gelegenheitsfahrer, der die Strecke nur alle paar Monate fahren muß ist der Preisunterschied Entscheidend. Und gerade Diese verliert die Bahn, oder die Bahnen, immer mehr. Und das sind nicht nur ein Paar. Dazu kommen Solche, die sich überlegen ob Sie mit dem eigenen Auto fahren oder für ein paar Euros mit dem Bus.
Bei Pendlern sieht die Sache anders aus. Aber Diese können auch Rechnen.

von Eisenbahner1 - am 12.09.2016 15:30

Wer genehmigte diese Verbindung?

Zitat
Pendler_NKU
Zitat
Maik 01
Preisunterschiet

Verbindung Bayreuth nach Hof

agilis 20,20€ 1Stunde und 20Minuten
Bus 5,00€/9,00€ 1Stunde und 30Minuten

Info: von www.checkmybus.de

Gruß Maik


Servus,

Sorry aber dass der Vergleich Quatsch ist, ist doch wohl hoffentlich klar. Bayreuth-Hof fährt eh kein Mensch mit agilis die einen riesigen Umweg fährt. Da nimmt jeder die RE-Verbindung und der fährt stündlich und nicht nur zwei Mal am Tag wie der Bus und braucht im besten Fall auch nur 50 Minuten.


Somit darf diese Verbindung von Fernbusunternehmen nicht angeboten werden.
Personenbeförderungsgesetz §42a:
"(...)Die Beförderung von Personen zwischen zwei Haltestellen ist unzulässig, wenn
1.
der Abstand zwischen diesen Haltestellen nicht mehr als 50 km beträgt oder
2.
zwischen diesen Haltestellen Schienenpersonennahverkehr mit einer Reisezeit bis zu einer Stunde betrieben wird.(...)"

Beide Bedingungen müssen somit erfüllt sein. Es muss ein Abstand zwischen den beiden Halten von mehr als 50 km geben und es darf kein Regionalzugangebot

von NE81 - am 12.09.2016 15:45

kein Text - s bringt ja doch nix

Mfg
gradausfahrer

von Gradausfahrer - am 12.09.2016 15:56

Re: Wer genehmigte diese Verbindung?

Der Bus fährt von:
Bahnhofstraße, 95444 Bayreuth

Nach:
Am Hohen Rain, 95180 Berg

Das sind laut Routenplaner 60,8km.

Und von dort geht's mit dem Linienbus bis Hof.

von Eisenbahner1 - am 12.09.2016 16:25
Servus,

Ich will mir hier gar nichts schönreden. Das ist schon schön genug. Die Bahn ist nun mal teurer, aber auch in einigen Dingen deutlich besser und wenn man hier die Dumping-Preise des Fernbusses verlangen würde und damit weit unter Selbstkosten fahren würde wär ja auch keinem geholfen. Oder was schlägst du vor? Zum Thema Gelegenheitsfahrer/Ausflugsfahrer: Die fahren in der Regel sowieso selten zum Normalpreis sondern mit BayernTicket, QDL, SWT und wollen dann meistens auch doch etwas flexibler sein, was ja auch ein Kaufgrund für diese Tickets ist. Außerdem gibt es durchaus einige Leute die bereit sind diesen Preis zu zahlen. Und für Pendler hat die Bahn auch durchaus konkurrenzfähige Angebote im Vergleich zum Auto. Und auch die Zeiten der Dumping-Preise beim Bus werden vorbei gehen wenn man sieht wie sich die Anzahl der Wettbewerber in letzter Zeit entwickelt. Ich möchte damit nicht sagen "alles ist super das gibt sich von alleine" bei der Bahn ist sicher auch viel Potential nach Oben da, aber es ist meistens eine schlechte Idee in eine Preis-Abwärtsspirale drängen zu lassen. Man muss nicht immer auf biegen und brechen der Günstigere sein um der Erfolgreichere zu sein.

Ich glaube jedenfalls, dass auf der Strecke Bayreuth-Hof kein allzu großer Konkurrenzkampf Fernbus-Bahn besteht. Von daher bleibe ich dabei dass der Vergleich (Aufjedenfall der mit agilis-Umweg) Quatsch ist.

Grüße!

von Pendler_NKU - am 12.09.2016 16:26

Wettbewerbsverzerrung

Zitat
Eisenbahner1
Mann kann sich alles Schönreden. Mit der BC 100 ist die Fahrt sogar Kostenlos.
Aber für einen Gelegenheitsfahrer, der die Strecke nur alle paar Monate fahren muß ist der Preisunterschied Entscheidend. Und gerade Diese verliert die Bahn, oder die Bahnen, immer mehr. Und das sind nicht nur ein Paar. Dazu kommen Solche, die sich überlegen ob Sie mit dem eigenen Auto fahren oder für ein paar Euros mit dem Bus.
Bei Pendlern sieht die Sache anders aus. Aber Diese können auch Rechnen.


Die Preise der Fernbusmafia sind aber alles andere als marktgerechte Preise, sondern Dumpingpreise unter Ausbeutung der Busfahrer, der Subunternehmen (das Risiko schön auf diese verlagern), keinerlei Fahrgastrechte (kostet auch Geld) und weder für die Bushalte fallen Kosten an (vergl. Stationsgebühren) noch gibt es Straßenbenutzungsgebühren (vs Trassengebühren für jeden Meter).

Bei einer derart hohen Wettbewerbsverzerrung ist es kein Wunder dass man dann zu Tiefstpreisen anbieten kann, aber auf Kosten vieler die Verlierer dieser Machenschaften sind.
Auch die meisten Kunden verlieren, denn es wohnen nicht alle in den größeren Orten wo sie diese blutigen Dumpingangebote nutzen können.

von BD Regensburg - am 12.09.2016 17:17

Re: Wer genehmigte diese Verbindung?

Zitat
Eisenbahner1
Der Bus fährt von:
Bahnhofstraße, 95444 Bayreuth

Nach:
Am Hohen Rain, 95180 Berg

Das sind laut Routenplaner 60,8km.

Und von dort geht's mit dem Linienbus bis Hof.


Danke für die Aufklärung. So sieht die Sache schon anders aus und deutlich Unattraktiver. Umsteigen, Zusätzliche Kosten für den Linienbus und eine vergleichsweise lange Fahrzeit. Keine wirkliche Konkurrenz also.

von NE81 - am 12.09.2016 17:28

Wer schuldet mir als Fahrgast letztlich die Erbringung der Leistungen?

Dazu zwei Auszüge aus dem Regionalisierungsgesetz:


§ 1 Öffentliche Aufgabe, Zuständigkeit
(1) Die Sicherstellung einer ausreichenden Bedienung der Bevölkerung mit Verkehrsleistungen im öffentlichen Personennahverkehr ist eine Aufgabe der Daseinsvorsorge.
(2) Die Stellen, die diese Aufgabe wahrnehmen [Anm.: also die Aufgabenträger], werden durch Landesrecht bestimmt.

§ 4 Gemeinwirtschaftliche Verkehrsleistungen
Für die Sicherstellung einer ausreichenden Verkehrsbedienung im öffentlichen Personennahverkehr ist die Verordnung (EG) Nr. 1370/2007 [...] maßgeblich. Zuständig sind die nach Landesrecht bestimmten Stellen [Anm.: also die Aufgabenträger].


Quelle: [www.gesetze-im-internet.de]



Von Agilis oder anderen EVU steht da gar nichts. Also ...

Generelle Fragen dazu (mal ganz unabhängig davon, ob die Forderungen von Agilis nun berechtigt sind) :
- Hätten die Bundesländer im Bundesrat die Freigabe des Fernbus-Marktes blockieren können?
- Falls ja, warum haben sie es eigentlich nicht getan? Die Geister, die ich rief ...

Gruß
223 061

von 223 061 - am 12.09.2016 17:30

Ein Glück für Agilis, dass es Fernbusse gibt....

....denn ansonsten hätte man bei der Ausredenerfindung richtig kreativ werden müssen.
Die wollten mit allen Mitteln die Ausschreibungen damals gewinnen und haben sich mit. einem Dumpingangebot verzockt. So siehts wohl eher aus...
Leider hat sich die BEG auf dieses Spiel eingelassen, Hauptsache billig.
Vielleicht schadet eine Insolvenz (und genau danach siehts aus) nichts, so werden künftig vielleicht bei Ausschreibungen solche Blasen gleich vorab aussortiert.
Für den spontanen Gelegenheitsfahrer ist das sowieso alles zu unattraktiv, wenn etwa für eine Einzelfahrkarte von Bad Steben nach Hof mehr als 6 eur aufgerufen werden.

Dieses System mit Ausschreibungen, bei dem koste es was es wolle der Billigste gewinnt, wird dem Staat bzw. den Kommunen auch anderweitig noch auf die Füße fallen. Wieso nur kommt mir in dem Zusammenhang das Fördersystem zum Breitbandausbau in den Sinn? Dort läufts ähnlich. Derzeit wird ja überall in ländlichen Regionen, und damit nahezu auch im gesamten Forengebiet, mit viel Steuergeld der Breitbandausbau vorangetrieben.
Auch dabei wird wohl so manches Billigheimer-Kartenhaus in absehbarer Zeit in sich zusammenfallen. Das/die beteiligten Unternehmen nenne ich jetz mal nicht, kann sich sowieso jeder, der mit dem Thema etwas vertraut ist, denken.

von der-mit-leser - am 14.09.2016 09:37

Des Rätsels Lösung...

...findet sich in Abschnitt 2. des Konzernlageberichts 2014 der Benex GmbH, öffentlich zugänglich unter www.bundesanzeiger.de . Zitat:

"(...) Das operative Ergebnis blieb allerdings aufgrund der tatsächlich niedriger als geplanten Fahrgeldeinnahmen bei der agilis E hinter den Erwartungen zurück. Das hängt laut externer Analyse damit zusammen, dass Kraftstoff im Lauf des Jahres immer günstiger wurde. Dieser Effekt war sehr öffentlichkeitswirksam und erhöhte zusammen mit deutlich gestiegenen Reallohneinkommen spürbar die Bereitschaft zur Pkw-Nutzung bei der Bevölkerung im ländlichen Raum. (...)"

Also nicht die Fernbusse, sondern die rückläufigen Spritpreise sind die wahre Ursache des Ertragsrückgangs. Da aber solche Marktpreisrisiken vermutlich in die Verantwortung des Verkehrsunternehmens fallen, versucht agilis nun offenbar, mit Verweis auf die Fernbusse ein politisches Risiko zu konstruieren, für das der Verkehrsvertrag möglicherweise einen Ausgleichsanspruch gegen die BEG vorsieht.

Tja, war wohl nix, meine Herren...

von 650 414-6 - am 14.09.2016 21:41

Re: Des Rätsels Lösung...

Vielleicht biegt man ja den Konzernlagebericht 2015 so hin, dass die Busse die Schuldigen sind...

von 403 - am 15.09.2016 11:39

Re: Des Rätsels Lösung...

...was aber auch nicht so recht überzeugt, wenn man bedenkt, dass der Fernbusmarkt schon Anfang 2013 liberalisiert wurde und der Ölpreis seit 2014 nicht mehr extrem gestiegen ist...

von 650 414-6 - am 15.09.2016 14:19

Durchaus ein Problem!

Zitat
650 414-6
...findet sich in Abschnitt 2. des Konzernlageberichts 2014 der Benex GmbH, öffentlich zugänglich unter www.bundesanzeiger.de . Zitat:

"(...) Das operative Ergebnis blieb allerdings aufgrund der tatsächlich niedriger als geplanten Fahrgeldeinnahmen bei der agilis E hinter den Erwartungen zurück. Das hängt laut externer Analyse damit zusammen, dass Kraftstoff im Lauf des Jahres immer günstiger wurde. Dieser Effekt war sehr öffentlichkeitswirksam und erhöhte zusammen mit deutlich gestiegenen Reallohneinkommen spürbar die Bereitschaft zur Pkw-Nutzung bei der Bevölkerung im ländlichen Raum. (...)"

Also nicht die Fernbusse, sondern die rückläufigen Spritpreise sind die wahre Ursache des Ertragsrückgangs. Da aber solche Marktpreisrisiken vermutlich in die Verantwortung des Verkehrsunternehmens fallen, versucht agilis nun offenbar, mit Verweis auf die Fernbusse ein politisches Risiko zu konstruieren, für das der Verkehrsvertrag möglicherweise einen Ausgleichsanspruch gegen die BEG vorsieht.

Tja, war wohl nix, meine Herren...



Über die Kalkulation muss man hier ja nicht sprechen, das war und ist jedem klar dass das ein Kampfpreis war und das wohl der Hauptgrund ist.

Jedoch ist die Rosinenpickerei des Fernbusses, bei gleichzeitiger Wettbewerbsverzerrung unter dem Segen des Fernbus-Lobbyisten Dobrindt, durchaus ein Problem.

Beispiel die Verbindungen des RE oder ALX von Regensburg nach München.
Da gibt es Fernbusverbindungen um 5 Euro. Da kann mir keiner sagen dass das nicht Kunden abzieht. Das ist ein hoher wirtschaftlicher Schaden!
Das ist eine Sauerei, denn das sind keine marktgerechten, kostendeckenden Preise, aber die Fahrgäste dort würden ja ihre Oma aus Geiz verkaufen und denen ist die Ausbeutung, die Arbeitszeitverstöße usw. total egal. Purer Geizegoismus halt.

von BD Regensburg - am 17.09.2016 23:03
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