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Eisenbahnforum Nordostbayern
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15
Erster Beitrag:
vor 8 Monaten, 2 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 8 Monaten, 1 Woche
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K. R., BD Regensburg, Eisenbahner1, Gradausfahrer, domos, ChristianMUC, MÜB-ER, cjev, 223 061, Pegnitzer, Waldbahner91

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Startbeitrag von Pegnitzer am 06.02.2017 17:08

Hallo

laut Drehscheibe wird die Streckenklasse der Strecke Neukirchen (bei Sulzbach-Rosenberg) - Weiden (Oberpf.) wird ab 13.02.2017 zwischen km 12,000 und km 18,200 die Geschwindigkeit auf 110 km/h reduziert und die Streckenklasse von D4 auf A herabgesetzt.

[fahrweg.dbnetze.com]

Antworten:

Servus,

das ist gut dann darf ein konventioneller Zug schon mal 10 km/h schneller fahren als bisher. Zumindest auf einem Großteil der genannte Kilometer.
Vmtl ist die Geschwindigkeit für das bogenschnelle Fahren gemeint?

NWDO -NNS war ja schon mal Nebenbahn. Back to the roots?

mfg
gradausfahrer

von Gradausfahrer - am 06.02.2017 17:38
Zitat
Pegnitzer
Hallo

laut Drehscheibe wird die Streckenklasse der Strecke Neukirchen (bei Sulzbach-Rosenberg) - Weiden (Oberpf.) wird ab 13.02.2017 zwischen km 12,000 und km 18,200 die Geschwindigkeit auf 110 km/h reduziert und die Streckenklasse von D4 auf A herabgesetzt.

[fahrweg.dbnetze.com]


Müsste hier nicht die Bundesnetzagentur einschreiten oder bekommt DB Netz wieder mal mit ein Freibrief und kommt mit solchen Methoden durch?

von BD Regensburg - am 06.02.2017 17:42
Zitat
BD Regensburg
Zitat
Pegnitzer
Hallo

laut Drehscheibe wird die Streckenklasse der Strecke Neukirchen (bei Sulzbach-Rosenberg) - Weiden (Oberpf.) wird ab 13.02.2017 zwischen km 12,000 und km 18,200 die Geschwindigkeit auf 110 km/h reduziert und die Streckenklasse von D4 auf A herabgesetzt.

[fahrweg.dbnetze.com]


Müsste hier nicht die Bundesnetzagentur einschreiten oder bekommt DB Netz wieder mal mit ein Freibrief und kommt mit solchen Methoden durch?


Was soll jetzt dieser Kommentar? Ohne weiterreichende Informationen gleich mal Stimmung machen. Haüptsache es geht gegen die DB. Warum? Wieso? Weshalb? Egal. Bleib auf dem Teppich.

von Eisenbahner1 - am 06.02.2017 18:23
Zitat
Pegnitzer
laut Drehscheibe wird die Streckenklasse der Strecke Neukirchen (bei Sulzbach-Rosenberg) - Weiden (Oberpf.) wird ab 13.02.2017 zwischen km 12,000 und km 18,200 die Geschwindigkeit auf 110 km/h reduziert und die Streckenklasse von D4 auf A herabgesetzt.

[fahrweg.dbnetze.com]




Streckenklasse A wären max. 16t Achslast, oder? Also praktisch kein Güterverkehr mehr. Und gleichzeitig die Einschränkungen im Pegnitztal. Da kann man nur hoffen, daß keine Gv-Umleitungen notwendig werden.

Aber vielleicht braucht es ja mal ein richtiges Gewitter, damit im Elfenbeinturm die Botschaft ankommt?


Gruß
223 061

von 223 061 - am 06.02.2017 18:23
Zitat
223 061
Streckenklasse A wären max. 16t Achslast, oder? Also praktisch kein Güterverkehr mehr. Und gleichzeitig die Einschränkungen im Pegnitztal. Da kann man nur hoffen, daß keine Gv-Umleitungen notwendig werden.

Aber vielleicht braucht es ja mal ein richtiges Gewitter, damit im Elfenbeinturm die Botschaft ankommt?


Diese Variante hat man gewählt, damit überhaupt noch Zugverkehr auf der Strecke stattfinden kann.
Anscheinend sind mehrere Bahndammabschnitte durch den schweren Güterzugverkehr in letzter Zeit arg in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Die Reparaturarbeiten sind so schwerwiegend, dass mit einer längeren Sperrung zu rechnen ist, da intensive Arbeiten an dem Damm notwendig sind.

Wenn ich es richtig mitbekommen habe, werden die notwendigen Arbeiten derzeit schon projektiert. Aber aufgrund des Umfanges der Arbeiten ist dies nicht innerhalb weniger Monate umsetzbar.

Daher nun diese Maßnahme, damit weiterhin zumindest Personenzugverkehr stattfinden kann.

Viele Grüße

von cjev - am 06.02.2017 20:16

Mangelverwaltung

Guten Abend

der ganze Grund ist einfach "Mangelverwaltung" der letzten Jahre. Die Strecke geht nicht von heut auf morgen "den Bach runter".

Das ist wieder wie vom Regionalnetz Bayerwald (wo auch eben s Regionalnetz Oberpfalz und tw Oberfranken dazu gehören).etc eine Sparmaßnahme. Sicher mag der Damm nicht mehr gut sein, aber er ist nicht von heut auf morgen "plötzlich" schlecht geworden.

Nicht falsch verstehen - ich greife hier weder die DB Netz MA der Fahrwege und IH noch sonst wenn an. Jedoch die besagte Führung des Netzes. Weil das schon seit Jahrzehnten so geht. Der Bayerwald ist das beste Beispiel:

Alles um die Zwiesler Spinne hat nur noch Streckenklasse A, obwohl eben eig nur die Brücken schlecht sind. Wenn ich nun Streckenklasse C hätte, könnte ich mit einer Beförderngsanordnung evtl in Verbindung mit La-Stellen dann auch Streckenklasse D2 fahren. Aber bei Streckenklassse A gibt es faktisch keine Möglichkeiten.
So ist es einfacher und billiger. Und man muss auch weniger warten, weil für Streckenklasse A hält es ja noch länger. Es gibt auch bei der DB ausser der 214 keine einzige Lok mehr, welche Streckenklasse A hat. Und mit knappen 1000 kW brauch ich da keine Güterzüge fahren, weil ich eh nur Leerwagen spazieren fahren kann.

Nicht mal unsere tschechischen Nachbarn sind so schlecht wie wir. Anderes Beispiel mit anderem Regionalnetz: Paartalbahn zwischen Ingolstadt und Augsburg: Das ist eine eingleisige nicht elektrifizierte Hauptbahn (!!!)
Niederarnbach: keine Weichenheizung (somit im Winter keine Kreuzung mgl. DB NEtz macht aber Fahrpläne mit Kreuzungen. Somit kann bei Schnee die Awanst Scherm nicht bedient werden)
SChrobenhausen: Taktkreuzung: seines dritten (Güterzuggleises) beraubt.
Zwischen Schrobenhausen und Radersdorf Brücke über die Paar seit 10 jahren defekt. nur Streckenklasse B2
Radersdorf: nun der einzige Bahnhof auf der Strecke mit einem 700m Gleis
Zwischen Radersdorf und Aichach: zwei Brücken welche schon auseinanderfallen. Bei streckenklasse D2 nur 20 km/h erlaubt
Aichach: Dummheit hoch drei: Gleis drei welches früher Zugfahrten zu ließ zurück gebaut und an gleicher Stelle ein Abstellgleis gebaut.
Obergrießbach nur noch Haltepunkt; keine Blocksignale und nichts. Längster Block und dadurch Tagsüber fast kein GV möglich
Dasing: Aus Ri MA/paar Bü-Bü-Bü-Kette. Dazwischen ist eine Brücke mit 30 km/h und man hat ab dem ersten Bü 2 Minuten Zeit um in den Bf zu kommen, sonst gibt es eine Bü Störung wegen Zeitüberschreitung (gut gebaut was?).
Paar: Gewachsener ort, HP vorhanden wird aber nicht genutzt (gut, das ist Sache der BEG)
Friedberg: Weichenheizung aus Gas, welche sehr Störanfällig ist. Heuer hat sich die Heizung mal selbst abgefackelt
Hochzoll: Gleis 6 fallen die Bahnsteigkanten ins Gleis. Bf komplett kastriert und nicht auf Nutzlänge ausgelegt. Keine Wahl-D-Wege usw.

So kann man überall für jede Strecke was zusammen fassen. Und man spart fleißig weiter. Weil wenn es durch den Bundesverkehrswegeplan kommt, zahlts ja der Steuerzahls statt aus Gewinnen und EIgenmittel Geld aufzuwenden, welches ja an die Holding gehen muss.

Gruß K. R.

von K. R. - am 06.02.2017 21:50

Re: Mangelverwaltung

Zitat
K. R.
...

Alles um die Zwiesler Spinne hat nur noch Streckenklasse A, obwohl eben eig nur die Brücken schlecht sind. Wenn ich nun Streckenklasse C hätte, könnte ich mit einer Beförderngsanordnung evtl in Verbindung mit La-Stellen dann auch Streckenklasse D2 fahren. ...

Gruß K. R.


Hallo,

wie recht du leider hast :( Bin eh gespannt was mit den Brücken überhaupt noch passiert. Irgendwann müssen sie ja durch Neubauten ersetzt werden und ob das jemand bezahlt?

Grüße

von Waldbahner91 - am 06.02.2017 22:49

Nachtrag dazu

Servus,

zur "Ehrenrettung" sei gesagt, der Damm"schwimmt" schon so lange ich jetzt da drüberfahre, und das sind auch schon 25 Jahre.
Und ja, man müsste einfach mal Nägel mit Köpfen machen.

Ich erinnere mich noch an den Damm hinter Marktredwitz Richtung Hof, da war auch immer flexible Gleislage angesagt, bis man dann in einer finalen Bauaktion die Sache bereinigt hat.

Bis vor einigen Jahren war ja NNS-NWDO als Umleiterstrecke in diesem Ausmaß nie geplant gewesen.
Die Züge von/nach Weiden bzw. Marktredwitz hat´s ausgehalten seinerzeit.

Ich hoffe nur, dass wenn schon eine Sperrung unvermeidbar ist, die Baumaßnahmen dann wirklich umfassend sind!
Am besten wird gleich das Planum für ein zweites Gleis mit gelegt ;-)

mfg
gradausfahrer

von Gradausfahrer - am 07.02.2017 04:16
Ab 13.02. gilt ja auch ein neuer Fahrplan. Dann laufen mehr Güterzüge über NAM und NSCH.

von Eisenbahner1 - am 07.02.2017 07:54

Re: Nachtrag dazu

Zitat
Gradausfahrer
Ich erinnere mich noch an den Damm hinter Marktredwitz Richtung Hof, da war auch immer flexible Gleislage angesagt, bis man dann in einer finalen Bauaktion die Sache bereinigt hat.


Die Sanierung kam ja damals erst nachdem das Richtungsgleis Hof schon über dem Schotter schwebte.

von MÜB-ER - am 07.02.2017 15:09

Ich habe gar keinen Teppich :-)

Zitat
Eisenbahner1
Müsste hier nicht die Bundesnetzagentur einschreiten oder bekommt DB Netz wieder mal mit ein Freibrief und kommt mit solchen Methoden durch?


Was soll jetzt dieser Kommentar? Ohne weiterreichende Informationen gleich mal Stimmung machen. Haüptsache es geht gegen die DB. Warum? Wieso? Weshalb? Egal. Bleib auf dem Teppich.[/quote]

Ich mache keine Stimmung gegen die DB, sondern gegen DB Netz, das ist ein großer Unterschied und ich bin ganz klar für eine Trennung und eine Bundesinfrastrukturgesellschaft, aber das ist ein anderes Thema.

DB Netz hat das Netz in den letzten 25 Jahren, meiner Meinung nach, zugrunde gerichtet. Vergleiche das mal mit dem perfekten Netz von ÖBB Infra.
Gerade wurde doch erst in Schwarzenfeld wieder sinnlos ein Massaker angerichet, sicher mit einer schönen Prämie und weder EBA noch Bundesnetzagentur haben das verhindert. Mit der Elektrifizierung wird das wieder teuer eingebaut!
Klardorf war das gleiche, dieser Rückbau hätte nie genehmigt werden dürfen, zumal das Ausweichgleis schon ins Estw integriert war.
Damit hat man sämtliche Flexibilität zerstört.

Die betriebswirtschaftliche Ausrichtung von DB Netz ist das große Problem und sicher auch ein politisches Grundproblem.

von BD Regensburg - am 07.02.2017 15:32

Re: Ich habe gar keinen Teppich :-)

Zitat
BD Regensburg
Gerade wurde doch erst in Schwarzenfeld wieder sinnlos ein Massaker angerichet, sicher mit einer schönen Prämie

Dazu hätt ich gern mal deine Beweise gesehen...

Zitat

Mit der Elektrifizierung wird das wieder teuer eingebaut!

Nein. Bei Neubauten plant man nicht mehr nach dem Gesichtspunkt, dass Überholgleise in geschlossenen Ortschaften liegen müssen, wie es früher war.

von domos - am 10.02.2017 23:12

Re: Mangelverwaltung

Zitat
K. R.
Alles um die Zwiesler Spinne hat nur noch Streckenklasse A, obwohl eben eig nur die Brücken schlecht sind. Wenn ich nun Streckenklasse C hätte, könnte ich mit einer Beförderngsanordnung evtl in Verbindung mit La-Stellen dann auch Streckenklasse D2 fahren. Aber bei Streckenklassse A gibt es faktisch keine Möglichkeiten.
So ist es einfacher und billiger. Und man muss auch weniger warten, weil für Streckenklasse A hält es ja noch länger. Es gibt auch bei der DB ausser der 214 keine einzige Lok mehr, welche Streckenklasse A hat. Und mit knappen 1000 kW brauch ich da keine Güterzüge fahren, weil ich eh nur Leerwagen spazieren fahren kann.

Abgesehen von rein sachlichen Fehlern (NPL-NDG = D4, NDG-NTRI = C2, NTRI-NBEI = B1, NZWL-NBMA = C2, NZWL-NGFU = A) würde dir selbst eine Streckenklasse D4 nichts bringen, weil du zwischen 6h morgens und 22h abends keine grenzüberschreitende Trasse über Eisenstein bekommst. Natürlich könnte man Eisenstein mit einem ESTW auf drei Hauptgleise hochrüsten - aber es darf die ketzerische Frage erlaubt sein, wofür? Güterverkehr fand grenzüberschreitend seit 1945 keiner mehr statt, CD Cargo fährt seit bald 10 Jahren nur noch bis Nyrsko...

von ChristianMUC - am 10.02.2017 23:22

Re: Mangelverwaltung

Ach Christian,

ich habe gesagt um die Zwieseler Spinne und nicht Plattling nach Zwiesel. Zudem war das eines von vielen Beispiel wo eine ganze Strecke "degradiert" wird, weil ein Fachwerk (da z. B. der KIB) jahrzehntelang vernachlässigt wurde.
Nur der Trassenpreis bleibt komischerweise immer der gleiche (gleich hoch!). Jahrelang Geld eingestrichen und nix investiert bzw saniert sondern nur Unter- bzw "Er"haltung.
Und Plattling nach Deggendorf bzw auch zum Hafen runter ist erst seit letztem Jahr D4, obwohl die neue Donau-Brücke schon viel länger steht. Aber das dauert halt, bis das nach München durchdringt. Bis Dato ist man mit Schwerwagenanordnung gefahren. Aber das weist ja.
Wie gesagt das Bayerwaldnetz ist nur eines von vielen guten Beispielen wie mans nicht machen sollte.
Und Güterverkehr von Bay. Eisenstein gäbs genug - nur nicht mit Streckenklasse B. Das Hohenzollerische Forstamt (den große Teile des Arbers und auch die Bergbahn gehören) würde gern mit der Bahn Holz fahren. So fährt mans halt auf der Straße.
Auch da Schwaiger und die CD würden gern Holz über Tschechien fahren - jetzt fährts mit "geringem" Umweg über Furth im Wald.

Gruß K. R.

von K. R. - am 12.02.2017 18:43
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