Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
18
Erster Beitrag:
vor 1 Jahr
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr
Beteiligte Autoren:
NE81, Martin Pfeifer, GuenterM, 223 061, 628 245-2, BD Regensburg, extirschenreuther

Nochmal PM zur ALEX-Vertragsverlängerung - und Fragen dazu (mL)

Startbeitrag von 223 061 am 08.11.2016 20:01

Siehe dazu:

[www.mittelbayerische.de]


Offene Fragen aus meiner Sicht:

(1)
Es sollen 29 Fernverkehrs-Waggons von "Trenitalia" kommen. Damit sollen zum einen ältere Waggons ersetzt, zum anderen aber auch die Speise-/Treff-Waggons abgeschafft werden, um mehr Sitzplätze zu gewinnen. Weiß jemand, ob es sich bei den neuen Waggons um Großraum- oder Abteilwagen handelt? In letzterem Fall wären sie nämlich m.E. nicht geeignet, um die Speise-/Treff-Wagen zu ersetzen.

(2)
Unklar bleibt für mich weiterhin, wie die Flügelung der Zugteile Hof-München und Prag-München in Schwandorf erfolgen soll. Zum einen, weil beim Hofer Zugteil für mich gar keine entsprechenden Fahrzeitreserven erkennbar sind, um zusätzlich zum nach wie vor erforderlichen Lok- + Richtungswechsel in Regensburg noch in Schwandorf eine aufwendige Flügelung mit dem Prager Zugteil und anschließender Bremsprobe durchzuführen. Und andererseits, weil der Prager Zugteil doch häufig größere Verspätung mitbringt, die sich dann immer zwangsläufig auf den Hofer Zugteil übertragen, so daß zwischen Schwandorf und München dann alle Fahrgäste davon betroffen wären.

Gruß
223 061

Antworten:

Ziemlicher Schwachsinn die Bistrowagen wegzulassen, die machen ja grade den Reiz dieses Zuges aus. Was gibts Schöneres als einen Kaffee und dabei ausm Fenster gucken. Besser war er auch als bei der DB. Meiner Meinung nach ist bei vielen DB-Speisewagen die Kaffeemaschine auf zu hohe Temperatur eingestellt, denn der Kaffee ist oft seehr bitter.

von extirschenreuther - am 08.11.2016 20:57
Zitat
223 061
Siehe dazu:

[www.mittelbayerische.de]


Offene Fragen aus meiner Sicht:

(1)
Es sollen 29 Fernverkehrs-Waggons von "Trenitalia" kommen. Damit sollen zum einen ältere Waggons ersetzt, zum anderen aber auch die Speise-/Treff-Waggons abgeschafft werden, um mehr Sitzplätze zu gewinnen. Weiß jemand, ob es sich bei den neuen Waggons um Großraum- oder Abteilwagen handelt? In letzterem Fall wären sie nämlich m.E. nicht geeignet, um die Speise-/Treff-Wagen zu ersetzen.

(2)
Unklar bleibt für mich weiterhin, wie die Flügelung der Zugteile Hof-München und Prag-München in Schwandorf erfolgen soll. Zum einen, weil beim Hofer Zugteil für mich gar keine entsprechenden Fahrzeitreserven erkennbar sind, um zusätzlich zum nach wie vor erforderlichen Lok- + Richtungswechsel in Regensburg noch in Schwandorf eine aufwendige Flügelung mit dem Prager Zugteil und anschließender Bremsprobe durchzuführen. Und andererseits, weil der Prager Zugteil doch häufig größere Verspätung mitbringt, die sich dann immer zwangsläufig auf den Hofer Zugteil übertragen, so daß zwischen Schwandorf und München dann alle Fahrgäste davon betroffen wären.

Gruß
223 061


Servus,

zum zweiten Teil:

Die Teilung des Zuges aus München nach Hof und nach Prag bringt dem Zugteil nach Hof keine wesentliche Verlängerung des Haltes ein. Die Lok vorne bleibt dran. Es muß nur die Kupplung zwischen den Wagen gelöst werden sowie damit verbunden natürlich auch die Bremsschläuche (Hauptluftleitung und Haupt-Behälter-Leitung) getrennt werden. Eine neue Bremsprobe ist nicht erforderlich. So etwas wurde einige Jahre lang gegen 19:00 Uhr in Schwandorf bereits praktiziert, damals hatte der ALX 351 nach Prag einen Zugteil ALX 84114 nach Hof. Der Aufenthalt dieses Zuges in Schwandorf betrug 4 min statt der sonst üblichen 1 min (Angaben aus dem Jahresfahrplan 2012. Der ALX 351 hatte 8 min Aufenthalt, das war auch bei anderen Zügen dieser Relation vorgesehen. Insofern nichts besonderes.

Die Vereinigung eines Zuges aus Prag nach München mit einem aus Hof nach München wurde bisher (das heißt in den 13 Jahren, die jetzt hier in der Oberpfalz wohne und arbeite) nicht praktiziert. Solange die Prager sowohl nach Nürnberg als auch nach München unter der Flagge von DB Regio fuhren (Dez. 2003 bis Dez. 2008) gab es abends die Vereinigung eines Zugteils aus Nürnberg und München nach Prag. Soweit ich mich noch erinnere, fuhr der Zug aus Nürnberg nach Gleis 5 ein und der Zug aus München nach Gleis 2. Der Zug aus Nürnberg setzte - besetzt mit Reisenden! - über den Bezirk "Ssf" nach Gleis 2 um, womit gleichzeitig auch der Richtungswechsel des Münchener Zuges erledigt war. Es folgte noch die obligatorische Bremsprobe. Die den Zug aus Regensburg bringende Lok ging runter vom Zug und wurde bis zur nächsten Leistung abgestellt.

Diesen Ablauf kann man durchaus auch als Vorlage für eine Zugvereinigung in der jetzt kommenden Art nehmen. Der Zug aus Hof fährt nach Gleis 5 ein, jener aus Prag nach Gleis 1 oder 2. Der Zug aus Prag setzt dann über den Bezirk "Sn" (Naabbrücke) nach Gleis 5 um und hinten drauf auf den Zug aus Hof. Ein damaliges Kursbuch zwecks der dazu benötigten Zeiten habe ich nicht auf die schnelle zur Hand.

So wurde das übrigens in der Zeit vor den Triebwagen und entsprechenden Zugdeckungssignalen desöfteren beim Rangieren mit Kurswagen praktiziert. Heute kann man so etwas immer noch mit mechanischer Stellwrks-Technik in Niebüll erleben! Die entsprechenden Vorschriften dazu stehen noch heute in der "Bibel" (Spitzname für die Fahrdienstvorschrift). Die sichere Abwicklung traue ich dem Schwandorfer Stellwerks-Personal jederzeit zu, die haben das einige Jahre praktiziert und wissen, was sie tun.

Bei größeren Verspätungen des Prager Zugteils wird man sicher den Hofer Zugteil getrennt und in seinem eigenen Plan weiterfahren lassen und den Prager entsprechend verspätet nachführen. Wie in so einer Situation heute zwischen Regensburg und München verfahren wird, weiß ich mangels eigener Erfahrung nicht.

Im übrigen: der Spaß läuft erst ab Dezember 2017, dafür kenne zumindest ich noch keine Fahrpläne. Von daher sind die heutigen Fahrpläne genauso wie jene des neuen Jahresfahrplans nicht maßgeblich.

von Martin Pfeifer - am 08.11.2016 21:05
Zitat
Martin Pfeifer
Die Teilung des Zuges aus München nach Hof und nach Prag bringt dem Zugteil nach Hof keine wesentliche Verlängerung des Haltes ein.


Ja. Meine Frage galt der Vereinigung der beiden Zugteile zur Fahrt in Richtung München. Da hatte ich mich unklar ausgedrückt.



Zitat
Martin Pfeifer
Der Zug aus Hof fährt nach Gleis 5 ein, jener aus Prag nach Gleis 1 oder 2. Der Zug aus Prag setzt dann über den Bezirk "Sn" (Naabbrücke) nach Gleis 5 um und hinten drauf auf den Zug aus Hof.



Zzgl. Abkuppeln/Wegfahrt der hinteren Lok und Bremsprobe. So könnte es tatsächlich werden. Aber selbst wenn man das bestenfalls wirklich in ca. 10-12 Minuten schafft, die muß man eben auch erstmal haben im Fahrplan des Hofer Zugteils. Denn die heutigen 10 Minuten in Regensburg für Lok- und Richtungswechsel bleiben ja trotzdem noch zusätzlich erhalten.



Zitat
Martin Pfeifer
Bei größeren Verspätungen des Prager Zugteils wird man sicher den Hofer Zugteil getrennt und in seinem eigenen Plan weiterfahren lassen und den Prager entsprechend verspätet nachführen.



Das kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, denn dann müßte man ja extra für diesen Fall zusätzliches Lokpersonal und ein weiteres Triebfahrzeug vorhalten.


Gruß
223 061

von 223 061 - am 08.11.2016 21:30
Zitat
Martin Pfeifer
Diesen Ablauf kann man durchaus auch als Vorlage für eine Zugvereinigung in der jetzt kommenden Art nehmen. Der Zug aus Hof fährt nach Gleis 5 ein, jener aus Prag nach Gleis 1 oder 2. Der Zug aus Prag setzt dann über den Bezirk "Sn" (Naabbrücke) nach Gleis 5 um und hinten drauf auf den Zug aus Hof. Ein damaliges Kursbuch zwecks der dazu benötigten Zeiten habe ich nicht auf die schnelle zur Hand.


Sehe ich das richtig? In Richtung München steht damit der Prager Zugteil im Norden und der Hofer Zugteil im Süden (bis Regensburg) In Richtung Hof/Prag dagegen steht der Homer Zugteil im Norden und der Prager im Süden. Sprich man muss die Züge in München drehen?

von NE81 - am 09.11.2016 06:17

Fahrplan Richtung Süden

Mir scheint schon, dass man ohne größere Änderungen alles so um ein paar Minuten zurechtrücken kann, dass es passt:
- Für Lok-/Richtungswechsel werden derzeit mindestens 8 Minuten veranschlagt, hinten an einen Zug Wagen ankuppeln ist auch nicht zeitaufwändiger als Lok-/Richtungswechsel, der Alex Hof-München muss also "nur" 8 Minuten in Schwandorf halten. (Die ganze Situation ist ja mit Immenstadt Richtung München vergleichbar, dort hielten die Züge aus Lindau auch 8-9 Minuten.)
- Bisher kommen die Züge aus Hof um 8 nach in Schwandorf an. Ihre Fahrzeit Weiden-Schwandorf ist 26 Minuten. Wie ich auf Fahrten im 610 und 612 ohne NT feststellen konnte, ist diese deutlich unterbietbar, nehmen wir also an, dass sie künftig auf 5 nach vorverlegt wird. Dann kann es um 13 nach weitergehen, 40 an Regensburg, 48 ab, viertel nach in München wie gehabt.
- Die Züge aus Prag kommen, wenn in Ceska Kubice gekreuzt wird, um ca. fünf vor planmäßig in Schwandorf an und können in den 18 Minuten bis zur Weiterfahrt noch gute 5 Minuten Verspätung abbauen.
- Alles in allem muss also bei den Hofer Zügen nur ein bisschen gestrafft werden. Zum Ausgleich fällt eine wesentliche Verspätungsursache bei den Pragern weg, nämlich, dass bisher in Schwandorf oft die Lok umgesetzt wird, auch wenn fahrplanmäßig ein Wechsel vorgesehen ist.

von GuenterM - am 09.11.2016 10:05

Re: Fahrplan Richtung Süden

Zitat
GuenterM
- Bisher kommen die Züge aus Hof um 8 nach in Schwandorf an. Ihre Fahrzeit Weiden-Schwandorf ist 26 Minuten. Wie ich auf Fahrten im 610 und 612 ohne NT feststellen konnte, ist diese deutlich unterbietbar.


Ein 610 bzw. 612 haben ein Leistungsgewicht von 10 kW/t und können 160 km/h fahren. Ein ER20 mit 4 Fernverkehrswagen hat ein Leistungsgewicht von 7 kW/t und eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h.
Dazu sind 50% der Aachen bei BRD 612 aber nur 20% der Achsen beim Alex angetrieben.

Die Fahrzeiten der Neigetechnik-Triebwagen kann man daher nur bedingt mit denen des Alex vergleichen. Fahrdynamisch ist dieser deutlich schlechter. Insbesondere die Ausrüstung mit Klimaanlage, Steckdosen und WLAN dürfte darüber hinaus die Wagen schwerer machen. Daher glaube ich kaum an eine schnellere Fahrzeit als heute.

von NE81 - am 09.11.2016 16:35

Re: Fahrplan Richtung Süden

ALX 84123 fährt schon heute nur 24 Minuten von Weiden nach Schwandorf, auch Desiros mit solchen Fahrzeiten gab es schon... Auf so einem langen Abschnitt ohne Halt und ohne allzu viele und große Geschwindigkeitseinbrüche sollte etwas weniger Beschleunigung keinen so großen Unterschied machen. Ist 160 auch ohne NT möglich?

Auch sehe ich noch die Möglichkeit, um 37 statt 40 von Hof abzufahren, dann wäre man auch ohne Fahrzeitverkürzung eher in Schwandorf. 5 Minuten Übergangszeit in Hof vom Zug aus Dresden wären gewahrt, man müsste nach der aktuellen Situation bis Oberkotzau das Gegengleis benutzen, da der RE nach Bayreuth im Weg ist, das würde sich aber auch genau ausgehen, ohne die Agilis, die um 44 von Oberkotzau nach Hof will, aufzuhalten...

von GuenterM - am 09.11.2016 17:03

Alles Theorie

Rein theoretisch mag das alles funktionieren, praktisch scheitert das oft an der unzureichenden Infrastruktur.

Die Prager Züge haben eine hohe Verspätungsanfälligkeit und das hat in den seltensten Fällen mit der zweiten Lok zu tun.
Ich behaupte dass dies in Südrichtung gründlich schief gehen wird in 7 von 10 Fällen, geschätzt.

von BD Regensburg - am 09.11.2016 17:24

Re: Fahrplan Richtung Süden

Zitat
GuenterM
Auch sehe ich noch die Möglichkeit, um 37 statt 40 von Hof abzufahren, dann wäre man auch ohne Fahrzeitverkürzung eher in Schwandorf. 5 Minuten Übergangszeit in Hof vom Zug aus Dresden wären gewahrt, man müsste nach der aktuellen Situation bis Oberkotzau das Gegengleis benutzen, da der RE nach Bayreuth im Weg ist, das würde sich aber auch genau ausgehen, ohne die Agilis, die um 44 von Oberkotzau nach Hof will, aufzuhalten...


Da fehlt noch was... agilis fährt Minute 39 nach Selb Stadt - der Zug fährt schon planmäßig meistens auf dem Gegengleis von Hof nach Oberkotzau. Somit ist das Gegengleis zum betreffenden Zeitfenster auch schon belegt.

Gruß
Jan

von 628 245-2 - am 09.11.2016 20:21
Zitat
NE81
Zitat
Martin Pfeifer
Diesen Ablauf kann man durchaus auch als Vorlage für eine Zugvereinigung in der jetzt kommenden Art nehmen. Der Zug aus Hof fährt nach Gleis 5 ein, jener aus Prag nach Gleis 1 oder 2. Der Zug aus Prag setzt dann über den Bezirk "Sn" (Naabbrücke) nach Gleis 5 um und hinten drauf auf den Zug aus Hof. Ein damaliges Kursbuch zwecks der dazu benötigten Zeiten habe ich nicht auf die schnelle zur Hand.


Sehe ich das richtig? In Richtung München steht damit der Prager Zugteil im Norden und der Hofer Zugteil im Süden (bis Regensburg) In Richtung Hof/Prag dagegen steht der Homer Zugteil im Norden und der Prager im Süden. Sprich man muss die Züge in München drehen?


Servus,

hier hast Du Recht. Das ist mir gar nicht aufgefallen. Wenn man tatsächlich wie bisher "sortenrein" nach Prag und nach Hof fahren will, wird die Zugvereinigung in Schwandorf ein ziemlich kompliziertes Manöver. Mit entsprechenden Rangieraufwand wäre das schon lösbar, aber die Zeit dafür? Zumal das ganze sich ja rund um die volle Stunde abspielt, da müssen neben dem Alex auch noch die Oberpfalzbahn von und nach Cham verkehren sowie der wendende RE aus Nürnberg.

Die Wagen der Alex-Leistungen München - Schwandorf - Prag werden heute je zur Hälfte von der Länderbahn DLB und von der CD gestellt. Solch ein Achs-Kilometer-Ausgleich lässt sich sicherlich auch dann durchführen, wenn CD-Wagen nach Hof kommen. Damit wäre die "falsche" Reihenfolge CD-Wagen nach Hof sowie Alex-Wagen nach Prag schon mal lösbar. Einsätze ausländischer Reisezugwagen im deutschen Binnenverkehr gab es in früheren Jahren immer mal wieder. Es gab bei Bauarbeiten zwischen Schwandorf und Regensburg auch schon (als solche nicht ausgewiesene) Durchläufe der CD-Wagen aus Prag nach Hof und zurück.

Der Speisewagen sollte kein Problem sein, der könnte bei der vereinigten Garnitur genau in der Mitte laufen. Und damit zwischen Schwandorf und Prag immer der erste Wagen Richtung Schwandorf und Richtung Prag der letzte Wagen. Speisewagen / Treff nach Hof soll es ja nicht mehr geben.

Kritisch wird bei dieser Variante nur der Doppelstockwagen - falls diese ab dem Dezember 2017 überhaupt noch nach Hof kommen. Das weiß ich selber nicht. Der darf nämlich nicht nach Prag. Dort kommt er wegen des Klöpfelsberg-Tunnel wohl auch nicht unbeschädigt an. Falls es nicht zu einem Verzicht auf den Doppelstockwagen nördlich Regensburg kommt, bleibt letztendlich nur die Lösung den in München an der Spitze des Zuges aus Hof ankommenden Doppelstockwagen wieder an die Spitze des Zuges nach Hof zu rangieren, ggf auch mit Techniken wie überschlagende Wende. Selbiges wäre dann auch in Hof fällig. Ob und wenn ja wie so etwas in München Hbf realisierbar ist, weiß ich nicht. Aufwändig ist es sicherlich.

von Martin Pfeifer - am 09.11.2016 20:52
Zitat
223 061
...
Zitat
Martin Pfeifer
Der Zug aus Hof fährt nach Gleis 5 ein, jener aus Prag nach Gleis 1 oder 2. Der Zug aus Prag setzt dann über den Bezirk "Sn" (Naabbrücke) nach Gleis 5 um und hinten drauf auf den Zug aus Hof.



Zzgl. Abkuppeln/Wegfahrt der hinteren Lok und Bremsprobe. So könnte es tatsächlich werden. Aber selbst wenn man das bestenfalls wirklich in ca. 10-12 Minuten schafft, die muß man eben auch erstmal haben im Fahrplan des Hofer Zugteils. Denn die heutigen 10 Minuten in Regensburg für Lok- und Richtungswechsel bleiben ja trotzdem noch zusätzlich erhalten.


Ich habe nochmal drüber geschlafen. Man könnte auch den Zugteil aus Hof über den Bezirk "Ssf" auf den Zugteil aus Prag setzen. Damit hätte man exakt den gleichen Ablauf wie damals(R) bei der Vereinigung der Züge aus Nürnberg und München nach Prag. Für den Zeitbedarf ist es letztendlich egal, ob der vereinigte Zug nach Prag oder nach München fährt. Auch bei DB Regio musste die Lok, welche den Zugteil aus München gebracht hat, abgeräumt werden.

Zitat
223 061
Zitat
Martin Pfeifer
Bei größeren Verspätungen des Prager Zugteils wird man sicher den Hofer Zugteil getrennt und in seinem eigenen Plan weiterfahren lassen und den Prager entsprechend verspätet nachführen.



Das kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, denn dann müßte man ja extra für diesen Fall zusätzliches Lokpersonal und ein weiteres Triebfahrzeug vorhalten.


Gruß
223 061


Ob das so kommt, ist vor allem eine Frage der Vertragsgestaltung zwischen der Länderbahn DLB und der BEG. Wenn die BEG Verspätungen hoch pönalisiert, wird die entsprechende Reserve wohl realisiert. Ich habe bei entsprechenden Verspätungen der Züge aus Prag schon einige Male einen Ersatz-Wagenpark ab Schwandorf erlebt, der ab Regensburg entsprechend verstärkt wurde. Der Zug hat ja auch das Reisenden-Aufkommen zwischen Regensburg und München zu bedienen.

von Martin Pfeifer - am 09.11.2016 21:04

Re: Fahrplan Richtung Süden

Zitat
GuenterM
ALX 84123 fährt schon heute nur 24 Minuten von Weiden nach Schwandorf, auch Desiros mit solchen Fahrzeiten gab es schon...


Desiros sind mit 120 km/h und 8 kW/t nicht gerade der flotteste Triebwagen.

Dazu die Frage:Wieviel Wagen hat dieser Zug bzw. hat er 2 Loks? Hat er die maximale Anzahl inklusive schweren Doppelstock-Wagen. Wenn ja kann man sie als Taktzeit abnehmen, wenn nein ist sie nur für ähnlich kurze Züge anzunehmen.

Zitat

Auf so einem langen Abschnitt ohne Halt und ohne allzu viele und große Geschwindigkeitseinbrüche sollte etwas weniger Beschleunigung keinen so großen Unterschied machen. Ist 160 auch ohne NT möglich?


Die Höchstgeschwindigkeit auf der geraden und weiten Bögen ist unabhängig von der Neigetechnik. Die wirkt sich nur in engeren Kurven aus.

Ich bin grundsätzlich immer Vorsichtig bei solchen Vergleichen:"Bei dem geht es ja auch" Die Alex-Fahrlage ist an allen Ecken und Enden eingespannt, dort wird man sicher keine unnötige Zeit vergeuden. Von daher sehe ich hier nicht, warum man niedrige Zeiten als heute annehmen könnte.

von NE81 - am 09.11.2016 21:55
Zitat
Martin Pfeifer
Der Speisewagen sollte kein Problem sein, der könnte bei der vereinigten Garnitur genau in der Mitte laufen. Und damit zwischen Schwandorf und Prag immer der erste Wagen Richtung Schwandorf und Richtung Prag der letzte Wagen. Speisewagen / Treff nach Hof soll es ja nicht mehr geben.


Damit müsste aber dann der Prager Zugteil bei der Vereinigung Richtung Regensburg Südlich stehen, also genau das was vermieden werden soll. Den nur so kann der erste Wagen Prag-Schwandorf der mittlere der Vereinigten Garnitur Schwandorf-Regensburg werden. Und damit kann die schnelle Vereinigungsvariante mit Rückwärtsankoppeln des Prager an den vorderen Hofer nicht durchgeführt werden. Ansonsten wäre der Speisewagen ja der letzte Wagen und würde bei der Rückfahrt dann Richtung Hof gehen.

Bei dieser schnellen Variante ist der Speisewagen immer in einer Richtung Mittig in der anderen Richtung außen. Sprich egal wie mans macht, durch die unterschiedlichen Zugteil (Dosto bzw. Speisewagen) bekommt man immer ein Problem.

von NE81 - am 09.11.2016 23:53
Zitat
NE81
Zitat
Martin Pfeifer
Der Speisewagen sollte kein Problem sein, der könnte bei der vereinigten Garnitur genau in der Mitte laufen. Und damit zwischen Schwandorf und Prag immer der erste Wagen Richtung Schwandorf und Richtung Prag der letzte Wagen. Speisewagen / Treff nach Hof soll es ja nicht mehr geben.


Damit müsste aber dann der Prager Zugteil bei der Vereinigung Richtung Regensburg Südlich stehen, also genau das was vermieden werden soll. Den nur so kann der erste Wagen Prag-Schwandorf der mittlere der Vereinigten Garnitur Schwandorf-Regensburg werden. Und damit kann die schnelle Vereinigungsvariante mit Rückwärtsankoppeln des Prager an den vorderen Hofer nicht durchgeführt werden. Ansonsten wäre der Speisewagen ja der letzte Wagen und würde bei der Rückfahrt dann Richtung Hof gehen.

Bei dieser schnellen Variante ist der Speisewagen immer in einer Richtung Mittig in der anderen Richtung außen. Sprich egal wie mans macht, durch die unterschiedlichen Zugteil (Dosto bzw. Speisewagen) bekommt man immer ein Problem.


Servus,

Du hast Recht! Wenn die Zugtrennung / Zugvereinigung in Schwandorf so einfach wie möglich laufen soll und gleichzeitig noch betriebliche Randbedingungen in Sachen Doppelstockwagen und Speisewagen zu beachten sind bleibt wohl nur ein Umsortieren des ankommenden Zuges in München übrig. Ich kann mir nicht vorstellen das es sinnvoll ist durch beliebig kompliziertes Rangieren in Schwandorf wertvolle Minuten Fahrzeit zu verschwenden. Denn auch hier lauert der Fernbus, die Bahn will ihren IC-Bus ja nicht vollständig aufgeben.

von Martin Pfeifer - am 10.11.2016 21:00
Bei den Zügen Lindau/Oberstdorf-München gab es exakt dasselbe Problem und die Wagen wurden in den knapp 40 Minuten Wendezeit in München umsortiert.

von GuenterM - am 11.11.2016 16:34
Zitat
GuenterM
Bei den Zügen Lindau/Oberstdorf-München gab es exakt dasselbe Problem und die Wagen wurden in den knapp 40 Minuten Wendezeit in München umsortiert.


Technisch möglich dürfte es auf jeden Fall sein.
Man sollte jedoch bedenken, dass der südliche Alex aus dem eher schwächer ausgelasteten Starnberger Flügelbahnhof abfährt, während der nördliche Alex aus der stark ausgelasteten Haupthalle abfährt. Das wird sicher betrieblich spannend.

von NE81 - am 11.11.2016 19:29

Das bitte nicht !!!

Zitat
GuenterM
Auch sehe ich noch die Möglichkeit, um 37 statt 40 von Hof abzufahren, dann wäre man auch ohne Fahrzeitverkürzung eher in Schwandorf. 5 Minuten Übergangszeit in Hof vom Zug aus Dresden wären gewahrt ...



Die 5 Minuten reichen aber erfahrungsgemäß oft nicht aus, um den Anschluß zu gewährleisten, weil der RE aus Dresden oft etliche Minuten zu spät ist. Mit dem neuen Betreiber leider - nach meinem subjektiven Empfinden - deutlich häufiger als früher, wobei wohl auch die vielen Bauarbeiten auf der KBS 510 eine Rolle spielen.

Gruß
223 061


PS: Danke für Eure zahlreichen Beiträge.

von 223 061 - am 11.11.2016 20:58
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.