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Eisenbahnforum Nordostbayern
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vor 1 Jahr, 2 Monaten
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223 061, extirschenreuther, VT 22, R32chris

Regensburg: Aktuelles zu Umschlagterminals NROB, NRHF, neu (m2L)

Startbeitrag von VT 22 am 07.03.2017 18:34

[www.mittelbayerische.de] (03.03.2017)

Zitat
Mittelbayerische
Rauf auf die Schiene: Aber wie?

Regensburg braucht ein neues Umschlagsterminal – und wird es bekommen. Doch Experten sagen auch: Reichen wird das nicht.

von Mario Geisenhanslüke, MZ

Regensburg. ...

Um eben diese Frage ging es bei einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „Schienengüterverkehr im Großraum Regensburg – Wohin geht die Reise?“, zu der die IHK Regensburg eingeladen hatte. Klar ist schon jetzt: Die Region braucht eine neue Umschlagsanlage – und wird sie auch bekommen.

Regensburg hat ein Problem

Denn es waren sich alle einig: Es müssen so viele Container wie möglich runter von der Straße und rauf auf die Schiene. Andernfalls droht dem Drehkreuz Regensburg, wo sich die Autobahnen 3 und 93 treffen, der Infarkt. Außerdem würde sich auch die Umwelt freuen.

Doch der Güterverkehr auf der Schiene hat in Regensburg ein Problem. Je nach dem, wen man fragt, haben die beiden Umschlagsanlagen im Bayernhafen und im Güterverkehrszentrum (GVZ) [Regensburg Ost Btf. Ubf] ihre Kapazität erreicht – oder werden sie bald erreichen. Deshalb sagte Dr. Jan-Erik Beuttel, Abteilungsleiter für Wirtschaftsförderung bei der Stadt Regensburg, deutlich: „Es besteht dringender Handlungsbedarf.“ Aktuell sei der Schienengüterverkehr das Rückgrat der Exportindustrie. Doch angesichts der bekannten Prognosen stelle sich die Frage: „Kann es so weitergehen?“

Nein. Das sagt zumindest Karl Fischer. Er ist Geschäftsführer des Logistik-Kompetenz-Zentrums Prien. Das LKZ hat mit dem Fraunhofer IML eine Studie im Juli 2015 für die Stadt durchgeführt. Sie bildet noch heute die Grundlage für die Arbeit von Jan-Erik Beutel und kam zu dem Schluss: Die Zahl der Ladeeinheiten in Regensburg wird bis 2033 so drastisch wachsen, dass zum Beispiel der Ausbau der Anlage im Hafen, der schon läuft [*], bei weitem nicht ausreicht. Ein Ausbau der Anlage im GVZ oder der Bau einer weiteren Anlage seien unabdingbar. Das zeigt auch ein Blick auf die Zahlen: Die Umschlagsanlage im GVZ war für 150 000 Ladeeinheiten pro Jahr ausgelegt. Im Jahr 2016 wurden aber schon 170 000 Container abgewickelt. Doch irgendwann ist Schluss.

...

Und deshalb wird es ein neues Terminal geben. „Das ist kein Geheimnis“, sagte Andreas Schulz. Er ist einer der Geschäftsführer der DUSS (Umschlaggesellschaft Schiene – Straße), die die Anlage im Regensburger Osten [Regensburg Ost Btf. Ubf] betreibt. Das neue Terminal, in dem auch erstmals komplette Züge be- und entladen werden können, werde über den Bundesverkehrswegeplan finanziert und solle Ende 2021 in Betrieb gehen. Und wo wird dieses Terminal gebaut?

Auf Nachfrage unserer Zeitung schreibt Beuttel: „In der Tat ist, wie Herr Schulz ausgeführt hat, der Bau eines neuen Umschlagterminals für den Kombinierten Ladungsverkehr im Bereich Burgweinting geplant.“ Die DUSS habe eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse demnächst der Stadtspitze vorgestellt werden. Dem könne nicht vorgegriffen werden. Beuttel verspricht: „Die Öffentlichkeit wird selbstverständlich ebenso wie die Medien zu gegebener Zeit ausführlich über das Vorhaben informiert.“ Nicht zu verwechseln ist das Projekt indes mit der Einrichtung eines neuen Industriegebiets am Ostbahnhof neben dem GVZ. Dieses soll vor allem der Wartung und Lagerung von Leercontainern dienen.

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* siehe hierzu auch: [20370.foren.mysnip.de]

siehe auch Erstmeldung: [20370.foren.mysnip.de] (13.01.2015)

[www.mittelbayerische.de] (17.01.2017)

Zitat
Mittelbayerische
Bürger ertragen Lärm nicht mehr

Das Industriegebiet im Regensburger Osten wird erweitert. Anwohner sehen ihre Lebensqualität bedroht und fordern Schutz.

Von Julia Ried, MZ

(Der Umschlagbahnhof ist eines der Herzstücke der Gewerbe- und Industrieflächen im Stadtosten. Auf einem Nachbargrundstück soll bald ein neues Industriegebiet entstehen.)

Regensburg. Das Vorhaben der Stadt, neben dem Güterverkehrszentrum (GVZ) ein neues Industriegebiet am Ostbahnhof einzurichten, hat viele Anwohner dort alarmiert – und die Bürgerbewegung „Innerer Stadtosten – Hohes Kreuz“ auf den Plan gerufen. Sie fordert ein Lärmgutachten und ein Lärmschutzkonzept für die angrenzende Wohnbebauung. ...

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Umschlagplatz für Unternehmen

Das GVZ, das jetzt inklusive des Donauhafens 340 Hektar Platz belegt, dient Unternehmen als Umschlagplatz. Die Anlage ist für sie auch Schnittstelle zwischen Straße, Schiene und Wasser. Mehr als hundert Firmen der Verkehrswirtschaft sind dort ansässig. Der Bebauungsplan 215 I sieht nun vor, neben dem GVZ, auf der circa zwölf Hektar großen Fläche am Ostbahnhof, Baurecht zu schaffen. ... Eine Studie habe ergeben, dass das Grundstück „prädestiniert“ sei für die Erweiterung eines „Service-Centers für die Wartung, Reinigung, Disposition und Vorhaltung von Leercontainern für die exportorientierte Wirtschaft in der Region“. Bis 2005 waren dort Kleingärtner ansässig, die wegen einer geplanten, später abgeblasenen Firmenerweiterung umzogen.

Die Erweiterungsfläche ist zwar im Vergleich mit dem bestehenden GVZ relativ klein. Doch für viele Bürger ist das Maß jetzt schon voll. Seit dem Bau der Osttangente sei der Stadtteil in Sachen Lärmschutz zu kurz gekommen, heißt es. ...

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Anwohner fürchten mehr Verkehr

Dechant fürchtet, die Erweiterung der Industrie- und Gewerbeflächen bringe durch ein Plus an Güterverkehr auf der Schiene „zusätzliche Lärmbelästigungen auch während der Nachtzeit“ ... . Sie rechnet auch mit mehr Verkehr auf dem Odessa-Ring. Die CSU-Stadträtin greift das Thema Lärmschutz auch in einem Antrag an den Oberbürgermeister im Namen ihrer Fraktion auf. Darin wird er aufgefordert, zügig Baurecht für die vom Immobilienunternehmen Ferdinand Schmack geplante Wohnbebauung im Osten zu schaffen. Im entsprechenden Bebauungsplan „Gleisdreieck – Ostheim“ sei ohnehin Schallschutz vorgesehen, das Gutachten dazu fertig. In dem Papier, das uns vorliegt, heißt es, in dem Gebiet würden die Grenzwerte der Lärmschutzverordnung sowohl tagsüber als auch nachts überschritten.

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Antworten:

Naja, schön dass es in Regensburg so boomt, zeigt aber auch dass die Politik, vor allem der Dödel im Verkehrsministerium mit der schlechtsitzenden Brille, überfordert ist, die Wirtschaft fordert mehr Schienenverkehr und der kriegt nix auf die Reihe. Das Problem ist aber auch die letzte Meile, nennen wirs mal so, die Container müssen ja trotzdem bis zum Containerbahnhof gekarrt werden.

von extirschenreuther - am 07.03.2017 19:08
Zitat
VT 22
Zitat
Mittelbayerische
Der Bebauungsplan 215 I sieht nun vor, neben dem GVZ, auf der circa zwölf Hektar großen Fläche am Ostbahnhof, Baurecht zu schaffen. ... Eine Studie habe ergeben, dass das Grundstück „prädestiniert“ sei für die Erweiterung eines „Service-Centers für die Wartung, Reinigung, Disposition und Vorhaltung von Leercontainern für die exportorientierte Wirtschaft in der Region“. Bis 2005 waren dort Kleingärtner ansässig, die wegen einer geplanten, später abgeblasenen Firmenerweiterung umzogen.

Die Erweiterungsfläche ist zwar im Vergleich mit dem bestehenden GVZ relativ klein. Doch für viele Bürger ist das Maß jetzt schon voll ...



Diese freie Fläche am Ostbahnhof kenne ich relativ gut, weil ich da mehrere Jahre von meinem Schreibtisch aus draufgeschaut habe. Es hatte mich damals schon gewundert, wozu die Kleingärtner denn nun überhaupt umgesiedelt wurden. Ich wüßte nicht, wo sich da in überschaubarer Entfernung auch nur ein "Bürger" befinden sollte, den die Nutzung dieser Fläche zur Erweiterung des GVZ stören könnte. Allenfalls das Pürkelgut auf der anderen Seite des Ostbahnhofs fällt mir da noch ein. Die genannte Freifläche hätte auch den Vorteil, daß man sie ggf. noch um die ehem. Wartungshalle des "Meridian" vergrößern könnte. Oder gibt es da mittlerweile einen neuen Nutzer?

Gruß
223 061

von 223 061 - am 07.03.2017 19:50
Ist das jetzt die Fläche auf der Seite vom Pürkelgut die zur Debatte steht?

von extirschenreuther - am 07.03.2017 21:36

Grundsätzliches Problem im Verkehrsministerium

Ja das ist einGrundsätzliches Problem im Verkehrsministerium.

Mal als Beispiel aus der Zeitung geistern.

Die A3 wird zwischen Nürnberg und Würzburg auf 6,9 km 6spurig ausgebaut.
Für 396 Mio Euro!!!!


Dafür bekommt man fast das halbe grundnetz der Nürnberger Ubahn....

von R32chris - am 07.03.2017 21:47
Zitat
extirschenreuther
Ist das jetzt die Fläche auf der Seite vom Pürkelgut die zur Debatte steht?



Nein. Die o.g. Freifläche befindet sich zwischen dem Ostbahnhof und der B15. Das Pürkelgut befindet sich genau auf der anderen Seite des Ostbahnhofs.

Gruß
223 061

von 223 061 - am 08.03.2017 18:16

NROB Werkstatthalle

Zitat
223 061
Die genannte Freifläche hätte auch den Vorteil, daß man sie ggf. noch um die ehem. Wartungshalle des "Meridian" vergrößern könnte. Oder gibt es da mittlerweile einen neuen Nutzer?


Aktuell nutzt die Knape-Gruppe ihre Anlagen bzw. das Gelände gelegentlich wieder selbst, um diverse Bahnbauwagen der SGL abzustellen.
Weiterhin nutzt DB Cargo die Halle auch noch regelmäßig (1x wöchentlich?) zur Instandhaltung der in NROB stationierten Loks.

Gruß
VT 22

von VT 22 - am 08.03.2017 21:32
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