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Eisenbahnforum Nordostbayern
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vor 1 Jahr, 1 Monat
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vor 1 Jahr, 1 Monat
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223 061, NE81, Pendler_NKU, Neuenmarkt

LINK: BEG Ranking Stand 19.9.16

Startbeitrag von Neuenmarkt am 30.09.2016 15:11

Antworten:

Teilweise sehr unverständlich...

Servus,

Also ich kann das stellenweise überhaupt nicht nachvollziehen.

Mein Ranking der Bahnen in der Region (die ich persönlich nutze) sähe doch sehr deutlich anders aus.

1. Franken-Thüringen Express
2. Mainfrankenbahn
3. Regio Nordostbayern
4. Main-Spessart "Express" (die Anführungszeichen für Abschnitt NWH-FF)
5. Main-Saale Express
6. München-Nürnberg Express
7. agilis Nord
ganz lange nichts und dann noch Westfrankenbahn und Erfurter Bahn

Begründung/Bemerkungen:
Warum ist der FTX im Ranking so weit unten? Die Kriterien sind ja vor allem die Fahrgastinformation im Regel- und Störfall und die Funktionsfähigkeit der Ausstattung. Und vor allem bei ersterem liegt der FTX ganz weit vorne finde ich. Zumindest im Regelfall. Gute Information im Störfall ist ja allgemein eher selten, ganz unabhängig vom Betreiber, oft haben die Betreiber ja selbst kaum Infos von DB Netz oder die Situation ist schwer einschätzbar. Genauso die Mainfrankenbahn, wie ich finde zu Unrecht weit unten. Punktet bei mir immer mit super gutem Personal und sehr sauberen Fahrzeugen. Regio Nordostbayern fällt auch durch gutes und häufig anwesendes Zugbegleitpersonal auf, die 612er sind zwar nicht mehr ganz taufrisch, aber verglichen mit anderen sind die Hofer 612er wirklich top gepflegt; dort mangelt es nur an der Fahrgastinfo wegen schlechten Lautsprechern und wenn kein KiN da ist gibts meist gar keine Info (keine Automatisierung). Beim Main-Spessart-Express liegt die Positionierung wahrscheinlich noch an den alten Wagen. Heute habe ich das erste Mal einen neuen erwischt und bin begeistert von der Bequemlichkeit. Die erste Klasse sieht auch optisch top aus (bin heute 2. gefahren). Da geht es bestimmt bald nach oben. Main-Saale-Express ist m.M.n. zu weit oben. Fahrgastinfo auch nicht automatisiert (was Anschlüsse angeht), Sauberkeit ist zwar gut aber die Fahrzeuge (641) sind teilweise einfach ganz katastrophal fehl am Platz, von praktischer Ausstattung himmelweit entfernt. Personal ist dort wie bei den anderen DB-Netzen auch bisher fast ausschließlich sehr positiv aufgefallen. Auch ist DB-Regio (was auch ein Kriterium im Ranking ist) bei Beschwerden sehr kulant und verständnisvoll gewesen bei mir, aber da ist meine Erfahrung auf eine Beschwerde bisher (zum Glück) begrenzt. Agilis punktet zwar mit sauberen aber nicht gerade mit übermäßig komfortablen Fahrzeugen (Sitzabstand!!). Personal tendenziell eher unfreundlich, und Reaktion auf eine Beschwerde sehr durchwachsen in meinem Fall. Ganz weit hinten, Fahrzeug- und bei EB auch Personalbedingt die Westfrankenbahn und die Erfurter Bahn.

So ist jedenfalls meine Subjektive Sicht. Das mag jemand anders auch mit anderen Augen sehen.

Viele Grüße!

von Pendler_NKU - am 30.09.2016 18:04

Ranking generell wenig aussagekräftig

Dieses Ranking habe ich schon immer recht kritisch gesehen. Zum einen, weil hier zum Teil Äpfel und Birnen verglichen werden, vor allem bezüglich der Anzahl der Fahrgäste pro Zugeinheit und deren Schwankungsbreite, der jeweiligen Zusammensetzung der Fahrgäste und der Störungsanfälligkeit der befahrenen Netze.

Weiterhin ist problematisch, daß eines der für die Reisenden wichtigsten Qualitätskriterien, nämlich die Pünktlichkeit und die Verlässlichkeit der Anschlußerreichung, gar nicht berücksichtigt wird, weil die BEG offenbar keine verlässlichen Daten dazu hat, was davon auf das Konto der jeweiligen EVU geht (DB Netz müßte solche Daten jedoch eigentlich haben?).

Wenn man sich Agilis Nord oder die BLB und die dortigen Gegebenheiten ansieht, dann sind die von der BEG gemessenen Qualitätskriterien (insbesondere bzgl. Sauberkeit und Zustand der Inneneinrichtung ...) natürlich leichter zu erreichen, als wenn man mit einem 8-Wagen-Zug oder einer 3- bis 4-teiligen Triebwageneinheit in die großen Ballungszentren fährt und dort nicht nur eine wesentlich größere Menge an Fahrgästen pro Zug befördert, sondern auch mehr problematische Reisende darunter hat (Liegenlassen von Müll, Verschmutzungen, Sachbeschädigung etc.).

Um nochmal auf die BLB zu kommen, die ich in den vergangenen Jahren für jeweils eine Woche täglich mehrfach benutzt habe: Ich kann mich zwar in Summe überhaupt nicht beklagen, aber wenn ein EVU nicht im RIS vertreten ist und auch sonst keine Live-Auskünfte anbietet (ist das immer noch so?), dann müßte das m.E. zu einer deutlichen Abstufung führen. Auch die Auskünfte zur letztjährigen ungeplanten Unterbrechung der Salzburger S-Bahn-Linie S3, welche die BLB gemeinsam mit der ÖBB betreibt, waren äußerst mangelhaft. Da helfen mir dann auch die sehr freundlichen Service-Mitarbeiter wenig, wenn sie nichts zur aktuellen Betriebslage und ggf. zu Alternativen bei Zugausfall wissen.

Gruß
223 061

von 223 061 - am 01.10.2016 14:37

Re: Ranking generell wenig aussagekräftig

Zitat
223 061
Weiterhin ist problematisch, daß eines der für die Reisenden wichtigsten Qualitätskriterien, nämlich die Pünktlichkeit und die Verlässlichkeit der Anschlußerreichung, gar nicht berücksichtigt wird, weil die BEG offenbar keine verlässlichen Daten dazu hat, was davon auf das Konto der jeweiligen EVU geht (DB Netz müßte solche Daten jedoch eigentlich haben?).


Die BEG hat hierzu sehr zuverlässige Daten zu Pünktlichkeit, Anschlüssen und Zugausfällen. Nur werden diese Zahlen intern gehalten und zwischen EVU und Aufgabenträger als Pönale abgerechnet.
Nur veröffentlicht werden diese Zahlen nur sehr spärlich, wie z.B. im Qualitätsbericht 2014 S. 17ff

[beg.bahnland-bayern.de]

Zum Qualitätsranking:

Es wird bewertet was gefordert ist. Wenn etwa die BLB in ihrem Vertrag keine Liveauskunft stehen hat, gibt es dafür keine Abzüge. Umgekehrt dürfte es bei der BLB deutliche Abzüge für stehende Fahrgäste geben, während etwa zwischen München und Freising bei den REs oder im ALX Stehplätze von vorne herein eingerechnet werden und somit keine Abzüge bringen.

Es gibt schon Unterschiede zwischen großen RE Netzen zwischen den Metropolen und den Nebenbahnen. Das System hat sich ja über Jahre im Dialog zwischen EVU und Aufgabenträger entwickelt, da hat keiner Interesse, dass es ungerecht ist. Die EVUs sowieso nicht, müssen sie ja Strafen zahlen, aber auch der Aufgabenträger. Den er will ja das besonders die großen Kostenintensiven Netze beliebt bei den Bietern ist um gerade hier den Wettbewerb zu fördern.

von NE81 - am 01.10.2016 17:24

Re: Ranking generell wenig aussagekräftig

Danke für die Infos.


Zitat
NE81
Zitat
223 061
Weiterhin ist problematisch, daß eines der für die Reisenden wichtigsten Qualitätskriterien, nämlich die Pünktlichkeit und die Verlässlichkeit der Anschlußerreichung, gar nicht berücksichtigt wird, weil die BEG offenbar keine verlässlichen Daten dazu hat, was davon auf das Konto der jeweiligen EVU geht (DB Netz müßte solche Daten jedoch eigentlich haben?).


Die BEG hat hierzu sehr zuverlässige Daten zu Pünktlichkeit, Anschlüssen und Zugausfällen. Nur werden diese Zahlen intern gehalten und zwischen EVU und Aufgabenträger als Pönale abgerechnet.



Stimmt, an die Pönale hatte ich jetzt gar nicht gedacht. Diese Strafzahlungen können ja auch nur verhängt werden, wenn die Schuld für Verspätung/Ausfall eindeutig beim jeweiligen EVU liegt.

Umsomehr finde ich es dann aber unverständlich und schade, daß man deren Höhe (zumindest laut offizieller Aussagen) nicht mit in die Bewertung für dieses Qualitäts-Ranking einfließen lässt. Denn die Menge der selbst verursachten Verspätungen und Zug-Ausfälle wäre aus meiner Sicht eines der wichtigsten Qualitätskriterien und würde das Ranking m.E. wesentlich aussagefähiger machen.


Zitat
NE81
Es wird bewertet was gefordert ist. Wenn etwa die BLB in ihrem Vertrag keine Liveauskunft stehen hat, gibt es dafür keine Abzüge.



Das kann natürlich sein. Allerdings sollte die BEG heutzutage im Smartphone-Zeitalter m.E. eigentlich generell eine - wie auch immer geartete - Live-Auskunft fordern. In Regensburg kann ich mittlerweile sogar die Verspätung der Stadtbusse abfragen. Da sollte das doch bei der Bahn flächendeckend zum Standard gehören.

Verspätungen von EVU, die nicht im RIS vertreten sind, kann man normalerweise trotzdem auf den Bahnhofstafeln von DB StuS ( [bahnhofstafeln.de] ) sehen (gerundet auf Vielfache von 5 Minuten). Das würde eigentlich völlig genügen. Bei der BLB klappte das damals jedoch komischerweise nicht, wofür die Ursache allerdings vermutlich woanders zu suchen ist. Denn die dynamischen Schriftanzeiger entlang der Strecke meldeten Verspätungen ebenfalls nur sehr sporadisch. Selbst für den chronisch verspäteten IC Königssee wurde nur selten etwas angezeigt. (Stand September 2015).

Gruß
223 061

von 223 061 - am 01.10.2016 18:13
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