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Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
4
Erster Beitrag:
vor 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 9 Monaten, 4 Wochen
Beteiligte Autoren:
Pendler_NKU, Martin Pfeifer, Bahnwärter1848

Rückblick auf das Jahr 2016 aus "Fahrgast-Sicht" (m9B)

Startbeitrag von Pendler_NKU am 26.12.2016 10:55

Servus,

Nachdem sich das Jahr dem Ende zuneigt werde ich auch einmal das Jahr in meinem persönlichen Bahn-Rückblick 2016, hauptsächlich aus „Fahrgast-Sicht“, zusammenfassen.

Das Jahr startete ja bereits turbulent. Auf meiner meist gefahrenen Strecke, die mich von Kulmbach ins nördliche Baden-Württemberg führt gab es gleich zwei Problemstellen. Zum einen begann Anfang Januar die Vollsperrung Lichtenfels-Bamberg, was die Fahrt über Würzburg um eine Stunde verlängerte. Zum anderen gab es eine große Neigetechnik-Krise bei der Baureihe 612, sodass ich nur selten mit weniger als +20 in Nürnberg ankam. Kaum war diese Krise größtenteils durchgestanden, kam die kurioseste Fahrt im Jahr 2016 die sich mit einer Verspätung von (genau!) 200 Minuten am Zielort auswirken sollte. Die Geschichte dazu ist bereits im Forum nachzulesen: [20370.foren.mysnip.de]. Im März unternahm ich dann die mit 755km längste Fahrt des Jahres nach Berlin mit dem großen Umweg über Nürnberg-Würzburg-Fulda-Erfurt, auch hier der Link zum Bericht: [20370.foren.mysnip.de]. Die nächste Fahrt die etwas nervenaufreibend war, fand am 29.05. statt. Es war der Tag der heftigen Unwetter die vor allem Baden-Württemberg getroffen haben. Ich entschied mich für die Fahrt auf meiner „Stammstrecke“ über Würzburg mit SEV zwischen Lif und Ba. Mit dem Bus verpasste man den RE nach Würzburg in Bamberg fahrplanmäßig nur um wenige Minuten. An diesem Tag hatte ich das Glück, dass der SEV Bamberg mit -5 erreichte und der RE die übrigen benötigten +2 mitbrachte und so der „nicht-Anschluss“ klappte. Es sollte sich herausstellen, dass ich ohne diesen glücklichen Zufall mein Ziel an diesem Abend nicht mehr erreicht hätte. Der RE in Richtung Stuttgart den ich so eine Stunde früher bekam war der letzte der es weiter als Bad Friedrichshall schaffen sollte, hinter uns wurde der Oberbau weggespült und die Strecke war über eine Woche gesperrt. Selbst der SEV konnte aufgrund der hohen Straßenschäden nicht alle Orte erreichen. Einen aus Bahn-Sicht relativ unspektakulären Sommer später ging es im September unkonventionell nach Berlin. Abends mit ICE1517 bis München Flughafen, den ich gegen dreiviertel zwei in der Nacht erreichte. Morgens um sechs mit dem Flugzeug nach Berlin und am Abend zurück, mit ICE1517. Anstrengend, aber ging nicht anders. Bei einer letzten interessanten Fahrt Anfang Dezember, testete ich den neuen ICE 4 mit dem Fazit: Mit besseren Sitzen wäre es ein richtig toller Zug. Hier ein Bild aus Nürnberg:


Nun zur Abrechnung. In 237 Zügen bin ich dieses Jahr 20167 Kilometer gefahren und habe dabei 19 S-Bahnen, 33 RB/ag, 150 RE, 23 ICs und 12 ICE genutzt. Pünktlich (Versp. Kleiner/gleich 5 Minuten) habe ich meinen Zielort in 75% der Fälle erreicht, mit einer Verspätung von unter 60 Minuten zu 94%. Bis auf die Kombination Sperrung NLF-NBA und Neigetechnik-Desaster war ich die meiste Zeit im Jahr 2016 ein zufriedener Bahn-Kunde und hoffe, dass es 2017 gut oder besser weitergeht. An der Stelle wünsche ich allen hier im nobf ein „gsunds Neues“ und ein spannendes Eisenbahn-Jahr 2017!

Zum Abschluss noch ein paar meiner Lieblingsbilder aus diesem Jahr:

Agilis im Rapsfeld bei Kulmbach


ICE an einem heißen Spätsommerabend bei Redwitz (Rodach)


294 bei Ausfahrt in Kulmbach


Holzzug in Kulmbach


RE im Herbst bei Mainleus


185 in Redwitz (Rodach)


442 bei Redwitz (Rodach)


Ludmilla mit Schotter bei Kulmbach

Antworten:

Na, die genannten Zahlen aus Fahrgast-Sicht (besten Dank für die Statistik!) dürften die Realität gut abbilden. Oft fährt einer einmal mit der Bahn - und strandet. Da sind 100 % Negativ-Erfahrung abgebildet... Ich hab dieses Jahr nur ein wenig weniger km geschafft (es gab ja leider keinen Deutschland-Pass mehr...), mein Schnitt dürfte trotz des SEV auf der LSN sogar noch ein wenig besser ausfallen.
Bahnfahren geht manchmal besser, als es die Meinung der Mehrheit glauben lassen will.

In diesem Sinne alles Gute für 2017 mit wenig SEV und Verspätungen über +5!

von Bahnwärter1848 - am 27.12.2016 19:57
Servus,

Danke für den Rückblick auf Dein Bahnjahr aus einer anderen Sicht. Mal etwas anderes als immer die X besten Fotos.

von Martin Pfeifer - am 27.12.2016 22:06
Servus,

Kann dir nur zustimmen, den Deutschland-Pass habe ich dieses Jahr auch sehr vermisst. Habe u.A. auch deswegen rund 3000 Kilometer weniger als letztes Jahr. Sehr, sehr schade dass es den nicht mehr gibt.
Bin auch der Meinung dass man wenn man viel Bahn fährt ganz gut merkt, dass 'die Bahn' besser/zuverlässiger ist als ihr Ruf.

Grüße!

von Pendler_NKU - am 28.12.2016 12:20
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